Werden die Menschen immer mehr Schwächer?

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13 Antworten

ich glaub auch dass die menschen immer schwächer werden. viele gründe. stress, entscheidungdruck, werbung.

die hatten damals nicht unsere medizin, dafür heilpflanzenkenntnisse (heute der pharmadreck hilft zwar teilweise, hat aber nebenwirkungen, naja, ein wirklich hilfreiches medikament lässt niemanden reich werden.....) und schamanismus. die leute waren nicht so dumm wie heute dargestellt, die bilder der steinzeit sehe ich als selbstkarikatur der heutigen zivilisation. eine technik hat sich an ihrem erfolg gemessen, und nicht den schön klingenden reden darum wie heute. was wir heute placeboeffekt nennen, war füher ein verstandenes und steuerbares phänomen

in der natur kann man nur überleben, wenn man allem nachforscht, was die aufmerksamkeit erregt. in der stadt ist man umso erfolgreicher, je schneller man vorurteile entwickelt und neue informationen ignorieren kann (werbung) für die psyche ist das nicht so gesund, natürlich auch nicht für den sozialen umgang. die menschen reden heute auch ohne grund, und zuhören tut kaum einer mehr, jeder schaut sich das nur durch ein raster aus eigenen sichtweisen an, ohne diese vorübergehend aufzugeben. zucker schafft den rausch, in den man diese informationsflut verkraften kann (dem zweifler sei nahegelegt, 3 wochen auf jeden zucker zu verzichten und dann durch ein einkaufszentrum zu schlendern)

soziale rollen werden heute auch kaum mehr entwickelt, die meisten verhaltensmuster werden durch hollywoodfilme vorgespielt, die meisten kopieren das unreflektiert (da gibt es eine studie, dass sich menschen erst im auto angeschnallt haben, als es auch in den filmen getan wurde, auf die frage warum: "weil es sicherer ist")

ich glaube das leben war früher ein potentiell tolles spiel für alle, auch der tod war deshalb nicht so schlimm, durch die lüge "zeit ist geld" wurde eine religion geschaffen, die dem leben einen unfriedlichen ernst aufzwingt

gesperrtHerr 30.10.2012, 20:59

stonehenge wäre noch ein beispiel. hab im internet eine alte rechenmethode gefunden, wie jeder normalkluge mensch im kopf die plantenabstände und konstellationen unseres sonnensystemes berechnen kann, mit wenigen % fehlerquote. die methode ist so einfach, dass jeder eigentlich selbst draufkommen könnte, wenn er sich ein paar jahre nachts die sterne anschaut, ohne von alltagsdingen abgelenkt zu sein.

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Das ist halt so, so lange es ständig um Leben und Tod geht, konzentriert man sich auf das Wesentliche, es wird Adrenalin freigesetzt und auch verbraucht und unser ganzes Erbgut ist darauf ausgerichtet für diesen Kampf. Gut alt wurde man damals nicht wirklich, nicht genug zu essen, ständige Todesgefahr, nicht behandelte Verletzungen. Aber das ist heute auch so, wenn man in echter Gefahr steckt, z.B. wenn ein Wildschwein hinter einem her ist, dann machen sich Depressionen auch nicht bemerkbar, man konzentriert alles darauf, sich zu retten. Und damals war die frage des Überlebens einfach ein Dauerzustand. In der Tat würden die meisten von uns heute in so einer Zeit nicht lange überleben, weil wir zu verweichlicht sind, geheizte Wohnungen im Winter, Fahrwege mit dem Auto usw.

Aber manche könnten sich sicher im Notfall auch anpassen und überleben.

Ich selbst wäre da aber wohl auch nicht mehr dabei.

Naja, wenn man bedenkt, das die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen im Mittelalter 40 Jahre betrug, klingt das mit der Stärke schon nicht mehr so sahnig. Aber du hast schon recht. Ich denke Mobbing gab es immer und wird es immer geben. Schon immer gab es Menschen, die eine Freude daran haben, andere Menschen kleiner zu machen um sich selber größer zu fühlen. Bei Depressionen glaube ich, das es sich um eine Zeitgenössische Erkrankung handelt. Wir werden zwar weniger körperlich gefordert, aber dafür müssen wir geistig sehr viel fitter sein. Das sieht man doch schon am Lernpensum eines durchschnittlichen Grundschülers.

Mich3lo 18.10.2015, 01:40

Ein wohlhabender Mensch im Mittelalter konnte 70 Jahre alt werden

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Du spekulierst wüst herum, ohne das notwendige Wissen für diese Überlegungen zu haben.

Beispielsweise starben die Menschen früher an Krankheiten, die wir heute leicht heilen können. Sie haben nicht die Steinzeit ohne Spritzen überstanden, zumindest nicht alle.

Depressionen und Mobbing sind auch keine Erfindungen, kein Schwachsinn.

