Werden es immer weniger Jugendliche die Interesse haben mit gott zu leben?

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16 Antworten

Ich denke, das sinkende Interesse an Religion liegt zum Einen daran, dass religiöse Lehren als Erklärungsmodell vielfach überholt sind.

Wer glaubt schon an die biblische Schöpfungsgeschichte innerhalb von sieben Tagen, wenn es zahlreiche naturwissenschaftliche Erklärungen zur Entstehung der verschiedenen Arten gibt?

Auch, dass viele Religionsgemeinschaften bzw. Organisationen sich dagegen wehren, veraltete moralische Ansichten im Bezug auf Bereiche wie die Sexualität abzulegen, macht sie unattraktiv für junge Menschen.

Jene Dinge wie Selbstfindung, Innenschau, Verantwortung und Ethik, die für mich Teil des religiösen Geistes sind, werden daher oft ebenfalls beiseite geschoben, ohne sich mit ihnen befasst zu haben.

Das Pauschalurteil lautet dann eben "Religion ist doof".

Persönlich halte ich nichts davon, durch eine Missionierungsoffensive, oder ähnliches die jungen Menschen nun gewissermaßen zum Glauben zu überreden - das ist aus meiner Sicht lediglich Manipulation.

Stattdessen sehe ich die Verantwortung für einen lebendigen Glauben bei den organisierten Religionen, den Religionsgemeinschaften und jedem einzelnen Gläubigen - es muss möglich sein, veraltete Konzepte loszulassen.

Mit einer Sexualmoral, die vor mehreren tausend Jahren gelehrt wurde, werden heute nur noch die wenigsten etwas anfangen können - einfach weil sie überholt ist.

Gleichzeitig kann es durchaus sinnvoll sein, Menschen den religiösen Geist nahe zu bringen, ohne dabei missionierend aufzutreten.

Ich habe beispielsweise einfach mal eine meditative Wanderung mit einigen Leuten gemacht und viele sagten schließlich, wie wohltuend diese Stille gewesen sei, die lediglich von den Geräuschen der lebendigen Natur durchbrochen wurde. Das war für viele eine ganz neue Erfahrung.

Diese "Begegnung mit der Stille", ist aus meiner Sicht eine der großen Wurzeln praktisch aller Religionen.

Moses stieg der Legende nach auf einen Berg, um die Gebote zu empfangen. Jesus blieb 40 Tage in der Wüste und Mohammed kehrte in eine Höhle zurück. All dies war also mit Rückzug und Schweigen verbunden.

Ich denke, eine solche Erfahrung, der Begegnung mit sich selbst, ist eine viel umfassendere Form von Religion, als das festhalten an Dogmen und die Wiederholung von Ritualen, die ohne Überzeugung durchgeführt werden.

Rituale können hilfreich sein, um den Menschen zu erziehen - aber wenn sie zu etwas höherem stilisiert werden, als sie eigentlich sind, verfehlen sie ihren Zweck.

Wenn die Religion in Dogmen und Ritualen erstarrt, ist es auch kein Wunder, dass die Jugend sich von Religion möglicherweise abgestoßen fühlt.

An welchen Gott sollen denn die Jugendlichen glauben? 

An den Gott Abrahams, also den jüdischen, den biblischen Gott bzw. Allah?

Oder ist dein Gott einer der tausenden selbstgebastelten modernen Götter, die mit dem biblischen Gott nicht mehr viel zu tun haben?

Bevor da jemand dran glauben soll, sollten sich die Gläubigen vielleicht mal drauf einigen, von welchem Gott sie sprechen.

Das muss dich nicht traurig machen, laut modernen Studien ist es nämlich gar nicht soooo viel anders als noch vor 300 Jahren. Damals gab es Strafen, wenn man Sonntags nicht in die Kirche ging und trotzdem gingen viele einfach nicht.

Glaube ist eine große Freiheit des Menschen. Ich glaube auch daran, dass es einen Gott gibt, der will, dass ich bin, was ich bin, allerdings ist das meine Sache und wenn man mich nicht danach fragt, muss ich das ja nicht allen auf die Nase binden. Glaube ist wie ein P*nis: Es ist schön, einen zu haben, aber man zeigt's einfach nicht in der Öffentlichkeit rum, egal wie stolz man drauf ist.

Die Religion zB im Christentum (aber auch in vielen anderen Religion) verschiebt sich grade vom durativen zum okkasionellen Erleben. Statt sich ständig von Gott/Religion/... begleiten zu lassen, ist Glaube bei vielen einfach noch eine Möglichkeit, große Feste noch zu unterstreichen oder Wendepunkten im Leben (Heirat, Geburt eines Kindes, Erwachsen werden, Tod, schwere Krankheit,...)  einen besonderen Touch zu geben.

