Wer Vertritt den Verwalter in einer Eigentümeranlage?

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3 Antworten

Niemand.

Ein Verwalter kann bestenfalls durch legitimierte Mitarbeiter vertreten werden. Fällt der Verwalter z. B. durch Unfall aus, kann der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats eine Wohnungseigentümerversammlung einberufen, auf welcher ein Notverwalter (für die Zeit der Erkrankung des bestellten Verwalters), oder gleich ein neuer Verwalter bestellt wird.

Falls ein neuer Verwalter bestellt werden soll, dann muß natürlich auch der bisherige Verwalter abberufen und der Verwaltervertrag außerordentlich gekündigt werden.

Falls ihr keinen Verwaltungsbeirat habt, kann sich jeder Wohnungseigentümer (es genügt aber einer) an das zuständige Amtsgericht wenden und die Bestellung einer Notverwaltung beantragen.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Der eine Beirat ist nicht erreichbar bzw. kümmert sich nicht, der andere ist wirklich sehr, sehr dumm. (Habe ihn nicht gewählt, kam erst später zu der Wohnung). D.h., der dumme Beirat ist nicht in der Lage einen Satz schriftlich niederzulegen geschweige denn eine Eigentümerversammlung einzuberufen. Also bleibt mir nur der Weg zum Amtsgericht. Fallen dort Gebühren an und wenn ja, kann ich die mir von den Eigentümern erstatten lassen, z. B. durch die Notverwaltung?

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@Goldpiranha

Wenn ein Verwaltungsbeirat vorhanden ist, muß dieser gem. § 24 Abs. 3 WEG einladen.

Falls sich der Verwaltungsbeirat weigert, mußt du Klage gegen diesen führen und dabei hilfsweise den Antrag stellen, dass du ermächtigt wirst Einzuladen, bzw. das FG-Gericht einen Notverwalter bestellt. Du mußt hierzu aber einen Vorschlag machen, also einen Notverwalter vorschlagen.

Die Kosten des Verfahrens mußt du zunächst auslegen, wird aber mit der Entscheidung des Gerichts dem Verlierer aufgehalst.

Hier eine Entscheidung des OLG Düsseldorfs, auf das du dich im Bezug auf die Dringlichkeit berufen kannst:

Der Verwalter fehlt, wenn er auf Dauer verhindert ist oder er pflichtwidrig (in deinem Fall wäre dies auch beim Verwaltungsbeirat anzuwenden) nicht oder nicht in angemessener Frist einberuft (OLG Düsseldorf, NZM 2004, 110: unverzüglich).

In deinem Fall würde ich dir allerdings raten, einen Fachanwalt für Wohnungseigentumsrecht zur Hilfe zu nehmen, da ich in diesem Forum (aus Platzgründen), nicht alle wichtigen Aspekte benennen kann.

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das ist eine gute Frage.

Der Verwalter kann nicht mehr ordnungsgemäß verwalten. Ich würde sofort zu Gericht gehen und eine Notverwaltung beantragen. Alles andere dauert wahrscheinlich zu lange. Evt. wäre eine Vertretungsvollmacht § 164 BGB denkbar mit Einschränkungen damit sichergestellt ist, dass das laufende weitergeht.

Der Beirat kann keine Aufträge vergeben - ihm fehlt die Vertretungskompetenz. Obacht Haftung - Beirat haftet. Die Handwerker müssen um ihre Bezahlung bangen.

siehe auch BGB § 677 ff Geschäftsführung ohne Befugnis

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Der/Die Eigentümer des Hauses.

Sind es mehrere, dann die Eigentümerversammlung.

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