Wer steckt hinter den ABO-fallen?

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5 Antworten

Zunächst:  du und die Anderen, die auf Abo Fallen rein gefallen sind, sind meistens im Recht.

Es gibt die Mobilfunkanbieter in Form von Telekom, Vodafone, E-Plus, O2 und deren Ableger wie Congstar, Ortel Mobile, Blau.de, Pennymobile, Netto.kom usw. .

Dann gibt es zahlreiche dieser dubiosen Drittanbieter. Diese arbeiten eng mit den Mobilfunkfirmen zusammen, schließen Verträge untereinander. Die Mobilfunkanbieter verdienen an den Drittanbieter mit ( Provisionen ) .

Es gibt Abos, die werden einen eindeutig auf einer Webseite oder per Sms angezeigt. Auch deren Kosten und deren Leistungen werden dargestellt.

Meist muss man hier mindestens zweimal bestätigen, bis die vorher gezeigte Gebühr tatsächlich von dem Prepaidkonto, vom Bankkonto bei Vertragshandys oder vom Bankkonto bei der Zahlart Lastschrift abgezogen wird.

Sofern dann die versprochene Leistung tatsächlich zur Verfügung gestellt wird, könnte man meinen das alles gut ist. Doch das ist es. Denn in der Regel bucht der Mobilfunkprovider die Gebühren ab. Jedoch hat der Drittanbieter die Leistung bereit gestellt.

Es darf nur derjenige Gebühren erheben und diese einziehen, der auch eine Leistung zweifelsfrei erbracht hat. In dem Fall also nur der Drittanbieter.

Hier müsste also der Drittanbieter, wenn, seine Leistungen dem Kunden gegenüber mit einer separaten Rechnung per Post einfordern.

Dann gibt es die sehr häufig vorkommende Variante, die der Fragesteller wahrscheinlich auch meint:

Hier wird von einem Drittanbieter immer behauptet, der Kunde hätte ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen. Ferner behauptet der Drittanbieter, dass man eine Leistung bereit gestellt habe. Zudem zieht die Gebühren hier auch immer der Mobilfunkprovider - und nicht der Drittanbieter selbst - ein.

Diese Abos entstehen oft ganz unbewusst. Wenn man auf Werbung klickt oder auch wenn man teilweise auf ganz normale Seiten klickt, also im Hintergrund. Nutzt man keinen Adblocker, dann kann dies den Abschluss von Abos wahrscheinlicher machen.

Oder man behauptet als Dritter eben einfach so, dass jemand ein Abo abgeschlossen habe. Selbst wenn derjenige 4 Wochen gar nicht im Internet gewesen ist.

Der Drittanbieter muss hier jeweils beweisen, dass es zum Vertragsabschluss gekommen ist. Das Abo also vom Kunden definitiv abgeschlossen wurde. Das ist meist unmöglich.

Weiter darf nur der Drittanbieter selbst diese Gebühren für seine angeblichen Leistungen in Rechnung stellen und einziehen. Macht das anstelle des Drittanbieters der Mobilfunkprovider, so ist dies unzulässig.

Denn der Mobilfunkprovider hat hier keine Leistung in Form des Abos erbracht und somit darf er auch keine Gebühren in Rechnung stellen, bzw. darf er diese tatsächlich nicht beim Kunden einziehen.

Wenn, dann darf der Mobilfunkprovider diese Gebühren nur beim Kunden einziehen, wenn er dem Kunden eine schriftliche Vollmacht vom Drittanbieter vorlegt, wo diese Vertretungs - Einziehung ausdrücklich und verständlich geregelt ist.

Aber dann wäre die Einziehung immer noch rechtswidrig, weil ja die Leistung gar nicht bewiesen werden kann.

Ansonsten müsste der Drittanbieter auch hier seine angeblichen Leistungen mit separater Rechnung einfordern, andernfalls der Kunde nicht zahlen bräuchte.

Da wirklich alle Mobilfunkunternehmen mit diesen Drittanbieter - Abos agieren, sind alle Mobilfunkanbieter unseriös.

Sicher ist das Betrug nach § 263 StGB .

Jedoch muss man es als Kunde nachweisen, dass der Drittanbieter für eine nicht erbrachte Leistung und aufgrund eines nicht abgeschlossenen Abonnement Gebühren rechtswidrig erheben wollte.

Kann ein Anbieter also den Vertragsabschluss nicht nachweisen, zudem eine Leistung nicht belegen und zieht dann auch noch ein Dritter die Gebühren ein, dann muss man diesen unbedingt widersprechen und die Gebühren zurückfordern, bzw deutlich machen, dass diese nicht berechnet werden dürfen.

Auf jeden Fall sollte jeder eine Drittanbietersperre über seinen Mobilfunkprovider einrichten lassen. Das muss kostenlos sein.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

https://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/drittanbieter/

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Leider gibt es da kein klares Gesetz und jede Abo-Falle muss als solches erst mal bewiesen werden. 
Der Verweis auf bereits gefällte Urteile schreckt diese Kriminellen ja auch nicht ab.
Jeder Geschädigte muss um sein Recht kämpfen... darum sollten sich unsere Politiker mal ganz schnell kümmern.

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Es ist keine Straftat und zahlen muss man bei Abofallen nicht. Daher ist der Punkt schon mal falsch.

Telekom und Co bekommen Provision, wenn sie die Gebühren von dir eintreiben. Deswegen haben sie natürlich Interesse daran, dass du zahlst.

Daher hat der Gesetzgeber eben die Drittanbietersperre schon vor Jahren eingeführt. PS: Nicht jede Bezahlung per Handy ist eine Abofalle, es gibt durchaus seriöse Angebote.

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Was genau hat die Telekom damit zu tun, wenn du auf ein Abonnement rein fällst?

Du nimmst einen Dienst in Anspruch, wo nur dessen Zahlung über die Telekom abgewickelt wird. Die Ausarbeitung bzw. der Abschluss des Vertrages erfolgt außerhalb der Reichweite der Telekom, zwischen dem Drittanbieter und Dir.

Warum sollte die Telekom also die Zahlung an den Dritten verweigern? Das wäre ein Vertragsbruch zwischen der Telekom und dem Drittanbieter, welcher völlig unbegründet ist, da kein richterlicher Beschluss gegen das Unternehmen vorliegt.

Die Telekom übernimmt nur die Abrechnung.

Es gibt nur Abo-Fallen, weil Leute wie Du auf so eine simple Masche immer wieder rein fallen. Wenn jeder Mal eine Minute darüber nachdenken würde, welche Verträge er abschließt, würde sich das Schema "Abo-Falle" gar nicht lohnen, weil kein Geld mehr damit erwirtschaftet werden kann.

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Kommentar von Droitteur
17.01.2017, 12:11

Da sollte man nicht den Wortlaut ("hereinfallen") heranziehen, welcher von den Abo-Fallen-Vertretern den Geschädigten in den Mund gelegt wird. Tatsächlich fallen sie nämlich häufig mitnichten auf etwas herein, sondern werden sie schlicht betrogen. Da wird der Abschluss von Verträgen behauptet, wo er in Wahrheit gar nicht stattgefunden hat.

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Moment, nicht die Telekom ist Schuld, sondern der Auftraggeber also Du.

 

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Kommentar von melman86c
17.01.2017, 13:48

Nein. Der Auftragnehmer ist schuld, da er betrügt.

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