Werden bei den Zeugen Jehovas die Kinder gezwungen am Gottesdienst teilzunehmen?

20 Antworten

Hallo michahb64,

seit den Tagen des frühen Christentums waren Zusammenkünfte (Gottesdienste) ein wichtiger Teil der Anbetung. Daran erinnerte einmal der Apostel Paulus einem seiner Briefe, als er schrieb: "Und lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.
  Deshalb ist es wichtig, unsere Zusammenkünfte nicht zu versäumen, wie es sich schon einige angewöhnt haben. Wir müssen uns doch gegenseitig ermutigen, und das umso mehr, je näher ihr den Tag heranrücken seht, an dem der Herr kommt" (Hebräer 10:24,25, Neue evangelische Übersetzung). Dieser Rat wird von Jehovas Zeugen sehr ernst genommen und sie nutzen demgemäß ihre regelmäßigen Zusammenkünfte dazu, sich "gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anzuspornen". Das führt zu einer warmherzigen und wohltuenden Atmosphäre in der Christenversammlung, an der sich nicht nur die Erwachsenen, sondern auch unsere Kinder erfreuen.

Ich selbst habe einen 20-jährigen Sohn, den ich niemals irgendwie dazu auffordern oder ermahnen musste, in die Zusammenkünfte zu gehen. Bis auf den heutigen Tag tut er das gerne, nicht zuletzt deswegen, weil er dort seine Freunde und guten Bekannten trifft und sich vor und nach der Zusammenkunft mit ihnen austauschen kann. Auch hat er gewisse Verantwortlichkeiten und Aufgaben in der Versammlung übernommen, die ihm große Freunde machen. Zu keinem Zeitpunkt in seinem Leben war es für ihn daher ein Thema, nicht in die "Gottesdienste" zu gehen und den meisten Kindern von Jehovas Zeugen ergeht es ebenso.

Wenn ein Kind bei uns irgendwann zum Ausdruck bringt, nicht mehr in die Zusammenkünfte gehen zu wollen, dann steckt in der Regel mehr dahinter als lediglich Lustlosigkeit. Dann gilt es für die Eltern, richtig darauf zu reagieren. Einfach nur Druck auszuüben bringt da wenig, eher im Gegenteil. Wenn ein Kind gezwungen wird, mitzugehen, führt das leicht dazu, dass es sich gegen den Glauben stellt. Die Eltern werden daher durch Gespräche mit ihrem Kind herauszufinden versuchen, welche Ursachen zugrunde liegen. Sie würden ihm vielleicht Fragen wie die folgenden stellen:

Hast Du echte Freunde in der Versammlung?

Hast Du in der letzten Zeit mit irgendjemandem einen Konflikt gehabt, der nicht bereinigt wurde?

Aus welchem Grund macht es Dir keine Freude mehr, in die Zusammenkünfte zu gehen?

Hast Du irgendwelche Glaubenszweifel?

Diese oder ähnliche Fragen mit seinem Kind zu erörtern kann helfen, die wahren Ursachen zu finden. Es kann natürlich auch vorkommen, dass sich ein Kind ganz bewusst gegen den Glauben entscheidet und aus diesem Grund seine Eltern nicht mehr in die Zusammenkünfte begleiten möchte. Doch auch in einem solchen Fall würden Eltern ihr Kind nicht einfach unter Druck setzen oder es zu irgendwelchen Handlungen zwingen. Sie würden versuchen, seine wahren Beweggründe zu verstehen und sein Herz zu erreichen. Das könnte bedeuten, dass sie mit ihm u.U. lange und tiefgehende Gespräche führen und auch sonst vermehrt Zeit mit dem Kind verbringen. Eltern, die in eine solche Situation geraten sind, gelingt es in vielen Fällen, ihr Kind auf diese Weise zurückzugewinnen.