Das ist nicht schlecht, es ist nur anders. Sei also nicht traurig, freu dich an deinem Glauben und missionier nicht (das hat eh keinen Sinn). Oder um es mit den Worten von Don Bosco zu sagen: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen." :)

Kann ich gut glauben, dass die junge Generation nicht mehr unbedingt gläubig ist. Ich bin jetzt 20 und würde mich als Agnostiger bezeichnen. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht für Religionen und sonstige Glaubensrichtungen interessiere. Für mich gehört es zur Allgemeinbildung ein paar Dinge darüber zu wissen.
Wenn es dir gut tut an Gott zu glauben, dann glaube an Gott. Ich finde, dafür sollte eine Religion auch da sein. Es soll einem gut tun und in schlechten Zeiten Kraft geben, für jene die es wollen. Es sei jedem selbst überlassen.

Ich bin fast 18 und die meisten meiner Freunde glauben eigentlich auch nicht an Gott... Ich sag mal so; einige glauben an einer "höhere Macht" aber nicht direkt an Gott. Könnte mir vorstellen dass es vlt viele auch irgendwie peinlich finden. Beten gibt mir persönlich sehr viel Kraft. Meine negativen Gedanken auszusprechen, es befreit. Ich glaube auch an Gott, Gehe zwar nicht regelmäßig in die Kirche aber Gott gibt mir Kraft 😊

Fast alle meine Freunde und Bekannten glauben an Gott.
Sie sind zwischen 16-20 Jahre alt.
Aber wenn man in der Kirche geht dann sind wesentlich mehr Ältere Leute als Junge.

Ja meiner Meinung nach schon.Im sonntags Gottesdienst sind nich mehr so viele Jugendliche wie früher.Das kann daran liegen das die meisten von niemandem vor gelebt bekommen mit Gott zuleben.Zum Beispiel wenn man in einer Christlichenfamilie aufwächst dann wird man immer daran erinnert wer man ist aber die meisten leugnen dies vor ihren Klassenkameraden. 

Mfg Maxime 

Kommentar von asdundab
13.04.2016, 22:36

Die geringere Anzahl von Kindern im Gottestdienst liegt wohl auch an der niedrigeren Geburtenrate.

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Kommentar von Mark1616
14.04.2016, 01:54

wenn man in einer Christlichenfamilie aufwächst

Wenn es tatsächlich einen Gott geben sollte, dann ist die Erziehung des Menschen irrelevant. Die Menschen werden trotz alledem weiterhin zu dem Gott finden, der ja schließlich der Anfang von allem und somit auch die Antwort auf alles ist. Wenn es keinen Gott geben sollte, dann ist die indoktrinierung von unschuldigen Kindern mit uralten Mythen eins der schlimmsten Verbrechen die die Menschheit je begangen hat.

Kinder, die unschuldigsten und wissbegierigsten Individuen in unserer Gesellschaft, haben es noch nicht gelernt Dinge kritisch zu hinterfragen. Sie vertrauen ihren Bezugspersonen meist ohne Widerspruch. Wenn diese Bezugspersonen ihnen nun Märchen als die Wahrheit™ verkaufen wollen, dann glauben sie ihnen blind und werden diese Märchen meist selbst im Erwachsenenalter nicht hinterfragen.

Wieso sollte man Kindern also praktisch vorschreiben was sie zu glauben haben? Wieso lässt man den Menschen nicht selbst entscheiden was er glauben will, sobald dieser Mensch dazu in der Lage ist Lügen von der Wahrheit zu unterscheiden? Wieso machen sich Gläubige überhaupt Sorgen, wenn ihre Religion doch die einzig Wahre ist?

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Naja ,ich glaube auch an etwas .
Aber nicht an unseren Gott sondern an die Wiedergeburt.
Da meine Eltern verschieden gläubig sind ,habe ich mich dazu entschieden meine eigene Meinung zu glauben ,weshalb ich nicht Konfirmation mache .
Und ich will nicht ,dass man mich für Geld gierig hält .
Aber irgendwie braucht man etwas woran man glauben kann ,damit man sich nicht alleine fühlt oder dass jemand für einen sorgt .
Meine Oma war ca. vor 20 Jahren schwer krank .
Sie wäre eigentlich tot .
Doch die Mutter von meiner uroma hat jeden Abend gebetet ,dass sie wieder gesund wird und jetzt ist sie völlig gesund .
Ich hatte mit 3 Jahren Salmonellen und wäre fast gestorben und es gab natürlich auch andere knappe Momente .
Ich habe vieles Gefährliches überlebt.
Jemand muss ich es verdanken, dass ich noch lebe
Natürlich auch der guten Medizin, aber jemand der noch mehr als Mediziner ist .
Ich habe Freunde ,die nur zum Teil an Gott glauben wie ich .
Doch manchmal gerät es in Vergessenheit.
Es ist natürlich nicht schlimm wenn jemand nicht an Gott glaubt .
Aber es ist dennoch schwierig zu sagen ob es Gott gibt oder nicht ,da bis jetzt niemand aus dem Jenseits hier her gekommen ist .

