wer versorgt eigentlich bürgerkriegsflüchtlinge mit aktuellen handys?

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7 Antworten

Kannst du eine wissenschaftliche Studie nennen, dass nun ausgerechnet Flüchtlinge nur die neusten Handy haben.

Ich weiß ja nicht, wie eine Kenntnisse über z. B. Syrien sind. Aber Syrien ist kein armen, primitives Bauerntölpelland. Auch in Syrien herrschte vor dem Krieg durchaus ein gewisser Wohlstand und Handy sind inzwischen so billig  geworden, dass sich auch von "Normalsterblichen" gekauft werden können. Einfach mal auf den Gedanken gekommen, dass die das Handy schon  vor der Flucht gekauft haben, überfordert eindeutig dein Denkvermögen.

Die versorgen sich selbst. Und das hat nichts damit zu tun, dass die FLüchtlinge in Wahrheit reich sind. Die EInstellung zum Smartphone zwischen Deutschland und dem Nahost unterscheidet sich doch stark. Hierzulande mutieren Smartphones immer mehr zum Statussymbol, im nahen Osten dagegen ist ein Smartphone ein zentraler bestandteil der Kommunikation. Zum ersten kann man in Kontakt bleiben und so auch Proteste organisieren. Die Organisation von Massendemos beim arabischen Frühling waren nur aufgrund von Smartphones möglich. Außerdem werden Smartphones im Gegensatz zum Festnetz nicht vond en dortigen Staaten abgehört, außerdem ist es dank Kamera und Internetzugang möglich, Kriegsverbrechen festzuhalten.

Dass der Markt dort ein erhebliches Potential besitzt, haben auch die Smartphonehersteller längst gemerkt, für die dortigen Regionen gibt es mitunter Spezialversionen bestimmter Oberklassesmartphones, die weniger Leistung besitzen und dadurch erschwinglich sind. Apple hingegen verkauft generealüberholte ältere modelle dorthin,a uch für relativ niedrige Preise.

Edit: Außer Smartphones habend ie meisten Leute dort keine sonstige IT-Technic, weder Tablets, noch Laptops, PC's, Fernseher oder Konsolen. Deren Funktionen können komplett von Smartphones übernommen werden.

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Spricht etwa aus dir der Neid?

Ich frage mich, wie man neidisch auf Menschen sein kann, die nahezu alles verloren haben: Ihre Heimat, ihr Haus, ihren Arbeitsplatz, ihre gesellschaftliche Stellung, teilweise auch Familienangehörige, und denen fast nur noch ein Handy geblieben ist, mit dem sie Kontakt zu Angehörigen halten können.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du nie mehr nach Deutschland zurückkehren könntest und in einem Land leben müsstest, dessen Sprache du nicht verstehst, wenn du nicht wüsstest, ob deine Eltern noch leben oder ihnen gerade eine Bombe auf den Kopf gefallen ist?

Warum gehst du direkt von Neid aus? Ist doch ne ganz normale Frage. Ich kenn die Antwort nicht, aber es ist doch möglich, dass bspw Vodafone oder die Telekom die sponsern oder das die halt von unseren Steuern bezahlt werden. Aber das du hier direkt denkst, es geht um Neid find ich krass.

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@Tolais

Hallo Tolais,

du magst Recht haben, dass meine Antwort leicht spekulativ ist. Ich habe keinen absoluten Beweis für meine Vermutung.

Wenn man sich aber die anderen Fragen von Ralfonsolo anschaut, dann spricht daraus schon ein gewisser Populismus. Er scheint z.B. ziemlich gegen "die Politiker" eingestellt zu sein.

Auch fragt er ganz harmlos, was eigentlich "Großfamilien" seien; als Stichwort tauchen dann Asylanten auf).

Er möchte diskutieren, warum in Deutschland neuerdings die Meinungsfreiheit so sehr eingeschränkt würde. Das scheint mir in die Richtung zu gehen, dass verlangt würde, man müsse im Sinne der "Gutmenschen" immer politisch korrekt sein und die Leute, die von sich sagen "Das wird man doch noch sagen dürfen ...." (also Rechtspopulisten) würden diskriminiert.

Gerne würde Ralfonsolo auch einmal einen Shitstorm auslösen.

Fragen nach den schönen neuen Handys von Asylbewerbern zielen häufig in die Richtung: "Denen wird doch alles hinterhergeworfen, und wir Einheimischen müssen uns dafür abrackern."

Rechtspopulisten sind nicht immer plump und offensichtlich hetzend, sondern tun manchmal auch ganz harmlos.

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Ob du es glaubst oder nicht, die meisten bringen tatsächlich ihre eigenen Handys mit. Flüchtling zu sein bedeutet nicht zwangsläufig, dass man arm ist, und hey - wenn man heutzutage ein Handy hat, bedeutet das auch definitiv nicht, dass man reich ist. Und noch ein überraschender Fakt: Handys gibt es nicht nur in der "westlichen Welt", die kann man tatsächlich auch in den Ländern kaufen, die jetzt Kriegsgebiete sind. Und auch dort gibt es Handy- und Telefonnetze. Die benutzen schon lange keine Buschtrommeln und Rauchzeichen mehr. Oder glaubst du im Ernst, dass die Handyherstelle und Telkommunikationsfirmen sich dort die Geschäfte entgehen lassen?

Und es ist doch vollkommen logisch, dass die Flüchtlinge ihr Handy mitnehmen - chließlich ist das die einzige Möglichkeit, mit denen in Kontakt zu bleiben, die die Flucht nicht mitmachen konnten.

Oh je, wieder mal flüchtlingsfeindliche Hetze.

Also, für die, die es immer noch nicht kapiert haben: Niemand. Viele Flüchtlinge haben von selbst Handies; in ihren Heimatländern sind das oft die einzigen elektronischen Geräte, die in einem Haushalt vorhanden sind. Einfach, weil sie doch deutlich wichtiger sind als z.B. Fernseher und Computer(vor allem deutlich nützlicher) und sie ja nach Situation überlebenswichtig sein können.

Haben die die neuesten Handys? Hast Du mal einen gesehen mit einem iPhone 6? Die allermeisten haben ihre Handys mitgenommen um auch auf der Flucht Kontakt zu Familie und Freunden herzustellen. Es ist nicht so, dass die hierher kommen und als allererstes ein neues Handy bekommen. Du solltest nicht alles glauben was Dir die braune Soße so suggeriert.

Sie kaufen sich selbst ein Handy!  Im übrigen geht dich das gar nichts an oder fragt jemand, wer dein Handy bezahlt.

von 134 € ?? ohne legalen aufenthaltsstatus

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@ralfonsolo

Es gibt auch Flüchtlinge, die eigenes Vermögen mitbringen, und denen nicht alles von Schleppern vorher abgenommen worden ist. Meist fliehen nicht die Ärmsten, sondern solche Menschen, denen es gelungen ist, erst einmal mehrere 1000 Euro für die Kosten der Flucht aufzubringen. Entweder sie waren in ihrer Heimat gut situiert, oder Freunde und Verwandte haben für sie zusammengelegt. Sehr viele Flüchtlinge benutzen auch das Handy, das sie schon in ihrer Heimat hatten, weiter.

Übrigens braucht man für den Barkauf einer Ware in einem Warenhaus keinen bestimmten Aufenthaltsstatus. Oder wirst du nach deinen Personalpapieren gefragt, wenn du einen Elektronikartikel kaufst?

Nur für den Abschluss eines Handyvertrages muss man sich ausweisen können, also einen Personalausweis oder Reisepass haben.

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