Wer sind die Gewinner und Verlierer der Abgeltungssteuer?

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8 Antworten

Die Abgeltungssteuer kommt. Das bedeutet konkret: Sie müssen Ihre Kapitaleinkünfte nicht mehr auf den Euro genau in Ihrer persönlichen Einkommensteuererklärung angeben

Die Inlandsbanken übernehmen den Einzug der neuen Pauschalsteuer und die Überweisung an den Fiskus. Für Sie als Steuerzahler ist damit alles erledigt.

Die Abgeltungsteuer ist vorteilhaft für Personen mit einem individuellen Grenzeinkommensteuersatz von mehr als 25 %.

Neu ist die generelle Besteuerung von Veräußerungsgewinnen. Diese ersetzt die bisherige Spekulationsgewinnbesteuerung. Das gilt allerdings nur für Neuanlagen ab 1. Januar 2009, d.h. alle Wertpapiere, die bis 31. Dezember 2008 gekauft werden, unterliegen der alten Regelung und sind bei Veräußerung nach zwölf Monaten steuerfrei. Für Investmentzertifikate wurde die Regelung verschärft, für Erwerbe nach dem 14. März 2007 gilt die Abgeltungsteuer unabhängig von der Besitzdauer ab dem 1. Juli 2009.

In der Tat beschränken sich die Vorteile der Abgeltungssteuer auf die Zinsen. Nur bei den Zinsen werden die Steuerzahler demnächst steuerlich besser weg kommen.

Wer auf seine Zinserträge heute den Spitzensteuersatz von 42 Prozent zahlen muss, für den bedeutet die Abgeltungsteuer von 25 Prozent einen klaren Steuervorteil. Ob sich deshalb das Umschichten des Depots lohnt - getreu der Leitlinie: Raus aus den Aktien, rein in die Zinspapiere -, muss jeder Anleger freilich für sich selbst entscheiden.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehören ab 2009 die offenen Immobilienfonds.

Ihre Miet- und Zinseinnahmen werden ebenfalls fortan mit 25 Prozent belastet. Erträge aus dem Immobilienverkauf hingegen müssen wie bisher gar nicht versteuert werden, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen.

Nahezu steuerfrei (Progressionsvorbehalt) bleiben auch die Erträge aus Auslandsinvestments, vorausgesetzt mit dem jeweiligen Land hat Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen.

Ein Vorteil sind die insgesamt sinkenden Gesamteinkünfte, da diese Kapitaleinkünftige ab 2009 nicht mehr in der Steuererklärung auftauchen.

Die angenehme Folge, vor allem für Steuerpflichtige mit hohen Kapitaleinkünften: Ihr persönlicher Steuersatz sinkt, Sie zahlen insgesamt weniger Steuern.

http://www.wbr-konzepte.de/abgeltungssteuer.html

Die neue Regelung gilt nur für nach dem 31. Dezember 2008 erworbene Kapitalanlagen (Neufälle). Das bedeutet, dass die neuen Steuervorschriften nicht für Wertpapiere gelten, die Sie vor dem 1. Januar 2009 erworben haben. Vor allem langfristig denkende Anleger sollten überlegen, ob Sie sich nicht einige aussichtsreiche Werte bis zum 31.12.2008 ins Depot legen - und so von den alten Steuergesetzen - vor allem von der Steuerfreiheit nach zwölf Monaten - profitieren wollen

Benachteiligt sind im Grunde alle Aktien- und Fondssparer, da deren ab 2009 gekauften Anteile unabhängig von der Haltedauer besteuert werden (bislang waren diese außerhalb der Spekulationsfrist ja steuerfrei). Siehe dazu auch die Beispiele auf http://www.investmentsparen.net/abgeltungssteuer-beispiele-aktien-fonds-dividenden.html. Gewinner sind Zinssparer mit hohem Steuersatz, da diese ihre Zinserträge nicht mehr mit dem persönlichen, sondern nur noch mit dem Abgeltungssteuersatz versteuern müssen.

benachteiligt sind Personen, deren Steuersatz unter 25% liegt, aber selbst die können sich die Differenz per Antrag wiederholen. Alle anderen profitieren davon (zumindest bei Sparanlagen). http://www.steuerformen.de/abgeltungssteuer.htm

Die Kleinanleger haben den selben Freibetrag wie bisher. (Die Großanleger auch.)

