Wer zahlt den Schaden wenn die Heizungsrohre einfrieren?

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17 Antworten

Eine derartige Energieverschwendung wird durch eine exorbitant hohe Heizkostenrechnung bestraft. So leicht, wie viele das hier schreiben, sollte man die Sache dennoch nicht nehmen:

1. Fenster dauernd halb offen lassen ist nicht nur Energieverschwendung, sondern bringt das Gebäude in Gefahr.

2. Gibt es noch andere Bewohner oder Mietparteien im Haus, müssen diese die Verschwendung mitbezahlen, da 30 - 50 Prozent der Heizkosten nach der Wohnfläche umgelegt werden. Somit trifft es alle. Der Ärger ist vorprogrammiert, wenn irgendwann die Heizkostenabrechnung 2017 überreicht wird und alle viel nachzahlen müssen.

Zu 1.: Auch wenn die Heizkörper voll aufgedreht sind, wird bei gekipptem oder halb offenen Fenstern der Raum nicht mehr so aufgeheizt, dass die Innenseiten der Außenwände auf Dauer über dem Taupunkt bleiben. Wenn die Oberflächentemperatur unterhalb vom Taupunkt absinkt, und Feuchtigkeit in der Wohnung ist, wird sich diese an den kältesten Stellen zuerst niederschlagen und Schimmel wird blühen und gedeihen.

Damit wird das Haus massiv in Mitleidenschaft gezogen. Das braucht man sich als Vermieter nicht gefallen zu lassen. Das würde bei mir soweit reichen, dass ich dem Mieter nach einiger gewissen Beobachtungsphase eine Abmahnung samt Hinweisblatt auf richtiges Lüften zustellen würde. In dieser Abmahnung der Hinweis, dass Schimmelbefall auch hinter Einrichtungsgegenständen sofort zu melden ist und dass eine evtl. notwendige Sanierung zu Lasten des Mieters geht.

Sollte sich am Verhalten nichts ändern, käme als erstes eine Wohnungsbesichtigung und wenn schon Schimmel erkennbar ist eine Sanierung auf Kosten des Mieters. Das wird dann für ihn richtig teuer.

Am Ende kann auch die Kündigung noch folgen.

genau so eine fachgerechte, kompetente Antwort hatte ich erwartet. Danke dafür!

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Die Heizungsrohre werden eher nicht einfrieren, aber die Heizkörper sind sehr gefährdet. 

Angenommen das Fenster ist geöffnet, das Heizkörperventil ist zugedreht und dann vergisst man das Fenster wieder zu schließen.

Der Heizkörper friert ab, durch die Ausdehnung des Eises dehnt er sich aus und platzt an einigen Stellen. Überschwemmung nicht ausgeschlossen, weil das Heizungswasser irgendwo ausströmen kann, wenn der Heizkörper wie eine Ziehharmonika am Boden liegt.

Vermutlich wird der Mieter den Schaden beheben müssen. 

Hallo,

wie schon die anderen geschrieben haben, wird es hier voraussichtlich keine Frostschäden geben. Verhalten des Mieters ist seltsam, muss aber hingenommen werden. Leider treibt das nicht nur seine Heizkosten in die Höhe, sondern auch die der anderen Mietparteien, weil laut Heizabrechnungsverordnung die Mietparteien teils für ihren realen Verbrauch (lt. Zähler) und teils für einen "Allgemeinverbrauch" zahlen.

Gesetz bez. eines Verbotes zur Energieverschwendung kann in der Praxis wohl nicht angewendet werden. Eine diesbezügliche Anzeige würde wegen Geringfügigkeit und/oder mangelnder Beweislage mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weiter verfolgt werden. 

Gruß Ralph

Irgendwie ist mir nicht so ganz klar, wieso gerade die Heizungsrohre zufrieren sollten?

Gerade, wenn ein unnötiger Betrieb der Heizung dadurch forciert wird, dass die Fenster immer auf Kippe sind, müsste die Heizung ja immer wieder neu Wärme produzieren.

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Als Vermieter würde ich einfach "intelligente" Heizkörperventile einbauen (oder einbauen) lassen, die erkennen, ob ein Fenster geöffnet ist, und dann selbständig runter drehen.

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Schwierig wird es bei völlig uneinsichtigen Mietern ...

(Ich kenne da noch einen sehr hilfreichen Trick, den möchte ich hier aber nicht öffentlich posten.)


(Ich kenne da noch einen sehr hilfreichen Trick, den möchte ich hier aber nicht öffentlich posten.)

Meine Neugierde ist geweckt. Danke... :(

Nun spucken in meinem Kopf Guerillataktik-Vermieter rum, die sich unerlaubt Zugang zur Wohnung verschaffen.

