Werden die Angehörigen von Mordopfern betreut?

3 Antworten

Ich kann leider nur Vermutungen und wenige Kenntnisse mit dir teilen. Ich weiß sicher, dass wenn ein Angehöriger bei einem Unfall verstorben ist (oder schwer verletzt) wird man von einem Notfall oder Unfall Psychologen (ich weiß nicht mehr genau, wie diese Psychologen sich nennen) besucht der einem alles erzählt und dann auch stellen sagt, wo man Hilfe bekommt.. Also auch Betreuung. Das weiß sicher. Da bei Mord auch die Polizei etc eingesetzt wird, vermute ich dass es dabei genauso ablaufen wird. Also: Betreuung bekommt man! Psychologen sind dabei sogar sehr wichtig, finde ich. Von Pädagogen könnte man aber auch Unterstützung bekommen. Wie der Umfang dabei ist, weiß ich nicht. Denke aber, dass es schon ein paar Monate gehen kann :) viel mehr weiß ich leider nicht ..

Die Anfrage ist zwar schon alt aber über Suchmaschinen nach wie vor auffindbar sodass eine Antwort anderen helfen könnte.

Meine Antwort beruht auf eigenen Erfahrungen, wobei es sicherlich in anderen Fällen ganz anders abläuft/-lief. Sicherlich gibt es auch regional bzw. abhängig vom Bundesland unterschiedliche Abläufe oder gar Regeln.

Ein Notfallseelsorger wurde hinzugerufen und war dann mehrere Stunden bei den Angehörigen. Er wurde auf Wunsch eines Angehörigen gerufen, ich gehe aber davon aus, dass die Kripo ihn ansonsten trotzdem gerufen hätte oder zumindest bei den Angehörigen angefragt hätte ob es gewünscht ist. Was der Notfallseelsorger tut oder sagt oder ob er nur "passiv" anwesend ist, ist davon abhängig wie er die Situation einschätzt bzw. ob von den Angehörigen entsprechend angesprochen wird. Er wäre auch zu einem späteren Zeitpunkt ein potentieller Ansprechpartner für die Angehörigen. Da die meisten Notfallseelsorger ehrenamtlich tätig sind gehe ich nicht davon aus, dass geregelt ist über welche Dauer und welchen Umfang er für die Angehörigen "zur Verfügung steht". Ich sehe ihn jedoch nicht als Langzeit-Betreuer.

Von der Kripo und dem dortigen Opferschutzbeauftragen gab es zum einen den Kontakt zu Selbsthilfegruppen sowie die Möglichkeit dass ein ehrenamtlicher Vermittelt wird (dies sind dort Kripomitarbeiter im Ruhestand) welcher bei allen anstehenden Themen behilflich sein kann. Dieser würde auf Wunsch auch zu Gerichts oder Anwaltsterminen etc. als Begleitung mitkommen wenn man es sich nicht alleine zutraut.

Berufstätige Angehörige lassen sich i.d.R. nach so einer Tat für kurz oder lang Krankschreiben. Der Hausarzt kann dann ebenfalls ein hilfreicher Gesprächspartner sein und auch Psychologen oder Trauerbegleiter nennen/empfehlen.

Was die Angehörige tatsächlich an Hilfe erhalten ist meiner Erfahrung nach also sehr davon abhängig, was sie möchten und zulassen.

Die Hilfen sind vorrangig nicht staatlich.

Des weiteren gibt es diverse Organisationen die sich um Gewaltopfer bzw. Angehörige Kümmern (Weißer Ring,.... https://de.wikipedia.org/wiki/Opfer-_und_Traumaambulanzen).

Weitere Hilfe kann es auch durch das Opferentschädigungsgesetz geben

Grundsätzlich soll dieses Angebot bestehen und Betroffenen angeboten werden. Die Durchführung erfolgt in der Regel durch die Krisenintervention im Rettungsdienst, also durch speziall geschulte Angehörige des Rettungsdiestes und der Feuerwehr, ggf. bzw. falls gewünscht unterstützt durch einen Notfallseelsorger der evangelischen oder katholischen Kriche. Siehe auch: http://www.krisenintervention-psnv.de/

Und wenn dieses Angebot bestehen soll, wie lange wird deiner Meinung nach dann betreut?

