Wer zahlt den Schaden im Supermarkt?

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13 Antworten

Mir ist aufgefallen, dass seit neuestem u.a. auch dünne Tüten im Umlauf sind um die Umwelt zu schonen. In welchem Supermarkt das war, entzieht sich meiner momentanen Kenntnis, da ich sämtliche verschiedene Supermärkte frequentiere. Das Material dieser dünnen Tüten kann also, will man umweltbewusst produzieren, kein Plastik sein. Es muss sich da wohl eher um dünnes Papier (aus Pergament) handeln. Diese Tüten halten dem normalen Einkauf nicht stand. Mir selber ist schon eine davon gerissen, die ich so wie immer befüllte.

Was die rechtliche Lage betrifft so bin ich hierbei überfragt. Hier sind aber auch schon jede Menge sachlich gute Antworten eingegangen.

Meiner Meinung nach sollte der Supermarkt das Kaputtgegangene ersetzen. Schließlich handelt es sich bei der Tüte um einen mangelhaften Verkauf. Eine Tüte, die zu diesem Zweck angeboten wird, sollte übrigens auch mehr aushalten können, als lediglich das, was der Belastung entspricht, wenn sie bis oben hin vollgefüllt ist. So etwas wird überall gemacht. Immer handelt es sich um eine Toleranz aus Sicherheitsgründen. Es liegt auf der Hand, dass dies bei dieser neuen Art der Tüten nicht gewährleistet ist und somit eigentlich ein Problem des Verkäufers bzw. Produzenten der Tüte darstellen müsste.

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Kommentar von DiamantAnwalt
18.03.2016, 12:28

Wie wäre es denn mal ( alte ) Tüten aufzubewahren und nicht immer neue zu kaufen?

Oder Rucksack mitnehmen. Oder die sehr stabilen, großen Einkaufstaschen zu kaufen und immer wieder zu verwenden

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Wenn du die Tüte "frisch" gekauft hast und sie gerissen ist(und du sie nicht überladen hast), dann obliegt es in der Verantwortung des Supermarkts für den Schaden aufzukommen.

Denn der Markt stellt ja die Tüten extra bereit und muss gewährleisten, dass die Tüte auch hält.

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Meiner Meinung nach verhält es sich so:

Sobald du die Waren an der Kasse bezahlt hast, sind sie auch dein Eigentum. Und somit bist du ab dann auch für dieses Eigentum allein verantwortlich, also auch für den Transport dieser Waren nach Hause.

Der Supermarkt ist nicht verpflichtet dir die Waren zu ersetzen. Er hätte dies aus Kulanz tun können, doch das hättest du gleich an Ort und Stelle klären müssen. Im nachhinein kannst du das nicht mehr tun.

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Nein muss er nicht, tut es aber meistens. Du hast die Tüte beladen und wenn man sie falsch einräumt reisst das Ding nun mal. Hat die Tüte einen offensichtlichen Mangel muss der Supermarkt allerdings dafür aufkommen.

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Letztendlich hast du die Tüte befüllt, wahrscheinlich hast du sie Falsch gepackt, weswegen sie gerissen ist, weiß man ja nicht.

Mir Persöhnlich ist noch nie etwas gerissen und dabei etwas kaputt gegangen, und ist ja auch kein Weltuntergang wenn jetzt ein schaden von ein paar Euro entstanden ist, wäre mir zu Peinlich da dann einen aufriss zu machen, weil besonders die die an der Kasse sitzt nichts dafür kann.

Anders wäre es gewesen wenn andere Typen deine Sachen eingepackt hätten, gibt es ja auch wenn am ende von der kasse ein paar Praktikanten deine sachen packen. Wenn dann die tüte gerissen wäre, hättest du ersatz bekommen.

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Mit der Bezahlung geht das Eigentum auf dich über und damit auch das Risiko. Du hättest einen stabilen Rucksack benutzen können, oder einen Karton und so weiter. Vielleicht hast du die Tüte auch falsch gepackt.

Der Laden muss dir nichts ersetzen. Rein theoretisch könnte er dich sogar auffordern, den Dreck aufzuwischen. Das wird aber nicht passieren, denn dann kämst du als Kunde nie wieder. ;-)

Sieh die Sache als Lektion: Plastiktüten sind die absolute Ausnahme, die man nur verwendet, wenn man alle eigenen Taschen und Kisten vergessen hat. Denk nächstes Mal an deinen Rucksack!

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Kommentar von Ahzmandius
18.03.2016, 14:05

Nein, einfach nein.

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An deiner Stelle würde ich auch Anspruch auf Ersatz anmelden. Das darf beim normalen Befüllen der Tüte nicht passieren ;)

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Kommentar von DiamantAnwalt
18.03.2016, 06:28

Jetzt kannst du uns allen noch erklären, was ein "normales befüllen" darstellen soll?

