Wer Zahlt bei Arbeitsplatz verlust aus gesundheitsgründen.

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6 Antworten

Hallo.

Werden Sie wegen Ihrer Arbeitsunfähigkeit krank geschrieben, dann haben Sie als Arbeitnehmer zunächst Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. D.h. Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen 6 Wochen lang 100% Lohnersatz. Ab der 7. Woche (dem 43. Tag) übernimmt die Krankenkasse Ihre Lohnfortzahlung (Entgeltfortzahlung) bis zum max. 18. Monat. Die Höhe der Lohnfortzahlung Ihrer Krankenkasse beträgt ca. 60% ihres Einkommens. Nach den 18 Monaten Entgeltfortzahlung steigen Sie spätestens wieder in Ihren Beruf (alternativ in eine andere Tätigkeit) ein. Ihre Anspruch nach 1 1/2 Jahren Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht dann nur noch auf Hartz IV.

Sollten bei Ihnen eine Berufsunfähigkeit vorliegen, und Sie sind vor dem 01.01.1961 geboren, dann haben Sie Anspruch auf eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente. Für alle Menschen die ab dem 02.01.1961 geboren sind, besteht kein Anspruch auf eine staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung. Es besteht lediglich eine Absicherung in Form der Erwerbsminderungsrente. Bei dieser Absicherungsform prüft der Rentenversicherer, ob Sie in der Lage sind, einen anderen Beruf (Verweisbarkeit) als den derzeitigen auszuüben. Bei der Erwerbsminderungsrente unterscheidet man in die halbe, sowie die volle Rente (EMR). Zum Stellen eines Rentenantrages wenden Sie sich bitte an die Deutsche Rentenversicherung Bund.

Für weitere Informationen zur Arbeitsunfähigkeit: http://www.taketo.de

Mit freundlichen Grüßen Fachportal Taketo.de

Wenn dem wirklich so ist, muss der Fall der Berufsgenossenschaft gemeldet werden! Und die BG ist dann weiter für Dich zuständig! Das muss aber ärztlich genau abgeklärt werden! Lass Dir vom Betrieb die zuständige Berufsgenossenschaft sagen und dann musst Du zu einem s.g. Durchgangsarzt!

Bitte nicht einfach von Dir aus kündigen!!!!

Melde dich im Jobcenter, dort wird man dich beraten, evtl. bekommst du eine Umschulung

Ein Jobcenter wäre nicht meine Empfehlung, sondern eine Vorsorgeuntersuchung durch einen Arbeitsmediziner. Der alleine ist zuständig wie im Falle des Fragestellers. Es könnte durchaus sein, dass infolge fehlender Sicherheitseirichtungen im Betrieb bei Arbeiten mit Gefahrstoffen, das die Ursache für die Erkrankung ist. Da hilft keine Umschulung, sondern in erster Linie Klärung der Krankheitsursache. Alle andere ergibt sich dann in der Folge. Evtl. hat der Betroffene Rentenansprüche, wenn nachgewiesen wird, dass seine Erkrankung auf fehlende Sicherheitseinrichtungen im Betrieb zurückzuführen ist. Ganz so einfach ist das alles nicht, wenn man keine Ahnung davon hat, wie in solchen Fällen vorzugehen ist.

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Wenn du sicher bist, dass du deine jetztigen Arbeiten aus Gesundheitsgründen wegen der Gefahrstoffe nicht weiter fort führen kannst, dann musst du dich bei einem Arbeitsmediziner vorstellen und deine Beschwerden nennen. Es gibt spezielle Vorsorgeuntersuchungen für Beschäftigte die mit Gefahrstoffen arbeiten. Dazu wäre allerdings dein Betrieb verpflichtet, dich in gewissen Abständen zu den Vorsorgeuntersuchungen zu schicken. Der Hausarzt reicht dafür nicht aus. Es muss ein Arzt sein, der speziell für Arbeitsmedizin ausgebildet ist. Setze dich mit der Berufsgenossenschaft in Verbindung, zu der dein Betrieb gehört und frage nach, welcher Arzt in deiner Gegend als Arbeitsmediziner zugelassen ist. Die Untersuchung ist kostenlos. Dafür zahlt dein Betrieb Mitgliedsbeiträge an die BG: Abraten würde ich dir, den Arbeitsplatz selber aufzukündigen, um Nachteile zu vermeiden. Wenn das Ergebnis der Untersuchung durch den Arbeitsmediziner vorliegt, bekommt auch dein Betrieb eine Abschrift davon. Im Ergebnisbogen des Arztes sind zwar Hinweise auf mögliche Einschränkungen aufgeführt, aber keine Details über die Art der Krankheit von dir. (Ärztliche Schweigepflicht).