0
@SaintTheresa

Es handelt sich um einen Krisendienst. Du kannst ja anhand des Links weiter recherchieren.

0
@psychcheck

Nun ja, mich interessieren die unreflektierten Meinungen von normalen Menschen. Nicht die Behauptungen von offiziellen Stellen.

0

Warum wird Beihilfe zum Suizid und Freitod von der Politik und Gesellschaft verurteilt?

Pro Jahr gibt es 800-1000 Schienen-Suizide in Deutschland, Menschen erhängen oder erschießen sich, provozieren Unfälle. Das traumatisiert Lokführer, Angehörige, Rettungskräfte über Jahre.

Warum kann ein lebensmüder Mensch nicht in ein Klinikhotel in den Bergen oder ans Meer fahren und nach einem abschließenden Gespräch mit einem Arzt und Psychologen sich einen Giftcocktail verabreichen und mit den Blich auf die Berggipfel oder Wellen sanft einschlafen?

Sicher, der Staat braucht seine Bürger als Konsumenten und Steuerzahler, selbst kranke und pflegebedürftige Menschen sind ein finanzielle Faktor als Einnahmequelle der Medizin und Pflegeindustrie.

Das Leben ist das Kostbarste was wir haben, deswegen soll es keinen Dammbruch in Sachen Sterbehilfe geben, alte Menschen sollen sich nicht zum Suizid gedrängt fühlen, weil sie eine Belastung für Ihre Angehörigen sind.

Aber 10000 Menschen im Jahr lassen sich nicht aufhalten und töten sich selber. Warum gewährt man ihnen kein sanftes Sterben? Das Argument ist hier oft, das man vielen lebensmüden Menschen mit einer Therapie helfen könnte.

Ich glaube im Grunde wollen die meisten Menschen (vielleicht 95%) leben und da können auch viele trotz schweren Krankheiten am Ende nicht loslassen, für sie wäre das Angebot zum "sanften Sterben" so interessant wie eine Geschlechtsumwandlung.

Meine Frage also, warum ermöglicht man den 10000 Suizid Kandidaten pro Jahr kein sanftes Sterben?

...zur Frage

Verdacht auf Münchhausen-Stellvertretersyndrom in der Altenpflege - Wie ist Intervention möglich?

Im konkreten Fall ist ein Senior betroffen, der eine auffallend enge Bindung zu seiner Pflegerin hat, die ihn täglich versorgt. Mehrere Angehörige machen sich nun Sorgen, da die Pflegerin deutliche Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legt.

Nun allerdings sind testamentarische Änderungen durch den Senior vorgenommen worden und innerhalb weniger Monate verschlechtert sich sein körperlicher (!) Gesundheitszustand auf unerklärliche Weise extrem. Die Ärzte rätseln, worum es sich drehen könnte, kommen zu immer wieder anderern Diagnosen. Aus Sicht der Angehörigen macht das alles keinen Sinn. Im Krankenhaus verbessert sich der Zustand des Seniors innerhalb weniger Tage bis hin zur Beschwerdefreiheit. Kaum zuhause verschlimmert sich der Zustand auf dramatischste Weise.

Einige Seltsamkeiten:

  1. Ellenlange Krankengeschichten der Pflegerin, die teilweise haarsträubend anmuten.
  2. Mehrere vorhergehende Pflege-Geschichten ebenfalls nicht nur emotional abhängiger Senioren, teils über 10 Jahre Bettlägerigkeit hinweg, ohne sinnvolle Diagnose ("Allgemeine Schwäche").
  3. Die Pflegerin isst niemals dasselbe Essen wie der Patient.
  4. Testamentänderung des Senioren in diesem Jahr zugunsten der Pflegerin

Was also kann man tun? Den Senior kann man nicht einweihen, der wäre völlig außer sich ob der haltlosen Anschuldigungen. Beweise für Fehlverhalten irgendeiner Art gibt es keine. Überwachungsmöglichkeiten sind nicht gegeben.