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@ValentinDupree

Nein, nein, ohne die Wohnung des Mieters zu betreten. Allerdings geht das nur bei Zentralheizungen. - Wenn die gesamte Heizungsanlage auf die Wohnung des Mieters beschränkt ist, stellt sich das oben genannte Problem ja auch nicht ein, weil dann der Mieter für seine unnötig entstanden Kosten alleine aufkommen muss.

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Da die Heizung läuft, dürfte nichts passieren?

Aber du solltest ihn mal auf die Kosten aufmerksam machen, die auf ihn zu kommen, denn er heißt ja so gut, wie für die Katz!

Der Mieter der Wohnung ist schadenersatzpflichtig, er hat seine Pflichten verletzt.

Bei der üblichen thermostatischen Steuerung kommen die Heizkörper (auf "Stufe 5") auf die höchste Temperatur bei ständig offenen Fenstern, also bei Höchstleistung. Was soll da bei Höchsttemperatur "einfrieren"?

Grundsätzlich ist der Vermieter für den ordnungsgemäßen Zustand des Objekts zuständig.

Sollten die Mieter nun fahrlässig handeln oder sogar die Intention hegen das Objekt zu schädigen, so sind Schadensersatzforderungen an den Mieter denkbar.

Vorliegend, ohne weiter Informationen, wird der Vermieter die Kosten tragen müssen.

Der Grund: Die Miete soll genau diese Bereiche abdecken. Nur bei schuldhaften Handlungen durch den Mieter kann eine Schadensersatzforderung geltend gemacht werden.

Die Beweispflicht für ein solches Tun, liegt erst mal bei dem Vermieter (oder bei dem Kläger) . Da wird es schwierig sowas nach zu weisen. - Bspw müsste genau das Fehlverhalten protokolliert werden.

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@Pu11over

Ja natürlich. Die Beweispflicht habe ich nicht aufgenommen. Gute Ergänzung. Ich bin schon gleich davon ausgegangen, dass dies so nicht möglich ist.

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wär so fahrlässig mit anderren Leute Eigentum umgeht sofort kündigen und rauswerfen der Mieter ist verantwortlich

Warum sollten die Heizungsrohre DESWEGEN einfrieren??
Wenn die Heizung läuft sind die Rohre doch warm
Und in der Wohnung wird es sicher nicht unter 0 grad sein
Die energieverschwendung ist ärgerlich aber muss der Mieter ja selbst zahlen
Wenn er aber gerne frische Luft hat es aber doch warm haben will kann man es ihm denke ich nicht grundsätzlich untersagen

Mieter lässt Fenster Tag und Nacht halb offen und die Heizung auf 5. 

Dann kann doch nichts einfrieren. Die Energieverschwendung (Heizkosten) sind doch das Problem des Mieters.

Wer zahlt eventuelle Schäden durch Frost?

Erst mal die Gebäudeversicherung, sofern vorhanden, des Vermieters. Die Versicherung kann sich dann wegen Schadensersatz an den Verursacher (Mieter) halten.

Dürfen diese auf die gesamte Mieterschaft umgelegt werden? 

Nein.

Energieverschwendung strafbar? Nach welchem Gesetz?

Übrigens ist bei derartigem Heiz- und Lüftungsverhalten die Gefahr von Schimmel wesentlich höher.

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Wie sollte die Heizung einfrieren wenn der Thermostat auf 5 steht?
EInfrieren gaht da so nicht.
ABer Energieverschwendung ist es allemal, aber die zahlt ja jeder Mieter zu seinen teilen.
Oder gibt es bei euch eine monatliche Pauschale für jeden, egel wieviel jede Mieteinheit verbaucht?


Ich hinterfrage mal diese Angelegenheit ;-)

Warum regst du dich über irgendwelche "Menschlichkeiten" von Anderen auf?
Irren ist doch menschlich!

Manfred Lütz verfasste ein Buch mit dem Titel: Irre, Wir behandeln die Falschen!

Tja, dem scheint großflächig so zu sein. ;-)
Ich kann auch über manche zu pauschalen Antworten auf deine Frage nur den Kopf schütteln. ;-) Da ist dann die Rede von, warum regt dich das als Vermieter auf, diese Verschwendung usw muss doch der Mieter bezahlen.

Tja, irgendwie gedankenlos dahin gesagtes scheint üblich zu sein.
Denn ein Mieter ist weder Heizanlagenbetreiber noch zahlt ein Mieter selbst die Verbrauchskosten in jedem Falle.

Aber kommen wir mal auf deine konkrete Frage zurück, warum du dich über solch ein Verhalten deines Mieters aufregst? Genauere Begründung bitte.

