Werbung fürs Impfen?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Impfwerbungen sind sinnvoll 48%
Impfwerbungen sind nicht sinnvoll 38%
Gespaltener Meinung 14%

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Impfwerbungen sind nicht sinnvoll

In meinen Augen definitiv nicht.

Impfen und allgemein medizinische Eingriffe sind Privatsache und für sie sollte nicht so schamlos geworben werden.

Finde es im Zuge dessen auch äußerst ambivalent, dass für Schwangerschaftsabbrüche nicht einmal Informationen bereitgestellt werden dürfen, für Impfungen allerdings Werbungen in sozialen Medien veröffentlicht werden.

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich viel mit Politik.

Stirbt jemand bei einer Impfung ähnlich wie bei einer Abtreibung, bei der der Embryo getötet wird? Glaube nicht, oder?

Schönheits-OPs werden übrigens auch beworben.

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@Katze446

Es sterben durchaus Menschen an Impfungen.

An Schwangerschaftsabbrüchen allerdings "stirbt" nur ein lebensunfähiger Embryo.

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@Plincheeee

Über die Impfnebenwirkungen wird man in einer Broschüre mit allen Angaben aufgeklärt, das sind die kleinen gelben Zettel. Hab ich zu jeder Impfung bekommen. Und es ist ein Arzt dabei, der bei einem allergischen Schock eingreifen kann.

Übrigens kann man auch an Paracetamol sterben, aber das wird auch beworben. Sogar wenn ich mir zu viele Eisen-Tabletten reinhaue, sterbe ich an einer Eisenvergiftung. Sagt auch niemand in der Werbung. Muss man halt den Zettel lesen

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@Plincheeee

Ja, nur müsste man dann sehr viele Werbungen verbieten, denn keine Werbung weist auf Gefahren hin (nur die Tabak-Industrie und die Glücksspielbranche).

Dann müsste bei einer Werbung für Softdrinks oder Süßigkeiten auch auf die Gefahr von Diabetes hingewiesen werden.

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@Katze446

Dass es mir dabei um die damit einhergehenden Gefahren ginge, ist auch mehr ein Selbstschluss von dir.

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Gespaltener Meinung

Also erstmal wundert mich, warum hier nicht die Verbraucherzentrale im Dreieck titscht: Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel an den Verbraucher gerichtet ist verboten, und Impfungen sind verschreibungspflichtig. Wenn ein Arzt den Impfstoff nicht da hat und es schneller geht, wenn du ihn selbst in der Apotheke holst (war bei mir damals bei der Hepatitis-Impfung so), bekommst du ein Rezept, ohne geben die den nicht raus.

Der Trick hierbei ist vermutlich: Hier wird auf eine Krankheit und ihre möglichen Folgen hingewiesen und dass man dagegen impfen kann. Eine direkte Werbung für einen Impfstoff ist das nicht - oder doch? Denn das ganze kommt von GlaxoSmithKline (GSK), einem Pharma-Giganten, der auch dezent sein Logo in der Werbung positioniert hat, also somit auch sagt "ach übrigens, wir haben da was". Eine Schleichwerbung in einer Aufklärungswerbung sozusagen, und somit evtl. keine direkte Arzneimittelwerbung - und falls doch, ein klarer Wettbewerbsverstoß.

Wettbewerbsrechtlich unkritischer, als GSK und ihr Meningokokken-Kind, ist wohl die Werbung für die Impfung gegen das chinesische Voldemort-Virus (das, dessen Namen man nicht aussprechen darf, ohne zensiert zu werden). Die kommt von Bundesbehörden (Gesundheitsministerium, Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung etc.) und ist markenneutral gehalten.