Ein Unterschied ist, daß der Steuersatz, der berechnet wird, niedriger ist als der bisherige - was jemandem mit einem hohen Einkommenssteuersatz insofern begünstigt, als mit dieser Steuer alles abgegolten ist.

Dafür muß man auf mehr Anlageformen als bisher diese Steuer zahlen - was wohl weniger den Kleinanleger trifft.

Eine Geltendmachung und damit Anpassung an den individuellen Steuersatz ist auch weiterhin bei der jährlichen Steuererklärung möglich - entsprechend könnte auch etwas zurückgezahlt werden, wenn man zum Beispiel nur sehr wenig übriges zu versteuerndes Einkommen hat.

Hat die Abgeltungssteuer nur Nachteile? Für Kapitalanleger, mit einem Steuersatz über 25% zahlen zukünftig nur noch maximal 25% + Soli + ggf. Kirchensteuer. Sie sparen durch die neue Abgeltungssteuer zukünftig Steuern. Steuerpflichtige deren persönlicher Steuersatz unter 25% liegt, können in der Steuererklärung die Kapitalerträge angeben und werden durch die neue Abgeltungssteuer nicht benachteiligt. Sie erhalten hierfür von ihrer Bank oder Kapitalanlagegesellschaft eine entsprechende Bescheinigung über ihre Kapitalerträge. Durch eine Günstigerprüfung vom Finanzamt, wird sicher gestellt, dass kein höherer Steuersatz als der persönliche angesetzt wird. Eventuell zuviel bezahlte Abgeltungssteuer wird zurückgezahlt.

http://www.meine-finanzseite.de/Abgeltungssteuer.asp

wenn man so investiert wie früher, also anlagen mirt niedrigen gewinnen, dann leiden die armen und lachen die reichen.(so war es schon immer!)die gewinnerwartung muss immer 12% und mehr betragen, damit die steuer die investition nicht unsinnig macht.

es gibt allerdings auch für kleine leute das richtige. welche anlagen das genau sind weiss mein berater und kollege: a. maschewski (01758630016) (er weiss bescheid , dass ich ihn weiterempfehle!)

Die Wenigverdiener werden schlechter gestellt, die Großverdiener und Superreiche kommen zum halben Steuersatz billig davon. Aktien, Optionen und und Bonds werden weniger interessant, festverzinsliche Papiere werden attraktiver.

Perfekte Zusammenfassung. Ein hoch auf unser Angela die ja so hervorragende Arbeit macht. kotz, würg, brech...

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schlechter gestellt werden Wenigverdiener auch nicht

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@anjanni

Das ist nicht korrekt. Geringverdiener die keine Steuern zahlen werden schlechter gestellt

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@Halbwissen

Korrekt, Halbwissen... Selbst um seinen Grundfreibetrag unversteuert zu halten, muss man sich demnächst die NV-Bescheinigung holen.

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@Indy72

801€ sind steuerfrei und dafür braucht es keine NV-Bescheinigung.

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@Indy72

@ Indy: Das ist so nciht richtig. Lies meine Antwort unten.

801€ sind steuerfrei und dafür braucht es keine NV-Bescheinigung.

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@Niklaus

Ja, aber das ist auch alles. Wenn man gut mit Aktien oder Optionen handelt, dann fährt man das Geld in einem Monat locker raus, schon mit paar Tausend Euro Einsatz und etwas Risikobereitschaft.

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Ich bin Kleinanleger, also mit Sicherheit ein Verlierer.

für Kleinanleger ist es wurscht, wie die Steuer nun genannt wird - mer zahlt eh nix ;-)

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Kleinanleger sind nicht die Verlierer und werden auch nicht benachteiligt.

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