Wer war Helmut Kohl und was hat er mit dem Mauerfall zu tun?

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9 Antworten

Helmut Kohl lebt noch. Er war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Der Mauerfall war nicht sein Verdienst, der war ein Resultat der Demonstrationen in der DDR und der Ausreisewelle der DDR-Bürger im Sommer 1989. Aber Helmut Kohl hat dann die einmalige geschichtliche Chance genutzt und mit anderen zusammen für die Wiedervereinigung Deutschlands gesorgt. 

Ich habe wirklich absolut keine Ahnung, wozu Dein Browser eine Suchfunktion hat. Warum nutzt Du diese nicht? Denn, wenn Du nicht gelernt hast, selbständig nach Wissen im Netz zu suchen und dieses angemessen abzugreifen, dann kannst Du auch in manchem handwerklichen Beruf heute damit rechnen, die Probezeit der Ausbildung nicht zu überstehen. 

Helmut Kohl ist noch am Leben.
Und er war 1989 Bundeskanzler.
Mit dem Mauerfall selbst hatte er m.M.n. wenig bis nichts zu tun. 

Die Bevölkerung der DDR hat in einer der wenigen friedlichen Erhebungen der Menschheitsgeschichte (neben der in Indien unter der Führung Gandhis) das herrschende Staatsystem abgeschafft und die SED-Herrschaft beendet.

Im Anschluss beeilten sich die westdeutschen Politiker auffällig, allen voran Kohl und Genscher, den Ostdeutschen einzureden, die Parole "Wir sind das Volk!" sei durch "Wir sind ein Volk!" zu ersetzen und die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung finde in Marktwirtschaft, Farbfernsehen und D-Mark ihre Erfüllung.

Ich nehme an, damit sollte verhindert werden, dass dieses friedliche und massenhafte Streben nach Selbstbestimmung auf die westdeutsche Gesellschaft "abfärben" könnte, also wurde das Machtvakuum möglichst schnell mit neuen Werten ausgefüllt und der Anschluss der ehemaligen DDR an die BRD in atemberaubender Geschwindigkeit durchgehechelt.
Eins der Ergebnisse dieser Handlungsweise war zunächst die tatsächliche soziale Benachteiligung der "Brüder und Schwestern im Osten", ein weiteres die Zerschlagung und der Ausverkauf auch funktionierender Betriebe.
Dadurch wiederum fühlten sich viele Ostdeutsche zu recht "verraten und verkauft", begannen fortan allen Politikern zu misstrauen und sehnen sich jetzt in einer Art Romantisierung und aus DDR-Tradition nach einer "Politik der starken Hand" zurück, nur eben jetzt unter völkischen Vorzeichen.

Das ist aber nur meine Meinung als Wessi, und die ist hier auch sehr stark verkürzt und vereinfacht.
So stark vereinfacht, dass sie wahrscheinlich auch sehr schräg ankommen und missverstanden werden kann.
;o)

AchimX 02.11.2017, 10:59

Die Behauptung "...beeilten sich die westdeutschen Politiker auffällig, allen voran Kohl und Genscher, den Ostdeutschen einzureden, die Parole "Wir sind das Volk!" sei durch "Wir sind ein Volk!" zu ersetzen" ist vom Pudelcolada frei erfunden und erlogen. Er möge mal so eine "Auffälligkeit" belegen.

Nachdem man in der DDR spürte, daß es aus ist mit dem Staat der SED und daß die Russen sich zurückhalten wollte man die Wiedervereinigung. Dies als quasi "ferngesteuert" darzustellen ist eine typische Beleidigung durch einen arroganten "Wessi".

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Der Glücksfall war nicht Kohl sondern Generalsekretär Gorbatschow (UDSSR)welcher verhinderte das keine sowjetischen Panzer wie am 17.6.1953 gegen die DDR Bevölkerung eingesetzt wurde.

AchimX 02.11.2017, 11:18

Mal abgesehen davon, daß Gorbatschow dafür sorgte, daß keine Panzer eingesetzt wurden - der historische Glücksfall bestand in dem einmaligen Zusammentreffen unterschiedlichster Umstände:

- Gorbatschow versucht, den Kommunismus menschlicher zu machen. Er verzichtet auf Gewalt.

