Werden Mädchen generell bevorzugt?

11 Antworten

Folgendes ist schlichte Mutmaßung ohne jeglichen Anspruch auf Wahrheit. Einfach ein Gedankenspiel:

Mädchen werden nicht generell bevorzugt, aber es ist einiges mit der Emanzipation schief gelaufen. Frauen kämpfen oftmals nicht mehr für die Gleichberechtigung, sondern um die Vorteile einer Gleichberechtigung, wobei sie die Nachteile nicht so sehr mögen. Das beste Beispiel sind das Türaufhalten und das Zurückschlagen. Das Türaufhalten erwarten viele Frauen regelrecht von ihren Partnern und nehmen das als elementares Anzeichen für das Aufopferungsbereitschaft für die Frau, aber sie fühlen sich "wie ein Dienstmädchen behandelt", wenn ihre Partner das von ihnen verlangen. Dass eine Frau einem Mann eine Ohrfeige verpasst kann schonmal vorkommen. Wenn er ihr eine zurückgibt, dann ist er das Schwein, weil er eine Frau geschlagen hat. Sie hat zwar nicht die feine englische Art gespielt, aber immerhin hat sie bestimmt einen Grund gehabt und ein Mann kann sowas ja wegstecken.

Frauen haben sich mit der Emanzipation zurecht gegen das Patriarchat der Männer gewehrt (meiner Meinung nach mit äußerst wenig Erfolg, denn wir leben immer noch in einer patriarchischen Gesellschaft), aber sie haben damit den Männern das Stigma der gewaltsamen Unterdrückung verliehen und darunter leiden die Männer heute wie die zweite Nachkriegsgeneration unter dem Stigma der NaziDeutschen und der erblichen Schuld.

In Sachen körperliche Gewalt werden Frauen bevorzugt, in der Modeindustrie sind sie die größere Kaufkraft und werden deshalb stärker adressiert, in den Freizeitgestaltungsmöglichkeiten gilt das ebenso. Die Jungs geben ihr Geld tendenziell eher online und/oder für technische Geräte und Spiele aus, die (oft teurer) weniger Platz in den Läden brauchen als der Kleinkram, mit dem man bei den Mädchen auf den gleichen Umsatz kommt. An den Mädchen kann man die Kleidung dann direkt sehen, auch die Schminke und Haarsachen, aber den Jungs kann man nicht ansehen, wenn sie einen 3000€ teuren Gaming PC zuhause stehen haben oder 140 Spielhüllen im Regal.

Dann das große Gerücht der Leistung: Mädchen entwickeln sich tendenziell schneller als Jungs, reifen geisitg und körperlich früher zu Erwachsenen heran, haben oft ein gutes Gespür für soziale Regeln und im Grundschulalter meistens ein recht gutes Verhältnis zu den Eltern. Die Psychologie unterstellt den Eltern Eifersuchtskonflikte. Wenn sowas im Spiel ist, dann sind Jungs mit eifersüchtigem Vater häufig auch schlechter bedient als Mädchen mit einer eifersüchtigen Mutter. Zudem sind Frauen im Schnitt eher zu Multitasking fähig als Männer. Die Mädels können sich in dem System Schule schneller zurechtfinden und sich schneller daran gewöhnen, dass ihr Tagesrhythmus jetzt vorgegeben wird. Die Jungen und Mädchen, die im Grundschulalter schon längst Unterschiede zwischen einander festgestellt haben, nabeln sich von einander ab und grenzen sich von einander ab. Die Mädchen gehen darin auf, gut in der Schule zu sein und gute Noten zu bekommen und die Jungen gehen darin auf, mit einander zu raufen und soziale Entscheidungen fällen zu üben. Wenn aber Raufen als Zeitverschwendung und sinnlose Gewalt missverstanden wird und man den Kindern von kleinauf vermittelt, dass sie in einer Leistungsgesellschaft leben, dann entsteht bei den Jungs irgendwann der Eindruck "die sind ja sowieso schlauer und in allem besser".

