Wer zahlt Wasserschaden im Eingangsbereich durch Starkregen ?

Wasserschaden im Eingangsbereich - (Versicherung, Wasserschaden) Wasserschaden 2 - (Versicherung, Wasserschaden)

5 Antworten

Zuständig ist hier die Elementarversicherung. Diese wird aber nicht zahlen, da lediglich der Eingangsbereich betroffen war. Damit die Elementarversicherung zahlt, muss eine Überschwemmung vorliegen, das Grundstück also mit einer Wasserschicht bedeckt sein. 

Das wird hier nicht der Fall gewesen sein, sondern de Schaden lässt eher auf einen baulichen Mangel schließen, der dazu geführt hat, dass das Regenwasser dort nicht mehr abfließen kann.

In einem anderen Fall hat vor einiger Zeit das Landgericht Dortmund entschieden, dass angesammeltes Regenwasser in einem Kellerlichtschacht nach einem Starkregen auch kein Elementarschaden ist. Es gab hier keine Abflussmöglichkeit und das Grundstück war auch nicht überschwemmt. 

Mit etwas Glück der Wohngebäudeversicherer - sofern man den erweiterten Schutz inkludiert hat. Im Standardumfang der VGV ist Starkregen nicht inbegriffen, und um ein Elementarschadensereignis im eigentlichen Sinne handelt es sich hier wohl nicht (im Bodenbereich wäre es m.E. ggfs. eine Kulanzfrage).

Eigentlich liegt eine Überschwemmung des Eingangsbereichs vor, da das Wasser von dem Treppenpodest nicht mehr abgelaufen ist.

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@tomaster64

Nicht raten, VR kontaktieren mit Schadensanzeige. Und zwar unverzüglich.

NB.: Die meisten VGV haben bei Elementarschäden einen SB von etwa € 500.--; ob da also überhaupt etwas übrigbleibt, wäre abzuwarten. So dramatisch sieht das jetzt auf den Fotos nun nicht aus.

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@FordPrefect

mit der Höhe des Schadens kenn ich mich nicht aus. Die Innenwand im Flur hat das Wasser aber auch schon gezogen. Eine Schadensnummer habe ich schon. Ohne Bilder hat die Versicherung gleich ein Ablehnungsschreiben geschickt.

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@FordPrefect

Nachtrag: Ich habe eben gelesen, dass der VR die Regulierung bereits abgelehnt hat. Wie hoch ist denn der Schaden? Ich frage deshalb, weil ich die Begründung nicht für schlüssig ansehe; es ist nicht entscheidend, dass das ganze Grundstück überschwemmt zu sein hätte.

Zitat:

"Der Begriff der Überschwemmung, also eine „Überflutung des Grund und Bodens, auf dem das versicherte Gebäude steht
(Versicherungsgrundstück)“, ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofes aus der Sicht eines verständigen Versicherungsnehmers auszulegen. Demnach ist die „Überflutung von Grund und Boden“ dann anzunehmen, wenn sich erhebliche Wassermengen auf der Geländeoberfläche ansammeln."

Zitat Ende, Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschwemmung

Siehe dazu das Urteil des BGH vom 20.04.2005, IV ZR 252/03.

Mittels Ortsbegehung wäre m.E. hier zu prüfen, ob es sich um einen baulichen Mangel handelt, wenn das Regenwasser im Eingangsbereich durch Rückstau (und eben nicht Überschwemmung) in den Hauseingangsbereich vordringt. Denn in diesem Fall hätte der VR ggfs. sogar Recht. Schäden durch Rückstau aufgrund baulicher Situation sind üblicherweise nicht versichert.

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@tomaster64

Erkennbar ein Baufehler. Da ist immer Feuchtigkeit. Das wird die Versicherung ablehnen.

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Die  (hoffentlich) eingeschlossene Elementarschadens-Versicherung in der Gebäudeversicherung.

Die weigert sich, da nicht das ganze Grundstück überflutet gewesen ist.

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@tomaster64

Das ist Blödsinn.

Dann könnte in einer Hanglage ja nie ein Schadensfall auftreten, weil das Wasser ja wieder abfließt

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@DerHans

dann muss ich wahrscheinlich doch zum Anwalt. Ich sehe das genauso. von Vornherein lehnt die Versicherung gleich ab.

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