Deine Hypothese, die Heizungsrohre könnten einfrieren gilt nicht, kann nicht zutreffend sein, denn du sagst ja klipp und klar, die Heizung sei immer auf 5!

Folglich kann dann nichts einfrieren!
Also regst du dich sinngemäß über ungelegte Eier auf! Wozu der Unsinn, erkläre mir das mal.

Ich half kürzlich bei einem Umzug einer bekannten Person. Bemerkte dort ähnliches. Tag und Nacht gekippte Fenster und Heizung volle Pulle.
Allerdings hatte diese Person keinen Einfluss auf diese Heizungseinstellungen, denn dort gibt es Fussbodenheizung und somit keinerlei Einstellmöglichkeit für den Mieter dieser Wohnung, die Wärme in der Wohnung wunschgemäß regulieren zu können.

So gesehen ist das jetzt beschriebene Verfahren dieses Mieters ein notwendiges Übel, und die singemäße Verschwendung muss in Kauf genommen werden.

Vielleicht liegt in euerem Mietverhältnis ähnlich menschliches zu Grunde, was du aber nicht ansprichst. ;-) Will damit sagen, Wohlfühltemperaturen sind oftmals nicht einfach her zu stellen. Bei Heizkörperheizungen ist das oft nicht möglich, weil diese Heizungsart sinngemäß eine Zumutung ist, sein kann.

Da bin ich mit meiner Fussbodenheizung besser dran, und kann die auch selbst einstellen. (Im Gegensatz zur bekannten Person)
Fussbodenheizungen strahlen Wärme rundum ab.
Heizkörperheizungen heizen die Raumluft auf höhere Werte und wälzen diese Luft um, damit möglichst an allen Stellen die gleiche Lufttemperatur sein soll!
Sinngemäß ist das ähnlich, als wenn man rund um die Uhr mit Lärm belästigt wird. Manche möchten dann regelmäßiger Frischluft haben, kippen deswegen ein oder mehrere Fenster.

Soweit, so gut mal die Beschreibung bzw Gegenargumente zu deinen Vorwürfen. Kannst du diese Gegenargumente zumindest teilweise akzeptieren bzw darüber nach denken? Sinngemäß verstehen lernen, warum jemand evtl etwas tut, was Dir, mir, Anderen als sinngemäß hirnrissig erscheint?

Lösungen wären normalerweise Kommunikation, nicht diktatorische Maßnahmen und Vorwürfe.
So, nun darfst du mir Vorwürfe machen ;-)

Wenn der Thermostat auf 5 gestellt ist, ist die Heizung "voll offen". Die Rohre können daher nicht einfrieren; auch nicht, wenn die Fenster gekippt sind.

"Energieverschwendung" ist übrigens auch kein Straftatbestand.

Energieverschwendung ist nach § 325 "Luftverunreinigung", Abs. 1 Strafgesetzbuch eine Straftat

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@Spassbremse1

Dieser Tatbestand hat einen anderen Sinn und Zweck, der fällt nicht auf das Heizen mit einem einfachem Heizkörper in der Wohnung.

Also außer das ist so ein Atomheizkörper der durch das Fenster im Umkreis von 500m die Temperatur auf 40 Grad treibt und so alle Pflanzen eingehen. Dann können wir darüber reden.

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@Spassbremse1

Durch "Heizen" werden keine Schadstoffe freigesetzt. Die Anlage betreibt ja nicht der Mieter, sondern der Vermieter.

Dann wäre ja auch zu ahnden, wenn ich mein Licht brennen lasse - weil dann irgendwo irgendein Kohlekraftwerk laufen muss.

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Naja ob dies aber als Verschwendungnach der Definition  zählt bezweifle ich
Wenn man zB stinkt oder raucht hat man nen Grund die Fenster offen zu halten
Und heizen wegen der Wärme
Man will ja auch nicht das die Wohnung feucht wird
Einen strafttatbestand kann ich da wirklich nicht sehen
Aber man kann ja für die bescheuertsten Dinge verknackt werden

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Wenn die Heizung dauern auf "volle Pulle" läuft, kan nichts einfrieren ...

Das Verhalten des Mieters ist auch nicht strafbar

Die Quittung für sein Verhalten bekommt er, wenn er die Heizrechnung bezahlen muss

Wie bitte sollten denn die Rohre einfrieren, wenn die Heizung volle Pulle läuft?

Da der Mieter seinen Verbrauch selbst bezahlen muss, kann er auch selbst entscheiden, wie oft und wie lang er lüftet.

Da die Heizung auf 5 steht, kann kein Frostschaden entstehen. Und die Energiekosten zahlt der Mieter selber, wenn richtig abgerechnet wird.

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