Man sollte dem entgegenwirken, indem man den Jungs ein bisschen mehr Verständnis entgegenbringt und sich einen Ruck gibt, sie schätzen zu lernen.

Ich hoffe, dass mindestens fünf Prozent von dem, was ich geschrieben habe Sinn ergeben.

Ja werden sie. Dauernd müssen wir uns in der Schule anhören, dass wir Jungs nur Unsinn anstellen, und dass wir Männer Schuld an allem Leid sind, und das Mädchen und Frauen ja soviel intelligenter sind. Wenn ein Mädchen einen Jungen schlägt, dann passiert nichts aber wenn ein Junge sich wehrt, und ihr dann auch eine Ohrfeige gibt, dann ist er der böse Mädchenschläger und muss den Rest seines freien Nachmittags nachsitzen. Im Unterricht, werden wir immer sofort zurechtgewiesen, während die Mädchen während dem Unterricht essen, die ganze Zeit kichern und Selfies für Instagram machen. Und wenn ein Mädchen, den ganzen Tag vor ihrem Handy verbringt, dann sagt niemand etwas. Aber wenn ein Junge in seiner Freizeit am Computer oder an der Konsole ist, gilt er als Nerd ohne Leben.

Hi, mein Sohn sagt auch immer, dass Mädchen bevorzugt werden bzw. später einen Frauenbonus haben. Seine Französisch-Lehrerin bevorzugte einige Kinder in der Klasse, vorzugsweise Mädchen. Während des Studiums hat er die Beobachtung gemacht und auch im Beruf. Nach meinen Beobachtungen, zumindest in unserem Bereich, muss ich ihm leider recht geben. Nur ich selbst habe diesen Bonus nie erlebt. Mein älterer Bruder wurde immer vorgezogen, der Erstgeborene, der Stammhalter, als Mädchen stand ich immer in der Reihe hinter ihm. ich musste zu Hause putzen und meiner Mutter helfen, während er sich nur an den gedeckten Tisch setzte. Das ist die andere Seite, musste auch mal erwähnt werden.

Es gibt ja kaum noch männliche Lehrkräfte an Grundschulen. An Gymnasien hält es sich noch so einigermaßen die Waage.

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Das ist auch heute noch so. Das sind einfach Dinge, die gerne übersehen werden. Stattdessen wird nur gesehen, dass Frauen teilweise bevorzugt werden (was tatsächlich auch manchmal über das Ziel hinausschießt) und schon davon gesprochen, dass Frauen jetzt "über" den Männern stehen. Davon sind wir allerdings tatsächlich sehr weit entfernt.

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@blauegruetze

Man ist dabei zu begreifen, daß man sich auf Augenhöhe begegnet.

Unsere "Chefin" ist eine Frau - die mächtigste Frau der Welt noch dazu.

Ich bin eine Frau, und ich habe mich nie benachteiligt gefühlt. Außer, wenn mein Mann zwei Wasserkisten auf einmal tragen kann und ich bei einer schon fast schlappmache :-(

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@turalo

Die Benachteiligung beginnt doch schon damit, dass Frauen schlechtere Chancen haben Jobs zu bekommen, wenn sie heiraten und im gebärfähigen Alter sind. Bei Männern interessiert sich keine Socke über eine potentielle Schwangerschaft und eine dadurch entstehende Auszeit.

Frauen werden außerdem nach wie vor deutlich mehr auf ihr Äußeres reduziert. Siehe z.B. die Präsenz von fast nackten Frauen in Werbungen und im Fernsehen im Vergleich zu fast nackten Männern. Siehe die Tatsache, dass nur 15% der Hauptrollen von Frauen besetzt werden und diese stattdessen meist nur schmückendes Beiwerk sind - auch sehr interessant im Zusammenhang: Der Bechdel-Test.

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