Wer soll das noch verstehen?

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13 Antworten

Sagen wir eher so, wie kann es sein, dass viele Flüchtlinge ihr Heil in Europa suchen....

Also zunächst mal, wenn jemand Angst um Leib und Leben hat, wlil dieser Mensch einfach mal "weg"... einfach "weg"... egal wohin, und sei es ein "Grenzlager"....

da wird sicher nicht wie bei einem Urlaubsprospekt überlegt, was man sich auswählt....

...dann hat man evtl. gehört, dass man in "Europa" einigermassen sicher lebt, versorgt wird, und von der Staatsgewalt nicht gefoltert, o.ä. wird....und sieht das als "erstrebenswert" an...

Natürlich mögen sich auch Menschen mit anderen Motiven dazu gesellen.

Wenn jemand in einem Lager auftaucht, ohne Papiere etc... kann auch Niemand kontrollieren, was dessen Motiv war, sondern man muss zunächst dessen Aussagen Glauben schenken.

Meist wissen die Leute auch, dass sie bei "uns" mehrheitlich NICHT als "Feinde" gesehen werden, und sie sehen uns mehrheitlich ebenfalls nicht als "Feinde"

Da ich ehrenamtlich mit Flüchtlingen zu tun habe.. ( nicht täglich, aber immer mal wieder...) konnte ich in der Tat grob zwei unterschiedliche Gruppen feststellen...

Die Mehrzahl ist einfach "zufrieden".. will nicht auffallen, am liebsten in ihr Land zurück, ( sobald es problemlos möglich ist..) und bieten von sich aus an, ob sie irgendwie bei irgendetwas "helfen" können

Die Minderheit tritt seltsam auf.

1.) Sie kennen ( seltsamerweise) von Anfang an ihre Rechte

2.) Sie "fordern".. ( was auch immer...)

3.) Sie nervt es, wenn "christliche " Helfer anwesend sind, und man spürt die Ablehnung

4.) Sie sind kontraproduktiv im Sinne einer "Integration".... d.h. sie fordern andere dazu auf, erst gar nicht damit anzufangen, sich mit "uns" abzugeben, sondern verweisen darauf, dass Allah die Welt gehört, somit auch die BRD.

Und da sie selbst den "wahren Glauben" haben, ist es für sie logisch, dass sich die BRD "Allah" anzupassen hat.. und nicht anders.

5.) sie haben, -- trotzdem dass sie "Wenige" sind--, die Fähigkeit, die 

( Flüchtlings-)"Massen" zu kontrollieren.. werden sehr schnell zu einer Art "Sprecher"..

6.)... und wir ( hier jetzt speziell eine Gruppe evangelischer Christen ) diskutieren oft über unser Dilemma....Nächstenliebe zu üben... obwohl wir sehen, was geschieht....

7.) es gibt allerdings auch immer mal wieder innerhalb der muslimischen Flüchtlinge welche, die uns ansprechen, und darauf hinweisen, dass "da" jemand ist.. der wohl kein "wirkliches" Motiv haben muss... hier zu sein.. 

Auch kam es schon vor, dass geflüchtete Muslimen so jemanden selbst deutlich ausgrenzten...mit dem Argument: 

" Sowas hatten wir schon, brauchen wir hier nicht.. also lass uns in Ruhe..."


Seltsamerweise sind solche Leute dann oft nach wenigen Tagen spurlos verschwunden... andere nicht, aber sie sind sehr still geworden....

8.)

Für "christliche" Flüchtlinge stellt sich das Problem teils weniger....weil sie ( wenn sie sich trauen )...einfach auf Gemeindemitglieder/Helfer  von uns zu gehen.. und  die Situation schildern, sowie darum bitten... anderweitig untergebracht zu werden..

( was teils nur durch private Initiative möglich ist.. so hat z.B. ein wohlhabendes Gemeindemitglied von uns kurzerhand zwei Wohnwagen besorgt, sie in seinem Garten aufgestellt, und 9 Menschen darin untergebracht.. das zieht zwar wieder andere Diskussionen/Probleme  nach sich, aber im Moment geht es...noch... btw.. es ist eine Familie, mit 4 Kindern, die einen Wohnwagen haben.. sowie 3 Einzel-Männer.. die den anderen Wohnwagen haben...)

