wer verbrannte hexen?

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11 Antworten

Hallo,

entgegen der forcierten Ansicht, gab es aus der der kath.Kirche heraus keine Hexenverfolgung. Warum ? Weil es nach der kirchl.Lehre keine keine "Hexen" geben kann. Die Hexenprozesse, welche unter Leitung oder Einfluß kirchl. Behörden durchgeführt wurden waren i.R Prozesse gegen Häretiker in Inquisitionsverfahren - die gab es zu hauf. Die Inquisition lehnte i.R. reine Hexenprozesse ab, ja sie verhinderte häufig die Verurteilung von "Hexen". Hexenverfolgung war überwiegend präsent in Herrschafts - und Glaubensbereichen aus der Reformation. Sie wurde sogar nach N-Amerika eingeschleppt. Luther hat ausdrücklich die Hexen- (und Zauberer-)verfolgung angemahnt. In vielen rein kath. Ländern war Hexenverfolgung unbekannt.

Ich will hier die Unmenschlichkeit der "Hexenverfolgung", welche ihr volles Ausmaß aber erst im (nichtkirchlichen) Hexenwahn erreichte nicht relativieren durch quantitative Verteilung der Opfer auf hier und dort, aber die Formel "Hexenverfolgung=kath. Kirche" ist Blödsinn. Ohne die Reformation und die Übernahme der "Hexerei" in das profane Starfrecht hätte es die Hexenverfolgungen so garnicht gegeben. Auch im Zuge der Gegenreformation wurden die präsenten Vorhalte gegen "Hexen" übernommen um "Unglauben" auszurotten.

z.Bsp.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenprozesse_in_Würzburg

Gruß Viktor

Hallo,

Du solltest bei WIKIPEDIA unter dem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung selbst weitere schreckliche Einzelheiten lesen. Dort findest Du auch Illustrationen zur Hexenverbrennung (dabei habe stets im Sinn, dass es sich um vollkommen unschuldige (meist) Frauen handelte. Hier nur ein Ausschnitt:


Das Verfahren bei Hexenprozessen der Frühen Neuzeit war nach folgendem Muster aufgebaut:

Anklage: Oft ging einer tatsächlichen Anklage eine jahrelange Phase des Gerüchtes voraus. Die Anklage konnte auf Grund einer Denunziation erfolgen, die von einer bereits inhaftierten Hexe – möglicherweise unter der Folter – erfolgt war, eine sogenannte Besagung. Selten gestand man vermeintlichen Hexen das Recht auf eine Verteidigung zu.

Inhaftierung: Gefängnisse im heutigen Sinne gab es in der Frühen Neuzeit noch nicht, deshalb hielt man die Angeklagten in Kellern oder Türmen gefangen. Die heute noch an vielen Orten anzutreffenden Hexentürme waren aber oftmals gar keine reinen Hexentürme, sondern meist allgemeine Gefängnistürme, teils auch einfach nur Türme der Stadtmauern.

Zu Beginn des Prozesses wurde die angeklagte Person vollständig entkleidet und rasiert (Depilation). Das tat man, damit sie kein Zaubermittel verstecken konnte bzw. um ihre Zauberkraft zu brechen. Dann wurde sie am ganzen Körper nach einem Hexenmal untersucht. Bei dieser Gelegenheit kamen auch Vergewaltigungen des Opfers durch die Henker vor.

Verhör: Man unterscheidet in der Regel drei Phasen des Verhörs: die gütliche Befragung, die Befragung mit Vorzeigen und Erklären der Folterinstrumente und die peinliche Befragung, bei der die Folter Anwendung fand.


An der Hexenverfolgung wurde die gesamte Bevölkerung mitschuldig, einschließlich der Römisch Katholischen Kirche, sowie der protestantischen, reformatorischen und evangelischen Kirchen, die zu der Zeit existierten. Diese "Christen" waren häufig als Anführer und Antreiber für die Folterung und Ermordung ( zum Teil Verbrennung) unschuldiger Menschen verantwortlch.

Friede,

Seit dem Erscheinen des berüchtigten Standardwerks des "Hexenhammers" im Umgang mit allem "übersinnlichen" und "teuflischem", war es im Einflussbereich des Christentum üblich, der Hexerei oder des Teufelspakts beschuldigte Personen (fast ausschließlich weiblichen Geschlechts) gerichtlich festzunehmen und zumeist zum Tode durch Enthauptung oder Verbrennung zu verurteilen.

Zu behaupten, dies sei bloß die katholische Kirche gewesen, ist nicht fair, da es damals im Grunde keine andere Konfession gab, wenn man die orthodoxen Strömungen und einige (meist als Häresie verfolgte) Sekten außer Acht lässt.

Wenn du wissen wolltest, wer genau Hexen verbrannte, dann waren das kirchlich eingesetzte "Beamte" der sogenannten Inquisition. Diese war eine Abteilung der katholischen Kirche, die zur Aufgabe hatte, den Status der Kirche als oberste Macht in christlichen Gebieten zu wahren.

Doch es gab sicherlich auch viele Fälle in denen die "unbefugten" Menschen auf eigene Faust vermeintliche Hexen verbrannt haben.

Friede sei mit dir

1486 war der "Hexenhammer" ("Malleus malleficarum") des Dominikaners Heinrich Institoris (1430-1505) erschienen, ein Werk, das eine gewaltige Welle der Hexenverfolgung auslöste.

1589 hatte der Trierer Weihbischof Peter Binsfeld (1546-1598) einen lateinischen Traktat herausgebracht, der Folter und Verbrennung sogenannter Hexen kompromisslos befürwortete. Binsfelds Text wurde 1590 und 1591 auch in deutscher Sprache veröffentlicht.

Hinzu kamen als begünstigende Faktoren der Hexenverfolgungen Unwissenheit, Aberglaube, Geldgier, Sozialneid, Mißernten, Teuerung und Pestepidemien. All dies steigerte die Not der einfachen Bevölkerung und verführte dazu, nach ‚Schuldigen' zu suchen.

Die Hexenverfolgungen entwickelten sich zu einer wahren Geißel des Volkes, die alle Konfessions-, Standes- und Geschlechtergrenzen überstieg.

http://www.friedrich-spee.de/index.php?id=18

Doch findet man. Einfach mal "Hexenverbrennung" eingeben und lesen...

Verbrennen war der Todestraf von Hexen nicht, sondern fuer Ketzerei. Also, Hexen waren als Ketzer(inne)n gebrannt, aber nur in katholischen Laender; in Schottland und England nach der Reformation waren Hexen aufgehaengt

der örtliche Henker

Wikipedia "hexenverfolgung".

Deichgoettin 13.03.2014, 17:18

er kann doch nicht lesen........... :-))

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Wieso verbrannte? Es werden immer noch Menschen als Hexen, Hexer verbrannt.

Du scheinst bei Suchbegriffen nicht sonderlich kreativ zu sein. - Schau doch mal nach unter "Hexenverfolgung" z.B. bei Wikipedia.

Wer verbrannte aus einem Aberglauben heraus unschuldige Frauen?

Die Kirche.

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