Wer von euch ist Hobby-Autor, wer schreibt gern - oder wer möchte dies einmal versuchen? Wie alt seid ihr und warum schreibt ihr?

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Das Ergebnis besteht aus 22 Abstimmungen

Ich bin 40 oder älter und schreibe 22%
Ich bin jünger als 25 und schreibe 22%
Ich bin jünger als 40 und schreibe 18%
Ich bin jünger als 15 und schreibe 18%
Ich bin jünger als 18 und schreibe 13%
Ich bin jünger als 18 und möchte gern einmal etwas schreiben 4%
Ich bin älter als 18 und möchte gern einmal etwas schreiben 0%

25 Antworten

Ich bin jünger als 25 und schreibe

Hey :)

Ich bin weiblich, 18 Jahre alt und schreibe sehr gerne. Damit habe ich angefangen, als ich etwa 13 jahre alt war.

Ausgegangen ist das alles von meiner Leidenschaft für gute Bücher, ich habe schon im Grundschulalter sehr regelmäßig und viel gelesen. Irgendwann bin ich durch Zufall auf Fanfiktion gestoßen und habe dort zuerst auch nur gelesen, aber bald selbst angefangen zu schreiben.

Seitdem schreibe ich, manchmal mehr, manchmal weniger. Mittlerweile habe ich mich ein wenig von Fanfiktion losgesagt und versuche mich an ganz eigenen Geschichten, aber ich experimentiere dabei noch viel herum.

Ich mag es zu schreiben, weil ich dabei eine Pause vom Alltag bekomme und mich in meinen Geschichten vollkommen ausleben kann, so wie ich es möchte.

LG

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 16:19

Vielen Dank für Deine Antwort, Flammifera! Du schreibst, dass für Dich  - wie ja auch für viele andere Schreiber - das Schreiben auch eine Pause vom Alltag ist und eine gewisse "Freiheit" bedeutet, die man hier finden kann... kannst Du Dir also vorstellen, dass das Schreiben auch weiterhin Dein Hobby bleibt - auch, wenn Dein Leben sich zukünftig durch Ausbildung, Arbeit, Beziehung, womöglich auch Familie verändert?

Toll, dass Du bereits so früh erste Erfahrungen mit dem Schreiben gesammelt hast! Was meinst Du: Hat sich Deine Beschäftigung mit Lesen - und dann auch mit Schreiben - auf Deine Schulleistungen im weitesten Sinn, auf Deinen Umgang mit Texten, Deine Sprach- und Ausdrucksfähigkeit irgendwie ausgewirkt? Bist Du dadurch besser in diesen Bereichen geworden - oder schreibst Du auch, WEIL Du eben gut in solchen  Dingen bist, Dich schon früh gut ausdrücken konntest, mit Rechtschreibung etc. keine Probleme hast?

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Ich bin jünger als 18 und schreibe

Ich schreibe vor allem, weil ich Spaß daran habe eine eigene Welt zu erschaffen und mir die Charaktere die ich entwickle immer sehr am Herzen liegen. Ich liebe es sie zu formen und zu verändern und gerade die Geschichten die ich rund um sie aufbauen kann machen das schreiben für mich zu einer besonderen Tätigkeit.
Außerdem kann ich durch das Schreiben meine Meinungen und Gedanken mitteilen, die ich manchmal nicht aussprechen kann. Es freut mich wenn ich Leser begeistern kann und es gibt mir einen Schub und motiviert mich sehr wenn ich positives Feedback bekomme. Auch Kritiken freuen mich immer, da ich so an mir arbeiten kann um immer besser zu werden.

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 02:01

Vielen Dank für Deine gute Beschreibung zu Wert, Sinn und Nutzen des Schreibens!

Mit Kritik umzugehen ist tatsächlich nicht immer leicht. Schön, dass Du, so jung Du auch bist, bereits jetzt schon in der Lage bist, Kriitik vor allem als Chance zu werten.

Ja, Du hast Recht: Man kann nicht nur gute und unterhaltsame Geschichten erzählen, wenn man schreibt, sondern man hat innerhalb der Handlung und über die Aktion und Reaktion der Charaktere auch immense Möglichkeiten, seine eigene Haltung und Meinung mit einzubringen und anderen Leuten seine Weltanschauungen zu vermitteln.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben! :-)

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Ich bin jünger als 25 und schreibe

Hey,

also erstens vorab: Vielen Dank, dass du diese Frage gestellt hast und ein sehr ernstes Thema ansprichst. Mich interessiert es in zweiter Linie, wie andere Menschen mit ihrem Hobby oder Beruf als Autor umgehen, und man kann außerdem viel von anderen lernen.

Nun zu mir:
Ich bin 21 jahre alt, des männlichen Geschlechts, und ich schreibe meinen ersten Roman seit 2009, und es kommt bestimmt schon die Frage warum es nicht veröffentlicht wurde..
Es gibt bei mir leider zwei große Hürden, die durch die eine Seite des Lebens nicht so leicht zu überwinden sind: Prokrastination und Schreibblockaden.
Ich konnte mir durch Schule, später Ausbildung und jetzt Arbeit einfach nicht genug Zeit nehmen, mich an meiner allerliebsten Beschäftigung ranzusetzen und loszuschreiben...aber ich hoffe natürlich, dass ich mich endlich überwinde und jede freie Minute ausnutze, mich meinem Buch zu widmen.
Und die Schreibblockaden treten leider zu oft auf, wenn ich in einer wichtigen Handlung bin; Ich kann sie einfach nicht flüssig genug beschreiben für den Leser und muss vieles streichen oder duzende Male verbessern und/oder umschreiben, oder das schlimmste tritt auf: Ich kann es GAR NICHT mit Worten beschreiben (Dieses Problem kennen bestimmt viele).

