Wer zahlt die Wertsteigerung einer Aktie?

3 Antworten

Hallo Member,

Deine Grundidee ist falsch. Das Unternehmen verkauft die Aktie für 1 EUR an Maier. Der verkauft an Schmidt für 2 EUR. Das Unternehmen hat davon überhaupt nichts, aber Maier, weil der pro Aktie 1 EUR verdient hat (na gut, minus Provisionen und Bankegebühren etc.). Erst wenn das Unternehmen beginnt die eigenen Aktien zurückzukaufen, ist es etwas anders.

Ich nehme an Du bringst hier Schuldverschreibungen, Bonds etc. und Aktien durcheinander. Erstere sind Zahlungsversprechungen mit festen Preisen. Aktien sind Inhaberpapiere, d.h. man erwirbt in der Tat ein Teil des Unternehmens.

Hallo Cholo, sehr gute Antwort, aber wohl leider zu kompliziert. Unser Freund hat anscheinend grundsätzliche Probleme. Ich versuche es auch noch mal ganz einfach.

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@CholoAleman

SCH... mein schöner langer Text ist weg. Habe auf auf Kommentar absenden gedrückt und weg war alles. Soll ich alles noch mal schreiben ????

DH kommt sofort!

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Eine Aktiengesellschaft gibt Anteilsscheine aus, also ihre Aktien. Der Käufer dieser Anteilscheine zahlt einen Preis, der bei Emission (erster Ausgabe) der Gesellschaft zufließt.

Soweit so gut.

Die Aktie ist verkauft und im Handel. Der Handelsplatz ist die Börse. Die Börse ist nichts anderes als ein Marktplatz, an dem zwar kein Gemüse gehandelt wird, dafür aber Anteilsscheine (Aktien) von AGs. (Der Vollständigkeit halber ist gesagt, dass es auch einen außerbörslichen Handel gibt.)

Möchte der Eigentümer einer Aktie seine Aktien verkaufen sucht er sich (über die Börse) einen neuen Käufer.

Nun, wenn du heute eine PC, Fernseher, Lebensmittel, Benzin oder auch eine Haus kaufst zahlst du einen Preis dafür. Morgen kann der Preis ein anderer sein! Das sehen wir täglich an der Tankstelle.

Das ist der Markt, Preise steigen oder fallen durch Angebot und Nachfrage. Letztendlich zahlt der Käufer einer Aktie den Kaufpreis. Dabei kann es sein, dass der Verkäufer einen Gewinn macht, weil er die Aktie vorher billiger eingekauft hat, es kann aber auch sein, dass er den in der Vergangenheit bezahlte Preis (Kurs) nicht mehr erhält, also bei dem Weiterverkauf einen Verlust macht.

also nochmal, habe eben einen schönen Text geschrieben, der ist aber verloren gegangen...

Ein Unternehmen, das Aktien ausgibt (AG) handelt in der Regel nur einmal mit seinen eigenen Aktien, wenn es sie ausgibt.

Danach werden sie (im Normalfall, es gibt auch Ausnahmen) an der Börse gehandelt, d.h. von den Besitzern (andere Unternehmen oder Privatpersonen) angeboten mit der Hoffnung jemand kauft sie. Der dabei vereinbarte Kaufpreis ist der sogenannte Aktienkurs. Da ständig Aktien ver- und gekauft werden, protokollieren die Börsen diese Preise und veröffentlichen sie. Und genau so wird der Wert einer Aktie festgelegt. Dieser erhöht sich nicht einfach, wie Du schreibst, sondern das ist der Preis, den ein Käufer bereit ist für die Aktie zu bezahlen und dadurch daß der Verkäufer diesen Preisvorschlag annimmt. Wenn viele Leute (oder Unternehmen) eine Aktie haben wollen, dann bieten sie auch mehr für sie und der Kurs steigt. Wenn viele verkaufern wollen und wenige kaufen, dann sinken die Preise. Nur durch diesen Mechanismus wird der aktuelle Wert (Kurs) festgelegt.

Im Regelfall dürfen AGs ihre eigenen Aktien nicht handeln, aber darauf gehen wir ein anderes mal ein, oder Du suchst es Dir in Wikipedia raus.

D.H. die Wertsteigerung einer Aktie bezahlt nicht die AG sondern immer der nächste Käufer.

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