Wer sind wir und warum sind wir hier?

7 Antworten

Wir wissen zu wenig und sind noch immer mit einer unzureichenden Wahrnehmung aller zur Beantwortung dieser Fragen erforderlichen Informationen geschlagen.

Stephen J. Gould hatte es mit dem Vergleich des 'infinte hallway' zu erklären versucht. ich übersetze die Darlegung jetzt nicht ins Deutsche, aber sie geh so:

“Imagine walking yourself down a long hallway—a corridor so long that it is impossible to see where you came from or where you’re going. Then behind you in the distance you hear the sound of a bouncing ball. Sure enough, when you turn, you see the ball bouncing toward you. It is bouncing closer and closer, until it finally bounces past you, and just keeps going, bouncing into the distance and out of sight.” The question is not: Is the ball bouncing? Because clearly it is bouncing, and we observe it. The question is: Why is it bouncing? How did it start bouncing? Did someone kick it? Is it a special ball that simply enjoys bouncing? Are the laws of physics in this hallway such that the ball has no choice but to bounce forever? Where is the ball going?”.

Wir wissen also nicht woher wir kommen und wie das Leben entstanden ist, weil wir nicht weit genug in die Vergangenheit blicken können. Noch können wir weit genug in die Zukunft blicken und wissen deshalb nicht, wie sich das Leben noch weiter entwickelt.

Gould hat als Evolutionsbiologe auch den Scharfblick, diesbezüglich ein paar Tatsachen klarzustellen:

  1. Das Leben entspringt Bereichen geringer Komplexität, Gould spricht hier von einer „linken Wand“: Unterhalb einer gewissen Einfachheit existiert kein Leben, und dem Ursprung des Lebens legt er eine gewisse Einfachheit zu Grunde: „Aus der Ursuppe kann kein Löwe entspringen.“
  2. Stabilität der ursprünglichen Bakterien als Lebensform: Auch wenn die „mittlere Komplexität des Lebens“ größer geworden ist, so haben die so genannten einfachen Lebensformen (Bakterien) bis heute erfolgreich überlebt.
  3. Damit sich Lebensformen ausbreiten konnten, mussten sie immer komplexer werden, weil unterhalb einer gewissen Einfachheit kein Leben existiert. Gould spricht von einer „immer stärkeren rechtsschiefen Verteilung“ weg von der „linken Wand geringster Komplexität“.
  4. Die Gesamtverteilung nur durch ihren komplexen Anteil zu beurteilen ist kurzsichtig.
  5. Der angebliche Fortschritt ist nicht gerichtet, sondern zufällig und ungerichtet. Als Metapher führte er an: Der ungerichtete Weg des Betrunkenen zwischen dem Gasthaus links und der Straße rechts führt früher oder später ins Rinnsal. Die linke Grenze ist mit der Komplexität eines lebenden Organismus gleichzusetzen, unterhalb dieser Grenze ist kein Leben möglich, also führt die Summe aller zufälligen Bewegungen früher oder später nach „rechts“, d. h. in Richtung zunehmender Komplexität, dies aber eben zufällig und ungerichtet. Weiter betrachtet er die komplexen Lebewesen als ein „Stolpern“ von sehr unterschiedlichen Formen: Bakterium, Eukaryontenzelle, Meeresalgen, Qualle, Trilobit, Nautilus, Panzerfisch, Dinosaurier, Säbelzahntiger und Homo sapiens.
  6. Eine Kombination von zufälliger Bewegung und einer Tendenz nach rechts weg von der „linken Wand“ erscheint ihm möglich, aber unwahrscheinlich: Er kennt keinen Nachweis für eine bevorzugte Bewegung in Richtung größerer Komplexität.
  7. Ist der Mensch (durch seine Existenz schon) die Krönung der Schöpfung? Gould meint dazu: „Wenn wir das Spiel des Lebens noch einmal spielen könnten, wäre es völlig unvorhersehbar, welche Lebensformen am komplexesten wären; es wäre unwahrscheinlich, dass ein Geschöpf mit einem Bewusstsein (so wie wir) entstände.“

Persönlich bin ich der Meinung, er hat es ziemlich auf den Punkt gebracht! Die Menschheit wird aber noch einiges hinzu lernen. Mal sehen, wie's weiter geht.

Wenn du Ameisen betrachtest, stellst du dir solche Fragen nicht. Die Antwort könnte profan sein, sie haben sich im Laufe der Evolution entwickelt und ihr Zweck besteht darin, zu bestehen und sich weiter fortzupflanzen. Warum das Ganze, fragen sich Ameisen nicht, ihr Verstand ist zu klein. Auch unser Verstand ist für solche Fragen zu klein, aber anscheinend ist er groß genug, sinnlose (oder nicht beantwortbare) Fragen zu stellen. Das sorgt für Unmut, Verdruss und viele falsche Antworten.

Die Theorie der Panspermie greift dieses Thema auf wo gesagt wird das die ersten Aminosäuren also der Grundstein für Leben durch den Asteroidn der die Dinosaurier auslöschte zu uns kamen!

Sorry, aber dir fällt da nicht aus, wie unsinnig dieser Satz ist?

Die ersten Aminosäuren kamen also, als die Dinos ausgerottet wurden? Die Dinos waren Tiere, unter anderem aus Eiweiß (Muskeln, Sehnen, Nerven, Gehirn, ...), und Eiweiß besteht aus Aminosäuren.

Also: Wie konnten die Dinos eigentlich sein bevor die ersten Aminosäuren auf der Erde waren?

Damit sind die Aminsäuren gemeint die in der menschlichen DNA nachweisbar sind!

