Wer war die historische Person Jesus?

16 Antworten

Ich kopiere Dir hier einiges rein, was Deine Fragen beantworten kann:

Warum gibt es außerhalb der Bibel so wenige Belege für die Existenz Jesu?

Einerseits muss man bedenken, dass die Evangelien vor fast 2 000 Jahren geschrieben wurden. Nicht viele Schriften aus dieser Zeit haben so lange überdauert (1. Petrus 1:24, 25). 

Andererseits haben seine vielen Gegner nichts aufgeschrieben, was die Berichte über ihn glaubwürdig gemacht hätten.

Petrus, einer seiner Apostel, erklärte: „Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war“ (Apg. 10:40, 41). 

Warum nicht dem ganzen Volk? Wie aus dem Matthäusevangelium hervorgeht, wollten Jesu religiöse Gegner seine Auferstehung unbedingt totschweigen (Matthäus 28:11-15).

Wollte Jesus selbst seine Auferstehung geheim halten? Nein, denn Petrus sagte weiter: „Jesus gab uns den Auftrag, allen Menschen zu sagen und zu bezeugen, dass Gott ihn als Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt hat“ (Apostelgeschichte 10:42, Hoffnung für alle). 

Das taten sie, und das tun echte Nachfolger Jesu heute noch.
(„Wachturm“ 16, Nr. 2, S. 4)

Gibt es glaubwürdige Beweise für die Existenz von Jesus?

Michael Grant, Historiker und Experte für Antike, schrieb über das Neue Testament: „Wenn wir . . . die gleichen Maßstäbe anlegen wie an andere antike Schriften, die historisches Material enthalten, dann dürfen wir die Existenz Jesu nicht mehr bezweifeln als wir die Existenz einer großen Zahl heidnischer Persönlichkeiten bezweifeln können, deren Realität als historische Gestalten nie in Frage gestellt worden ist.“

Rudolf Bultmann, Professor für Neues Testament, erklärte: „Der Zweifel, ob Jesus wirklich existiert hat, [ist] unbegründet und keines Wortes der Widerlegung wert. Dass er als Urheber hinter der geschichtlichen Bewegung steht, deren erstes greifbares Stadium die älteste palästinensische Gemeinde [der Christen] darstellt, ist völlig deutlich.“

Will Durant, Kulturhistoriker, Schriftsteller und Philosoph, bemerkte: „Es wäre ein Wunder, das alle Wunder der Evangelien überträfe, wenn einige einfache Männer [die Evangelienschreiber] im Verlaufe eines Menschenalters eine so machtvolle und faszinierende Persönlichkeit, eine so erhabene Ethik und eine so begeisternde Vision von der Brüderschaft aller Menschen erfunden hätten.“

Albert Einstein, Physiker und Nobelpreisträger, sagte: „Ich bin Jude, aber mich bezaubert die leuchtende Gestalt des Nazareners.“ Auf die Frage, ob er in Jesus eine historische Person sehe, antwortete Einstein: „Ohne Zweifel. Niemand kann die Evangelien lesen, ohne das Gefühl der Wirklichkeit Jesu zu empfinden. Der Pulsschlag seiner Persönlichkeit ist wahrnehmbar in jedem Wort. Keine Fabel ist mit solchem Leben gefüllt.“

WAS SAGT DIE GESCHICHTSSCHREIBUNG?

TACITUS

(um 56–120 u. Z.) Er gilt als einer der größten Historiker des Römischen Reichs. In seinen Annalen beschäftigt er sich mit dem Römischen Reich von 14 bis 68 u. Z. (Jesus starb 33 u. Z.). 

Er berichtet unter anderem von dem großen Stadtbrand Roms im Jahr 64. Damals kam das Gerücht auf, Kaiser Nero sei dafür verantwortlich gewesen. Tacitus schreibt: „Um ihm [dem Gerücht] ein Ende zu machen, schob er daher die Schuld auf . . . [die] Christen“. Dann schreibt er weiter: „Der Stifter dieser Sekte, Christus, ist unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden“ (Annalen, 15. Buch, Kapitel 44).

SUETON

(um 69–122 u. Z.) In seinem Werk Kaiserbiographien berichtet dieser römische Historiker über Ereignisse aus der Regierungszeit der ersten elf römischen Kaiser. In dem Abschnitt über Kaiser Claudius erzählt er von Unruhen unter den Juden in Rom, die wohl durch Streitigkeiten über Jesus ausgelöst wurden (Apostelgeschichte 18:2). 

Er schreibt: „Die Juden, welche, aufgehetzt von Chrestus, fortwährend Unruhen erregten, vertrieb er [Claudius] aus Rom“ (2. Band, Tiberius Claudius Drusus Caesar, 25). Sueton machte Jesus Christus zwar fälschlicherweise für die Unruhen verantwortlich, bezweifelte aber nicht seine Existenz.

FORTSETZUNG ...

... FORTSETZUNG:

PLINIUS DER JÜNGERE

(um 61–113 u. Z.) Er war ein römischer Schriftsteller und Statthalter von Bithynien (in der heutigen Türkei). In einem Brief an Kaiser Trajan beschreibt er, wie er mit den Christen in seiner Provinz umging: Er wollte sie dazu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören, und ließ alle hinrichten, die sich weigerten. 

Er erklärt: „Einige der Beschuldigten bestritten, Christen zu sein oder je gewesen zu sein. Ich sprach ihnen darauf die Schwurformel vor: wenn sie danach die Götter anriefen, zu Deinem Standbild . . . beteten und außerdem Christus lästerten, so waren sie meines Erachtens freizulassen“ (Plinius der Jüngere, Aus dem alten Rom, Briefe, II, 96).