Zum Schluss möchte ich noch etwas Grundsätzliches anmerken. Jehovas Zeugen wird oft unterstellt, sie würden ihre Kinder zu streng erziehen (Deine Frage ist ein Beleg dafür). Es stimmt, wir erziehen unserer Kinder konsequent und treten für die Grundsätze der Bibel ein. Zu diesen Grundsätzen gehören jedoch auch (und vor allem) Liebe, Mitgefühl, Milde, Güte, Freundlichkeit, Barmherzigkeit und ähnliche Eigenschaften. Als Nachahmer Gottes bemühen wir uns daher sowohl im täglichen Leben, als auch in der Kindererziehung "Gottes gütige Wesensart" hervorzubringen (Römer 2:4).

Wir sehen also "Strenge" nicht als ein gutes und hilfreiches Element der Erziehung an. Vielmehr bemühen wir uns auch im Umgang mit unseren Kindern die gleichen Wesensmerkmale hervorzubringen, wie sie auch Jesus Christus hatte, der sich selbst einmal so beschrieb: "Ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig" (Matthäus 11:29). Doch auch christliche Eltern sind nur Menschen, und deswegen gelingt es ihnen nicht, in jeder Situation und zu jeder Zeit immer geduldig und verständnisvoll zu reagieren. In einem solchen Fall machte es ihnen dann aber auch nichts aus, sich bei ihren Kindern zu entschuldigen. Auf diese Weise miteinander umzugehen, führt zu einem engen, liebevollen und vertrauensvollen Verhältnis, sowie zu einer festgefügten Familienbande.

LG Philipp

Also ich wurde geschlagen und einige Kinder aus der Versammlung auch! Ihr ZJ halt seit Lügner!

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Hallo michahb64

Vielleicht war es bei Dir zuhause anders  -  aber in vielen Teilen der Welt ist es heute noch so, dass Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich sind.  Sie machen sich sogar strafbar, wenn sie dieser Verpflichtung nicht oder nicht mit der gebührenden Sorgfalt nachkommen?

Und möglicherweise  sind Deine Erinnerungen an Dein Elternhaus nicht die allerbesten, oder warum sonst verwendest Du die Formulierung "gezwungen“,  um den  erzieherischen Einfluss, den Eltern auf ihre Kinder ausüben zu beschreiben?

Sind  es  diese oder ähnlichen Gründe,  die Dich völlig aus der Fassung zu bringen scheinen,  wenn Du beobachtest, dass wir als Zeugen Jehovas sehr darum bemüht sind, Familienbande zu festigen und unsere Zusammenkünfte und Kongresse   -  wenn irgend möglich  -  als Familie komplett und gemeinsam zu erleben  -  und zwar im Geiste der Liebe und nicht unter Zwang?

Ist Dir eine Welt voller Kinder ohne Gottesdienste oder eine Welt mit Kindern aus zerrissenen Familien,  eine Welt voller Waisen und Halbwaisen und
eine Welt vollerer Kinderkriminalität oder gar Kindersoldaten tatsächlich so viel sympathischer, dass Du ganz entsetzt Deine etwas missratene Frage stellst?

Falls unsere Gepflogenheiten als Zeugen Jehovas  für Dein Wahrnehmungsvermögen Neuland sein sollten, dann denke doch bitte einmal darüber nach, wie Du die folgenden Fragen beantworten würdest:

  • Warum gibt es in katholischen Familien so viel Kinder katholischen Glaubens?
  • Und wozu gibt es katholische Schulen?
  • Warum gibt es in moslemischen Familien überwiegend Kinder mitislamischer Weltanschauung?
  • Und warum wohl gehören in vielen Ländern der Welt  Islamschulen zum Standard?
  • Warum werden  in hinduistischen Ländern aus fast allen Kindern Hindus?
  • Und warum gibt es in Familien, in denen man die antiautoritäre Erziehung bevorzugt, so viel Jugendkriminalität?

Soll ich die Liste der Fragen fortsetzen?

Für den Fall jedoch, dass Du Dich zum christlichen Drittel  der Weltbevölkerung zählst, dann würde ich Dich gern darauf aufmerksam machen, dass alles,  was die Bibel Eltern an Rat für die Kindererziehung vermittelt  für alle Christen Gültigkeit hat  und nicht nur für uns Zeugen Jehovas.

