Werden Liebesromane nur in der Ich-Form des Erzählers geschrieben oder auch Er/sie/es?

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6 Antworten

Beides geht, oder verschiedene Kapitel aus verschiedenen Perspektiven.

Wenn du nur die Ich-Form waehlst, wird das ganze Erlebnis persoenlicher, aber auch auf diese eine Perspektive beschraenkt. Der "omnipotente Beobachter" weiss, wie es in den Herzen aller Beteiligten aussieht, was auch seine Vorteile hat.

Da du noch nicht so schreiberfahren zu sein scheinst, wuerde ich dir sogar empfehlen, das Ganze einmal aus der ersten und einmal aus der dritten Person zu schreiben und dann zu vergleichen. (Wenn du malst, waehst du ja auch nicht zufaellig Aquarell oder Oelfarbe, das ist nicht anders beim schreiben.)

Kommentar von coldwinterrain
06.04.2016, 11:44

Es geht ja um mehrere Charaktere, deshalb habe ich so gehandhabt das Daniel steht auf, um ins Bad zu gehen. Annika fragt sich was mit ihm los ist. Sowas zum Beispiel. Ich bin schon ein recht erfahrener Schreiber, schreibe sehr gern, aber eben noch unentschlossen was nun besser ist. 

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Kommentar von Deponensvogel
06.04.2016, 14:05

3. Person ist aber nicht nur der omnipotente Beobachter/Erzähler (der btw ein ganz gewöhnliches Wort ist, d. h. du brauchst keine Gänsefüßchen zu verwenden), lies dich mal durch moderne Belletristik.

In qualitativ etwas anspruchsvolleren Büchern, deren Autoren etwas Ahnung haben, liest man zu 99% 3. Person personal, nicht 3. Person auktorial.

Heutzutage entscheidet man sich zwischen personalem und Ich-Erzähler.

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Du kannst ruhig in er sie es form schreiben, da kann man nemlich die gedanken eines jeden einzrlnen charakters beschreiben kann :)

Viele Liebesromane wie Eleanor und Park oder die erste Liebe nach 19 vergeblichen Versuchen werden in der dritten Person erzählt.

Es ist nicht notwendig, aber ich bevorzuge die Ich Form weil es so etwas persönlicher ist. Am Ende ist es aber dein Buch und du musst schreiben was dir gefällt!

LG


Kommentar von coldwinterrain
06.04.2016, 11:28

ich weiß, aber jetzt hab ich schon 3 kapitel fertig in den ich die Namen ausschreibe

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Die ich-Form ist deshalb sehr häufig, weil sie den Neuautoren einfacher erscheint. Jedoch schaffen es nur sehr wenige die Vorteile dieser Erzählperspektive richtig umzusetzen und die Ergebnisse sind langweilige, schlechte Erzählungen die besser "abgetrieben" worden wären.

Der Er-Erzähler hat seine eigenen Vorzüge gegenüber dem Ich-Erzähler.

Man kann schwer sagen welcher Stil nun besser geeignet ist. Es kommt ganz darauf an was du mit der Geschichte vor hast, was du darzustellen beabsichtigst.

Kommentar von MarkusKapunkt
06.04.2016, 16:57

In Liebesromanen kann man sogar beide Stile kombinieren. Man schreibt die Rahmenhandlung in der Er-Sie-Form, aber gibt Gedanken und Gefühle aus der Ich-Perspektive an. Diese kann man dann zur Deutlichmachung kursiv stellen oder im Zeilenanfang einrücken.

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Da gibt es keine feste Regel für die Perspektive. Es gibt Romane, die in der Ich-Form geschrieben sind, genauso häufig wie die, welche aus der Dritten Person erzählt werden. Es wurden sogar schon Geschichten aus Sicht einer Couch geschrieben, deiner kreativen Freiheit sind also keine Grenzen gesetzt.

Kommentar von Deponensvogel
06.04.2016, 14:00

Und aus der Sicht einer Couch ist es dann soundsovielte Person Couchular? 

Es ist genauso dritte oder erste Person Singular, das kann auch aus der Sicht Gottes sein, und trotzdem bieten sich einem nur die zwei Möglichkeiten – außer natürlich, man möchte ausgefallen sein und schreibt z. B. im Pluralis majestatis oder in der zweiten Person. Will man gelesen werden, rate ich aber davon ab.

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Ja natürlich. Das liegt immer daran ,aus welcher perspektive der autor gerne schreiben möchte: )

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