Werden Aktienverluste bei der Einkünfteermittlung berücksichtigt?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Grundlage ist, außer im ersten Jahr (Gründung), der jeweils letzte Einkommensteuerbescheid.

Wenn dieser vorliegt wird aufgrunddessen die Beitragsfestsetzung für die nächsten 12 Monate vorgenommen. Wird kein Bescheid vorgelegt gilt nach § 240 SGB V automatisch Höchstbeitrag.

Deine Steuerberechnung ist allerdings falsch.

Erst werden Verluste verrechnet (gleiche Anlageklasse vorausgesetzt), dann wird der Sparerfreibetrag abgezogen, dann steht dort ein Wert für Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dieser ist relevant für die Kasse.

Ferner hast du den Soli ausgeklammert und eine evtl. Kirchensteuer.

Zunächst hast du grundsätzlich falsch gerechnet.  100.000 EUR Gewinn durch VW abzgl 50.000 Verlust durch Daimler, ergibt einen kapitalertrag von 50.000 der am Jahresende der Abgeltungssteuer unterliegt.  Zuviel gezahlte Abgeltungssteuer wird erstattet.
Ich rechne der Einfachheit halber mit 25% ohne Freibetrag: sind am Jahresende 12.500 EUR Abgeltungssteuer fällig von denen bereits 25.000 EUR bezahlt wurden. Es werden also 12.500 am Jahresende vom FA erstattet.
Alles andere hat Kevin bereits erklärt
Abgesehen davon, daß am 1.1. Keine Wertpapiere Börslich oder auserbörslich gehandelt werden.


Gewinne und Verluste aus verschiedenen Aktiengeschäften werden ausgeglichen. Dieser Ausgleich erfolgt sogar über mehrere Jahre hinweg. Machst Du in einem Jahr Verluste mit Aktien, dann reduzieren diese Verluste die Gewinne im Folgejahr.

Kapitalerträge werden mit maximal 25% besteuert, auch bei Selbständigen. Liegt der Einkommensteuersatz niedriger als 25%, reduziert sich der Steuersatz für die Kapitalerträge entsprechend.

DerHans 06.05.2017, 14:53

Außerdem gilt immer das Prinzip "first in, first out" wenn du mit einem Papier der gleichen Sorte handelst. Du kannst dir nicht aussuchen, welche Aktie du zu welchem Termin eingekauft hast, oder verkaufen willst.

0
Zappzappzapp 07.05.2017, 14:27

Die Frage dreht sich nicht darum, wie Aktienverluste be- und verrechnet werden. Dies ist zwar bei der Fragestellung nicht korrekt beschrieben worden, aber für die Beantwortung der eigentlichen Frage völlig unerheblich.

Gefragt wurde, in welcher Form Aktienverluste bei den KV-Beiträgen eines Selbstständigen berücksichtigt werden. Zur Beantwortung dieser Frage ist es letztlich völlig unerheblich, wie hoch diese sind.

Insoweit hat @Kevin1905 genau die richtige Antwort gegeben.

0

Die Angaben in der ESt-Erklärung zählen: 25.000€.

cheerio

Was möchtest Du wissen?