Wer weiß hier einen Rat?

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3 Antworten

Doch, hier verirren sich auch Therapeuten hin. Das sind ja auch Menschen ;)) 

Hat er in der Reha denn keine logopädische Therapie bekommen?? Das fände ich ja grob fahrlässig, und zwar hinsichtlich des Sprechens als auch des Schluckens, vor allem, wenn er jetzt wieder Nahrung bekommt... 

Ich kann Dir fachlich dazu nichts sagen, weil ich den Patienten nicht kenne. Ich weiß nicht, wo seine Probleme beim Schlucken sind und ob er eine Sprechapraxis, eine Aphasie oder eine Dysarthrie hat (wobei ich eher auf Apraxie oder Aphasie tippe). Was ich Dir aber sagen kann, ist, dass eine logopädische Therapie auf jeden Fall indiziert ist!

Das Schlucken ist das Eine: Kompensationstechniken, Kostaufbau - das Essen ist mit so viel Lebensqualität verbunden! 

Kommunikation ist das Andere. Kommunikation ist wichtig, und Kommunikation bedeutet nicht nur mit jemandem zu sprechen! Sollte das Sprechen nicht mehr gehen, gibt es andere Möglichkeiten zu kommunizieren, aber das muss auch trainiert werden. Und offenbar klappt das Sprechen ja hin und wieder.

Gerade wenn der Patient darunter zu leiden scheint und an seinen Fähigkeiten arbeiten möchte (auch Kompetenzerhaltung kann ein Therapieziel sein!), ist eine Therapie auf jeden Fall sinnvoll. Die Position der Hausärztin finde ich überheblich und unverantwortlich. Die Therapie ginge, da eine Hirnschädigung vorausging, noch nicht einmal auf ihr Budget. 

So würde ich vorgehen:

Auf eine Verordnung zur logopädischen Therapie bestehen. Dysphagie und [tja, keine Ahnung: Sprechapraxie? Aphasie?], 20 Sitzungen pro Verordnung à 45 Minuten. Bei Immobilität Hausbesuch. Im Regelfall gibt es 60 Behandlungen, aber eine Verordnung außerhalb des Regelfalls ist bei diesen Störungsbildern keine Seltenheit.

Wenn sich die Hausärztin quer stellt (ich vermute, sie ist älteren Semesters...), Arztwechsel und Beschwerde bei der KV. Das Verhalten der Ärztin stellt für mich eine Fehlbehandlung des Patienten dar.

Die Krankenkassen stellen in der Regel kein "leidiges Thema" mehr dar; das tun die Ärzte, die Logopädie für nutzlos halten und der Meinung sind, Logopäden würden einfach irgendwas machen und immer weiter therapieren, nur um Geld zu verdienen.

Ohne den Patienten zu kennen, kann ich Dir keine "Trainingstipps" geben. Wie sieht es mit alternativen Kommunikationsstrategien aus? Funktioniert der Ja-Nein-Code zuverlässig? Kann er schreiben/lesen?

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Kommentar von nini97
13.03.2017, 10:45

wow, so viele Infos, Herzlichen Dank erst einmal schon dafür. Doch er hat in der Reha Logopädie bekommen, hier ging es in erster Linie um das Schlucken, Wir als Angehörige haben das nicht mitbekommen, da die Therapie außerhalb der Besuchszeiten war. Er hat phasenweise gesprochen, hier aber auch in seinem Dialekt, und das haben die zumeist ausländischen Therapeuten / Ärzte nicht immer verstanden. Da er vorher (leicht) dement war, haben sie das zum Anlass genommen und das war ein gefundenes Fressen. Die Ärzte und Schwestern / Pfleger waren zu 90 % ausländischer Herkunft und haben so gebrochen deutsch gesprochen, dass sie zum teil ein gesunder mensch nicht verstanden hat. Und dann sollen Schlaganfallpatienten und Patienten nach SHT diese Leute verstehen.Sein Schlucken hat sich von alleine so sehr gebessert, dass er jetzt hervorragend essen kann.Tja, es geht halt immer wieder um das liebe Geld, und was die Kasse zahlt oder nicht. Er ist bettlägerig, kommt für mehrere Stunden - wenn möglich - in den Rollstuhl, spricht oft mit ja und nein (auch in Dialekt,) und manchmal kommen ganze Sätze. Die aber eher sehr selten, auf Ansprache reagiert auch nicht immer. Bei dem einen Angehörigen mehr als bei dem anderen. Nein, da er bettlägerie ist, kann er nicht schreiben, sein rechter Arm (er ist Rechtshänder) hatte einen massiven Bruch am Ellenbogen und mußte operiert werden , mit Platten und Schrauben, und er ist jetzt erst in der Lage mehr mit dem rechten Arm zu machen, Schreiben wird so schnell nicht möglich sein. 