Über den heranwachsenden Jesus beispielsweise wird in Lukas 2:41 – 51 berichtet, dass er mit seinen Eltern regelmäßig den Tempel in Jerusalem besuchte,  und   - so heißt es dann  wörtlich weiter:  „er ging mit ihnen [seinen Eltern] hinab und kam nach Nazareth, und er [der 12-jährige Jesus]  blieb ihnen [seinen Eltern] untertan. Auch bewahrte seine Mutter alle diese Worte sorgfältig in ihrem Herzen.“

Biblischer Rat zur Kindererziehung  wird direkt oder indirekt durchgängig in der ganzen Bibel erteilt.  In Epheser 6:1-3 kann man lesen:  „. . .Ihr Kinder,
gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit  dem Herrn, denn das ist gerecht:  „Ehre deinen Vater und  deine  Mutter“, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: „Damit es dir gutgeht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.“

Und weil uns als Eltern eben das am Herzen liegt, nämlich dass es unseren Kindern  „gut geht und sie  lange Zeit auf der Erde bleiben“  deshalb haben wir gemeinsam mit unseren Kindern Freude an christlichen Zusammenkünften.

Ganz grundsätzlich gilt sowohl für Deine als auch für unsere und für alle Kinder:  Wo immer Kinder  sich aufhalten, werden sie beeinflusst! 

Als verantwortungsbewusste Eltern halten wir deshalb Einfluss von Ihnen fern, der nach unserer Überzeugung fragwürdig ist.  

Ein Recht übrigens, dass allen Eltern nicht nur zusteht, sondern vor allem alle Eltern in die Plicht nimmt  -  oder?

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Dein Posting ist gar nicht mal so schlecht 

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Seine Kinder und Frauen zu unterdrücken, Kinder homophob zu erziehen, Kinder in Gefahr zu bringen weil man verschiedene medizinische Behandlungen ablehnt, Kinder abzulehnen wenn sie nicht richtig funktionieren oder zu verstoßen, keine Kritik und eigene Gedanken in der Gemeinschaft zulassen .... ist nun mal nicht besonders menschlich oder intelligent. Ihr braucht Vorgaben weil ihr nicht selbst denken könnt, verbreitet untereinander Angst usw. 

Eure Mitglieder tun mir genauso leid wie andere Glaubensgemeinschaften, in denen nur das Wort der Bibel oder sonst einem Buch zählt und keiner alleine denken und handeln kann.

Eure Kinder werden nur in eurer Gesellschaft funktionieren und sonst nirgendwo. Da sie von allem fern gehalten werden, lernen sie auch nie den Umgang mit "fragwürdigen" Dingen. Mal ganz davon abgesehen, dass in eurer Gemeinde auch Dinge passieren, die nicht gut für Kinder sind. Im übrigen geht es eh nur darum, die Schäfchen zusammen zu halten. Denn ihr wisst genau, dass die Kinder eurer Gemeinde weg laufen wenn sie außerhalb der Gemeinde Erfahrungen machen. Und wie toll ist euer Glaube wenn man ihm sofort entflieht? Glauben muss man aus dem Herzen heraus und nicht weil einem Jemand sagt was man zu glauben hat. 

Außerdem hast Du Dir das mit der antiautoritären Erziehung und Jugendkriminalität ausgedacht. Hat Dir wahrscheinlich irgendwer ins Ohr gequatscht damit Du eine Rechtfertigung hast Deine Kinder kurz zu halten und streng zu erziehen.

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@Irgendwerxyz

Und warum gibt es in Familien, in denen man die antiautoritäre Erziehung bevorzugt, so viel Jugendkriminalität?

Demnach müssten die meisten Verbrecher aus einer Walldorf Schule kommen ;)

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@EXInkassoMA

Danke für Deine Anteilnahme   -  aber sei sicher:  sie ist absolut entbehrlich.

Würdest Du  -  Irgendwerxyz   -  Dich unserer Gesundheit erfreuen, dann könnte  Dir Dein geistiges Immunsystem  gute Dienste leisten: Es wäre Dir ein Schutz gegen krankhaft verkümmerte Wertvorstellungen und würde schon gar nicht zulassen,  sie mit Wahnvorstellungen zu verwechseln.

