Wer war schon mehrmals psychisch schwer krank und hat erst spät eine Ausbildung begonnen??

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4 Antworten

Ich bin zwar nicht in der Situation, aber Hoffnung gibt es immer.

Natürlich, viele Personaler finden das nicht gut, besonders wegen psychische Erkrankungen, weil sowas ja oft nicht ganz weg geht.  Es gibt aber immer auch welche, die da sozialer eingestellt sind und den Leuten eine Chance geben.

Da sind mittelgroße Firmen meist am Besten, kleine können sich mögliche lange Ausfälle nicht leisten und große sind zu anonym.

Ändern kannst du es eh nicht, also versuche das Beste daraus zu machen. Je mehr du dich fertig machst, desto mehr merken das auch die anderen. Wenn du dir nichts mehr zu traust wird es schwer, im Vorstellungsgespräch zu überzeugen.

Selbst falls 20 Absagen kommen, versuche es weiter. Und sobald jemand sich zurück meldet, hat er Interesse. Selbst wenn er dann nachfragt was da war, er hat trotzdem Interesse an dir und das kannst du nutzen. Du musst es dir nur klar machen.

Hast du schon mal mit dem Arbeitsamt gesprochen? Da gibt es sehr nette verständnisvolle Mitarbeiter und auch andere. Falls du eine fiese erwischen solltest, dann mach dir da nichts draus. Ich weiß, leichter gesagt als getan...

Ich würde dir raten, bei einem Berufsbildungswerk anzufragen, ob du dort eine Ausbildung machen kannst. Die sind speziell auf psychisch kranke Menschen eingestellt. Viele die dort die Ausbildung machen, sind älter als Azubis direkt nach der Schule. Du bekommst dort einen ganz normalen Ausbildungsabschluss. Das Berufsbildungswerk ist sozusagen die "Firma" bei der du arbeitest. Daneben muss man noch in die Berufsschule (wie bei einer normalen dualen Ausbildung).

Du kannst auch beim Arbeitsamt nachfragen und sagen, dass du eine Ausbildung am Berufsbildungswerk machen willst. Vorher wird dann dort getestet, ob du dafür stabil genug bist. Normalerweise übernimmt das Arbeitsamt dann die Kosten für die Ausbildung und du bekommst noch ein Übergangsgeld, damit du von was leben kannst.

Du kannst natürlich auch auf eigene Faust einen Ausbildungsplatz bei einer Firma suchen. Dann würde ich gut erklären, was du die letzten Jahre gemacht hast (also positiv darstellen).


Also 24 ist mit Sicherheit nicht zu alt, die Frage ist nur, wie Du Deinen bisherigen Lebenslauf erklärst, weil bei psychischen Problemen reagieren manche Leute/Firmen immer noch blöd - und man möchte ja auch nicht jedem alles erzählen.

Also an Deiner Stelle würde ich mir eine 'Geschichte' zurechtlegen, die nicht erlogen ist, bei der Du aber auch nicht den Eindruck hast, Dich vor Fremden völlig 'entblößen' zu müssen. Zum Beispiel: Ich hatte viel Stress wegen XX, dann bekam ich eine psychosomatische Erkrankung... usw.

Wie wäre es mit einer schulischen Ausbildung? Dann musst Du Deinen Lebenslauf nur der Schulrektor/in oder ihrer Sekretärin erklären... Und die wissen dann auch gleich Bescheid, was los ist, wenn Du krank geschrieben sein sollltest.

Dadurch daß Du die Frage schon zum vierten Male einstellst werden die Ratschläge auch nicht besser.

Bist Du aus den letzten Antworten immer noch nicht schlau geworden? 

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