Wer trägt die Kosten für die Erstellung des Mietvertrages und Demda-Abrage, wenn die betreffende Wohnung NICHT angemietet wird?

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7 Antworten

Das ist Vermieterrisiko. Die Kosten hast nicht Du verursacht, sondern der Vermieter sich selbst. Es bestand noch kein Vertrag, weil mit dem Ausstellen des schriftlichen Mietvertrags und der Terminverbeinbarung zur Unterschrift ganz klar ausgesagt ist, dass eben noch kein Vertrag zustande kam.

Angenommen, der schriftliche Vertrag hätte plötzlich eine Klausel enthalten, die nicht abgesprochen war und für Dich völlig unakzeptabel wäre?

Im übrigen: Wenn der Vermieter einen Weg wählt, der Zeit braucht, die der Mieter zum Überlegen nutzen kann, ist er selbst schuld. Die Anzeige hatte er bestimmt innerhalb kürzester Zeit und da muss man nicht 2 Wochen lang warten. Das ist in jedem Geschäft so. Z. B. beim Autoverkauf: Jemand bietet einen Wagen an, Kaufinteressent kommt und sagt, er will den Wagen unbedingt haben und der Verkäufer hat keinen Kaufvertrag dabei. Den will er erst noch ausfüllen und dann vorbei bringen. Käufer geht vom Hof und findet an der nächsten Ecke eine Gelegenheit, die ihm noch viel mehr zusagt. Auch in diesem Fall hätte der Verkäufer Pech gehabt.

Oder mal anders rum: Du suchst eine Wohnung 500 km entfernt und findest im Internet was. Der Vermieter sagt Dir noch am Telefon, dass Du der einzige geeignete Kandidat bist und lädt Dich ein zur Besichtigung. Du fährst hin und als Du ankommst, sagt Dir der Vermieter, Pech gehabt, ich habe jetzt doch schon einen anderen Mieter. Glaubst Du der Vermieter würde Dir die Fahrkosten erstatten? Er würde behaupten, dass er Dir niemals eine Zusage gemacht hat.

die ich in mündlicher Absprache mit dem Vermieter auch anmieten wollte.

Wurden da die wesentlichsten Punkte, wie Miethöhe und Mietbeginn, besprochen/vereinbart?

Wenn ja kann man von einen wirksamen mündlichen Mietvertrag ausgehen.

Dieser wäre dann einzuhalten bzw. in Schriftform mit der gesetzlichen Kündigungsfrist, für Mieter 3 Monate, zu kündigen.

Eigentlich sind diese Kosten Verwaltungskosten und dürfen dem Mieter nicht in Rechnung gestellt werden.

Eigentlich könnte sich der Vermieter auf einen mündlichen Mietvertrag berufen und auf dessen Einhaltung bestehen.

Merkste was?

Derartige Forderungen sind unwirksam, da unzulässig. Selbst bei Abschluss des MV wäre das so. Derartige Arbeiten bzw. Kosten laufen unter Verwaltungskosten und diese hat immer der Vermieter zu bezahlen. Weise die Forderung deshalb wegen fehlender Rechtsgrundage zurück (per Einwurfeinschreiben).

Mündliche Absprachen sind grundsätzlich gültig.

Du kannst froh sein, wenn dei Vermieter nicht auf dem Mietvertrag selber besteht.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, das nur schriftliches zählt.

obwohl ich eher dem Vermieter zugeneigt bin: Du hast gesagt du willst die Wohnung nehmen. das ist erstmal noch kein Mietvertrag sondern eine Absichtserklärung. Du hast ihm nicht gesagt, dass er irgendwelche kostenpflichten Dienste in Anspruch nehmen soll. Also darf er sie selbst zahlen meiner Meinung nach.

Hier gilt für mich: Wer die Musik bestellt, der zahlt sie auch. Was kostet denn sowas wenn ich fragen darf?

Aber du hast dem Vermieter schon gesagt, dass du die Wohnung haben willst, oder? Mündliche Verträge gelten auch. Ganz fair war das nicht von dir. Warum sollte ER denn die Kosten tragen?

Es wurde der Abschluss eines schriftlichen MV abgesprochen. Dieser wurde aber nicht unterschrieben. Damit ist es nicht zum Vertragsabschuss gekommen.

Auch kein mündlicher Mietvertrag. Dieser gälte nur bei Einzug und Zahlung der Miete als wirksam auch ohne schriftliche Ausfertigung.

Im Übrigen sind diese Formalitäten unter Verwaltungskosten zu buchen. Es gibt ganz einfach keine wirksame Rechtsgrundlage für die Forderung. Wenn du eine nachweisen kannst lass es mich/uns wissen, bitte.

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ja sicher, Du hattest ja mal zugesagt.

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