Wer zahlt für Schäden von Kriegsbomben?

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6 Antworten

Hallo, klar wollen die Länder die Kosten auf den Privatmann abwälzen, nur die BRD ist der rechtsgültige Nachfolger des III. Reiches und muss!! somit die Kosten übernehmen. Es tritt das "allgemeine Kriegsfolgegesetz (AKG)" in Kraft! Googel mal unter AKG

Ich habe nun auch noch etwas recherchiert und kam auf diese Seite: http://www.stmi.bayern.de/sicherheit/innere/sicherleben/detail/09064/

Also ist der Grundstückseigentümer verantwortlich zu klären, ob sein Grundstück belastet sein könnte. Falls die Wahrscheinlichkeit groß ist, müsste er das dann auf seine Kosten untersuchen lassen. Wenn etwas gefunden wird, muss eine der entsprechenden Firmen das auf seine Kosten bergen und dem Staat übergeben. Die Entschärfung und Abtransport ist Sache des Staates, die Kosten übernimmt dann die Allgemeinheit.

Soweit, so klar. Nur wenn die Bombe bei einer Vor-Ort-Entschärfung eben Schäden anrichtet, zahlt das nun der Staat, also die Gemeinschaft, oder der Grundstückseigentümer, der ja in dem PDF-Dokument unten "Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel" unter 4.2 den juristischen Begriff Zustandsstörer hat und somit für die Folgen aufkommen müsste. Allerdings muss er den Blindgänger übergeben und hat dann keine Steuerungsmöglichkeit mehr, was dann passiert.

Vielleicht gibt es hier juristisch bewanderte Leser die das wissen.

Das dürfte zum größten Teil Sache der Länder und oder des Bundes sein. Also wir Steuerzahler.

Egal wie man die Sache betrachtet. Am Ende muss der Steuerzahler dafür gerade stehen.

Eine Wohngebäudeversicherung sollte jeder Eigentümer haben. Die Erweiterung für Glasschäden empfiehlt jeder gute Vermittler und dann sind die Schäden auch gedeckt welche durch die Explosion entstehen. Kommentar zu einem Bedingungswerk "Der Versicherungsschutz greift auch bei der Detonation von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg (Blindgänger). Die meisten Sprengstoffe enthalten Sauerstoff, der für die Zündung erforderlich ist. Sauerstoff ist ein Gas. Dass ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stammt kann der Versicherer nicht als Ausschlussgrund geltend machen. Auch wenn die Bombe im Krieg abgeworfen wurde, liegt Jahrzehnte später kein Krieg mehr vor. Die Explosion eines Blindgängers ist auch kein kriegsähnliches Ereignis."

ALso schient hier nicht der Steuerzahler für die Schäden aufzukommen sondern die Versichertengemeinschaft. Nicht auszuschließen, dass sich der Steuerzahler dann trotzdem beteiligt.

Gute Frage, ich tippe mal, jeder Eigentümer selbst, sofern keine Versicherung zahlt...

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