Warum ich überhaupt schreibe, war ein mehr oder weniger psychologischer Grund: Ich bin sehr schüchtern und in mich gekehrt, sozusagen introvertiert; ich habe wenige gute Freunde und kann nicht so gut mit Menschen reden (Manchmal klappt's...aber eher selten).
Durch das Schreiben des Buches wollte ich mein inneres Ich quasi "austoben" lassen, ich konnte alles (be-)schreiben, was außerhalb nur durch ein Käfig zu betrachten ist.

Mein erster Roman baut zwar vielmehr von Fantasyelementen (und die Geschichte entstand dadurch, dass ich ein sehr großer Tagträumer bin, ]und eben eines Tages habe ich von ein paar wichtigen Charakteren und den groben Handlungsfaden geträumt), aber es werden auch ernste Themen angesprochen wie Rassismus, Sexualität, Klassentrennung
(im Sinne von Reich und Arm), Genozid, Ehre, Respekt, Liebe, etc. und die einzelnen Charaktere müssen sich ein paar eventuell psychologischen Problemen wie Hass, Gleichgültigkeit, Introversion, richtigen Entscheidungen, Persönlichkeitsstörungen etc. stellen.

Und das ist auch ein weiterer Grund bei mir, das Buch mal in absehbarer Zeit zu veröffentlichen.
Ein Aspekt ist die Unterhaltung, der andere wichtigere [!] Aspekt ist für mich eben die Message über die genannten Themen, die ich rüberbringen möchte.

Viele Grüße

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 00:31

Wow, das klingt ja ziemlich komplex! Vielen Dank für diese sehr persönliche und interessante Antwort!

und die Geschichte entstand dadurch, dass ich ein sehr großer Tagträumer bin

An diesem Satz von Dir bin ich hängen geblieben! Einige der größten Geschichten dieser Welt wurden von solchen Leuten geschaffen! Vielleicht muss man tatsächlich mindestens einen Fuß am Rande der realen Alltagswelt aufstellen, um dem Imaginären wesentlich näher zu sein als andere Leute es sind.

Dies sind die Autoren, die den Rest der Welt mit nachlesbaren, erzähl- und und erlebbaren Träumen und Geschichten versorgen. Jedes Königreich hat seine Gaukler und Narren, seine Geschichtenerzähler und Barden. Auch moderne Gesellschaften brauchen solche Leute.

Die Menschen haben seit Ewigkeiten Bedarf an diesen großen Geschichten, in denen sich innere und äußere Welten so spiegeln, dass man daraus lernen, Mut und Hoffnung schöpfen kann. Ich denke, solange Menschen um ein Feuer zusammen kamen, wurden solche Geschichten erzählt.

Eine "Message" zu haben wird mit der Zeit zur Aufgabe - und wenn man jemand ist, der mit Worten umgehen kann, sollte man sich dieser stellen - wer sonst sollte diese Art Geschichten schreiben, damit sie der Welt geschenkt werden können! :-) Mti einem gut strukturierten und sorgfältig geplanten Plot und sinnvoll ausgewählten Helfern, die Dir beim Schreiben ein Spiegel sein können, kommst Du da sicher durch. Viel Erfolg! :-)

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Ich bin jünger als 25 und schreibe

Hallo,

Ich werde bald 22 und schreibe schon ungefähr seit ich 13 bin, wobei um diese Zeit wenig sinnvolles dabei entstanden ist. Mittlerweile nehme ich das ganze als Hobby ernst und siehe da, mein erstes ernstes großes Projekt steht vor seiner Fertigstellung. :) 

Wenn es nicht so aufwendig wäre würde ich jeden Tag hunderte von Geschichten schreiben. XD Ich liebe das Schreiben, weil man Herr über seine eigene Welt ist und sich richtig austoben kann. Durch die Welt zu gehen und sich von Details, Wörtern oder Menschen inspirieren zu lassen, ist mit das Schönste daran. Ich hatte damals schon den Hang dazu, aus allem irgendeine Geschichte zu machen. 

Es wird von vielen leider nicht wirklich anerkannt, wenn man keine veröffentlichter Autor ist, was ich persönlich schade finde, da Schreiben doch ein sehr zeitintensives Hobby ist. Aber man kann eben wenige Ergebnisse vorlegen.

Ich versuche das immer zu unterstützen, wenn jemand schreibt oder sich daran versuchen möchte und finde besonders spannend welche Leute das sind, da man es oft nicht erwartet. An der Uni ist die Dichte der Autoren schon weitaus höher als an der Schule, trotzdem fehlt mir ein wenig der Austausch, wenn man von Internetforen einmal absieht. 

Mein Fazit ist, dass Schreiben ein wunderbares Hobby ist, mit dem man nach Bedarf auch mal Realitätsflucht betreiben kann. :) Mir hat das Schreiben schon viele neue Erkenntnisse gebracht und meinen Horizont sehr erweitert, so zum Beispiel wenn ich Recherche betreibe und dabei viel Neues lerne. 

Ich wünsche allen Autoren frohes Schaffen und lasst euch nicht zu viel reinreden. ;)

P.S: Besucht mal meinen Blog wenn ihr Lust habt. Ist zwar noch aktuell aber ich habe da schon ein paar Sachen geschrieben. 

schreib-blog-ade.blogspot.com

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 16:32

Hallo NakayaHirumi, lieben Dank für Deine wunderbare und sehr interessante Antwort! Du hast schon so viele der Fragen beantwortet, die ich habe! :-) Ich gebe Dir völlig Recht damit, dass Hobbyschreiber nicht genug Anerkennung finden - abgesehen von dem begrenzten Kreis einiger Fans, wenn sie diese haben. Aber auch die (nichtschreibenden) Fans nehmen ja oft nicht mehr als die Perspektive eines - wenn auch begeisterten - "Konsumenten" ein - sie sind hungrig, wollen gefüttert werden und verlassen auch hier und da den Schreiber und wenden sich anderen zu, wenn diese regelmäßiger und mehr füttern.. ;-)

Du schreibst ganz richtig, man solle sich nicht zuviel reinreden lassen und Du bestärkst andere Schreiber, weil diese Unterstützung wichtig ist. Das klingt nach persönlichen Erfahrungen mit Unverständnis, Druck, Kritik, Erwartungen von Lesern.  Was würdest Du Lesern und Mitlesern von Hobbyschreibern einmal sagen wollen, wenn Du etwas Grundsätzliches mitteilen oder erklären wolltest, das Scheiben und Schreibende betrifft?

