Wer zahlt eine Zwischenablesung beim Einzug?

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6 Antworten

wenn ich recht verstehe ist nicht abgelesen worden, aber der betrag dafür berechnet. das wäre betrug.

der BGH hat verschidentlich hierzu geurteilt. die gebühr der zwischenablesung wird nach höchstrichterlicher rechtsprechung als zu den verwaltungskosten des vermieters zugehörig und damit nicht umlagefähig angesehen.

verwechsel aber bitte nich die gebühr mit der ablesung für die jahresrechnung.

Ich habe mich sehr wahrscheinlich nicht klar ausgedrückt. Es ist sogar vor meinen Augen während der Whg.-Übernahme von "angeblich" einem Fachmann abgelesen worden. Leider habe ICH niemals irgend einen schriftlichen Nachweis über diese Ablesung erhalten. Erst heute habe ich die 35 € für Zwischenablesung als einen Kostenfaktor innerhalb der Heiz- u. Warmwasserkostenabrechnung der Ablesefirma entdeckt. Das heißt, die 35 € wurden zu der Heiz- und Warmwasserkostensumme zugezählt und mir somit als Gesamt-Energiekosten berechnet. Somit hat die VM-Gesellschaft quasi keinen Anspruch auf die Zwischenablesungskosten aufgeführt, nur schlagen diese bei mir als Nachzahlung zu Buche. (Sorry, aber nicht leicht in ein paar Worten darzustellen, aber ich bin für Eure hilfreichen und mühevollen Beiträge soooo seeehr dankbar!:-))

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@hledamradu

genau von dieser vorgehensweise bin ich ausgegangen. so ist der posten schön versteckt und die meisten zahlen ohne zu überlegen. die abrechnungsfirma hat natürlich die möglichkeit, den posten so einzuordnen. aber sie rechnet nur das ab, was der vermieter ihr aufgiebt. selbstverständlich hat er dafür zahlen müssen, wenn es eine ablesung war, aber er muss halt nach der rechtslage die kosten einer zwischenablesung (nicht der jahresablesung) tragen und nicht an den mieter weitergeben.

du kannst die abrechnung um den posten kürzen. bei privatvermietern müsste man noch abwägen, ob diese summe ein zerwürfnis mit dem vermieter rechtfertigt, aber im fall einer gesellschaft als vermieter setze ich diese bedenken aus.

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Du zahlst erst ab dem Tag an dem Du eingezogen bist bzw ab dem Datum welches in Deinem Mietvertrag steht.

Danke auch Dir und viele nette Grüße von mir, J.

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Hallo , Ich muss Obelhicks da voll und ganz zustimmen. Zwischenablesungen erneute Ablesung und selbst von mir selbs versehentlich verschuldete kaputt gemachte ( drangestoßen ) Heizverbrauchablesegräte musste ich nie bezahlen. Ablesung selbst eh Vermietersache ! Liebe Grüße und viel Erfolg beim Durchsetzen deiner Rechte P.K.

Stimmt lt. Mietgesetzt nur insofern, wenn keine Vereinbarungen diesbezüglich im Mietvertrag stehen und das ist hier mein Problem, weil im Vertrag 2 "Wischi-Waschi-Absätze" stehen, die nicht einmal ein RA meiner Mietrechtschutzvers. verstanden hat. Aber bestimmt wird sich die VM-Gesellschaft auf diese berufen, wenn ich reklamiere. Danke auch Dir für die hilfreiche Antwort. vg J.

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Hallo, wenn man eine Mietwohnung bezieht, haben die Heizkostenzähler mit dem neuesten Stand ohne Aufforderung des neuen Mieters vorzuliegen! Hierüber sollte auch ein Schriftstück vorliegen! Wenn der Vermieter im nachherein diese Arbeiten ausführen lässt, ist das seine Angelegenheit! Der neue Mieter hat damit nichts zutun! Das fängt ja schon wirklich sehr gut an! Ein besonderes Hoch auf diesen Vermieter!! Mit freundlichem Gruß, Hk. PS. Leider können Vermieter sich heute sehr vieles erlauben! Es ist traurig!!!!!!!!!!!!!

Und wie Recht Du hast! ;-) Es ist leider so, wie auch Du es siehst. Nun bei all den überhöhten Mietpreisen, vor allem bei kleineren Mietobjekten, auch schon aus Angst an jemanden Armen zu gelangen, haben die Vermieter den Trumpf in der Hand. Nun bin ich auf diesem Gebiet gezwungener Maßen schon versiert, jedoch kommen immer wieder neue Gesetze heraus, dazu noch in jedem Bundesland anders gültig und die vor allem uns Mieter nur verunsichern. Vielen Dank für Deine Antwort, mit der ich mich als Mieterin recht verstanden fühle und das tut so richtig gut! ;-) Einen schönen Abend noch wünscht J.

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Die Kosten der Zwischenablesung trägt der Vormieter oder der Vermieter.

Bitte nicht mit Zwischenabrechnung und Kosten verwechseln.

Ai wie prima und danke, schön, eine Juristenantwort! ;-) Könntest Du mir bitte einen Satz aus meinem Mietvertrag deuten? Du weißt, dass es bei dem Gesetz "Zwischenabrechnung" heißt, "Vermieter zahlt, außer im Mietvertrag andere Vereinbarung". Bei mir steht bei §16 Beendigung des Mietverhältnisses" folgendes und für mich als Laie unklar: "Für die zusätzlichen Kosten der Übergabe und getrennten Abrechnung zahlt der Mieter 50 €. Für den Fall, dass einen geringeren Kostenaufwand nachweisen kann, ist der Betrag entsprechend zu reduzieren." Bitte um Übersetzung und ganz lieben Dank im Voraus. mfg J.

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@hledamradu

Diese Klausel ist unwirksam.

Grundsätzlich hat der Vermieter bei der Abrechnung der Betriebskosten so abzurechnen, dass ihm keinerlei Gewinn entsteht.

Als Mieter hast Du bei Auszug die Kosten der Zwischenablesung zu tragen. Sie werden überwiegend direkt bei der Ablesung durch den Ableser kassiert. An den VM ist hier keine Zahlung zu leisten.

Die Kosten der Zwischenabrechnung werden in der Heizkostenabrechnung verteilt.

Der VM vereinbart hier, dass er auch Kosten der Übergabe hat, die der Mieter zu tragen hat.

Zur Wohnungsübergabe im Rahmen einer vertragsgemäßen Kündigung gehört die kostenlose Wohnungsübergabe. Dem VM steht hier kein Entgelt zu.

Der Mieter ist nicht nachweispflichtig über die Höhe der Kosten, denn der VM hat über entstandene Kosten detailgenau abzurechnen, wenn ihm für die Abrechnung Gelder überlassen wurden.

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Das muss der Vermieter bezahlen.

Der kann Dir doch nicht Altlasten aufbrummen.

Das Ablesen hätte der alte Mieter beim Auszug bezahlen müssen.

Der Meinung bin ich auch, aber ich habe eine komische Klausel in meinem Vertrag, die ich nicht richtig verstehe und die mir bezüglich der Zahlung eben "Angst" macht. Vielen Dank und Grüße J.

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@hledamradu

Klauseln müssen nicht unbedingt Rechtskraft haben.

Viele Mietverträge können von einem Jurastudenten im ersten Semester in der Luft zerrissen werden.

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