Werden die Staatsschulden durch negativ Zinsen weniger?

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4 Antworten

Natürlich werden durch die negativzinsen die Schulden geringer, aber die Wirkung ist sehr gering.

Eine Anleihe über 1 Mrd. wird fällig. Also nimmt der Finanzminister (über die Bundesfinanzagentur) 1 Mrd. neu auf. Da er (nehmen wir an 1 Jahr Laufzeit) für 1 Mrd., nur 990 Millionen zurückzahlen muss, sind also die Staatsschulden um 10 Mio. weniger geworden. Aber gemessen an über 2 Billionen ist das praktisch nicht messbar.

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Nur die Zinslasten werden geringer, getilgt wird nichts.
Der Staat schuldet nur alte (auslaufende Titel) gegen neue Titel (mit Negativzins) um.

Statt 42 Milliarden € Zinsen/Jahr zahlt der Staat aktuell "nur" noch um 20 Milliarden € Zinsen.
Je länger diese Negativzinsphase anhält, je länger kann dieser Effekt konserviert werden, ohne auch nur einen Cent zu tilgen.

Je weniger Neuschulden der Staat aufnimmt, je positiver wirkt sich dieser Effekt auf den Staatshaushalt aus.
Den Rest erledigt die Inflation (Geldentwertung).

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Jein. Es ist richtig, dass der Staat derzeit "Schuldscheine" mit negativen Zinsen ausgibt.

Andereseits hat er aber auch langfristige Schulden vor Jahren aufgenommen, für die er immer noch Zinsen bezahlen muss.

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Theoretisch ja, aber es werden ja neue Schulden aufgenommen. Die Schulden der USA wachsen so schnell, das muss eigentlich jeden Moment zusammenbrechen:

http://live-counter.com/us-national-debt-clock/

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