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Kommentar von TheJuli
10.07.2016, 22:24

Ich möchte auch anfangen mit schreiben.

Ich finde dein Beitrag zu "

Mythen über das Schreiben

"

 sehr interessant. 

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Ich bin jünger als 25 und schreibe

Hallo! :)

Ach, was für eine wundervolle Umfrage ~
Ich bin neunzehn und schreibe, wie wohl der Großteil der Hobby-Autoren, seit meiner frühen Jugend. Das fing bei mir mit etwa zwölf Jahren an, auf diesen Zeitraum ist zumindest mein erstes "Buch" (eines dieser kleinen Schreibhefte für den Schulgebrauch) datiert. ;)

Mit fünfzehn begann ich dann mein erstes, größeres Werk - vorerst ohne wahre Intention. Ich liebe es einfach Welten in meinen Gedanken zu erschaffen, welche mir viele Möglichkeiten zum herumspielen mit Gesellschaftsformen, Charakteren und dergleichen geben, dass ich zwangsläufig in der Fantasy-Ecke gelandet bin.
Für mich ist es unheimlich interessant zu sehen wie Dinge zusammenhängen. Wie sich Geschichte und die Mentalität der Menschen (oder Wesen) bedingen beispielsweise, oder welche Konzepte man zum Umgang mit Magie heranzieht, damit sie den Regeln der Physik nicht vollends zuwider läuft (nicht vollends sei betont). Die Verflechtung von beidem jedoch ist hoch interessant, vor allem, wenn sich noch ein wenig Philosophie in die Geschichte mischt. ;)

Solche Welten sollten in jedem Fall eine in sich schlüssige Logik besitzen, die ich unheimlich passioniert ausfeilen und aufstellen kann. Es beflügelt die Phantasie und speist sie zugleich aus sich selbst heraus, dass ich leider mehr dasitzen und träume als wirklich zum Schreiben zu kommen. Ich stecke viel Liebe in diese Welten, dass ich sie gerne bewahren möchte - folglich schreibe ich. :)

Mittlerweile liegt auch mein erster Band in seinen letzten Zügen. Mein kleines Projekt hat sich in die Planung einer fünfteiligen Reihe gesteigert, von denen der erste wohl bis zum Wintersemester Vollendung finden wird. Allerdings nur für mich - ich bin ein exzentrischer Schreiber, dass sich wohl kaum jemand jemals dafür begeistern können wird. Doch ist es unheimlich befriedigend etwas selbst Geschaffenes in den Händen zu halten. Es ist fast einem kleinen Baby gleich, in das man all seine Liebe und Fürsorge stecken kann. ~

Grüße,
Caryll.

P.S: Ich bin nicht nur leicht übermüdet beim verfassen dieses Textes gewesen, zudem aus einem bloßen Impuls heraus. Rechtschreibfehler und dergleichen wie mangelnde Struktur dürfen also gerne ignoriert werden. :)

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 01:53

Hallo, CaryllRunes! :-D Ja, dies ist einmal eine schöne Umfrage - ganz ohne Stänkereien und Oberflächlichkeiten - und wo die User sich einmal ganz in Ruhe vorstellen und zu ihrem Schreibthema äußern können! Dass die Antworten hier so interessant und vielfältig ausfallen, ist euch allen zu verdanken! Lieben Dank also auch Dir für Deine umfangreiche Antwort!

Deine Beschreibung Deiner Detailverliebtheit und Deiner Vorgehensweise beim Entwerfen komplexer Dinge und Zusammenhänge erinnert mich an einen Regisseur, der diese ganze filigrane Arbeit, jedes Detail in seinem Kopf entstehen lässt und Wert auf absolut akkurate, stimmige Umsetzung und Ausgestaltung legt. Da bist Du schon weit im künstlerischen Bereich unterwegs.

Es gibt tatsächlich den kreativen Typ, der vor lauter künstlerischem und imaginativen Talent manchmal nur schlecht überhaupt in die Praxis findet. Das veruracht dann "Ladehemmungen", die von einem Überfluss an vorstellbaren Möglichkeiten kommen! :-D Weil bei Imagination und Ideenreichtum auf so hohem Level schlichtweg die innere Haltung und Perspektive entsteht: "Es ist NIE gut genug, da geht IMMER noch mehr, bevor man letztlich sagen könnte: "Die Kleidung, das Gesicht, die Szene, der Background, der Aufbau, die Struktur, die Kultur, das Logik-Raster für magische Praxis IST FERTIG!" Wahrscheinlich kennst Du das.

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Ich bin jünger als 15 und schreibe

Ich schreibe, seit ich 8 Jahre alt bin und bin jetzt 15. Ich schreibe handschriftlich Romane, die ca. 500-800 Seiten haben. Meistens sind es Fantasy (Wie mein aktuelles Buch) oder Liebesromane.

Für mich ist das Schreiben das Schönste, dass es gibt. Wenn mir langweilig ist, kann ich daran arbeiten oder überlegen, wie ich eine bestimmte Szene schreiben möchte. Durch das Schreiben habe ich außerdem gelernt, mich in andere Personen hineinzuversetzen oder mich gut auszudrücken.