- In der DDR wie auch in anderen ehemals kommunistischen Staaten wurde die Unzufriedenheit immer größer. In der DDR wurde die Stimmung durch Massenflucht in bundesdeutsche Botschaften, Reformverweigerung durch die SED und immer schlechtere Lage auf verschiedensten Gebieten besonders schlecht (verfallende Städte, verdreckte Luft und verdreckte Flüsse)

- Kohl und Genscher haben das Gebot der deutschen Einheit aus dem Grundgesetz nicht nur respektiert, sondern in praktische Politik umgesetzt. Willy Brandt und Helmut Schmidt hätten dies wohl auch getan - Oskar Lafontaine mit Sicherheit nicht.

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Helmut Josef Michael Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein ehemaliger deutscher Politiker der CDU. Er war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Von 1973 bis 1998 war er Bundesvorsitzender seiner Partei, danach bis 2000 deren Ehrenvorsitzender.

Kohl war in den 1970er-Jahren einer der jüngsten CDU-Spitzenpolitiker und reformierte als CDU-Bundesvorsitzender seine Partei, der 1969 erstmals im Bund dieOppositionsrolle zugewiesen worden war. 1976 erzielte Kohl als Spitzenkandidat der Union aus CDU und CSU mit 48,6 Prozent der Stimmen das bis dahin zweitbeste Ergebnis für die Union und überhaupt einer Partei bei Bundestagswahlen, konnte aber die Regierung Schmidt nicht ablösen. Trotz dieser Niederlage gab er sein Amt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident auf und übernahm als Oppositionsführer im Deutschen Bundestag den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion.

Kohl gestaltete den Prozess der Wiedervereinigung 1989/1990 entscheidend mit. Umstritten blieb er wegen der CDU-Spendenaffäre, nach deren Bekanntwerden er im Jahr 2000 den Ehrenvorsitz seiner Partei verlor. Kohl erhielt eine große Zahl nationaler und internationaler Auszeichnungen. Seit dem Ende seiner politischen Karriere war Kohl alsLobbyist in verschiedenen Positionen in der Wirtschaft tätig, u. a. für die Credit Suisse[1][2] und KirchMedia.[3] Kohl ist Gründer eines Unternehmens zur Politik- und Strategieberatung.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl

KaterKarlo2016

autmsen 18.06.2016, 19:54

Jo. Aber Kohl gestaltete den Prozess der Wiedervereinigung tatsächlich nicht. Dazu gibt es reichlich Quellen die eine denn doch sehr andere Sprache sprechen. Laut Genscher musste Kohl von den Alliierten dazu gezwungen werden, der Möglichkeit einer Wiedervereinigung Gehör zu schenken. Und noch, als Kohl auf der Mauer stand, musste ihn Gorbatschow auffordern, seine Rede so zu gestalten dass die Menschen friedlich blieben. Er hatte eine andere, eher aufhetzende Rede, vorbereitet. Aufhetzend gegen den Osten. Also auch gegen Ostdeutschland. 

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Woropa 19.06.2016, 02:33
@autmsen

Ich weiss nicht, wo du deine merkwürdigen Informationen her hast. Bestimmt nicht aus seriösen Quellen.Erstmal stand Kohl nie auf der Mauer. Er hat am 10. November eine Rede vor dem Schöneberger Rathaus gehalten. Und Gorbatschow hat Kohl  an diesem Abend nicht angerufen,  damit der seine Rede ändert. Gorbatschow wollte wissen, ob es stimmt, das die sowjetischen Kasernen in der DDR angegriffen wurden von DDR-Bürgern. Kohl konnte ihm dann versichern, das das nicht stimmt.

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Helmut Kohl war zum Zeitpunkt des Mauerfall's , Bundeskanzler ..und meiner pers.Meinung nach nur der Zufallskanzler.. Es hätte auch bei jedem anderen passieren können..

Helmut Kohl - das kannst du quasi überall nachlesen (Es bedürfte deshalb also keiner GF-Nachfrage !) - war mal Bundeskanzler und wird - geschichtsverfälschend (!!) - als Kanzler der deutschen Einheit dargestellt. Zu letzterer kam er dank Gorbi wie die Jungfrau zum Kinde !!

pk

Dein Alter würde mich mal interessieren und welche Schule du besuchst.

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