Was Du übersiehst:  Tausendmal mehr Eltern und Kinder wechseln
aus  allen Denkmustern dieser Erde zu uns,  tausende Male mehr als umgekehrt.

„Gemessen woran“   ist  nämlich auch hier, wie für jede Art von Bewertung,  die alles entscheidende Frage  –  und spätestens die Endergebnisse   -    weniger  die Zwischenergebnisse  -  machen 
schlussendlich den Wert einer Gesinnung  deutlich.

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@Abundumzu

Und an  EXInkassoMA 

Deine Überlegung beruht auf einem Fehlschluss:

Zum Einen spreche ich von der Erziehung in der Familie   und nicht  von der Erziehung in der Schule.

Zweitens bewirkt auch die Waldorfschule eine Erziehung  - und  „Erziehen“  kommt nun mal von „Ziehen“  und das „Ziehen“ zu einem bestimmten Ziel geht nicht ohne Autorität.

Die entscheidende Frage ist nur die Art und Weise, wie diese Autorität ausgeübt wird.

Und da können wir eine ganze Reihe von Parallelen zwischen der Kindererziehung in der Waldorfschule und unserer Kindererziehung erkennen .

Beispielsweise stimmen wir überein mit

  • Unabhängig von sozialer Herkunft, Begabung und späterem Beruf erhalten junge Menschen eine gemeinsame Bildung.
  • Das Prinzip der Auslese wird durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt.
  • Kein Zensursystem
  • Kein Sitzenbleiben
  • Ein entwicklungsorientierter Lehrplan
  • Bildhafter Unterricht um die eigene Urteilskraft der Kinder/Schüler heranreifen zu lassen

Und vor allem, was übrigens kaum eine Schule bieten kann:  Sich Zeit nehmen für die Kinder, ihnen aufmerksam zuhören, gemeinsam mit ihnen planen und erleben und natürlich bleibende Werte vermitteln -  das und Vieles Ähnliches mehr sind unsere Prinzipien.

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@Abundumzu

Ich bin geistig durchaus gesund ;-) Mir muss keiner etwas vorkauen um eine Sicht auf die Dinge zu bekommen und es besteht keine Abhängigkeit von anderen. Ich darf mich auch informieren und mir eine eigene Meinung bilden. Kein Mensch sagt mir was ich zu denken habe, mit wem ich Kontakt haben darf, an was ich glauben muss und verbietet mir nicht den Mund. 

Ich möchte Dich daran erinnern, dass keine von den Zeugen vorhergesagten Weltuntergänge eingetreten ist und aufgrund dessen viele Gläubige davon gelaufen sind. Also erzähl mir nichts davon das Leute in Scharen zu euch laufen. Wozu lauft ihr denn rum und klingelt die Leute am Sonntag um 8h raus? Weil eben kaum einer alleine zu Euch geht. Ihr müsst das Glück haben an einen Menschen zu geraten der für eure Angst empfänglich, alleine und/oder unsicher ist. Genau so bekommt ihr eure Leute. Und dann in der Gruppe werden sie selbstbewusst und fühlen sich aufgehoben. Bis sie selbst Zweifeln und erfahren, dass dieser Schutz in der Gruppe nur gewährleistet ist wenn man ordentlich funktioniert und ruck zuck vergangen ist wenn nicht. Heuchler nennt man sowas auch.

Du kannst meine Argumente nicht widerlegen und weißt auch genau, dass ich keinen Blödsinn erzähle. Es sind Tatsachen die Du nicht weg diskutieren kannst. Außerdem ist euch ja auch erlaubt zu lügen um euren Glauben zu schützen, da ihr genau wisst, dass viele Dinge nicht gut ankommen, wenn sie diskutiert werden. 

