Werden die Einnahmen einer Photovoltaik-Anlage besteuert?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Hinweis mit der Umsatzsteuer von Kakarott ist nicht falsch, nur unvollständig. Denn auf die Folgen der Kleinunternehmerschaft kannst du auch verzichten (Kleinunternehmer bei < 17.500 Umsatz im letzten Jahr und vorausschtlich < 50k im laufenden Jahr. Dabei werden auch die anderen unternehmerischen Tätigkeiten einbezogen).
 
Beim Betrieb einer PVA empfiehlt sich der Verzicht (= Option zur Regelbesteuerung) sogar, damit die Vorsteuer aus der Anschaffung und dem Betrieb der PVA abgezogen werden kann. Zumindest - wegen privater Nutung - anteilig.
 
Außerdem ist die Versorgung mit Strom eine gewerbliche Tätigkeit, deren Gewinn in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung zu ermitteln ist und in der Einkommensteuererklärung anzugeben ist.
 
Die örtlichen Versorger halten aber normalerweise Merkzettel oder sowas bereit. Darin steht dann auch, wie eine PVA abzuschreiben ist. Je nach Art der PVA kann es sich nämlich um eine Betriebsvorrichtung handeln oder um einen Gebäudebestandteil oder um ein anderes Wirtschaftsgut.
 
Die Planung der Steuern in diesem Bereich solltest du mit einem Fachmann besprechen. Später ist es einfacher, da kannst du den Gewinn auch selbst ermitteln.
 
Und nein, ich habe keine PVA. Aber die beiden anderen Vorgaben passen, sonst hätte ich mich dran gehalten und nicht geantwortet :-)

Mist, vergessen:
 
Da die Tätigkeit gewerblich ist, besteht auch eine Gewerbesteuererklärungspflicht. Allerdings ist bis zu einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro keine Gewerbesteuererklärung abzugeben, da du eine natürliche Person bist.
 
Außerdem entsteht Stromsteuer, die anzumelden und abzuführen ist. Wie hier die tatsächliche Vorgehensweise ist, müsste dir der örtliche Versorger sagen.

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@EnnoBecker

Wow, was für eine fundierte Antwort! Fehlt nur noch der Hinweis auf die Umsatzsteuervoranmeldung, die monatlich, bzw. quartalsweise zu erstellen ist.

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@nicolasbuhl

Wird hiermit nachgeholt:
 
Normalerweise (!) ist die UStVA quartalsmäßig abzugeben. Neu-Unternehmer aber müssen im Jahr des Beginns (Jahr 00) und im Jahr darauf (Jahr 01) stets monatlich abgeben. Ab dem Jahr 03 ist die Höhe der im letzten Jahr gezahlten USt maßgebend. Bei mehr als 7.500 bleibt es bei monatlich und bei weniger als 1.000 wird gar keine UStVA abgegeben, sondern nur eine Jahreserklärung angefertigt. Dazwischen greift die Grundregel: Quartalsweise am 10. des folgenden Monats.
 
Da dieser Termin oft zu kurz ist, gibt es die Möglichkeit der Dauerfristverlängerung, durch die sich der Termin um jeweils einen Monat verscheiebt. Die Dauerfristverlängerung "kostet" den Monatszahler eine Vorauszahlung (1/11 der Vorjahres-USt), die aber im Dezember wieder angerechnet wird. Für den Quartalszahler wird die DFV ohneSondervorauszahlung gewährt.
 
Es steht zu erwarten, dass die Fristen für die Abgabe der UStVA geändert werden, und zwar auf den 25. des Folgemonats, ohne DFV. Das wird passieren, um einen Gleichklang mit der Abgabefrist der Zusammenfassenden Meldung (ZM) herzustellen. Die ZM ist hier nicht von Interesse.
 
Die Umsatzsteuer entsteht (in diesem (!) Falle), wenn das Geld kommt.

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hallo peter, als stromerzeuger wirst du unternehmer. d.h. deine einnahmen musst du natürlich versteuern, aber du hast auch eine menge vorteile: sämtliche ausgaben (zinsen!) werden genaus so gegengerechnet wie die abschreibung. und die gezahlte mehrwertsteuer kannst du dir im rahmen der umsatzsteuererklärung vom finanzamt erstatten lassen. das ganze wird dann wie eine einnahmen-überschussrechnung behandelt. ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine anlage auf einem hausdach handelt und keine riesenanlage, dann wirds nämlich komplizierter. reichen dir diese auskünfte? ansonsten maile mich gern an!

Da du den Strom den du erzeugst verkaufst, musst du auch Umsatzsteuer bezahlen! Mach das am besten mit nem Steuerberater!!

Danke, falsch. Habe gerade herausbekommen, dass im Regelfall die Kleinunternehmerregelung (Gewinn pro Jahr kleiner als 24.500 Euro) greift, so dass keine Umsatzsteuer zu zahlen ist. Bitte halten Sie sich an den Hinweis, den ich oben formuliert habe.

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