Der größte Teil der Probleme der Menschen entsteht durch letztlich nicht "artgerechte" Haltung. Zu wenig Bewegung, zu große Bevölkerungsdichte, keine soziale Kontrolle.

SweetyCooler 27.10.2012, 18:04

Das mit dem wüst herum spekulieren , stimme ich dir zu ^^ habe diese Frage schnell geschrieben und mein Gehirn etwas runtergefahren.

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Die Menschen hatten früher eine wesentlich kürzere Lebenserwartung, eben weil sie keine Medizin hatten, die ihren Körper am Leben halten.

Würden wir von heute auf morgen keine Technologien mehr haben, unsere Gebäude wären zerstört, warum auch immer, und wir wären, wie damals in den Urzeiten der Menschheit, auf uns und kleinere Grüppchen gestellt, sowie auf das, was wir uns selbst bauen, würde die Menschheit überleben, viele würden aber sterben. Vor allem, wenn, warum auch immer, plötzlich die Tiere wieder leben und umherstreifen, die damals noch nicht ausgestorben waren. Aber die Menschheit würde überleben. Wir haben bisher immer überlebt. ^^

Hacker48 27.10.2012, 17:57

Mal schauen wie lange noch ... und, ob das dann noch Menschen sind. ^^

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Guckl 27.10.2012, 17:59
@Hacker48

Naja, die Evolution geht ja weiter, also in, keine Ahnung wievielen, tausend Jahren, wenn wir bis dahin durchhalten, werdens keine Menschen mehr sein wie wir, aber Homo bleibt Homo. :D

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IRON67 27.10.2012, 18:45
@Guckl

Naja, die Evolution geht ja weiter...

Kaum. Dank unserer Zivilisation greifen natürliche selektierende Faktoren wie örtliche Isolierung oder unmittelbare Umweltveränderungen nicht mehr, da sie durch Medizin und Technik neutralisiert werden.

In dem Moment, wo wir begannen, die Umwelt unseren Bedürfnissen anzupassen, war unserer Evolution so gut wie abgeschlossen. Bis dahin mussten wir uns der Umwelt anpassen und das geschah mittels der Gene.

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Guckl 27.10.2012, 19:10
@IRON67

Das stimmt schon.

Aber ich denke, dass wir uns, körperlich gesehen, ins Negative weiter entwickeln, was zwar nicht der Gedanke der Evolution ist, aber da wir uns unserer Umwelt, die wir uns selbst geschaffen haben, anpassen, verändern wir uns trotzdem im Laufe der Zeit.

Ich würde sagen, die meisten Menschen, wobei ich dafür keinen Beleg habe, haben keinen körperlich anstrengenden Job, wodurch diese ihre körperliche Kraft nicht brauchen. Die Evolution gibt uns, was wir brauchen und nimmt uns, was wir nicht brauchen oder was sogar störend ist. So gesehen werden wir uns körperlich ins Negative entwickeln, benötigen dafür aber weniger Energie, müssen also weniger Nahrung zu uns nehmen. Dadurch, dass wir aber Nahrung im Überfluss haben, könnten wir uns dafür in die Richtung entwickeln, dass unser Hirn leistungsfähiger wird, da die Energie, die nicht mehr für die körperliche Kraft gebraucht wird, statt dessen ins Hirn umgeleitet wird. Ich habe keine Ahnung, wie ich den letzten Satz anständig formulieren sollte, aber ich denke, man weiß, worauf ich hinaus will.

Das ist jetzt aber nur meine persönliche Theorie, von der ich aber überzeugt bin. Das Leben ist immer im Wandel, auch wir Menschen können uns selbst kein perfektes Umfeld schaffen, so dass es nicht mehr nötig wäre, uns in irgendeine Richtung weiterzuentwickeln.

Solltest du da anderer Meinung sein oder sogar gebildeter in diesem Bereich sein, als ich es bin, sind meine Ohren natürlich für Fakten oder ähnliches offen.

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Ja, es ist durchaus so, dass viele Menschen, die an den heutigen Luxus und die damit verbundenen Luxusprobleme gewöhnt sind, in der Steinzeit nicht überleben würden

versus00 27.10.2012, 17:53

weil verweichlichte in der wildnis keine chance hätten

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All diese Krankheiten gab es damals in der Steinzeit auch schon ... aber da wurden die Menschen einfach nicht so alt, nur die Stärksten überlebten, nämlich jene, die nie oder selten krank wurden, die mit dem besten Immunsystem ... andere waren chancenlos und starben der Reihe nach, deshalb war die Lebenserwartung ja auch viel viel geringer.

Heutzutage gibt es Medikamente, Operationen ... die moderne Medizin, sie kann Krankheiten heilen, aber auch einfach nur Leben verlängern, deshalb glaubt man auch, dass es viel mehr kranke Menschen als früher gibt.

Wo ich dir aber recht geben muss, die Menschen werden wirklich eher schwächer, haben ein schwächeres Immunsystem, die Allergien steigen an ... aber das hängt auch mit der Ernährung, dem ungesunden Leben zusammen.