 Oder sind die Ungläubigen doch nicht so schlimm wie es ihre Prediger verkünden? 


Die derzeit bei uns untergebrachten " echten " Flüchtlinge, die eine Turnhalle belegt haben, teilweise auch anderweitig untergebracht sind... interessiert es im Allgemeinen wenig, was irgendein muslimischer Prediger sagt....sie machen sich Sorgen darum wie es für sie selbst weitergeht....und sie machen sich große Sorgen um Familienmitglieder, von denen sie keinerlei Informationen mehr haben, seit Tagen oder Wochen schon...

UND: " sie empfinden "Ungläubige.. bzw Andersgläubige " wohl durchaus nicht als "schlimm"

Der Islam nennt uns "Ungläubige" die man bekämpfen muss

"Der Islam" tut per se gar nichts. "Den Islam" gibt es überhaupt nicht; wer von "dem Islam" redet, der zeigt nur, dass er keine Ahnung davon hat, wie heterogen diese Religion ist.

Was es gibt, das sind fundamentalistische Strömungen. Deren Anhänger nennen uns Ungläubige, die man bekämpfen müsse. Und es gibt durchaus auch die Anhänger nichtfundamentalistischer Strömungen, die das nicht tun.

. Wie kann es dann sein, dass so viele Moslems aus Nahost oder aus Afrika ihr Heil ausgerechnet in Europa suchen? 

Sie sind auf der Flucht, sehen in ihrer Heimat keine Zukunft mehr, hoffen, hier Arbeit und Wohlstand zu finden etc. Die Gründe eben, aus denen auch Nichtmuslime zu uns kommen.

Ich würde doch niemals in das Land meiner Feinde gehen

Nur die wenigsten muslimischen Immigranten sind Fundamentalisten. Die meisten sind gemäßigte Muslime und sehen uns überhaupt nicht als ihre Feinde an.

Die große Mehrheit aller Gläubigen aller Religionen sind keine Schriftgelehrten. Die große Mehrheit aller Gläubigen aller Religionen lebt ihr Leben, und Religion ist nur ein Teil davon. Frage einen Juden nach dem Inhalten von Genesis, einen Christen nach den Galaterbriefen, einen Muslim nach Sure XY - sie werden es dir fast sicher nicht beantworten können.

Sich ernsthaft mit seiner Religion (nicht dem Glauben an sich) auseinandersetzen zu können, ist ein Luxus, den man sich leisten können muss. Nicht ohne Grund fischen die Salafisten (hier nur als Beispiel) insbesondere bei den Zivilversagern und Daheimgebliebenen, die zuviel Zeit und Energie, statt produktiveren Aufgaben haben.

Also es ist mir weitgehend egal, wer mich "ungläubig" nennt... ich lege mich doch nicht auf die Terminologie von "Irgendjemandem" fest....

Ungläubige sind für mich diejenigen, nicht an "Jesus Christus als den geistgezeugten Sohn Gottes " glauben

Und ich kann es akzeptieren, dass mich Juden als ungläubig bezeichnen, weil ich in diesem Sinne an Jesus glaube.....

...weiterhin kann ich es akzeptieren, dass mich Muslime als ungläubig bezeichnen, weil ich nicht an Mohammed als den "letzten Profeten".. u.ä. ... glaube....

Allgemein wäre es mir lieber, man könnte sich auf "Andersgläubig" einigen.....

Ich glaube ,die ,die das predigen,sind Fanatiker,genau wie die,die die Christen Köpfen. Die sind im endeffekt sowieso froh,wenn sie in ein zivilisiertes Land einreisen und leben dürfen.

furkansel 22.08.2015, 23:37

jop ich als muslim stimme dir zu. Die, die so was predigen haben die religion und die globalisierte welt mit multi kulturellen gesellschaften einfach nicht erkannt. diese fanatiker leben in ihrer eigenen welt.