An wen kann man sich diskret wenden? Kann die Polizei aktiv werden, obwohl keine Straftat nachweisbar ist? Gibt es womöglich besondere Anlauf- oder Beratungsstellen für Angehörige?

Bitte von unqualifizierten Vermutungen absehen, es geht hier um die Gesundheit, womöglich um das Leben eines Menschen. Ich bin zudem durchaus in der Lage, Münchhausen-by-Proxy auf Wikipedia zu finden. (Interessant ist da übrigens der gravierende Unterschied z.B. zum englischen Wiki-Artikel - der spricht nämlich durchaus nicht von einer Sonderform der "Kindesmisshandlung" wie der dt. Eintrag)

...zur Frage

Soll ich ambulant betreutes Wohnen kündigen?

Ich mach seit etwas über einen Jahr ambulant betreutes wohnen, aus persönlichen Gründen, aber auch weil die vorherige Betreuerin rechtsradikal ist (AfD Anhängerin, vor allem von Gauland) und hat menschenverachtende Ansichten (sie ist für Zwangsterilisation für Behinderte, Kranke etc, drastische Einschränkungen des Wahlrechts etc). Ich bin seit ein paar Wochen bei einen anderen Anbieter, wo ich auch zufrieden bin, sowohl mit dem Anbieter als auch mit der Bezugsbetreuerin). Heute sprach mich der Mann vom sozialen Dienst der WfbM an, wegen der neuen Betreuung. Meine neue Bezugbetreuerin arbeitet nur halbtags, das sie ein Kleinkind hat und letzten Monat erst aus dem Erziehungsurlaub zurück kam. So kann ich nur morgens die Termine wahrnehmen. Der Mann vom sozialen Dienst meinte, ich hätte doch von 7 Uhr 30 bis 15 Uhr 30 jeden Tag durch die Gruppenleiter Betreuung, ich bräuchte doch nicht dorthin. Dazu muss ich sagen, dass ich schwer depressiv bin, Messie (ich will mit der BeWo meinen Messie bekämpfen) und außerdem sind die Gruppenleiter nicht entsprechend ausgebildet, also weder Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder gar Psychologen, das sind alles "einfache" Leute, die früher als Handwerker oder Angestellte (Verkäufer, Bürokaufleute usw) gearbeitet haben, die Gruppenleiter wiisen gar nicht, dass ich Messie bin (geht sie ja auch nichts an, außerdem machen die sich über uns Beschäftigte lustig und lästern in der Frühtückspause über uns ab, im Ballermann Niveau. Der Typ vom sozialen Dienst weiß dass ich Messie bin. Was soll das? Was sollen die Gruppenöleuter der Werkstatt während der Arbeitszeit für mich tun bzw betreuen in Punkto meine Wohnung und deren Zustand durch die Messiekrankheit? Ich versteh den Zusammenhang nicht. Ich konnte das so zu ihn in dem Moment nicht sagen, weil Gruppenlieter daneben standen, die ja von meinen Messie nichts wissen sollen. Der Typ fragte noch, was denn die Betreuerin dazu sagt, weil ich nur morgens hin kann, durch ihren Halbtagsjob. Häh? Was soll die dazu sagen, dass sie wegen ihrem Kind nur Halbtags arbeiten kann. Übrigens, zur Zeit kann ich nicht wechseln, da die anderen Betreuer keine Kapazitäten mehr haben. Hört sich alles für mich fast so an, dass der Typ will, dass ich kein betrutes Wohnen mache, weil ich ja in der Arbeistzeit von Gruppenleitern betreut werde und deswegen keine Betreuung brauche! Was hat die Werkstatt mit meiner Wohnung zu tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?