Wer wünscht sich den Kaiser zurück?

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17 Antworten

Er hatte nicht notfalls das letzte Wort, er hatte das letzte Wort! Das Parlament hatte im Grunde keine wirklichen Rechte, daher war es auch keine Demokratie, sondern eine reine Monarchie. Wenn überhaupt, dann eine konstitutionelle Monarchie wie in Großbritannien, allerdings kostet das den Steuerzahler immense Summen, die sinnvoller ausgegeben werden können.

Nachdem uns die letzten beiden Kaiser Deutschlands und Österreich-Ungarns in den Ersten Weltkrieg manövriert haben, kann kein vernünftiger Mensch Kaiser und Monarchie zurück haben wollen.

Nur das keiner dieser "Vorteile" real ist. Die Politik des Kaiserreichs war keineswegs mit der unsrigen zu Vergleichen. Das Parlament und das Volk war machtlos, der Kaiser (auch dein verehrter Franz Joseph) herrchte gegen das Volk. Kritik und Aufstände wurden blutig Niedergeschlagen, Menschenrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Pressefreiheit gab es nicht.

Niemand bei klarem Verstand kann sich diese Zeiten zurück wünschen...aber dass es dir an einem ebensolchen mangelt stellst du hier ja mit deinen anderen Fragen unter Beweis.

Unter dem Kaiser, war alles gerechter und geordneter, als auch disziplinierter, und so soll es auch wieder sein.

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@ReliktVorwelt

Das ist schlicht und ergreifend Schwachsinn. Unter dem Kaiser herrschten Unterdrückung und Ignoranz. Gerechtigkeit war damals das Recht des Stärkeren. Gesellschaftlicher Aufstieg war fast unmöglich, der einfache Bürger war der Elite praktisch rechtlos ausgeliefert. Und diese dunkle Epoche wird niemals wieder kehren. 

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Diese Erbmonarchien waren durch Innzucht schon degeneriert. Wilhelm der Zweite war da schon ein Beispiel.

Sogar der neue Kaiser (Beckenbauer) hat seine Tuecken, somit ist der Eine und der Andere nicht mehr wueschenswert.

Dem Deutschen Kaisertum des "2.Reiches" , das von Bismarck nicht nur mit Blut und Eisen, sondern auch mit Verrat und Intrige geschaffen wurde, braucht wirklich keiner mehr nachzuweinen.

Denn sein einziges Ziel war zwar den Einflußbereich Preußens unter dem Deckmandel eines zurechtgestückelten "nominellen Deutschlands" zu vergrößern.

Es schuf einen Militärstaat der letztendlich unseren Vorfahren mit 2 Kriegen und Inflationen gewaltigen Schaden zufügte, und ständig versuchte und auch immer noch versucht aus einem föderalen Gebilde, welches Deutschland schon immer war, möglichst einen Zentralstaat zu generieren.

Heute muß durch Art. 20GG der föderale Schein zwar gewahrt bleiben, de facto gehen den Ländern aber immer mehr Rechte verloren.

Die Bundesrepublik ist ein Bundesstaat und kein Staatenbund. Die Bundesländer haben in einigen Punkten meiner Meinung nach zuviel Eigenständigkeit, z.B. in der Schulpolitik.

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@PatrickLassan


Die Bundesrepublik ist ein Bundesstaat, stimmt.

Aber er muss diesem auch gerecht werden. Die Kulturhoheit der Länder ist der letzte Rest ihrer noch bestehenden Teilsouveränität. Den Rest hat der Bund sich über die Jahre Stück für Stück über die konkurrierende Gestzgebung und Verfassungsänderungen angeeignet und "erkauft". Die Bundesrepublik nähert sich im Bund-Länder Verhältnis wieder Weimarer Zustäünden an, was ich persönlich für bedenklich finde.

Ich verweise auch auf die Bedenken, die Herr Lammert bei der letzten Verfassungsänderung lobenswerter Weise geäußert hat.

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@PatrickLassan

Damit hast Du natürlich recht, aber der Poster hier präsentiert sich regelmäßig als Freund im Geiste der Bayernseparatisten.

Sollen sie gerne machen, sobald sie meinem Bundesland die Milliarden an Hilfszahlungen zurückgeben.

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@PatrickLassan

Bayern hat 1949 bis 1986 insgesamt 3,39 Milliarden € aus dem Finanzausgleich erhalten. Dies sind durchschnittlich 91 Millionen im Jahr. Das leugnet niemand. 

Bayern hat aber ab 1987-2016  per Saldo 62,535 Milliarden € gezahlt, also durchschnittlich über 2 Milliarden (2000 Millionen) pro Jahr in den Finanzausgleich einbezahlt.

Das sind saldiert über 59 Milliarden (auch inflationsbereinigt wohl noch weit über 50 Milliarden), die Bayern mehr in den Norden gepumpt hat, als es jemals erhalten hat.

