Werden behinderte noch heute umgebracht?

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8 Antworten

Gucke dir mal Statistiken an, wie viele Kinder umgebracht werden, weil sie "mit hoher Wahrscheinlichkeit" Down Syndrom haben.

Ich sehe ein, dass es für Eltern eine sehr schwere Entscheidung ist und will es keinem verbieten, aber ich könnte das nicht.

Gerade Menschen mit Down Syndrom habe ich als oft sehr glückliche Leute kennengelernt. Es gibt natürlich wie immer Ausnahmen, aber gerade das Down Syndrom empfinde ich als "nicht ganz so schlimme" Behinderung, im Vergleich zu vielen anderen die ich kenne. Da die Leute eben meist einfach glücklich sind und haben (wenn sie betroffen sind) nicht mehr Probleme als andere Herzkranke.

Sie werden zwar nicht nach der Geburt getötet, aber zum Teil noch verhältnismäßig spät abgetrieben. Zum Teil mit Methoden die zwar erlaubt sind, aber für den Fötus eine Qual darstellen...

Um dazu mal eine Unterhaltung die ich im Wartezimmer beim Arzt mitgehört habe wiederzugeben: Junge Frau kommt mit Baby auf dem Arm rein, sagt ganz normal guten Tag und setzt sich. Kind sieht extrem nach Down Syndrom aus. Ältere Dame die schon länger wartet schaut das Kind sehr eindringlich an. Meint dann zur Frau: "ist ihr Kind krank?" "es hat das Down Syndrom, aber krank ist es nicht, sonst wäre ich beim Kinderarzt und nicht hier" "wussten sie denn nicht schon vor der Geburt, dass es so wird?" "Doch, wir wussten, dass die Wahrscheinlichkeit erhöht ist" "und warum haben sie es dann nicht einfach weg gemacht? ist ja widerlich!"

Ich und viele anderen Leute im Wartezimmer waren sichtlich geschockt, einige nickten der alten Frau zustimmend und wieder andere haben die Frau verteidigt, dass es ja ihre Entscheidung sei. Daraufhin meinte die Frau zu denen, dass sowas öfter vorkomme, da helfe aufregen auch nicht...

Ich meine sowas denken ist das eine, aber sowas aussprechen? Komplett unverständlich und respektlos!

Gerade in armen Gegenden werden behinderte Kinder zum Teil noch getötet oder schlechter versorgt, damit sie von alleine sterben oder die gesunden Kinder einfach mehr Chancen haben, falls das andere es nicht schafft. Ich meine mal eine Doku über einen afrikanischen Stamm gesehen zu haben, die gar nicht verstehen konnten wir die "Weißen" (vom Film Team) daran so schockierend finden. Immerhin haben sie so schon nur wenig und da bringt ein Kind was nur isst und nicht mithelfen kann nichts, sondern eher nur Probleme für die ganze Familie...

Generell stößt man mit behinderten Kindern oder Erwachsenen eher auf Ausgrenzung, auch hier in Deutschland. Während meinem FSJ waren wir eine Woche mit ihnen unterwegs, da habe ich auch mal alleine kleine Gruppen begleitet, wo man bei allen nach kurzer Beobachtung sehe konnte, dass da nicht "alles normal" ist. Zum Teil wegen körperlicher Behinderung, zum Teil wegen deutlicher geistiger Behinderung. Die Blicke der Menschen sind zum Teile einfach nur respektlos, von Hilfe bei vielen keine Spur (lieber schnell weg drehen oder weg gehen).  Es gibt auch gute Ausnahmen, die einem Helfen und Rücksicht nehmen, aber viele schauen lieber weg oder starren extrem.

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Heimlich still und leise werden auch hierzulande alte und gebrechliche Menschen durch Pfleger, Krankenschwester und auch Ärzte/Äztinnen hin und wieder umgebracht, durch Fehlmedikation oder totspritzen. Es steht erst jetzt ein Krankenpfleger vor Gericht, der verdächtigt wird über 200 Menschen umgebracht zu haben. Er wäre demnach, falls es stimmt der größte Massenmörder. Dies kann sehr wohl eine Zeitungsente sein, um so die saure-Gurken-Zeit aufzupolieren, doch ändert es nichts an der Tatsache, dass es immer mal wieder vorkommt, dass Alte, Kranke und Behinderte umgebracht werden und zwar in Krankenhäusern und Heimen. Selbstverständlich ist das vom Gesetz her streng verboten, doch hält dies gewisse skruppelose Menschen nicht davon ab, sich über die Gesetze hinwegzusetzen.

Die letzte staatliche verordnete Ermordung von Behinderten erfolgte im Hitler-Faschismus mit dessen Euthanasie-Programm. Mit der Niederlage dieses Systems endete auch die verordnete Ermordung unzähliger Menschen, die systematisch vernichtet wurden.

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Nein, heute wird vorher der Fötus untersucht, und dann entschieden, was passiert.

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"Legal" werden Behinderte nirgendwo mehr umgebracht. Morde wird es sicherlich mitunter geben.

Rechtsungleicheit für Behinderte gibt es offiziell auch nirgends, ansonsten hätte man das schon gehört.

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Ja. Viele werden im Mutterleib getötet, nachdem ihre Mutter erfuhr, dass sie behindert sind.

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95 % der Kinder, bei denen man vor der Geburt das Down-Syndrom feststellt, werden abgetrieben. Hier in Deutschland.

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Kommentar von Dastra
24.08.2016, 01:51

ist auch besser so.

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Ja, gerade in ärmeren Ländern wie Indien oder Indonesien, werden behinderte Kinder des Öfteren noch umgebracht. 

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bis vor einigen jahren war es in rumänien leider noch so das behinderte kinder , vor allem geistig behinderte in menschenunwürdigen abbruchreifen gebäuden weit weg von jeder zivilisation untergebracht wurden...

viele verschwanden auf nimmerwiedersehen.. diese gebäude gibt es heute noch,, sie werden mit spenden aufrechterhalten.. sind aber immer noch in einem elenden zustand,mittlerweile haben die kinder wenigstens matratzen und wasser, kaltes wasser!!

kinder verschwinden dort mittlerweine nicht mehr, aber die unterbringung ist total menschenunwürdig.

von ihren  rechten haben diese kinder noch nie etwas gehört.

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