Es kommen die Sätze oft unerwartet. Ein Beispiel, er spricht den ganzen Tag nicht viel, und abends ruft die eine Tochter an und er sagt am Telefon "ja, mein Schatz", oder "Was gibt es bei Dir Neues ?", Die Ehefrau und die Pflegekraft sind der Meinung dass das Zufallstreffer sind. Es würde mal ein Türchen aufgehen und es käme dann wieder ein Satz , der auch zufällig passt. Ich glaube das nicht. Da er in den letzten 5 Monaten sehr viele und sehr starke Medikamente bekommen musste, dauerte es auch lange bis die im Körper abgebaut waren. Er kann auch nicht zur Toilette ist ein Pflegefall. Es müßten Hausbesuche sein, und hier das nächste Problem. Es war schon sehr sehr schwer, eine Physiotherapeutin zu bekommen, sie wollen alle keine Hausbesuche machen (wörtlich sagte mir einer "..mit Anfahrt, Behandlung (20 Min) und Rückfahrt , in der zeit hätte er in seiner praxis 2 andere patienten behandelt. die Physiotherapeutin kommt 2 x in der woche für 20 minuten, mehr zahlt die kasse nicht. und auch das wird von der Ehefrau und Pflegerin zum Teil belächelt, was die junge Frau da tun würde. Alles nicht so einfach. Arztwechsel auch nicht so einfach (nein die Ärztin ist ca. Anfang 50), da es hier wenig gute Ärzte gibt, und auch wiederum ganz wenige die überhaupt hausbesuche machen. bitte niciht auf Schreibfehler achten, ich tippe sehr schnell. Viele liebe grüße

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[...] Was haltet Ihr als Experten davon ? [...]

Die wirst hier leider nicht finden. Das hier ist ein Laienforum, wo jeder nur nach seinen Erfahrungen Ratschläge geben kann.

Vielleicht gehst mal in ein Seniorenheim oder mehrere und fragst dort um Rat oder bei einer mobilen Krankenpflege.

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Kommentar von nini97
07.03.2017, 14:09

ist ja lieb gemeint, aber warst Du schon einmal in einem Seniorenzentrum ? die kämpfen doch um gar nichts mehr, denen ist doch alles "Wurst", und die mobile Krankenpflege versorgt nur die Patienten, ..was mich ärgert, ist das Schubladendenken in Deutschland.., wie alt ist der ? , war vorher schon leicht dement ? was erwartet ihr noch ? das wird nichts mehr !...usw...

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Was haltet Ihr als Experten davon ? 

Sorry, aber hier ist ein Laienforum. Medizinische Fragen kannst du nur mit den behandelnden Ärzten besprechen, da nur sie die Krankheitsgeschichte kennen und Untersuchungsergebnisse vorliegen haben.

Alles Gute für den Patienten!

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Kommentar von nini97
07.03.2017, 14:07

es gibt ja jetzt nur noch den Hausarzt. Und wie oben erwähnt, glaubt sie an nicht mehr viel (ist aber eine typische Allgemeinmedizinerin), hatte noch nicht einmal  die ärztlichen Befunde angefordert, Schubladendenken, es waren hier auch eher die Logopäden gefragt, ob sie noch eine Chance sehen ? trotzdem Danke an alle und danke für die guten wünsche

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