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Für diese Tüten wird Geld verlangt. Damit sind sie ganz normale Ware und unterliegen auch der gesetzlichen Sachmängelhaftung (Gewährleistung). 

Betrachten wir es rein rechtstechnisch müsste der Supermarkt für Schäden, die durch eine mangelhafte Tüte entstehen, haften. Hier hätten wir, wenn wir es auf die Spitze treiben wollen, sogar die gesetzliche Beweislastumkehr in den ersten 6 Monaten. 

Über den Kassenzettel ließe sich sicherlich der Inhalt und auch dessen Gewicht belegen. 

Die Frage die sich stellt ist eigentlich nur, wie du es anstellen willst, diesen eigentlich eindeutigen Anspruch durchzusetzen. Machst du den Anspruch an der Kasse geltend, wird man dich mit einem Kopfschütteln wegschicken. Was dann? Einen Anwalt beauftragen und klagen, das wird wegen 3 Eiern und einem Glas Gewürzgurken wohl keiner machen. 

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Kommentar von SchakKlusoh
17.03.2016, 22:46
  • Medjai hat die Tüte selbst beladen. Sein/Ihr Problem, seine/ihre Schuld, sein/ihr Schaden.
  • Wie hoch ist denn die zugesicherte Belastung einer Supermarkt-Tüte? Hein?
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Pech gehabt, würde ich sagen.

Fürs nächste Mal: Rucksack oder wenigstens ein paar Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehmen. Beides ist stabiler als diese Plastiktüten und zudem umweltfreundlicher.

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Keiner zahlt deinen Schaden, da selbst verursacht. Wenn du an der Kasse gezahlt hast, dann sind die Waren dein Eigentum = Sogleich bist du auch selber verantwortlich :(.

Dein Supermarkt kann allerdings Kulanz machen und die Waren austauschen.

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Kommentar von Ahzmandius
18.03.2016, 14:02

Das ist Unsinn. Der Supermarkt stellt die Tüten bereit und hat dafür zu sorgen, dass die Tüten im einwandfreien Zustand sind (Der Markt kann dann an den Hersteller wegen Schadensersatz treten).

Vorausgesetzt natürlich:

1)Die Tüte wurde im Supermarkt gekauft.

2)Man hat die Tüte nicht überladen.

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Ich denke die Tüte wird ein Riss oder Loch gehabt haben, passiert schonmal wenn die aus dem Karton genommen werden und der Karton mit Cutter geöffnet wurde. Somit liegt die schuld beim Händler, er muss dir die sachen ersetzen. Nehmen wir an du hast eine kleine Tüte für einen Großeinkauf genutzt und die schweren glasflaschen, und scharfkantige Verpackungen da reingetan hast du die Tüte leicht überstrapaziert und der scharfe karton bohrte sich durch die Tüte weil er schlecht gelegen hat. In dem Fall bist du selbst schuld. Egal wer schuld ist, ein Kundenorientierter Händler wird dir die Sachen trotzdem (kulanterweise) ersetzen!

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Kommentar von DiamantAnwalt
18.03.2016, 06:30

Der Kunde müsste hier nachweisen, dass vor dem befüllen der Tüte schon ein Loch oder Riss in selbiger gewesen ist.

Dürfte schwierig werden....

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Da hast Du Pech. Du könntest den Hersteller der Tüte verklagen, aber in Deutschland wird das nichts. In den USA sähe das vermutlich anders aus.

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Kommentar von Interesierter
17.03.2016, 22:28

Das würde ich, zumindest aus rechtstechnischer Sicht, dann doch etwas anders sehen.

Auch die Tüte unterliegt der gesetzlichen Sachmängelhaftung (Gewährleistung). Sogar die Beweislastumkehr ist hier gegeben. 

Die Gewährleistung richtet sich gegen den Verkäufer und nicht gegen den Hersteller. 

Damit wäre in der Tat der Supermarkt, in dem die Ware und die Tüte gekauft wurden, der Ansprechpartner. 

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Egal ob vor der Kasse oder hinter der Kasse: Du hast die Tüte befüllt. Du bist schuld. Es ist Dein Schaden.

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Kommentar von Interesierter
17.03.2016, 22:31

Das sehe ich etwas anders. Die Tüte ist dazu da, um die vom Laden vertriebenen Waren zu transportieren. 

Die Tüte unterliegt der gesetzlichen Sachmängelhaftung. Daher muss der Verkäufer für etwaige Mängel gerade stehen. 

Ob die Tüte tatsächlich überladen wurde, liesse sich anhand des Kassenzettels leicht nachprüfen. 

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