werden die neuen Generationen gebildeter als die alten durch das Internet?

11 Antworten

Nein, sicher nicht.

weil sich jeder über wirklich alles informieren kann 

Das Stichwort ist kann. Wenn ich etwas theoretisch kann, heißt das noch lange nicht, dass ich diese Möglichkeit auch nutze. Auch früher konnte ich schon den 24-bändigen Brockhaus lesen. Habe ich das gemacht? Nein.

Dazu kommt: Kann ich mich wirklich informieren? Ich meine damit nicht die theoretische Möglichkeit. Ich meine damit wirklich das Können. Nur, weil mir theoretisch alle möglichen Informationen zur Verfügung stehen, heißt das nicht, dass ich diese Informationen auch nutzen kann. Ich muss die Informationen für mich strukturiert zugänglich machen, ich muss sie auswerten, ich muss sie verstehen, ich muss sie verwerten. Die Informationsflut, die auf einen niederprasseln kann, kann auch überfordern. Es gibt viele Informationen, aber auch viele Falschinformationen. Damit umzugehen, ist eine hohe Kunst.

Dazu kommt: Über was habe ich mich in den Zeiten vor dem Internet informiert (ja, ich habe meine Schulzeit und mein Studium in der Vor-Internet-Zeit absolviert)? Über das, was mich interessiert hat. Über was informiere ich mich heute? Über das, was mich interessiert hat.

Und ja, ich kann mich informieren. Viele Informationen, die ich mir suche, sind aber bereits zwei Tage später wieder vergessen. Dinge, die man früher nicht in Erfahrung gebracht hat, die man heute mittels Suchmaschine, Wikis, etc. sehr leicht in Erfahrung bringen kann, aber nicht außerordentlich wichtig sind. Informationen, die man mal nachgeschaut hat, die man aber wieder vergisst, bilden nicht sonderlich.

Ich denke eher, dass die nächsten Generationen eher dümmer werden als Klüger.

  • Warum etwas auswendig lernen, wenn man einfach dann googlen könnte, wenn man es benötigt?

Dieser Satz wird häufiger zur Realität, deshalb wird vor allem das Allgemeinwissen pro Kopf eher weniger als mehr.

Das Internet bietet zwar viele Informationen aber man findet das was man sucht.

Sucht man also z.b. Argumente warum die Erde Flach sein könnte, dann findet man auch nur Argumente warum die Erde eine Scheibe sein könnte.

Das Internet ist Fluch und Segen zugleich, in einer Hinsicht hat man alle Daten die man sucht direkt bei der Hand andererseits verursacht ein solcher Informationsüberfluss den wir durchs Internet bekommen bei einigen Menschen eine Depression.

Die Intelligenz sagt nichts darüber aus wie viel du auswendig weißt sondern eher wie du am schnellsten und effektivsten an entsprechende Informationen kommst und die auch entsprechend verarbeiten kannst

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@LinusBau

Fast richtig, der IQ sagt nichts über die Intelligenz aus. Die Intelligenz selber braucht dahingehend bedingt auch auswendig lernen. Allgemeinwissen zählt zur Intelligenz.

In die Intelligenz fallen dann mehrere Kriterien: Allgemeinwissen, Informationsverarbeitung, Soziale Intelligenz, usw... Da zum Allgemeinwissen gewisse Dinge auswendig zu können sind, zählt auch auswendig lernen zur Intelligenz.

Also, der IQ sagt nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. Denn die wirkliche Intelligenz eines Menschen ist nicht messbar, da dinge wie Soziale Klugheit nicht messbar sind.

Also ist dein Satz hier auch nicht ganz richtig...

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@LinusBau

Nein, der IQ gibt den Intelligenz Quotienten wieder, nicht die Intelligenz.

Intelligenz ist nicht messbar, es ist nur messbar wie gut die logische Denkweise eines Menschen ist --> IQ-Test.

Soziale Intellegienz gibt es, das würdest du wissen wenn du genug Allgemeinwissen hättest, oder einfach kurz gegoogelt hättest.

Hier ein paar Links zur Sozialen Intelligenz:

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/soziale-intelligenz/14514#:~:text=soziale%20Intelligenz%20%2C%20auch%3A%20interpersonale%20Kompetenz,anderen%20Personen%20(soziale%20Kompetenz).

https://de.wikipedia.org/wiki/Emotionale_Intelligenz

https://www.google.com/search?q=soziale+intelligenz&rlz=1C1GCEU_deAT823AT823&sxsrf=ALiCzsYoMdTrXdkROJK15_8yNc50j6mP-w%3A1654610723485&ei=I1ufYtyRHZKPxc8Pv8easAc&oq=soziale+&gs_lcp=Cgdnd3Mtd2l6EAEYATIECCMQJzIECCMQJzIKCAAQsQMQgwEQQzIECAAQQzIKCAAQsQMQgwEQQzIHCAAQsQMQQzIECAAQQzIFCAAQgAQyBAgAEEMyBwgAELEDEEM6BwgAEEcQsANKBAhBGABKBAhGGABQUFhQYL4IaAFwAHgAgAFeiAFekgEBMZgBAKABAcgBCMABAQ&sclient=gws-wiz

Die Intelligenz sagt nichts darüber aus wie viel du auswendig weißt sondern eher wie du am schnellsten und effektivsten an entsprechende Informationen kommst und die auch entsprechend verarbeiten kannst

Hier ist das beste Beispiel; du konntest an die Informationen zu Sozialer Intelligenz nicht schnell und effektiv rankommen und dementsprechend auch nicht verarbeiten. Heißt das jetzt automatisch das du nicht Intelligent bist? Nein, da sich die Intelligenz aus vielen verschiedenen Teilbereichen zusammensetzt.

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@verreisterNutzer

Es gibt etwas was man soziale Intelligenz nennt was die Fähigkeit des zwischenmenschlichen ist, aber es hat in keinster Weise was mit Intelligenz zutun.

Bin ich dumm nur weil ich nichts von anderen Menschen halte? Nein! Also hat es nichts mit Intelligenz zutun. Der Begriff "soziale Intelligenz" ist einfach schlecht gewählt.

Ich weiß was soziale Intelligenz ist nur wie beschrieben halte ich nichts davon es als Intelligenz zu bezeichnen sondern mehr als Fähigkeit.

Ja die Intelligenz setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Aus dem logischem, aus den sprachlichen und Naturwissenschaftlichen. (Und viele meinen kreativen)

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Eher umgekehrt. Wie viele Leute haben mehr Probleme im Kopfrechnen, weil sie nicht mehr selbst rechnen, sondern den Taschenrechner verwenden?

Verhält sich mit dem Rest auch so, weil man nur noch googeln muss...

Woher ich das weiß:Beruf – 💻 Senior Cloud Engineer

Nur dann, wenn die Jugend das Internet auch für Bildung verwendet anstatt Katzenvideos zu teilen oder zu chatten! ;-) Man könnte alternativ ja auch jeden Tag online Zeitung lesen - oder besser - Wikipedia-Einträge, damit man weiß, was zum Beispiel ein "Wolpertinger" ist... ^^+gg

Woher ich das weiß:Hobby – Programmierer, EDV, ... seit den 80er :)

Durch das Internet sicherlich nicht. Es bietet ja nicht nur verlässliche, didaktisch gut aufgebaute Wissensangebote, sondern vor allem jede Menge geistigen Dünnpfiff. Man braucht also erstmal die Fähigkeit, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden.

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