Das Dir diese Kritik nicht schmeckt ist klar. Du musst aber damit leben, dass Leute aus euren Reihen genau diese Kritik äußern. Und es gehört zu eurem Konzept und kann nicht als Ausnahme abgetan werden. Darum fehlt mir auch komplett die Toleranz. Ich hab mal versucht es nur als Religion zu sehen aber ihr beweist, dass es eben nicht nur eine Religion. Ich konnte mich mit Zeugen, Aussteigern und verstoßenen Kindern unterhalten und mir eine Meinung dazu bilden. Du ja leider nicht. Ist ja nicht erlaubt ;-)

4
@Abundumzu

Du redest doch bloß um den heißen Brei um zu vertuschen, dass Dein Argument völliger Blödsinn ist, dass antiautoritäre Erziehung vermehrt zu jugendlichen Straftätern führt.

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@Irgendwerxyz

Abundzu  : volle Zustimmung bei den 6 punkten 

Und geh davon aus das man den ZJ quasi " die Bude einrennen würde " wenn das alles wirklich so wäre wie "ihr" euch das immer einredet bzw schönredet. 

2
@Irgendwerxyz

Noch ein Schlusswort  -  Irgendwerxyz   -  zu allem, was Du auf dieser Seite so hinterlassen hast  -   und damit Du weißt, warum Du als Diskussionspartner und ernst zu nehmender Gesprächsteilnehmer bei mir durch sämtliche Raster fällst:

Du agierst mit Pauschalunterstellungen ohne auch nur einen einzigen authentischen (d.h. gerichtsverwertbaren)  Beweis zu haben  (zu Deiner Info:  Gerichtsverwertbar bedeutet, dass sie jeder gründlichen
und kritischen Nachprüfung standhalten müssten [Presseberichte zählen nur dann dazu, wenn sie den gleichen Kriterien standhalten]). 
Vor allem müsstest Du zu Deinen Behauptungen belegen können, dass sich Deine Darstellungen auf die Gesamtheit der von Dir mit Pöbel und Beschimpfungen eindeckten Gruppierung zutrifft.

Du pauschalierst ohne auch nur einen Ansatz von objektivem Sachverstand über den Inhalt unserer Lehre zu habe.

Streckenweise ist Deine Wortwahl inakzeptabel und für jede sachliche Erörterung untauglich. Das sie dennoch heute häufig üblich ist, liegt nicht selten an der zu kurz geratenen Erziehung und infolgedessen an dem weit unten angesiedelten Durchschnitts-Niveau.

Behalte bitte im Sinn, dass auch Du hier keine Narrenfreiheit für Dich in Anspruch nehmen kannst  -  und Du wärst  nicht der Erste,  dem ein Amtsrichter deswegen üble Nachrede bescheinigt.

Schau bitte hier mal, was dabei herauskommen kann: 

https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen/rechtliche-entwicklungen/nach-region/bulgarien/kommission-bestraft-religioese-diskriminierung/

Dass einer Deiner Beiträge, der durch ganz besonders primitive Wortwahl  hervor stach inzwischen gelöscht ist, tut mir leid  - dennoch belegt gerade diese Tatsache,  dass der weitaus größere Teil der Mitwirkenden hier bei GF seinen gesunden Menschenverstand immer noch verwendet.

Und das ist gut so.

Lasse mich Dich abschließend noch auf zwei von vielen Folgen hinweisen, die sich ganz ursächlich aus der Art der Kindererziehung ergeben können:

Da sind einmal die inzwischen bis zum Überdruss bekannten Krawallmacher  in sogenannten Sportveranstaltungen. Ihnen ist
es ganz offensichtlich versagt geblieben, eine Erziehung zu genießen, die auch Dir nicht so recht sympathisch ist.

Und da ist eine 2,1 Milliarden Menschen große Christenheit, bei der man schon im Kindesalter viel zu oft darauf verzichtet hat,  ihnen
ernsthaft plausibel zu machen  -  und vorzumachen (!!), dass der christliche Grundsatz der tätigen  (d.h. durch tatsächliche Handeln)  belegten Nächstenliebe weit mehr bedeutet, als nur zur Kenntnis genommen zu werden.

Die größten und blutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte sind trauriger Weise just in diesem Teil der Menschheit ausgelöst und bis zum bitteren Ende ausgefochten worden.

Als Zeugen Jehovas sind wir froh, dass wir daran keinen Anteil haben.

Warum ich Dir das erzähle? 