Es ist wie eine Welt, die man sich schafft, in die man entfliehen kann, wenn es einem nicht so gut geht oder wenn einem sein normales Leben zu langweilig ist. Man kann entscheiden, wer die Personen sind, was sie sagen, wie sie reagieren, wo sie sind... Es ist einfach wunderbar, dieses Gefühl zu haben. Vor allem ist es in der Schule sehr praktisch :D

Ich habe tatsächlich vor, bald mein Buch zu veröffentlichen. Das Problem ist, dass ich nicht genau weiß, wie das abläuft und dass mir mein Buch heilig ist und ich Angst habe, dass es mich zu sehr trifft, wenn es kritisiert wird. 

Noch nicht viele haben was lesen dürfen, aber die, die es haben, fanden es sehr gut geschrieben und auch realistisch. Es ist mein Traum, einmal mein Buch veröffentlichen zu können und es wäre das größte, wenn es sogar Erfolg hätte, da ich sehr viel Arbeit und Leidenschaft hineingesteckt habe.

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 00:12

Du schreibst auch hier sehr schön, ForYouAndMe! :-) Du hast das, was das Schreiben für Dich bedeutet, ganz wunderbar erklärt und ich bin sicher, dass Du hier ganz vielen anderen Schreibern mitten aus dem Herzen sprichst.

Was meinst Du mit "handschriftlich"... Du schreibst Deine umfangreicheren Geschichten mit der Hand und auf Papier?

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Ich bin jünger als 40 und schreibe

Hallo DorotheaWinkler,

ich schreibe eher so was wie Fanfictions, aber nichts was man hier zeigen dürfte. Zudem ist es auch rechtlich etwas kritisch. Die Gründe fürs schreiben weiß ich nicht mal, leider fällt es mir auch immer schwerer und allzu gut bin ich auch nicht. Bei mir werden werke oft mehrere Tausend Wörter lang mitunter sogar Hundert Tausend. Kurze dinge sind eigentlich keine da, nur entwürfe oder Auszüge, sind so kurz.

Die Ironie an der Sache ist, das ich bei den Geschichten auf etwas wert lege was ich selbst nur schwer kann. Gefühle, liebe, Familie und nicht immer diese in über 90% der Bücher vorkommen den Mechanismen. Aller Spannung und den Kram. Ich behandle auch Tabu Themen (18+) und schreibe auch Fortsetzungen von Geschichten anderer. Bei einer habe ich inzwischen mehr geschrieben als der original Autor, der selbst sagte das es schon mehr meine Geschichte ist als seine.

Wie einige andere habe ich auch die Werke online kostenlos veröffentlicht, doch es ist schwer Rückmeldungen zu bekommen. Selbst bewerten tun nur im besten Fall 5%-10% und das ist auch eher selten.

Weiß nicht was ich daran mag, aber man kann seine eigene Welt erschaffen. Mann kann wenn man will die Perfekte friedliche und für alle gute Welt schaffen. das was in der Realität fast unmöglich ist. Klischees, Vorurteile, hass und das kann man ganz außen vor lassen wenn man es schafft es in den Text zu bringen. manchmal wenn man in der Richtigen Situation ist kann man sich sogar selbst in den Text verewigen, denn dann schreibt man aus dem Gefühl, aus der Seele oder wie ich es nennen kann. Man schreibt nicht überlegt, sondern schreibt aus der Erfahrung, den Erlebnissen der Vergangenheit. Man schreibt über Freude und Trauer, Liebe und vieles mehr. Eigene Wünsche fließen in die Geschichten ein und das wonach man sich sehnen tut.

Kurz wenn es passt ist so ein Blatt Papier mit Schwarzen buschstaben ein Tor zur Seele des Schreibers.

Gruß Plüsch Tiger

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Ich bin jünger als 18 und schreibe

Ich schreibe seit 2 Jahren und veröffentliche Fanfictions im Internet. Ich hab erst nur für mich geschrieben aber dann bekam ich Lust meine Ideen mit anderen zu teilen und das war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe. Sobald ich eine passende Idee habe werde ich auch ein Buch anfangen^^
Ich habe mit 14 angefangen und bin nun 16 Jahre alt. Ich schreibe fast jeden Tag. Manchmal auch wirklich bis in der Nacht (wenn Ferien sind) sonst bis vor dem Abendessen. Manchmal gibt es Schreibblockaden dann kann es sein ich schreibe mal nichts ein paar Tage lang.

Natürlich habe ich aber auch immer Zeit für Familie, Freunde und Schule. Aber schreiben ist für mich ein Hobby geworden ich schreibe mittlerweile mehr als ich lese...
Aber wie gesagt es ist einfach meine Leidenschaft :)

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Kommentar von DorotheaWinkler
09.07.2016, 23:16

Lieben Dank für Deine Antwort! Schade, dass Du nicht abgestimmt hast, die jungen Leute fehlen noch im Kreis oben! ;-) Fanfictions scheinen für viele junge Leute der Einstieg ins Schreiben zu sein. Ich finde es super, wenn jemand in Deinem Alter schon so regelmäßig schreibt, gib das nur nicht wieder auf, mach weiter!

Was es Dir inzwischen bedeutet, ist deutlich aus Deiner Antwort lesbar. Du bist also eine "Nachtschreiberin" - oder zumindest kommt das öfters vor. Ich schreibe auch überwiegend nachts! :-)

Wenn Du einen Roman schreibst: Würde dies Deine erste Geschichte sein, die gar nichts mit irgendwelchen "Idolen" zu tun hat, sondern deren Charaktere völlig frei erfunden sind?

