Werden britische Autofahrer, die in Deutschland geblitzt werden auch ermittelt und zu Kasse gebeten?

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Lt. EU-Richtlinie müssten Bußgeldforderungen ab 70 € an die Herkunftsländer weitergeleitet werden. Die meisten Länder versuchen jedoch zuerst selbst die Bußen einzutreiben, da sie ja auch damit Arbeit hatten und das Geld für sich wollen. Das passiert auch mit Bußen unter 70 €. Ob es sich bei 15 oder 35 € lohnt zu versuchen in England das Geld einzutreiben, entscheidet dann wohl die Behörde.

Innerhalb der EU -GB gehört ja noch dazu- gibt es den EU-weiten Bußgeldbescheid. Der wird allerdings erst wirksam bei Vergehen ab 70 Euro (Österreich 25 Euro).

Das ist auf jeden Fall ein guter Hinweis! Das würde dann auch meine Beobachtung erklären - Danke!

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Grundsätzlich gilt, dass sich Touristen im Schengen-Raum beziehungsweise in Deutschland an dieselben Regeln zu halten haben wie Einheimische.

Ein Aspekt, der für Ausländer gerade in Deutschland häufig ein Knackpunkt ist, ist das Autofahren in Deutschland.

Schließlich ist Deutschland eines der ganz wenigen Länder auf der Welt, in denen es kein Tempolimit auf Autobahnen gibt.

Wer dann aus einem anderen Land zu Besuch ist und sich auf Deutschlands Straßen versucht, wird leicht übermütig und drückt das Gaspedal des Mietwagens schnell mal zu tief herunter.

Dabei machen Blitzer und Polizeikontrollen auch vor Touristen nicht halt.

Wer als Ausländer in Deutschland geblitzt wird, muss in der Regel damit rechnen einen Bußgeldbescheid von der Behörde zu erhalten.

Dafür werden die Fahrzeughalter über die Mietwagenfirma ermittelt, an die dann der Bußgeldbescheid geht.

Es muss in jedem Fall ganz klar festgestellt werden, wer genau die Ordnungswidrigkeit begangen hat, andernfalls kann kein Bußgeld verhängt werden.

Dennoch heißt das nicht, dass sich Touristen und Ausländer mit einem Schengen-Visum in Deutschland so verhalten können wie sie wollen und die Verkehrsregeln missachten.

Schließlich trägt jeder Mensch, der ein Auto lenkt eine große Verantwortung und sollte schon alleine aus Rücksicht vor den anderen Verkehrsteilnehmern nicht zu schnell unterwegs sein.

Zudem gibt es immer mal wieder Verkehrskontrollen, bei denen Polizisten Temposünder anhalten und sie direkt zur Kasse bitten.

Je nachdem wie viel zu schnell jemand gefahren ist, kann das sehr schnell teuer werden.

Es handelt sich um ein in GB zugelassenes Fahrzeug - also klar am Nummernschild erkennbar. Der Hinweis auf Leihwagen und Autovermietungen passt also nicht wirklich. Dennoch ist es sicher so wie Du es ansprichst: Deutschland als einziges Land ohne Tempolimit auf Autobahnen und einem im Vergleich recht milden Busgeldkatalog ist da schon in gewisser weise eine Versuchung was zu schnelles Fahren angeht. Natürlich ist es aber auch richtig dass egal welcher Herkunft jeder der einen Wagen fährt auch eine entsprechende Verantwortung hat!

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