Weil Letzteres zu den guten Früchte unsrer Erziehung gehört.

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@Abundumzu

Dafür, dass ich kein geeigneter Gesprächspartner bin hast Du Dich aber sehr ausführlich mit mir beschäftigt ;-)

Das ich pauschalisiere stimmt aber das liegt daran, dass ich keine guten Erfahrungen mit Zeugen gemacht habe und den Grundlagen eh schon nicht zustimmen kann. 

Kirche zu kritisieren ist erlaubt. Ich kann auch die katholische und was weiß ich Kirche kritisieren - mache ich auch. Sowas nennt sich Meinungsfreiheit. Wir sind hier in Deutschland und es ist deutlich ersichtlich, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt und ich werfe euch keine schrecklichen Verbrechen vor. Also halte die Bälle Flach.

Jeder kann sich in Null Komma Nix im Internet über die Zeugen schlau machen und wird Unmengen kritische Artikel und auch Filme finden. Ich bin ja nicht die Erste, die was kritisches sagt. Eure Argumente und Bibelzitate sind auch frei verfügbar. Ihr findet sie halt toll und ich nicht und damit musst Du ganz einfach leben. 

Im Übrigen hältst Du Dich mit Arroganz auch kein bisschen zurück. Ich bin mir wenigstens bewusst salopp und forsch zu sein. 

Jede Generation hat ihre Erziehungsmode und an jeder Mode gibt es Kritikpunkte. Jungendstraftäter erfahren zu Hause vermehrt vor allem Vernachlässigung und die kann man nicht als antiautoritäre Erziehung werten. Ich hab nichts gegen autoritäre Erziehung aber in Maßen. 

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@Abundumzu

Ich hab Dir nochmal die Mühe gemacht und Dir ein bisschen was raus gesucht:

http://www.huffingtonpost.de/sandra-maxeiner/zeugen-jehovas-aussteigerin_b_7124508.html

Eine Aussteigerin und ehrenamtliche Helferin berichtet

Den Kindern der Zeugen Jehovas wird beigebracht, dass der Weltuntergang „Harmagedon" kommt, und sie deshalb keine qualifizierte Ausbildung brauchen. Sie brauchen kein Abitur, brauchen nicht zu studieren. Denn das ist - glaubt man den Zeugen Jehovas - alles reine Zeitverschwendung. Nur eines ist wichtig: predigen, predigen, predigen.....

.....In einem anderen Fall habe ich erlebt, dass die Zeugen Jehovas die demente Großmutter, die noch bei den Zeugen ist, bearbeitet haben. Sie sollte ihr Haus und alles, was sie hat, den Zeugen Jehovas vererben..... religionsmündigen Kindern zwischen 14 und 18 zu helfen. Kindern, die sagen, sie werden von ihren Eltern gezwungen, zu den Versammlungen zu gehen, es aber eigentlich gar nicht mehr wollen.....

...sie lehnt jeden Kontakt mit ihrer abtrünnigen Tochter ab. Ich werde auch manchmal von Richtern angerufen, die solche Sorgerechtsverfahren bearbeiten müssen. Und die verstehen eben nicht, warum der „Noch-Zeugen-Teil" plötzlich von seinem Kind nichts mehr wissen will, und keinen Kontakt zum „Nicht-Zeugen-Elternteil" hat. Die Zeugen Jehovas sagen dann zu den Abtrünnigen: „Der ist jetzt in die Welt Satans gegangen. Damit wollen wir nichts zu tun haben. Und wenn unser Kind sich jetzt zum Satan hingezogen fühlt, dann wollen wir auch mit unserem Kind nichts mehr zu tun haben." ....

In dem Moment, wo der „nicht-gläubige" Elternteil das Sorgerecht hat, bricht der Kontakt zum Rest der Zeugen komplett ab....

....Man versucht es vor allem bei kleinen Kindern. Das sind ganz üble Sachen, weil die Anwälte der Zeugen Jehovas versuchen, den Müttern einzureden, dass sie behaupten sollten, der Vater hätte sexuelle Übergriffe versucht

....
Die Zeugen Jehovas haben ein Kontaktverbot und grenzen die, die ausgestiegen sind, aus.....

http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=69&Itemid=1

Beratungs- und Informationsstelle

Kinder stehen in der Hierarchie ganz unten. Über ihnen steht die Mutter, die die Aufgabe hat, Mutter, Ehefrau und Hausfrau zu sein. Sie ist dem Manne untertan....