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Kommentar von Aelaria
09.07.2016, 23:22

Das werde ich morgen noch machen wenn ich am Computer bin, sollte ich es nicht vergessen. Ich finde es gibt viel zu wenige in meinem Alter die schreiben. Es ist ein tolles Hobby aber meine Freundinnen sagen alle Ihnen fehlen die Ideen, die Motivation und die Lust und das Können. Jeder hat eben seine Stärken ^^ Es wäre eine Geschichte mit selbst erfundenen Personen auf jeden Fall:)

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Ich bin jünger als 15 und schreibe

Also, ich bin 13 und schreibe, weil ich denke, dass Musik, Kunst und Literatur die drei Ebenen sind, auf denen man seine Gefühle gut ausdrücken kann. Ich zeichne auch gerne, aber Musik selber zu komponieren fällt mir schwer, weil ich "nur" Klavier spiele.  Mir kommen oft in der Stadt oder irgendwo draußen Ideen für Kurzgeschichten, die meistens zum Nachdenken über bestimmte Themen anregen (sollen). Ich veröffentliche die meisten von diesen Geschichten nicht, weil... ja, warum eigentlich? :D Naja, eigentlich schreibe ich einfach für mich selbst.

Ich möchte nur nicht zum Beispiel ein Buch mit Kurzgeschichten veröffentlichen, weil ich persönlich so ein Mensch bin, der sich richtig in fremden Welten verlieren kann (A Song of Ice and Fire <3) und mir das Ziel gesetzt habe, wenn überhaupt ein Epos zu veröffentlichen, in das man sich so richtig reinfallen lassen kann als Leser. Aber zu einer richtig großen komplett eigenen Geschichte fehlt es mir an Ideen (bin sehr wählerisch, hätte gerne etwas, was in der Vergangenheit spielt).

Ansonsten... ich spiele recht gerne Videospiele (mit Stories) und dazu schreibe ich echt gerne Fanfictions. Zum Beispiel bei Pokemon (ja, ich weiß, das wird von vielen verlacht) gibt es ja eigentlich schon eine Story, aber wenn ich spiele, verfeinert sich diese in meinem Kopf und es entstehen neue Storyteile, die ich dann auf's Papier bringen will.

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 00:03

Du bist eines unserer "Kücken" unter den Schreibern hier! ;-) Super, dass Du so begeistert schreibst! Ich wette, Du wirst noch ein "Epos" schreiben, wenn Du etwas älter bist. Es braucht eine Menge Durchhaltevermögen, Ideenreichtum, Überblick und Disziplin, so etwas zu schreiben.

Bis dahin lass Dich bloß nicht entmutigen wegen der Reaktionen anderer Leute auf Deine Schreibthemen! Es ist doch völlig wurscht, was jemand mit 13 oder 14 schreibt, man sollte schreiben, wozu man Lust hat und was interessiert. Die Interessen wandeln sich später ganz von selbst. Und dann sind eben neue und andere Themen dran.

Bis dahin ist ALLES, was Du schreibst, eine wunderbare Übung, die wichtig ist, um später noch besser zu werden und noch wesentlich mehr Erfahrung zu haben - und dies ist dann absolut brauchbar für das erste große Thema, an das Du Dich vielleicht eines Tages wagen wirst. So sind selbst die Dinge, die "klein" bleiben und nie fertig werden -oder auch Pokemon-Zeugs und Fanfiction - garantiert kein Blödsinn und niemals "umsonst", denn all dies übt und trainiert auf vielfache Weise: Deine Fantasie, Dein Gefühl für Strukturen, Deine Beobachtungsgabe, Deinen Stil und Dein Sprachgefühl und viele andere Dinge.

Also: Schreib weiter und gib den Dingen selbst ihren Wert, lass Dir niemals Deine Lieblingsthemen "entzaubern", indem andere Leute diese für unwichtig, albern oder blöd erklären. Man kann solchen Leuten auch hier und da mal sagen: "Ich interessiere mich für Deine Meinung, wenn Du genauso gut und viel schreibst wie ich - oder besser und mehr. ;-) Dann ist zumeist erstmal Ruhe im Karton.

Übrigens: Ich finde es absolut ok, nicht alles immer zuende bringen zu wollen. Man kann auch mittendrin anfangen und einfach nur kleine "Momentaufnahmen", Gedankengänge, kleine Szenen, kleine Dialoge oder Augen-Blicke beschreiben und sie dann so stehen lassen. Auch Maler machen solche "Skizzierungen" und "Studien", probieren nur mal eine Reihe flüchtiger Detailzeichnungen aus, eine Handstellung, ein Profil, einen Lichteinfall, ein Detail einer Szene. Man kann sowas malen, aber: Man kann auch so skizzenhaft schreiben, Das übt absolut und ist auch bei Schreibblockaden sehr gut zum Auflockern und Wieder-Reinkommen.

Dankschön für Deine Antwort, arashinouta!


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Ich bin 40 oder älter und schreibe

Ich bin aelter als 40 und schreibe viel und gerne.Lyrik,Prosa und Kurzgeschichten,oft sozialkritisch oder im Zusammenhang mit dem im 3. Reich verursachten Leiden besonders an Sinte und Roma, zu denen ich mich zaehle..Bin auch schon verlegt und im Moment gerade dabei einen Roman zu schreiben ueber den wohl groessten Sohn unseres Volkes, dem deutschen Sinto Walter Balthasar Reinhardt.Eine Story die auf Tatsachen beruht und zum groessten Teil in Indien spielt, wo dieser deutsche Zigeuner auf der Suche nach seinen Wurzel, als gestrandeter Seemann, zunaecht in Birma ankam und dann seinen Weg nach Indien machte. Hier kam er in die Provinz Sardhana, wurde zum Prinzen von Sardhana ernannt, heiratete die spaetere Begum Sumru und starb als steinreicher Mann in Agra, wo er auch in einem fuer ihn errichtetem Mausoleum beigesetzt wurde. Das Mausoleum exisistiert noch heute und wird von vielen Touristen bestaunt.