FLAVIUS JOSEPHUS

(um 37–100 u. Z.) Dieser jüdische Priester und Geschichtsschreiber berichtet von dem jüdischen Hohen Priester Ananus, der damals starken politischen Einfluss ausübte: „Er versammelte daher den hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird“ (Jüdische Altertümer, 20. Buch, 9. Kapitel).

DER TALMUD

Diese Sammlung rabbinischer Schriften aus dem 3. bis 6. Jahrhundert zeigt, dass sogar Gegner Jesu seine Existenz bestätigten. Zur Zeit „des Pesahfestes henkte man Ješu“, heißt es darin, was historisch korrekt ist (Der Babylonische Talmud, Band VIII, Synhedrin VI, Fol. 43a; siehe Johannes 19:14-16). Und in einem anderen Teil heißt es: „. . . dass wir keinen Sohn oder Schüler haben mögen, der die überlieferte Lehre verschmäht, wie beispielsweise Jesus der Nazarener“ (Der Babylonische Talmud, Band I, Berakhoth II, Fol. 17b, Fußnote; siehe Lukas 18:37).

(Quelle: „Erwachet“ 16, Nr. 5, S. 5)

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@OhNobody

BEWEISE AUS DER BIBEL

Die Evangelien enthalten einen umfassenden Bericht über Jesu Leben und Wirken. Darin findet man detaillierte Informationen zu Menschen sowie genaue Orts- und Zeitangaben — wesentliche Merkmale vertrauenswürdiger Geschichtsschreibung. Anhand der Angaben in Lukas 3:1, 2 kann man zum Beispiel bestimmen, wann Johannes der Täufer als Wegbereiter für Jesus auftrat.

Lukas schrieb: „Im fünfzehnten Jahr der Regierung des Tiberius Cäsar, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Bezirksherrscher von Galiläa, sein Bruder Philippus aber Bezirksherrscher des Landes Ituräa und Trachonitis und Lysanias Bezirksherrscher von Abilene, in den Tagen des Oberpriesters Annas und des Kaiphas, erging Gottes Ausspruch an Johannes, den Sohn Sacharjas, in der Wildnis.“ 

Mit dieser ausführlichen Auflistung lässt sich 29 u. Z. als das Jahr ermitteln, in dem „Gottes Ausspruch an Johannes“ erging.

Die sieben Persönlichkeiten, die Lukas hier erwähnt, sind Historikern gut bekannt. Kritiker behaupteten zwar lange, Pontius Pilatus und Lysanias hätte es nie gegeben, aber das war zu voreilig. Man entdeckte alte Inschriften mit den Namen dieser beiden Regierungsbeamten, was die Genauigkeit von Lukas’ Bericht bestätigte.

Man fand zum Beispiel eine Inschrift, auf der ein Tetrarch (Bezirksherrscher) namens Lysanias erwähnt wird (Lukas 3:1, Fußnote). Er regierte genau zu der Zeit über Abilene, die Lukas angibt.

(dieselbe Quelle wie oben)

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Außerhalb der Bibel gibt es praktisch kaum Quellen, die näheres über einen jüdischen Wanderprediger namens Jehoshua ben Josef verraten.

Folgt man der Bibel, so hat er an mehreren Orten gepredigt, war aus Sicht der römischen Besatzungsmacht ein Unruhestifter und wurde hingerichtet.

Wissenschaftler lassen natürlich den Aspekt des Glaubens außen vor.

Die angeblichen Wunder werden entweder als religiöse Ausschmückung verstanden und ignoriert, oder rationale Erklärungsversuche vorgestellt.

Siehe hierzu

Soweit von meiner Seite

" Woher will man wissen, dass es Jesus gab?"

Es gibt Schriften außerhalb der Bibel, wie u.a. die Qumran Rollen, das Judas Evangelium, aus denen sich ein historischer Jesus herleiten läßt.

Er war wohl einige Zeit bei den Essenern, eben in der Gegend von Qumran, bevor er als Prophet auftrat.
Eine Tätigkeit die in jener Zeit keine Seltenheit gewesen ist, sondern recht verbreitet.

Ungenau ist sein Geburtsdatum, das irgendwo zwischen 7 v.Chr. bis 35 n.Chr. sein soll.
Dass es keine jungfräuliche Geburt war, erklärt sich schon biologisch. Mithin war Jeus ein uneheliches Kind. Und Maria, gemäß den Sitten dieser Zeit mindestens eine Sünderin, oder Ehebrecherin. Ein denn doch zuweilen ungesunder Lebenswandel in dieser Zeit.
Dieser Umstand mag Jesus dazu gebracht haben, aus dem rachedurstigen Gott des Alten Testaments, einen liebenden und verzeihenden Gott gemacht zu haben.
Eine veritable Häresie gegenüber den Thoragläubigen, die ihn schließlich der weltlichen Gerichtsbarkeit Rom's auslieferten.
Die Kreuzigung die im schließlich wiederfuhr, war keine Besonderheit, sondern eine Standardhinrichtung jener Zeit.

Die Evangelien sind keine Zeitzeugenberichte, sondern entstanden später.
In etwa vergleichbar einer ideologischen Meinungsbildung, mit erheblichen Weichzeichern, was im eigentlichen die Religionsverbreitung zum Ziel hatte.
Da es sich um nachträgliche Betrachtungen und Schilderungen hndelt ergaben sich Abweichungen zu historischen Ereignissen, weitere Abweichungen entstanden bei den Übersetzungen aus dem Hebräischen in Lateinische und bei damals üblichen Kopien der Vorlagen.
Was letztlich zur Mystifizierung führte.


Wenn man bedenkt, die Bibel wurde erst 300 Jahre nach Christus aus einen Wust von Schriften heraus geschrieben, dann kommt der Zimmermann eigentlich noch recht deutlich dabei heraus.

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