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Es gibt 21 verschiedene proteinogene Aminosäuren, aus denen sich tierisches wie menschliches Eiweiß aufbaut. Das Fleisch der Dinos bestand auch daraus.

Mir scheint, da hat jemand etwas gelesen/gesehen/gehört und nix wirklich verstanden.

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@OpaAlfons

Die Theorie der Panspermie bezieht sich darauf...googlen sie einfach nach wenn sie genauere Infos haben wollen!

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@Arbeitsloser123

Da muss ich nicht googeln.

Die Hypothese der Panspermie besagt, dass einfache Lebensformen mit Meteoriten und Kometen auf die Erde gekommen sind und damit hier die Evolution startete.

Ein Indiz könnte der Nachweis organischer Moleküle auf anderen Himmelskörpern sein, aber das reicht noch nicht.

Eine Theorie ist die Panspermie noch nicht, denn es fehlen überzeugende Belege.

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@OpaAlfons

Das heißt der Mensch könnte nich seinen Ursprung aus dem All haben?

Warum lebten dann was weiß ich wieviele hundert millionen jahre Dinosauerier auf der Erde und nach dem Asteroidneinschlag vor 65 millionen jahren nicht mehr? Warum haben sich dann keine neuen Dinos gebieldet? Das kann doch kein Zufall sein!

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@Arbeitsloser123

Hättest du nur ein wenig Wissen über die Erdgeschichte und nicht nur aus zweifelhaften Quellen seltsame Vorstellungen über das Leben, dann könntest du dir deine Frage selbst beantworten.

Tipp:

Was geschieht nach einem Asteroideneinschlag in der Atmosphäre?

Können Tiere, die zu groß sind, um einen Unterschlupf zu finden und die sehr viel Nahrung brauchen, das überleben?

Nach dem Einschlag starben alle Tiere aus, die größer waren als etwa 1/2 Meter. Die kleineren überlegten und konnten sich weiterentwickeln, auch zu größeren Formen, die den Platz der Dinos in der Ökologie einnahmen.

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@OpaAlfons

Nach einem Meteroitn einschlag verändert sich das Klima da viel Staub in die Atmoaphäre geschleudert wird! Also ich glaube das der Mensch seinem Ursprung im All hat und das der Meteroit der die Dinos auslöschte das Element/Bakterium/Aminosäure was auch immer auf die Erde brachte wodurch der Mensch entstanden ist!

Leider lässt sich dies in der Praxis nicht beweisen aber das lässt sich die Evolutionstherie auch nicht sonst würde nicht das Wort THEORIE darin vorkommen!

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@Arbeitsloser123
Also ich glaube das der Mensch seinem Ursprung im All hat und das der Meteroit der die Dinos auslöschte das Element/Bakterium/Aminosäure was auch immer auf die Erde brachte wodurch der Mensch entstanden ist!

Nochmal:
Die chemische Elemente und die organischen Verbindungen, die einen Menschen bilden, die waren schon in den Dinosauriern.

Die DNA der Lebewesen (auch der Bakterien und Pflanzen!) besteht aus genau 4 verschiedenen Nukleotiden, die jeweils aus einem Phosphat­rest, dem Zucker Desoxyribose und einer der vier organischen Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin aufgebaut sind.

Von den ersten Cyanobakterien über die Schachtelhalme der Urzeit, die Dinosaurier bis zum Menschen sind das die gleichen Bausteine des Lebens!

Und wenn es vor dem großen Einschlag schon Leben gab, dann waren die Bausteine des Menschen auch schon alle da!

Leider lässt sich dies in der Praxis nicht beweisen aber das lässt sich die Evolutionstherie auch nicht sonst würde nicht das Wort THEORIE darin vorkommen!

Ich denke, dir muss man mal das Wort "Theorie" erklären.

Du schreibst ja "Also ich glaube" - das bedeutet, du nimmst etwas für wahr an ganz ohne Nachweis.
Auf Glaube basieren Religionen.

Die Frage "Wie könnte es gewesen sein?" führt zu Hypothesen, also Annahmen, für die man keine Nachweise hat. Also sucht man welche.

Wenn man genügend Nachweise hat (durch Beobachtung und Experiment), welche die Hypothese stützen, dann wird eine Theorie daraus.

Nach der Theorie könnte nun noch die Wahrheit kommen, aber soweit versteigt sich die Wissenschaft nicht. Immer wieder entdeckt man etwas, was in der Theorie nicht erwähnt wird, dann muss die Theorie eben erweitert werden.

Erst wenn wir alles wissen, dann könnten wir von Wahrheit sprechen. Zwar wissen wir schon sehr viel, und täglich wissen wir mehr, aber vom "Alles" sind wir noch sehr, sehr weit entfernt. Und solange ist eben das Stimmigste, was die Wissenschaft zu bieten hat, nur Theorie.

Die Panspermie ist nur eine Hypothese, außer ein paar organische Moleküle auf außerirdischen Himmelskörpern gibt es kein Indiz.

Zwar gibt es Hinweise, dass manche Bakterienarten im All tatsächlich überleben könnten, doch müssten sie natürlich nicht nur den Aufenthalt im All mit extremen Temperaturunterschieden und hochenergetischer Strahlung aushalten, sondern auch den Einschlag auf der Erde mit Temperaturen von vielen tausend Grad, bei denen sich die meisten Verbindungen in ihre Elemente zerlegen.

Es ist also eine schöne Hypothese, die gerne von populären Zeitschriften und Sendungen aufgegriffen wird und die das Publikum zum Träumen anregt. Die meisten Wissenschaftler bezeichnen es als Spekulation.

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