Wer trägt die Minusstunden bei Kündigung

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5 Antworten

Wenn du einen gültigen Arbeitsvertrag hast, in dem die Arbeitszeit festgeschrieben wurde, hast du diese Bedingungen mit deiner Unterschrift akzeptiert.

Damit wäre der Arbeitgeber dann im Recht - du musst für den Ausgleich aufkommen.

Aber vielleicht lässt sich ja in einem vernünftigen Gespräch eine Kulanzregelung erreichen.

So einfach ist das nicht.

Wenn Du einen Monat durchgearbeitet hast und dennoch 120 Stunden im Soll hast, müssen vorher Freizeiten stattgefunden haben, die Dich erheblich ins Minus gefahren haben. Dazu solltest Du Dir die Ausdrucke der gestempelten oder wie auch immer gewerteten Arbeitszeiten ansehen, um zu prüfen, ob dieser immense Saldo korrekt ist. Vielleicht fehlt irgendeine Eingabe, Urlaub oder so.

Dazu stellt sich die Frage nach einer Betriebsvereinbarung zur Jahresarbeitszeit. Ein guter Betriebsrat unterschreibt so was nicht, wenn Minusstunden bei Ausscheiden allein zu Lasten des Arbeitnehmers gehen. Es kann allerdings entscheidend sein, wie diese Stunden entstanden sind, z.B. weil Du Freizeit beantragt hast oder weil der Arbeitgeber Dich schlicht nicht zur Arbeit eingeteilt hat. Dann befindet sich je nach Betriebsvereinbarung der Arbeitgeber in Annahmeverzug.

Also: Prüfen ob im Vertrag etwas genaueres dazu steht, in einer Betriebsvereinbarung, und wenn Du zu dem Schluss kommst, dass der Arbeitgeber die Minusstunden nicht verrechnen darf und er Dir dennoch das Entgelt kürzt: Anwalt! Wenn er kürzen darf, dann schau, ob Du mit eventuell vorhandenem Resturlaub einen Teil der Minusstunden ausgleichen darfst.

Leider weiß ich nicht, ob er das darf. Deshalb würde ich mich, an Deiner Stelle beim Arbeitsamt informieren. Viel Erfolg!

vertrag ist vertrag.

du hast die arbeit nicht erbracht, daher auch kein anrecht auf das gehalt

betriebsrat oder gewerkschaft.

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