Wer verursacht mehr Autounfälle: der Raser oder der Sonntagsfahrer?

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6 Antworten

Zum Einen gilt es auch die Fahrleistung zu berücksichtigen, des Weiteren ist der Sonntagsfahrer eher ruhiger und überlegter unterwegs. Er mag zwar andere Nerven aber die überlegte Art generiert im Mittel zur Fahrleistung sicher weniger und harmlosere Unfälle.

Der Raser welcher nur nach Vorne schaut und sich und seine Reflexe nützt übersieht dabei häufig die Grenzen der Physik und die Reaktionen weiterer gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer. Seine Unfallhäufigkeit dürfte bezogen zur Fahrleistung höher und schwerwiegender sein.

Beides hat weniger mit Hirn (akademischer Intelligenz) zu tun. Allerdings kann man dem Sonntagsfahrer definitiv eine höhere soziale Intelligenz bescheinigen.

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Kommentar von tommy4gsus
08.08.2016, 11:27

Ich bin seit rund 35 Jahren profimäßig auf deutschlands Straßen und Autobahnen unterwegs und habe etwa zweimal die Strecke zum Mond und wieder zurück gefahren in dieser Zeit (bin also Kilometer-Millionär). In dieser Zeit habe ich nicht einen einzigen Unfall selbst verschuldet, obwohl ich ziemlich sportlich fahre. Kleinere Unfälle hatte ich sehr wohl, allerdings allesamt ohne eigenes, aktives Verschulden und fast immer im Bagatell-Bereich. Entweder andere waren schuld oder es handelte sich um höhere Gewalt, wie z.B. ein Sturm, der mich von der Fahrbahn wehte, weil ich einen großen Hänger zog, der leer war.

Ich erzähle das, um damit zu sagen, dass ich hier etwas Erfahrung auf dem Buckel habe. Und aus Erfahrung sage ich hierzu Folgendes:

Es gibt Leute, die fahren immer 80. Egal, ob auf der Autobahn auf der linken Spur oder im verkehrsberuhigten Bereich in der Innenstadt. Diese Leute scheinen sich irgendwie auf 80 festgebissen zu haben und bilden sich dabei ein, sie sind die alleinseligmachenden auf unserer Straße. Bei dichtem Nebel fahren sie immer noch ohne Licht, wohl um Strom zu sparen. Gleichzeitig regen sie sich über all diejenigen auf, die auf der Autobahn es wagen, schneller als 130 zu fahren und solche als "Raser" zu bezeichnen, die einen LKW auf der Landstraße überholen. Wie ich das hasse!

Wenn ich sowas schon höre "der Sonntagsfahrer hat eine höhere soziale Intelligenz" --- ich glaube, mir wird grad schlecht...

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Kommentar von tommy4gsus
08.08.2016, 11:40

Achja, hab noch was vergessen. Wer bitte definiert, was "rasen" bedeutet? Ich finde, 200 km/h mit hoher Aufmerksamkeit ist mehr "Köpfchen" als 100 im Halbwachzustand.

OK, ich sage jetzt mal etwas sehr gefährliches und packe ein heißes Eisen an: Die schlimmsten Unfälle passieren nicht durch diejenigen, die "zu schnell fahren" (diese Definition möchte ich nämlich gerne relativieren!), sondern vielmehr durch diejenigen, die unaufmerksam fahren! Ich fahre immer bewusst und angepasst. Wenn die Autobahn völlig frei ist und es die Verkehrslage erlaubt, fahre ich auch mal 250. In der Innenstadt, in engen Gassen, wo überall parkende Autos stehen, traue ich mich hingegen nichtmal 30 zu fahren, obwohl es gesetzlich erlaubt wäre. Prinzip verstanden?

Wie oft habe ich es erlebt, dass Menschen mit wenig Fahrpraxis die Fahrspur wechseln, ohne auch nur einen Blick in den Rückspiegel gemacht zu haben. Hierzu gehört nämlich auch, dass man zuerst die Geschwindigkeit abschätzt, die Fahrzeuge auf der Überholspur drauf haben, und dann erst die Fahrspur wechselt! Nur so passieren die schweren Unfälle.

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Das lässt sich wohl kaum pauschalisieren, wie schnell man fährt sagt nicht automatisch etwas über die allgemeinen Fähigkeiten beim Fahren aus.

Letztendlich sind Unfälle durch zu schnelles Fahren durchschnittlich gesehen aber schwerwiegender und häufiger mit Todesfolge.

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Kommentar von Wahchintonka
07.08.2016, 18:31

wenn du aber langsamer oder der vorgeschriebenen Geschwindigkeit entsprechend fährst, dann hast du auch mehr Kontrolle über dein Fahrzeug

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Die erfahrenen Raser haben meist mehr "training" und bauen dadurch weniger Unfälle als die, die sehr langsam und unsicher fahren.. Grüße

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Das kann man so nicht verallgemeinern.
Viele "Sonntagsfahrer" sind sich dessen bewusst dass sie nicht gut Auto fahren und sie fahren deswegen langsam.
Ich hatte aber auch schon mal nen Kollegen der konnte nur bescheiden fahren, dafür aber sehr schnell. Entsprechend schnell war auch die spontane Kaltumformung seines A6 am Baum.
Das finde ich dann dümmer :-)

Es gibt aber eben auch schnellfahrer, die gut fahren oder Sonntagsfahrer die eben auch gut fahren können.

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Um deine unlogisch Schlussfolgerung zu beantworten:

Weder der Sonntagsfahrer, noch der Rasen haben anscheinen genügend Grips in der Birne. Nur weil einer weniger Unfälle verursacht, so ist er deswegen nicht besser.

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Kommentar von Wahchintonka
07.08.2016, 18:28

doch er ist schon mal der bessere Autofahrer. und das hat auch mit seinem Hirn was zu tun

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Wenn ich mir die Verkehrsmeldungen so verinnerliche, die just in diesem Moment im Radio verlesen werden, komme ich zu der Auffassung, daß Sonntagsfahrer mindestens genauso gefährlich sind wie Raser.

Die Verkehrsmeldungen hören sich sonntags immer an wie Kriegsberichte.

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