Wer war Willem de Koonig?

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2 Antworten

Du kannst natürlich auch den Wikipedia Artikel lesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Willem_de_Kooning) aber ich versuche es (einigermaßen) kurz zusammen zu fassen:

Willem de Kooning (* 24. April 1904 in Rotterdam; † 19. März 1997 in East Hampton, Long Island, New York) war ein US-amerikanischer Maler niederländischer Herkunft. Er war einer der bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und gilt neben Jackson Pollock als Wegbereiter des Action Paintings. Willem de Kooning war das jüngste der fünf Kinder und zugleich der einzige Sohn von Leendert de Kooning, einem Weinhändler und Getränkefabrikanten, und Cornelia Nobel, einer Barfrau aus dem Norden von Rotterdam. Zu seiner Mutter Cornelia, die in einer Hafenkneipe arbeitete und häufig wechselnde Männerbekanntschaften pflegte, die sie mit nach Hause brachte, entwickelte der junge Willem eine frühe Hassliebe, die maßgeblich auf sein ambivalentes Frauenbild im Werk, wie im Leben, reflektierte. Um 1924/25 begab er sich auf eine Studienreise nach Belgien, wo er unter anderem die Königliche Akademie der Schönen Künste in Brüssel besuchte und Studien am Museum der Schönen Künste in Antwerpen betrieb. Er war fasziniert von der rasant wachsenden „Neuen Welt“, die ihm nicht so beengt und voller Möglichkeiten erschien. Nach zwei vergeblichen Versuchen schiffte er sich am 18. Juli 1926 in Belgien illegal mit Hilfe eines Bekannten namens Leo Cohan auf dem britischen Frachter „SS Shelley“ in die USA ein. Am 15. August 1926 kam de Kooning in Newport News, Virginia an. Auf der Weiterfahrt nach Boston erwarb er seine Einreisepapiere und ließ sich zunächst in Hoboken, New Jersey, nieder, wo er Gelegenheitsarbeiten als Maler und Anstreicher und Zimmermann erledigte. 1927 zog de Kooning nach New York. 1929/30 lernte er den Kunstkritiker John Graham, den Galeristen Sidney Janis und die Künstler Stuart Davis, David Smith und Arshile Gorky kennen. Gorky, mit dem de Kooning ein gemeinsames Atelier anmietete, wurde bald Mentor und schließlich einer seiner engsten Künstlerfreunde. Um 1940 orientierten sich de Koonings Arbeiten noch sehr an Gorkys surrealistischer Bildsprache und besaßen den postkubistischen Einfluss Picassos. Das änderte sich erst, als de Kooning Bekanntschaft mit dem sechs Jahre jüngeren Maler Franz Kline machte, der ebenfalls unter der figürlich-kubistischen Prägung des Amerikanischen Realismus begonnen hatte und nun zu einer monochromen Dynamik gefunden hatte. Der früh verstorbene Franz Kline zählte zu den engsten Künstlerfreunden de Koonings. Bis Mitte der 1940er Jahre änderte sich de Koonings Bildsprache kontinuierlich: Serien und die Auseinandersetzung mit der Abstraktion und der ständig wechselnden Anordnung von menschlichen Figuren im „Auflösungsprozess“ sollten bald den Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden. Um 1942 begegnete Willem de Kooning Jackson Pollock und dessen späterer Frau Lee Krasner in dem New Yorker Künstlertreff The Club an der 39. Straße, der neben der Cedars Tavern die „erste Generation“ der New York School vereinigte. Im selben Jahr kam es zu der Gruppenausstellung American and French Paintings in der Mc Millen Gallery, bei der neben de Kooning und Pollock, Stuart Davis und Lee Krasner die Europäer Georges Braque, Pablo Picasso und der Fauvist Henri Matisse im Vergleich gezeigt wurden. Mit dem cholerischen Jackson Pollock verband de Kooning eine unter Alkoholexzessen besiegelte Freundschaft, die Ende der 1940er Jahre in Rivalität endete. Trotz aller künstlerischer Konkurrenz inspirierten sich de Kooning und Pollock gegenseitig und „prosperierten“ sogar in der Materialsprache voneinander: Während Pollock auf de Koonings schwarze Heizkörperfarben zurückgriff und zunehmend die Farbigkeit in seinem Werk reduzierte, wagte sich de Kooning mit Bildern wie Attic (1949) und Excavation (1950) erstmals an Großformate im Stile Pollocks und sprengte die von Kubismus und Surrealismus vorgegebenen Malgründe. 1955 verließ Willem de Kooning seine Frau Elaine und zog mit der Künstlerin Joan Ward zusammen. Am 29. Januar 1956 kam die gemeinsame Tochter Johanna Lisbeth „Lisa“ zur Welt. Im selben Jahr, am 11. August, verunglückte Jackson Pollock bei einem Autounfall tödlich. Ab diesem Zeitpunkt verschwand das Frauenmotiv plötzlich aus de Koonings Werken und wurde von expressionistischen Großstadt-Szenerien und Landschaften abgelöst. Von 1957 bis 1963 widmete sich de Kooning fast ausschließlich gestisch-abstrakten Landschaftsbildern in immer heller werdenden Farben, die er meistens nach Orten, Straßen oder Verkehrsschildern benannte. Offenbar deutete er in dieser abstrakten Allegorie einer Autofahrt oder einer „Zeitreise“ seinen eigenen Rückzug aus der Großstadt mit der Suche nach (eigener) Vergangenheit und Herkunft an. Mit der Entstehungsgeschichte dieser Serien einhergehend, zog sich der Künstler tatsächlich ab Ende der 1950er Jahre nach Springs bei East Hampton auf Long Island zurück, wo er auch am 19. März 1997 mit 92 Jahren in seinem Atelier starb.

VG Leo

Kommentar von Superspidersam1
24.02.2016, 14:05

Woher weißt du das Alles?

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Kommentar von Superspidersam1
24.02.2016, 14:06

,,einigermaßen'' kurz😂 und dann noch die anderen antworten. Ich kann nicht mehr😂😂😂😂

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Kommentar von YoungLOVE56
24.02.2016, 14:18

Gibt halt Leute, die bereit sind Google-Faulen sogar direkt den Text liefern, damit sie nicht mal mehr auf einen Link klicken müssen ;)

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