....Auch können getaufte Jugendliche, die ein Fehlverhalten zeigen, bereits von der Zeugen Jehovas Gemeinschaft ausgeschlossen werden...

...Durch das Eingebundensein in das wöchentliche Pflichtprogramm der Zusammenkünfte und in den obligatorischen Predigtdienst wird es den Kindern erschwert, individuelle Fähigkeiten und Interessen zu entdecken. Es bleibt wenig Zeit, Freundschaften zu pflegen und ein kindgerechtes Freizeitangebot wahrzunehmen. 
Diese Einbindung in die Gemeinschaft führt außerdem zu einer Einschränkung individueller Denkmuster....
... Die vielen Einschränkungen bei den Zeugen Jehovas und die von den Mitgliedern geforderte totale Ausrichtung auf die Lehre der Zeugen Jehovas führen unweigerlich zur Unterdrückung von eigenen Bedürfnissen und Emotionen....

...geschlechtsspezifische Erziehung führt bei Frauen erfahrungsgemäß verstärkt zu einem Mangel an Selbstbewusstsein und psychischer Stabilität....
...Außerdem werden die
Kinder ständig verbal zurechtgewiesen, häufig mit dem Hinweis auf höhere Autoritäten (Älteste) oder mit dem Hinweis auf Harmagedon.Dieses Mittel der „geistigen Züchtigung“ stellt keine Erziehung, sondern eine Dressur dar, und kann in etlichen Fällen bis zur Kindesmisshandlung gehen. Die Gefahr dieser Erziehungsmethode liegt vor allem darin, dass sie leicht zum Ventil für die unterdrückten Aggressionen der Eltern werden kann. 
Ist ein Kind in der Versammlung unruhig, wird es zurecht gewiesen und ermahnt. Es wird dabei aber nicht berücksichtigt, was es für ein Kind bedeutet, zwei Stunden lang still zu sitzen....

http://www.sektenausstieg.net/sekten/17-zeugen-jehovas/kommentar/4908-zeugen-jehovas-und-ihre-aengste

Netzwerk Sektenausstieg

Aus der Grundangst vor der Sünde gegen den Heiligen Geist geht die Angst vor Harmagedon hervor....Dieses Wort steht für das Gottesgericht oder die "große Schlacht Gottes des Allmächtigen". Wer in dieser Schlacht vernichtet wird, hat nach dem Glauben der Zeugen Jehovas keine Aussicht auf eine Auferstehung und auch kein Recht auf ewiges Leben im Paradies auf Erden, denn er ist von Gott persönlich als Sünder mit dem ewigen Tod bestraft.

Die Angst vor Harmagedon wird instrumentalisiert, um die Anhänger immer wieder zu eifrigem Predigen anzustacheln. In der Neuzeit ist dafür ein sehr gutes Beispiel die Endzeitprognose 1975.

Weitere Links: 

Homoehe
http://www.bento.de/queer/zeugen-jehovas-gegen-homo-ehe-557656/

Schwangere Frau stirbt weil sie Blutspende ablehnt
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Lich/Artikel,-Ermittlungen-nach-Tod-einer-Zeugin-Jehovas-_arid,58322_regid,1_puid,1_pageid,48.html

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Du kannst davon ausgehen, dass die Erziehung der Kinder auf das Leben in der Sekte ausgerichtet ist. Schlimm ist, dass die Kinder es natürlich zunächst nicht merken, und denken, dass das, was in der Familie / Gemeinde passiert das einzig Richtige ist.

Später, wenn die Kinder dann selbst entscheiden könnten, ist es oftmals nicht einfach, sich von der Familie / Gemeinde abzunabeln. Schließlich sind das bis dato alles, was die Kinder haben.