Yanko B.

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 00:45

Ganz lieben Dank für Deine Antwort, Yankors!

Schreiben, um etwas aufzuzeigen, für Mitgefühl, Gerechtigkeit, Wahrheit und um Dinge wieder an die Oberfläche zu holen, die sonst verschüttet bleiben - das ist ein wunderbares Mittel, um vernachlässigte Themen wieder ins Gespräch zu bringen - oder überhaupt erstmals.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Wertschätzung für Deine Arbeiten und Dein persönliches Engagement.

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Ich bin jünger als 40 und schreibe

28 und freiberuflicher Autor. Mein erstes Buch ist momentan auf Amazon als Ebook erhältlich und kommende Woche werde ich vorraussichtlich mein zweites Buch auf dieselbe Weise veröffentlichen.

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Kommentar von DorotheaWinkler
09.07.2016, 22:37

Die erste Antwort! :-) Lieben Dank, Andrastor! Das klingt gut, ich wünsche Dir viel Erfolg mit beiden Büchern. Wie lange hast Du an beiden geschrieben?

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Ich bin jünger als 18 und schreibe

Hallo, ich bin 15. Dieses Jahr noch 16.

Ich schreibe gerne Fantasy Geschichten. 

,,Wann und warum ihr schreibt und was euch das Schreiben bedeutet, was es euch bringt, was ihr daran mögt."

Ich schreibe immer, wenn ich gerade die Zeit dazu finde oder mich etwas dazu antreibt. Bin ich einmal im schreiben drinne, schreibe ich Stunden lang vor mich hin. Das schreiben bringt dazu, dass ich mich mal auf andere Sachen konzentrieren kann, als nur irgendwas im Internet zu lesen oder anzuschauen (Reddit, Youtube, ein paar News Seiten, ...)

Mir gefällt es, das man auch wenn die Geschichten in einer anderen Welt spielen, man trotzdem dem Leser eine moralische Frage geben kann und ihn somit etwas lehren kann. Beispielsweise: Würdest du in dieser Situation das gleiche/ähnliches tun? (Das kann man eigentlich auch bei anderen Geschichten machen, allerdings verbinden einige Leute Geschichten, die in einer anderen Welt gehen, besser, weil sie sich wünschten/hofften sie wären in einer anderen Welt für ein paar Stunden, Tagen,... Jahre oder sogar für Immer.)

Inspiration habe ich gefunden von Geschichten wie ,,No Game No Life".

Momentan müsste ich dann noch die deutsche Grammatik lernen, weil die Schule einen ziemlichen schlechten Job gemacht hat. Es liegt aber auch teilweise nicht daran. Ich war 4 Jahre auf einer Sonderschule und 4 Jahre auf einer Hauptschule. Momentan bin ich auf einer Realschule. In dieser Zeit hätte ich wohl die meisten grammatische Regeln kennen lernen müssen, aber das einzige woran ich mich erinnern kann, was ich in der Schule durch genommen habe ist, ob man Wörtern mit s, ss oder ß schreibt. Ich weiß (nicht) oder habe keine Ahnung wann man Wörter mit ,,-" verbindet, dann noch bestimmte Wörter doch groß schreibt, obwohl sie keine Nomen sind. Und manche Komma Regeln. 

Allgemein haben die Personen es nicht geschafft, Fachwörter für die verschieden Wörtern in meinen Kopf zu behalten. Ich weiß nicht was Satzglieder, Appositionen, Infinitive, Partizip, Konjunktionen, eingeleitete Sätze oder ähnliches sind und kann deshalb selbst nach dem googeln nicht 100% das Komma einsetzen. Schon allein das lesen von den Regeln langweiligt mich. 

Ich sollte eventuell irgendwann eine Woche nehmen und die Rechtschreib-/Grammatikregeln mal lernen. 

Liegt aber auch vielleicht daran das mich Grammatikregeln und Rechtschreibregeln mich langweilen und deshalb nicht in mein Kopf wollen. Naja. Verbinden könnte sich dann noch die Tatsache, dass ich ziemlich schnell schreibe.

Deshalb veröffentliche ich auch keine Geschichten, da falls da schon nicht irgendwelche Leute abgebrochen haben wegen so vielen Rechtschreib-/Grammatikfehlern, diese sich dann in den Kommentaren belustigen und ich am ende keine Kritik habe. 

Naja. Jetzt habe ich eigentlich schon wieder etwas länger vor mich geschrieben. 

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Ich habe mit 13 in den Sommerferien angefangen, am Ende der Sommerferien habe ich sie sogar veröffentlicht.
Ich schreibe Fanfictions, halte mich allerdings nicht an die Charaktervorgaben.
Früher habe ich, durch Disney Filme, Fanfictions mit den so genannten 'Ships' geschrieben. Allerdings hat das bis den letzten Monat angehalten, dann habe ich damit aufgehört.
Der Grund war, dass ich in die Underground/-Welt der Anime kam.
Jetzt veröffentliche ich verschiedene Charaktere x Oc, sowohl Charakter x Reader Geschichten, als auch Schreibtipps auf Instagram.

Ich habe damals mit purer Laune angefangen, als es mir noch gut ging.
In Moment bin ich an einer wieder kehrender Depression erkrankt, das Schreiben hilft mir, sollte ich mal doch mich bewegen und irgendwas zu Stande bringen.
Außerdem verbessert es meine Noten in Wirtschaft und in Deutsch.

Ich hatte auch mal die Idee, einer meiner Fanfictions in eine andere, mit eigenen Charakteren, Geschichte umzuschreiben, was aber jetzt mit der Depression schwieriger wird.