Dir würde ich dringend empfehlen, dir vom Arzt eine Abschrift seines Untersuchungsergebnisses auszuhändigen. Dieses Vorsorgeuntersuchungsergebnis schickst du an die zuständige Berufsgenossenschaft deines Betriebes mit der Bitte um Auskunft, was in deinem Falle als weitere Massnahme vorgesehen ist. Das ist deshalb wichtig, weil manche Betriebe diese Untersuchungsergebnisse nur ablegen, als Nachweis dafür, dass Vorsorgeuntersuchungen gemacht wurden, aber keine weiteren, notwendigen Massnahmen einleiten. Da sollte man selber aktiv werden.

Um Nachteile zu vermeiden rate ich dir, diesen von mir aufgezeigten Weg zu gehen. Habe jahrelang in einem Konzern gearbeitet und mich mit berufsbedingten Krankheitsfällen beschäftigt.

Deine Vorgehensweise kann freilich dazu führen, dass dein Betrieb Besuch von der Berufsgenossenschaft bekommt. Da wird dann genau untersucht, ob die persönlichen Sicherheitseinrichtungen und Schutzausrüstungen für Arbeiten mit Gefahrstoffen vorhanden sind und angewandt werden. Das aber sollte dich nicht stören, denn es geht um deine Gesundheit und finanzielle Absicherung.

Kündige dein Arbeitsverhältnis nicht. Lasse keine Zeit verstreichen und begib dich umgehend zu einer Vorsorgeuntersuchung.

Ja nee hätte vll dabei schreiben sollen also der Betrieb ist in Ordnung der Erfüllt alle auflagen da achtet unser Chef schon drauf

Und das ganze weiß ich auch nur durch unsere Jährliche untersuchung die Vom Arbeitsmediziener durchgeführt wird.

Und kündigen werde ich auch nicht das Problem ist halt ein Kleiner betrieb sonst könnte ich in einer anderen Abteilung anfangen würde auf Grund der Betriebsgröße nur nix bringen.

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@Mataza

Bitte trotzdem mit der BG in Verbindung setzen! Falls Du nachweislich durch Deinen bisherigen Arbeitsplatz erkrankt oder beeinträchtigt bist, wirst Du ab sofort durch die BG betreut! Du musst nur Deine Rechte sichern und auch leider sehr oft dafür kämpfen!

Besorge Dir bitte ALLE Unterlagen in Kopie, die es bereits über Deinen Krankheitsverlauf gibt! Das könnten für Dich auch Nachweise für einen evtl. Rentenanspruch gegenüber der BG sein, falls Du nicht mehr voll belastbar bist!

Deinem jetzigen Arbeitgeber entstehen keine Nachteile, sofern alles eingehalten wurde! Also bitte kein schlechtes Gewissen!!! Es geht hier wirklich nur um Dich und Dein weiteres Leben und das MUSS Dir das Wichtigste sein!

Eine evtl. Umschulung wird dann auch über die BG veranlasst und durchgeführt! Als BG-Patient genießt man noch einige Vorteile und die solltest Du Dir sichern! Immerhin bist Du mit 30 Jahren noch extrem Jung und hast arbeitstechnisch noch eine lange Strecke vor Dir!

Alles Gute

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@auchmama
wer übernimmt nun für die nächste Zeit mein Gehalt und wieviel wird das sein ? Werde ich als Arbeitsloser gelten und die 60% vom Amt bekommen oder wie wird das laufen ?

Solltest Du übrigens auf Grund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen krank geschrieben sein, bekommst Du über die BG auch das s.g. Verletztengeld. Das ist höher als das Arbeitslosengeld!

Auch aus dem Grunde ist die Sicherung Deiner Ansprüche oberste Priorität!

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@Mataza

Ja, wenn du schon alles weisst, warum stellst du dann die Frage hier ins Forum ?

Wurde bei den Vorsorgeuntersuchungen festgestellt, dass deine Krankheit Folge der Arbeit mit Chemikalien ist ? Falls das so ist, hast du da schon etwas in Richtung BG unternommen ? Wenn der Betrieb alle Sicherheitsmassnahmen berücksichtigt, du die persönlichen Schutzausrüstungen auch anwendest, immer angewandt hast, dann könnte man fast ausschliessen, dass die Arbeiten in diesem Betrieb nicht ursächlich für deine Erkrankung sind.

Vielleicht hast du schon vorher in einem anderen Betrieb mit Chemikalien gearbeitet, in dem die Sicherheitsvorschriften eher vernachlässigt wurden ? Bevor eine BG bereit ist zu zahlen, oder andere Massnahmen für dich einleitet, werden die Gründe deiner Erkrankung genau untersucht. Schliesslich werden eventuelle Rentenansprüche oder andere Massnahmen aus Mitgliedsbeiträgen der BG bezahlt und da wird verständlicherweise sehr genau geprüft, ob ein Anspruch gegen die BG besteht. Das wollte ich noch zu meiner Antwort hinzufügen.

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entweder das, oder die Krankenversicherung zahlt bis du einen neuen Job hast ;)

wenn du dauerhaft arbeitsunfähig bist,wird ein gutachten eines mediziners erstellt,woraus dann abzulesen ist,wieviel du noch arbeiten kannst.frag die krankenkasse bzw.die berufsgenossenschaft.

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