Die Menschheit kann überleben, eben weil es die Medizin gibt.

Vergleich dochmal die Anzahl der Menschen von heute und in der Steinzeit: Heute > 7 milliarden steinzeit <1 millionen obwohl sich die menschen mehr kinder bekamen als heute. Also fallen bei jeder "familie" in der Steinzeit die Kinder weg, die gleich sterben, erfrieren, an Krankheiten sterben oder durch eine andere Ursache sterben. Dadurch wird die evolution auch weiter fortgeschritten, da die am schlechtesten angepassten menschen gleich sterben. Von daher muss der Mensch heute ja auch besser angepasst sein. (ich meine heute leben wir um die 80 Jahre früher ca. 25) Und an Mobbing, Depressionen sind die Menschen selbst schuld, weil es immer einen Grund gibt warum man gemobbt wird. Und Depressionen gab es auch in der Steinzeit ;)

Diese Frage kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Man muss die Lebensweisen (Steinzeit und Zivilisation) vergleichen und abwägen.

Wenn ich mal darüber nachdenke , dass die Menschen die Steinzeit überlebt haben

Der Glaube, dass der Mensch sind aus der "rauhen" Wildnis in die "sichere" Zivilisation "hineingerettet" hätte, ist weitverbreitet. Aber genau andersherum wird ein Schuh draus. Fakt ist: In der Steinzeit als hatten es die Menschen wesentlich besser und einfacher als heute. Ein durchschnittlicher Jäger und Sammler musste nur 19 Stunden pro Woche arbeiten (Zum Vergleich: Eine heutige Vollzeitstelle umfasst 38,5 - 40 Stunden), den Rest verbrachte er mit Schlafen, Spielen und Freunden. Nach der jungsteinzeitlichen Wende musste dieses traumhafte Leben des Müßiggangs allerdings einem entbehrungsreichen Leben der Mühsal weichen. Womit auch Krankheiten, die in der Steinzeit kaum ein Thema waren, drastisch zunahmen. So schlecht war die medizinische Versorgung in der Steinzeit dennoch nicht, steinzeitliche Funde beweisen, dass es sogar bereits Gehirnoperationen gab.


Depressionen & Co. sind kein ausgedachter Schwachsinn, sondern ernstzunehmende Krankheiten. Mobbing gab es auch in früheren Zeiten, nur nannte man es damals hänseln, tratschen, schubsen, hauen usw.

Nun, hätten die Menschen damals unseren Luxus gehabt, dann würden sie dieselben Probleme bekommen ... damals hatten die nicht die Zeit über sowas nachzudenken ...

ob wir Menschen immer mehr schwächer werden?

Das "mehr" in dieser Frage ist falsch. Richtig ist, dass die körperlichen Anforderungen an Menschen damals höher waren. Allerdings lebten auch die wenigsten mehr als 30 Jahre.

Denken sich die Menschen immer mehr schwachsinn aus , wie Depressionen usw.?

Daran ist nichts ausgedacht. Depressionen und andere psychische Probleme sind real.

Wieso gibt es heute Sachen , wie: Mobbing

Jede Wette: Das gabs auch schon vor 10.000 Jahren. Nur wurde da eher ignoriert, weggeschubst und zugeschlagen oder gekratzt ;)

SweetyCooler 27.10.2012, 18:00

Danke für die Antwort .

Noch eine Frage : Wieso hat jedes 13-16 Teenager "Depressionen"

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Hacker48 27.10.2012, 18:06
@SweetyCooler

Das stimmt doch garnicht ...?

Ein paar haben das, ja. Nun, früher mussten die schon von klein auf schwer arbeiten, und sind entsprechend oft bzw. früh an Erschöpfung gestorben, hatten dafür aber keine Zeit ihre Pubertät auszuleben, und damit keine Depressionen ... oder vielleicht hatten sie die sogar, nur wurde es nicht erwähnt ... schonmal darüber nachgedacht?

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IRON67 27.10.2012, 18:40
@SweetyCooler

Noch eine Frage : Wieso hat jedes 13-16 Teenager "Depressionen"

Jeder? Wohl kaum. Ich hatte keine. Allerdings halte ich es für möglich, dass es heute mehr unfähige Eltern und Stress verursachende Situationen für Kinder und Jugendliche gibt, weil wir nun mal in einer Gesellschaft leben, die nicht fähig ist, ihren Bürgern soziale und ökonomische Sicherheit zu bieten.

Andererseits übertreiben viele Jugendliche auch beim Schildern ihrer Probleme.

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im gegenteil.. in der steinzeit war die durchschnittliche lebenserwartung c.a. halb so groß wie heute.. aber verweichlichter auf jedenfall

SweetyCooler 27.10.2012, 17:52

Genau sowas mein ich ebenfalls :)

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Nein, die werden immer stärker. Das sieht man bei den Ergebnissen bei Olympiaden.

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