Für Baden-Württemberg und Hessen gilt selbiges. Der Süden finanziert den Norden und vor allem den Osten mit seiner Hauptstadt.

Aber nicht wer zahlt schafft an, sondern umgekehrt.

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Eine Monarchie hätte den Vorteil, dass man nicht alle 5 Jahre den Grüß-August wählen bräuchte.

Also ich brauche eine Monarchie genausowenig wie die indirekte Demokratie einer Republik in Deutschland.

Mehr Bürgerbegehren und Volksentscheide würden auch Deutschland gut tun.

Die Schweizer leben uns das gut vor.

Die Schweiz ist auch viel kleiner.

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@steefi

In der Schweiz kann durch ein erfolgreiches Volksbegehren die Verfassung ausgehebelt werden. Darauf kann ich ganz gut verzichten.

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@PatrickLassan

Nein die Verfassung kann mittels einer Volksinitiative geändert werden (falls genug Interessenten in der Bevölkerung). Das hat nichts mit aushebeln zu tun.

Bei neu beschlossenen Gesetzen kann ein fakultatives Referendum eingelegt werden (falls genug Interessenten in der Bevölkerung).

Bei Beitritten zu internationalen Organisationen (z. B. der EU oder UNO) wird immer ein obligatorisches Referendum abgehalten.

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Ja nee is klar, du willst einen Großen Hallodri vorne stehen haben welcher dir dann erklärt warum die Welt sich dreht und dich zum Getriebe ölen schickt?

Warum glaubst du gibt es kaum noch Monarchien weltweit? Bestimmt nicht weil sie ein Erfolgsmodell sind!

Dieses ach so tolle Kaiserreich war Teilverantwortlich (nicht komplett) für den 1. Weltkrieg. Dieser wiederum die Basis für den 2. WK war. 

Wir reden jedoch von den Zeiten vor dem ersten Weltkrieg, ergo waren sie zu diesem Zeitpunkt nicht dafür verantwortlich.

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@ReliktVorwelt

Wer ist wir? Dein toller Kaiser hat den 1. WK hauptverantwortlich mitverursacht.

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Dein asozialer Kaiser ist nicht nur für den grauenvollen Tod meines Urgroßvaters verantwortlich sondern auch für den Tod seiner 4-jährigen Tochter im darauffolgenden Jahr.

Ich will ihn nicht zurück haben.

Der Satz "Das Kaiserreich hatte viele Vorteile." ist an Strunzdummheit schwer zu überbieten.

Du möchtest also Untertan werden. Nicht schlecht, dann brauchst du nicht mehr viel nachzudenken.

Auf einen Kaiser kann ich verzichten, ich lebe lieber in einer Demokratie.

Wer wünscht sich den Kaiser zurück?

Vor allem Reichsdeppen und der ehemalige Hochadel.

Jeder andere, der einigermassen klar im Kopf ist, lehnt einen Regenten "von Gottes Gnaden" kategorisch ab. Er soll nicht Gottes Gnade ausgesetzt sein, sondern meiner und die meiner Mitbürger.

Das Kaiserreich hatte viele Vorteile.

Vor allem für den Kaiser und den Hochadel aber kaum für die 64 Millionen anderen.

 - (Politik, Kaiser)

Ich!

Und zwar den Franzl!

Aber nur auf dem Fußballplatz in altem Glanz und Gloria. :-)

Politisch taugt dieses debile Inzuchtgesocks allenfalls noch für Dschungelcamps. :-)))

die kaisertreue partei war die zentrumspartei und diese ist in die FDP aufgegangen? viel sind dort nicht stolz darüber?

aber ob selbst diese das rad zurück wollen glaube ich nicht?

Das Zentrum war nicht wirklich kaisertreu, allerdings der Bewahrung der "alten Ordnung" nicht abgeneigt. Wenn man also nur zwischen "kaisertreu" und "revolutionär" unterscheidet, müsste man das Zentrum als "kaisertreu" einstufen, ansonsten aber nicht...

Aber wie kommst Du darauf, dass die FDP aus dem Zentrum hervorgegangen ist?

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Vom Kaiser-zum Diktator-Wunsch ist der Schritt nicht weit.

Welche Vorteile hatte das Kaisertum denn gegenüber der heutigen Demokratie?

Eine genauere Ordnung und Organisation des Staates, außerdem ein zurückgreifen auf frühere Werte und mehr Respekt voreinander und mehr Prestige, siehe Großbritannien.

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@ReliktVorwelt

Der "Respekt voreinander" ist in Großbritannien auch nicht stärker ausgeprägt als hier.

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was sind den frühere Werte die du vermisst?

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"Das Kaiserreich hatte viele Vorteile. "

Welche Vorteile waren das  ?

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