Durch diese Isolation vom "Rest der Welt" entsteht eine Abhängigkeit zu der Sekte, die man später nicht so einfach aufgibt, weil es niemals einen Plan B für die (dann großen) Kinder gab.

Genau das ist auch die Absicht der Sekte, wo der Nachwuchs quasi wie von selbst für die Gemeinde da ist und die Riten und Bräuche zur nächsten Generation weiterreicht.

Ein Film-Tipp: schau Dir mal "Delfinsommer" an, da wird das Leben in einer (rein fiktiven) Sekte sehr realistisch dargestellt.

Grüße, ----->

Wie oft hast du jezet in deinem Geschrieb das Wort "Sekte"  benutzen müssen?  Würden die ihre kinder zuhause lassen in der Zeit, hättest du doch wieder Klappe um dies als Verwahrlosung anzuprangern.

Soviel ich weiss haben die keine Kindertaufe, so dass sie sich als Erwachsene  selber entscheiden können.

Und die Riten und die Bräuche (wie du schreibst)...stehen 1:1 in der hl . Schrift..falls dich dies überhaupt interessiert. 

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@brettpit

hui, da macht aber jemand Wind.... stehst Du selbst mit dem Wachturm vor Karstadt und versuchst arme Seelen zu retten oder warum dieser Zorn gegen die WAHRHEIT?

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@brettpit

Soviel zum selber entscheiden und keine Sekte

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-02/zeugen-jehovas-ausstieg

Als sie Kinder bekamen, waren diese von Geburt an in die Strukturen der Sekte eingebunden, erzählt er. "Wir haben sie zu allen Veranstaltungen mitgenommen." Sobald die Kinder der Zeugen Jehovas in der Schule sind, müssen sie für die Sekte kleine Leseaufgaben erledigen, Bibelstellen interpretieren und den Gottesdienst mitgestalten. Häufig seien seine Kinder abends völlig erschöpft ins Bett gefallen oder während der Versammlung eingeschlafen, sagt Schmidt. "Das alles neben der Schule zu schaffen, war ein Kraftakt für sie."

Manchmal, sagt Schmidt, habe er seinen Sohn geschlagen, bei den Zeugen Jehovas sei das üblich. "Wenn man dem Wortlaut der Bibel folgt, gilt das als legitim. Hätte ich mich davon distanziert, hätte das schwerwiegende Folgen für mich gehabt." Denn wer dem Wortlaut der Bibel nicht glaubt, wendet sich nach dem Verständnis der Sekte von Gott ab – und damit von ihr.

"Ich musste immer versuchen, einen guten Eindruck zu vermitteln, sodass die Leute Interesse an der Sekte gewinnen." 

Er habe einmal, erzählt Schmidt, ein Mädchen aus der Sekte ausgeschlossen, weil sie Drogenprobleme hatte und die Grundsätze der Sekte offen kritisierte. Sie galt als Abtrünnige. "Ich musste das Mädchen ausstoßen, sonst hätte es womöglich noch andere Mitglieder beeinflusst", erklärt er die Logik. Doch da er wusste, dass die junge Frau wegen ihrer Drogenprobleme dringend Hilfe brauchte, erlaubte er deren Mutter, mit ihr zu einer Drogenberatung zu gehen. Das war ein Regelverstoß, denn einem Sektenmitglied ist der Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern streng verboten. Hätte er ihr nicht erlaubt, der Tochter zu helfen, hätte sich die Mutter wohl von ihrem Kind abgewandt, sagt Schmid. Seine Zweifel nahmen zu. "Das muss man sich mal vorstellen", sagt er heute, "wegen der Sekte hätte sie ihr Kind vor die Hunde gehen lassen!"

"Viele Mitglieder der Sekte waren depressiv oder innerlich zerrissen. Das wurde dann mit dem Einfluss der bösen Welt erklärt"

"Die Zeugen wetterten zwar gegen sexuelles Fehlverhalten, Heuchelei und Betrug. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es all das auch innerhalb der Sekte im Überfluss gab."

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@PoisonArrow

Auf so dummes Zeug  brauchst du doch gar nicht antworten, bret...das  sind die ideologische "Kämpfer" die weltweit Religionskriege entfachen

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