Werden jetzt immer mehr Anträge auf Befreiung von Rundfunkgebühren bewilligt oder ist das eine " Zeitungsente "?

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5 Antworten

Ob das eine Zeitungsente ist, weiß ich nicht.

Logisch ist aber : Je mehr es z. B. Alg- II- Empfänger gibt, desto mehr Befreiungen gibt es.

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Kommentar von bachforelle49
04.08.2017, 13:52

auf der gleichen Seite steht aber auch, daß die von dir genannten (Zahlen ALGII) sinken und Vollbeschäftigung herrscht - das ist doch der Trend, also kann sich ARD/ZDF freuen ... :-0 " aber " Kümen " (kühmen) gehört zum Handwerk..."

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Wir überlegen nun mal. Weshalb sollten die Zahl der Befreiungen steigen und gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen?

Wieso sollten ein paar 10tsd bewilligte Befreiungen dafür sorgen, dass die Sender Insolvenz beantragen müssten? In welchem Verhältnis steht diese Zahl im Vergleich zur Anzahl der Beitragszahler?

Die Lösung ist aus meiner Sicht einfach: Hinter den Zahlen steckt einfach die Tatsache, dass so langsam der ein oder andere notorische Verweigerer aufwacht. Diejenigen, die sich bisher dem ganzen System verweigert haben und zwangs-angemeldet wurden, haben langsam eingesehen, dass ihre Verweigerungshaltung völliger Schwachsinn ist. Sie rennen nun mit ihren Dokumenten zum Beitragsservice und lassen sich teilweise rückwirkend befreien. Seit 1.1.2017 ist es möglich, sich rückwirkend befreien zu lassen.

Darüber hinaus haben sich einige Randbedingungen verändert, so dass es möglicherweise etwas einfacher ist bzw. mehr Menschen unter die Befreiung fallen als vorher.

Von kurzfristigen Schwankungen im Promille-Bereich (nichts anderes sind diese Zahlen) gleich auf einen ewig anhaltenden Trend zu schließen ist statischer Unfug. Und deswegen mag diese Zahl keine Ente sein, aber sollte ein Journalist ernsthaft spekulieren, dass das System "pleite gehen würde", sollte er seinen Abschluss nochmal wiederholen. Er hat dann in seiner Ausbildung etwas überhaupt nicht verstanden.

P.S.: Dass die "Regenbogenpresse" solche Geschichten aufbauscht und eine Sau durchs Dorf treiben will, ist knallhartes wirtschaftliches Interesse. Der Axel-Springer-Verlag hat sich das System nur deswegen zum Feind gemacht, weil er meint, dass er seine eigenen Nachrichten nicht wirksam hinter Bezahl-Apps verstecken kann, solange es "kostenlose" Konkurrenz aus den öffentlich-rechtlichen gibt.

Das Bashing des Axel-Springer-Verlages gegen den Beitragsservice und ARD/ZDF erreicht immer dann seine Spitze, wenn man eigene Apps pushen will. Beispielsweise wurde wochenlang gebasht und zeitgleich das eigene "Bild-Plus-Abo" massivst beworben. Dann war lange Ruhe und als die Nutzerzahlen gefallen sind, wurde wieder fleißig gebasht und die eigene App beworben.

Der informierte Deutsche lässt sich durch solche Kapitalismus-Spielchen nicht beeindrucken ;-)

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Hallo Bachforelle

Was heisst denn Befreiung von Rundfunkbetrag?
Dafür schauen wir uns die <a href: "https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/informationen/empfaenger_von_sozialleistungen/index_ger.html">GEZ Seite an <a/> und stellen fest, dass das Mindesteinkommen nicht ereicht wird.

Tja, seit Jahren rutschen mehr und mehr Menschen unter das Mindesteinkommen, müssen Aufstocken um überleben zu können. Die Armut in NRW ist in den Haushalten um 20 % in den letzten Jahren gestiegen. Deshalb werden diese Haushalte von der Pflicht zur Zahlung des Rundfunkbeitrages befreit.

Die Wirtschaft boomt, die Gewinne steigen und die Einkommen der großen Mehrheit geht zurück. Ja, die Arbeitslosigkeit geht zurück. Aber von dieser Arbeit kann man häufig nicht seinen Lebensunterhalt bezahlen und muss aufstocken. Sinkende Arbeitslosigkeit mit einem ausreichenden Einkommen gleichzusetzen trifft aber garnicht zu.

Diese Zahlen stimmen. LEIDER!

Der Beitragsservice wird auch künftig sehr regide "Neukunden" per Direktanmeldung erzeugen. Das ist das erklärte Ziel der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag zu Anfang 2013.

Die alte GEZ ist noch mit ihren Schnüfflern von Tür zu Tür gelaufen. Heute wird die Kontrolle über EDV vorgenommen. Dazu holt man sich regelmäßig bei den Gemeinden die Neuanmeldungen / Ummeldungen durch Umzüge und schreibt den Personen, dass Sie den Rundfunkbeitrag nicht bezahlt haben.

Der Beitragsservice hat es nicht auf dem Schirm, wer mit wem in einem Haushalt wohnt. Denn diese Information bekommt er scheinbar icht von den Meldeämtern. Diese Personen werden von dem Beitragsservice selbst per DIREKTANMELDUNG registriert und so startet die hartnäckige Mahnung zur Zahlung des Rundfunkbeitrags.

Viele Grüße

Heinz

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Aus welchen Quellen beziehst du denn diese Information?

Ich verfolge Tag täglich mehrere Tageszeitungen und Online-Portale, und mir ist diese Meldung noch nicht über den Weg gelaufen.

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Kommentar von bachforelle49
04.08.2017, 13:57

von der gängigen " Regenbogenpresse " bis hin zum Tagesblättchen vor ca. 5 Tagen war dies eine " Schlagzeile " wert, daß die bewilligten Zahlen derjenigen " Wohnungen " im 5stelligen Bereich steigen, denen die Rundfunkgebühren ARD/ZDF usw.. erlassen werden - also macht selbiger irgendwann "pleite ", wenn,s in dem Tempo so weitergeht...

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Betrachtet man die offiziellen Zahlen des Geschäftsberichts des Beitragsservice, so waren zum Jahresende 2014 insgesamt 2.528.674 und zum Jahresende 2.926.352 Personen von der Beitragspflicht befreit. das ist eine Steigerung von 15,7 % in 2 Jahren. Hintergrund ist vor allem, dass ein großer Teil der erheblichen Rückstände bei den Befreiungsanträgen vom Beitragsservice abgebaut wurde. Insgesamt waren damit im Jahr 2014 6,43 % aller Beitragszahler befreit. Im Jahr 2016 ist diese Quote auf 7,48 % gestiegen. Das ist nun nicht eine Sensation, sondern eine Quote, wie sie auch früher zu Zeiten der Rundfunkgebühr durchaus üblich war.

Die Freude über oder auch die Angst vor einer Insolvenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist völlig unbegründet: Er hat im Jahr 2016 immer noch mehr als 7,9 Milliarden Euro eingenommen. Das war zwar weniger als in den Jahren davor, aber bei etwas mehr Sparsamkeit müsste das schon reichen.

Vor allem aber können die Rundfunkanstalten nicht insolvent gehen. Das ist verfassungsrechtlich nicht möglich. Vielmehr haben sie eine von der Verfassung vorgegebene staatliche Finanzierungsgarantie. D. h. der Staat muss die Höhe des Beitrags erhöhen, wenn das Geld zur Finanzierung der Aufgaben nicht reicht. 

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