Generell halte ich Grundimmunisierungen für die gängigsten Krankheiten (also das übliche MMR-Geraffel und Co) für sehr sinnvoll, davon sieht man aber nichts. Stattdessen läuft vor jedem zweiten Youtube-Video und noch dreimal mittendrin eine Werbung für eine Impfung gegen eine seltene (aber wenn dann potenziell "uiuiui") Krankheit wie Meningokokken. Alles über MMR und Tetanus/Diphterie/Keuchhusten würde ich aber nur bedarfsgerecht machen, also z.B. Hepatitis bei Reise in ein Risikogebiet wie Süd-Ost-Asien oder aktuell halt das Voldemort-Virus mit der königlichen Kopfbedeckung. Und bei Meningokokken sehe ich jetzt nicht den Hyper-Bedarf, weil selten. Jede Impfung ist halt auch eine zumindest temporäre Belastung für das Immunsystem und macht, während es sich mit der Impfung beschäftigt, anfälliger für andere Krankheiten und birgt immer noch ein minimales Restrisiko.

Aber pro aufklärende, markenneutrale Werbung (z.B. vom Bund, aber nicht von einem Hersteller):

  • Manches hat man vielleicht gar nicht auf dem Schirm
  • Manche kann es vielleicht doch überzeugen

Kontra:

  • Bei der Dauerberieselung schalten manche Skeptiker vielleicht erst recht auf Stur, weil es aussehen könnte, als wollte man auf Gedeih und Verderb irgendein unnützes Produkt raushauen.

Finde deinen Beitrag sehr zutreffend, grade auch zum Thema Werbeverbot.

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Gespaltener Meinung

Ich bin da gespaltener Meinung.

Mittlerweile wird man ja täglich mit irgendwelchen Werbungen- pharmabezogen überhäuft, so dass es mir zum Hals raus hängt.

Jeder gute Kinder- Hausarzt klärt einen über erforderliche oder sinnvolle Impfungen auf und hält auch dementsprechend Infomaterial bereit.

Zum Beispiel leben wir hier in einem hoch eingestuften Zeckengebiet. Gut sehe ich ja ⁹ immer wieder selbst, dass dies den Tatsachen entspricht und natürlich ist hier auch eine FSME Impfung sinnvoll.

Dazu bedurfte es allerdings keiner Dauerbeschallung, sondern nur die wie bereits oben erwähnte Aufklärung der Ärzte.

Mich z.B. nervt diese Werbung zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge, zumindest auf mich wirkt diese einfach nur lächerlich.

Gespaltener Meinung

Nicht alle Impfungen sind sinnvoll für jeden. Das sollte der Arzt (nicht der homöopathische YouTube-Schwurbler) entscheiden, viele Impfwerbungen kommen von Pharmaunternehmen, die verkaufen möchten.

Bei Coronaimpfungen sollten aber Werbung betrieben werden, das rettet Menschenleben.

Bei Corona fehlen noch saubere Zahlen, wieviele Menschenleben bzw. Menschenjahre die Impfungen retten - und wieviele Menschen durch die Impfungen leiden und sterben.

Das Verhältnis scheint je länger desto schlechter zu sein.

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@swiss1

Ich arbeite im Gesundheitswesen. Aufgrund meiner Ausbildung kenne ich auch die Datenlage. Die ist eindeutig, du kannst auch deinen Hausarzt fragen.

Im Gegensatz zu Vitaminpräparaten und homöopathischen Medikamenten muss die Wirkung und Nebenwirkung immer erhoben werden. Aber es ist nicht schwer zu sehen, dass Ungeimpfte häufiger und schwerer erkrankt sind und es nur ganz selten Impfnebenwirkungen gibt.

Und erzähle jetzt bitte nicht, dass die Impfnebenwirkungen so geheim sind, dass sie eben nicht bemerkt werden.^^

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@Geraldianer

Ich kenne impfende Hausärzte und bekomme da ganz andere Einschätzungen, naja wir werden sehen, ob sich die Datenlage noch verbessert.

Das deutsche Bundesverwaltungsgericht hat bereits gerügt, dass Impfnebenwirkungen unzureichend erfasst werden (bei C).

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@swiss1

Bei Corona fehlt alles sogar ein Beweis, dass das mutierte Virus noch hoch lebensbedrohlich ist.

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Impfwerbungen sind nicht sinnvoll

Medikamentenwerbung ist generell nicht sinnvoll. Genauso wie auch jede andere Werbung. Es sollte ein Recht auf ein werbefreies leben geben.

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