Kommentar von Zischelmann
13.04.2016, 22:45

Es gibt jedoch viele Berichte in diversen Büchern über Geistererscheinungen und Beweise für ein Leben nach dem irdischen Tod

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Kommentar von Mistserx1
13.04.2016, 22:46

jesus ist als gottes sohn auf die welt gekommen

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Kommentar von Pfirsich2001
13.04.2016, 22:47

Ja natürlich gibt es Geister ,aber manchmal muss ich trotzdem zweifeln, dass es Gott gibt

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Kommentar von Pfirsich2001
13.04.2016, 22:48

Und da meine Mutter nicht Deutsche ist aber mein Vater schon ,weiß ich nicht was ich nehmen soll .
Meine Entscheidung : Mische dir deine eigene Religion.

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Ja ich denke es werden weniger die wirklich glauben. Also an eine Religion, wir müssen uns ja nicht festlegen…
Und meiner Meinung nach, liegt das daran, dass wir es heutzutage einfach nicht mehr nötig haben, zu glauben. Uns geht es so gut, wir brauchen diese 'Hoffung' nicht enge wirklich und außerdem suchen wir jetzt unsere Wahrheit eher in der Wissenschaft... sozusagen einfach weil wir es können.
Ich selbst bin auch nicht gläubig, einfach weil ich keinen Draht dazu finde…
Und zwingen kann man ja auch keinen zum Glauben:D

Es gibt mehr Wissenschaftliche Erkenntnisse, Religion wird immer mehr da durch verdrängt. Wo sie eine Antwort gab, steht jetzt die Wissenschaft.
Denke es hat damit viel zu tun.

das ist nur deren intellektuelle phase

Sie haben keine Vorbilder mehr - weder an ihren Eltern noch in der Gesellschaft...aber ich vertraue Gott, dass er auch sie erreicht. Darum ist es für uns Christen so wichtig, dass wir "Flagge" zeigen und ihnen vorleben, wie Christus gelebt hat, wie er die Menschen geliebt hat und alles daran gesetzt hat, sie zu erretten. Er hat Sein Leben für sie gelassen und das sollen und müssen sie erfahren.. Ich persönlich glaube schon, dass sie für das Evangelium offen sind, gerade in der heutigen Zeit...Wenn man die großen "christlichen Veranstaltungen sieht, dann sieht man zum größten Teil junge Menschen..

Glauben und rettender Glaube ist ein Unterschied. Die Wahrheit müssen sie erkennen - die kann man nur erkennen, wenn man den Herrn Jesus als seinen Erlöser annimmt und sich mit Seinem Wort beschäftigt.

http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.876

Darüber beten ist ganz wichtig...denn ist sein Wille, dass Menschen errettet werden. lg

 

Fang an den glauben zu verbreiten.. Erzählr deinen freunden von gott und gib den menschen seine liebe weiter. Sei ein licht für die menschen dann werden es immer mehr werden, die gott in ihr herz lassen ❤ 

Ja, es werden immer weniger Jugendliche Interesse an Religion im Allgemeinen haben.

Und das ist eine durchaus positive Entwicklung. Es wird auch langsam mal Zeit dass wir uns von den anachronistischen Vorstellungen und 2.000 Jahre alten Märchen lossagen und anfangen für uns selber zu denken.

Manchen glauben darun und manche eben nicht deshalb heißt es auch GLAUBE.Jeder hat eine eigene meinung von gott.

Und meine meinung ist das gott erfunden wurde damit die menschen hoffnung haben. Alles passiert wie es passieren muss und daran ist neiner meinung nach das schicksal schuld.

Kommentar von asdundab
13.04.2016, 22:35

Ich denke, das man Gott erfunden hat, um sich die Welt und ihre Kreisläuffe zu erklären.

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Kommentar von VeriLove
14.04.2016, 06:14

das kann natürlich auch sein

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Ich gehe momentan in die 10 Klasse wir sind 25 Schüler, nur einer ist gläubig, und niemand interessiert sich richtig dafür^^

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