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 17:23

Hallo nieraab, ganz lieben Dank für Deinen Beitrag zu meiner Umfrage! Du sprichst hier etwas ganz Wichtiges an:

Tatsächlich finden nicht wenige Menschen aufgrund psychischer Probleme erst so richtig zum Schreiben. Oder sie nutzen das Schreiben in solchen Lebensphasen als hilfreichen Halt, als Ausdrucksmittel für schwierigere Stimmungen, als Beschäftigung und Focus auf Besseres und Schöneres als das, was sie gerade im echten Leben durchleben. Nicht zuletzt auch, weil das so schwierig zu händelnde "Anderssein" und das scheinbare "Nicht-so-gut-Funktionieren" da draussen in der Welt sozusagen nach Ausgleich schreit. Wenn man entdeckt, dass man die Möglichkeit hat, sofort und aus dem Ärmel heraus ganz eigene Welten zu kreieren, sie zu gestalten und zu beherrschen, dann entspannt dies das üble Gefühl, in anderen Dingen so seine Schwierigkeiten zu haben.

Gleichzeitig ist aber eine gewisse innere Stabilität zumindest beim Schreiben längerer und fortlaufender Dinge nicht unwichtig. Um schreiben zu können, muss es einem nicht unbedingt super gut gehen, aber wenn der Zustand heute so und morgen anders ist, weil z.B. Depressionen mal mehr und mal weniger drückend empfunden werden, dann ist das Schreiben gar nicht einfach. Weil man immer wieder aus den Stimmungen, die man "eben noch" hatte, hinausgekippt und in andere hineingeworfen wird.

Ich finde es wunderbar, dass Du Dein Schreiben hast! Denn dies ist auch in Zeiten, in denen die Dinge nicht so einfach sind und man sich womöglich lieber zurück ziehen möchte, immer ein Begleiter, der "mitgeht". Wo immer man gerade in seinem Innern unterwegs ist: Das Schreiben kann mitkommen und da sein, wenn man es braucht. Ich wünsche Dir, dass diese Zeit für Dich erträglich ist und dass sich die Dinge für Dich verändern, so dass es Dir bald besser geht. Und hör währenddessen nicht auf zu schreiben! Alles Liebe für Dich!

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Kommentar von nieraab
11.07.2016, 00:09

ich denke mal, das schaffe ich :) Vielen Dank!

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Ich bin jünger als 40 und schreibe

Ich (m/36) bin schon seit einigen Jahren neben meiner eigentlichen Arbeit (Teamleiter Bank) als Autor unterwegs.

Angefangen hat das Ganze mit ein paar kleineren Texten für ein Rollenspiel-Magazin, ging dann über zur Mitarbeit bei Rollenspiel-Büchern (Shadowrun, LodlanD) und mündete letztlich in mehreren Veröffentlichungen: Zwei Romane und mehrere Kurzgeschichten in Anthologien oder Kurzgeschichtensammlungen (such bei Amazon z.B. mal nach "Frostzeit" von mir).

Auch wenn ich es "nur" als Hobby betreibe, ist es trotzdem ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Durch das Schreiben kann ich mich verwirklichen und anderen Menschen fremde Welten näher bringen - daher schreibe ich auch so gerne Sci-Fi.

Wenn du noch Fragen hast, frag gern. :-)

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Meine Geschichten habe ich immer nur für mich selbst geschrieben. Sie liegen auf meiner Festplatte herum und niemand außer mir kennt sie. Früher habe ich immer gedacht, dass ich sie irgendwann veröffentlichen werde. Heute bin ich mir sicher, dass sie nie jemand lesen wird. Es sind meine Geschichten, meine Fantasien und sie sind einfach zu persönlich, zu wertvoll für mich, als dass ich sie je hergeben könnte :-)

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Kommentar von DorotheaWinkler
09.07.2016, 22:42

Danke für diese Antwort. Es geht viel Kraft, Zeit und Überlegung drauf beim Schreiben, insbesondere wenn man Geschichten auch fertig bekommt. Dass Du dies alles für Dich selbst getan hast, ist eine sehr persönliche Leistung und ich bin erstaunt über Deine Antwort... Wie alt bist Du? Vielleicht wirst Du sie (viel) später doch einmal jemandem zeigen, wäre das vorstellbar?

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Ich bin jünger als 40 und schreibe

Ich habe letztes Jahr meine Leidenschaft fürs schreiben entdeckt (in einem sehr verregneten Sommerurlaub). Zuerst war es nur zum Zeitvertreib, aber es hat eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Zustandegekommen ist nun ein Roman mit 900 Seiten, und wenn alles gut läuft, liegt er dieses Jahr noch in den Buchläden. :-) 

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Kommentar von DorotheaWinkler
09.07.2016, 22:46

Du hast 900 Seiten in einem Jahr oder weniger fertig bekommen?
Wow, das ist Arbeit!

Hast Du täglich bzw. regelmäßig geschrieben oder nur dann, wenn Du Lust hattest?

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Ich bin jünger als 15 und schreibe

Hallo!

Ich bin 14 und hab mit 13 angefangen Fanfictions zu schreiben. Es macht mir einfach Spaß mir eigene Geschichten zu Serien, Animes oder Filmen auszudenken und sie dann zu veröffentlichen. Vier hab ich schon veröffentlicht. Eine ist fertig, eine pausiert und zwei bin ich momentan am schreiben. 

Ja ich weiß, schon ein bisschen blöd das ich zwei oder eher gesagt drei (weil ja eine Pausiert und noch nicht fertig ist) Geschichten gleichzeitig schreibe, aber wenn mir wieder mal eine neue Idee für eine Geschichte kommt dann will ich sie einfach schon mal schreiben, weil keine Ahnung ist halt irgendwie so. Ich mache mir dann einfach eine Word Datei und schreibe sie dann auf. Irgendwann wenn ich dann nicht so viel Stress oder so hab veröffentliche ich sie. Eigentlich kommen sie auch gut an.