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Der Islam nennt uns "Ungläubige" die man bekämpfen muss.

Durch diese Aussage disqualifiziert sich die Möchtegern-Religion von selbst. Der Islam ist eine Weltanschauung mehr nicht.

Ungläubige zu bekämpfen bedeutet nicht Sie zu töten auch wenn dies von einer Minderheit behauptet wird! Es gibt in der Bibel und in der tora ebenfalls viele solcher Verse aber trotzdem können Sie in anderen Ländern Leben oder etwa nicht?! Abgesehen davon geht das Leben deiner Kinder vor als in einem Land zu leben in dem ein Hauptteil der Menschen die selbe Religion haben wie man selbst.

also der islam sagt nicht dass man ungläubige oder so köpfen und steinigen soll. Das sagen irgendwelche fanatiker, die ein terror regime errichten, in dessen folge die breite masse der bevölkerung (seien es christen oder muslime) flüchten und zuflucht in sicheren europäischen staaten suchen.

Das liegt daran, dass du den Vers davor und danach nicht gelesen hast.

Da steht NICHT, wir sollen die Ungläubigen töten ( Kafir bedeutet eigentlich nicht ungläubiger sondern eher nicht Muslime ), da steht, dass wenn wir angegriffen werden von den nicht Muslimen sollen wir uns wehren und die nicht Muslime  solange verfolgen, bis sie aufhören uns anzugreifen. Dann sollen wir in Frieden weiter leben.

Das ist genau wie bei der Bibel mit Auge um Auge. Was meint man damit ? Jemand gibt dir 1 Apfel du sollst den Apfel ihm irgendwann zurückgeben, oder er sticht dir 1 Auge raus und du ihm.

FranziiCookiie 24.08.2015, 00:18

Wenn du über die Bibel redest, rede nicht von "Auge um Auge", das ist schlicht und einfach falsch, danke.

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Das wundert mich auch. Sie könnten doch zu ihren Glaubensbrüdern in die Arabischen Emirate gehen, da gibt es auch genug Geld! Die Scheichs schwimmen dank Erdöl darin.

Das ist ganz einfach. Sehr wenige halten die europäischen Werte für besser. Mit denen gibt es kein Problem. Die meisten wollen Arbeitsplätze oder Sozialhilfe, was es in ihren Ländern eben nicht gibt. Gleichzeitig verachten sie oft die Einheimischen als "deutsche Kartoffeln" oder "deutsche Schlampen". In Suhl haben sie mit "Allah-u-akbar"-Rufen das Asylheim demoliert. Mit solchen Leuten geht es nicht. Sie müssten zurück in die islamischen Länder.


Nein, wir nennen euch nur ungläubige. Mehr nicht.

Für Christen, Juden, Buddhisten ist jeder der nicht deren Religion angehört ebenso ein Ungläubiger. 

"Ich würde doch niemals in das Land meiner Feinde gehen" Wie, was? Den Satz verstehe ich nicht.

Ich bin selber ein Muslim und viele Muslime sind hier geboren und sag mir einen Grund, wieso dieses Land mein Feind ist? Kein islamisches Land, was du als islamisch siehst, herrscht auch nach dem Islam.

Und ich sag dir mal was. Wer nicht mein Bruder in der Religion ist, ist mein Bruder in der Menschheit!

merys2 22.08.2015, 23:46

Das hast du perfekt gesagt- besser kann man es garnicht sagen!

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OsmanicPrince 22.08.2015, 23:50

Bester Mann!

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Draggyblackdots 23.08.2015, 20:22
@OsmanicPrince

Also Buddhisten dürfen so nicht reden. "Ungläubige" für nicht Buddhisten. Man redet gar nicht über Religionszugehörigkeit. Oder, falls doch, muss man informiert sein, welche Religion die Person hat, über die man redet. Über einen Christen sagt man eben: "Christ" und nicht "Ungläubiger" - oder "nicht-Buddhist". 

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