Es freut mich auch zu sehen das viele Leute meine FF's zu ihren Favoriten machen und mir nette Review hinterlassen. Natürlich sagen einige was man noch verbessern könne aber ich nehme es nicht persönlich, denn das hilft mir meine Fehler die ich mache zu verbessern. 

Ich schreibe ca. drei kapitel in der Woche die ich dann auch online stelle. Ich hab auch eigentlich mehrere Schreibblockaden, besonders wenn ich im Stress bin, was eigentlich ziemlich oft der Fall ist.Eigentlich ist es auch mehr ein Hobby und ich möchte auch gar nicht mehr als das machen:)

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 16:49

Vielen Dank fürs Mitmachen, laura136! Du scheinst viel Erfahrung mit dem "sensiblen Ding Schreiben" zu haben und Dich mit Blockaden jeder Art auszukennen!

Man ist ja beim Schreiben bereits allem möglichen Druck ausgesetzt und dies wirkt sich dann auch darauf aus, ob man hier immer wieder neu den Anfang findet, kreativ werden kann, einfach losschreiben kann - oder ob man so gern schreiben will und aber tausend Dinge im Nacken und vor dem Kopf sitzen hat, die einen ausbremsen.

Ich finde es besser, dann mehrere Stränge gleichzeitig laufen zu lassen und zu sehen, welcher in dem Moment den leichteren Einstieg ermöglicht, als den Anspruch zu haben, immer alles erst zuende zu bringen - und deshalb dann eher gar nicht zu schreiben, als wenigstens "irgendwas" weiter zu schreiben oder neu anzufangen. Ich finde es gar nicht "blöd", dass Du mehrere Schreibprojekte gleichzeitig hast, sondern denke, so bleibst Du eben auch dann "dran", wenn es gerade mit der einen oder anderen Geschichte nicht so einfach ist oder der Alltag zu viel Druck ausübt.


Natürlich sagen einige was man noch verbessern könne aber ich nehme es nicht persönlich, denn das hilft mir meine Fehler die ich mache zu verbessern.

Für Deine Kreativität ist es super wichtig, dass Du gut mit Kritik umgehen kannst und weißt, wie Du von dieser profitieren kannst, ohne dass sie Dich aber verärgert, ausbremst und blockiert.

Schreibe auf jeden Fall weiter und lass Dich niemals entmutigen oder verunsichern! Vergiß nicht: Man kann und muss es nicht  jedem Einzelnen Recht machen - und ganz im Ernst: Darum schreiben wir ja auch nicht! ;-)

Drei Kapitel in der Woche sind eine große Leistung, wenn man bedenkt, was Schüler noch so alles um die Ohren und im Kopf haben. Sei stolz auf Dich! :-)


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Ich bin jünger als 18 und möchte gern einmal etwas schreiben

Ich bin 17 und habe mich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Momentan kaum Zeit weil noch die letzten Arbeiten vor den Ferien anfallen. Danach habe ich aber auf jeden Fall Zeit und werde mich versuchen :).

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Kommentar von DorotheaWinkler
11.07.2016, 01:13

Du willst schreiben, das finde ich gut! Kleiner Tip: Führe ein kleines Heft mit Dir und schreibe alles auf, was Dir so in den Kopf schießt: Situationen (erlebte, imaginäre, beobachtete), aber auch Worte, Sätze, Stimmungen etc.

Solche Sammlungen sind oft viel später noch eine wahre Fundgrube für die richtige Inspiration, wenn man nach einem Thema, einem guten Anfang oder Details sucht.

Dankeschön fürs Mitmachen in dieser Frage! :-)

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Ich bin 40 oder älter und schreibe

Ich bin 77 und schreibe seit meinem 11 Lebensjahr, als zwei meiner Gedichte im Feuilleton der "WELT" veröffentlicht wurden.

An den "Jungdichtern " bei GF finde ich gut, dass sie überhaupt kreativ tätig sind und Interesse an der Gestaltung mit Sprache haben.

Leider muss ich aber oft bemängeln, dass sie sich bei ihren Gedichten eher von den unsäglichen Trivialitäten der Deuschpoptexte oder gar der Schlagerindustrie inspirieren lassen als von Rilke, Benn oder Eichendorff.

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 17:35

Vielen Dank, mychrissie, für Deinen Beitrag!

Der Sensor für "Triviales" entwickelt sich mit 14, 15 oder 16 Jahren noch weiter, dazu muss ein junger Mensch erst einmal andere und weitere Perspektiven einnehmen können.

Du hast Recht damit, dass man hier nicht selten erst den weiten Umweg über den sehr kommerziellen Stil und Level macht, zu oft auch schlichtweg aus Mangel an anderen, weiteren und sinnvolleren "Begegnungen". Das hat mit Wahrnehmung und Wertung zu tun - und diese ist bei sehr jungen Leuten nun einmal oft noch sehr abhängig vom Umfeld und was dieses für "gut" und "akzeptiert" hält - womöglich heute und durch den starken Einfluss der USA und der allgegenwärtigen Medien noch viel mehr als je zuvor.

Du bist in diesen ganzen Jahren also bei Lyrik geblieben?

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Ich bin 40 oder älter und schreibe

Ich bin erheblich älter als 40, schreibe und lebe davon. Es ist also nicht nur mein Hobby, sondern mein Beruf.

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Kommentar von DorotheaWinkler
10.07.2016, 18:14

Hattest Du darauf von Anfang beruflich gezielt hin gearbeitet - oder hat sich das mit den Jahren aus einem "Nebenstrang" ergeben, z.B. durch ein Hobby oder durch einen Beruf, der dem Schreiben nahe lag?

Und darf ich neugierig fragen, was Du schreibst? :-)

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