Wer sind die besseren Menschen; Vegetarier, Veganer oder Fleischesser?

19 Antworten

Ich denke, dass das nicht an der Essgewohnheiten zu erkennen ist. Entscheidend ist wie man seine Essgewohnheiten lebt. Ich finde es nicht toll wenn jeman versucht mit seine Essgewohnheiten aufzudrängen, nur weil er/sie denkt das sei besser für mich. Ich weiß selbst was gut für mich ist. Ich will ja auch keinem Veganer oder Vegetarier Fleisch aufdrängen. Es stört mich nicht, dass diese Person andere Essgewohnheiten hat als ich. Das einzige was mich nervt ist, wenn diese Person dann meint mich belehren zu müssen. 

Kurz gesagt gute Menschen sind die, die die anderen Menschen und deren Essgewohnheiten akzeptieren. 

Auf solch ein Niveau diskutiere ich nicht. Ich fühle mich nicht besser weil ich a) bin, b) esse und c) praktiziere. Wer sowas macht handelt in meinen Augen rassitisch und stellt sich über andere Menschen.

Und bei einigen Veganern und Tierrechtlern ist sowas seeeehr deutlich herauszuhören. Vor allem diese ganzen Literaturveganer, die in Büchern philosophieren wie viel ethisch besser der Veganer ist. Hilal Sezgin und Melanie Joy sind für mich da zwei berühmte Beispiele. Für mich ist und bleibt solche eine Kategorisierung von Menschen reinster Rassismus.

Deswegen werde ich diese Frage dir auch nicht beantworten, da es keine pauschale Antwort für sowas gibt!

Aber eins kann ich dir sagen: Ein Frank Zander ist definitiv ein besserer Mensch als ein Herr Läsker, der sich über Zander aufregt, weil er zu Weihnachten 3.000 Obdachlosen ein Gänsebraten zubereitet hat. Ich finde sowas widerwertig.

Nun ja:

Als "widerwertig" solltest du dann wohl eher unsere Gesetze/Staat/System/Gesellschaft bezeichnen, die es zulassen oder gar provozieren, dass Menschen überhaupt auf der Straße leben müssen !

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Ich würde hier keine Unterschiede machen. Wenn du an der Ernährung und daran, welche Produkte jemand verwendet, festmachen willst, ob er ein guter Mensch ist, dann hast du ein etwas schräges Menschenbild.

Klar könnte man jetzt sagen, dass der Veganer eindeutig der beste sei, da er tierische Produkte generell ablehnt und daher die Tiere schützt. Dafür isst er Soja. Dieses wird gerade in Südamerika sehr umweltschädlich angebaut. Hierfür wurden schon riesige Flächen an Urwald gerodet.

Wir könnten auch den Vegetarier nennen, der von sich behaupten kann, dass er keine Tiere isst und damit kein Tier deswegen sterben muss. Stimmt schon. Trotzdem müssen die Tiere gehalten werden. Und schaut man sich an, dass die männlichen Küken geschreddert werden, weil nur die Weibchen Eier legen, dann bekommt auch dieses Weltbild Risse.

Was ich nicht gut finde, ist Fleisch für 2,99 pro kg aus dem Discounter. Was ich ebenfalls nicht gut finde, sind Lebensmittel aus der Fabrik. Egal ob die Tiefkühl-Pizza oder die Tofu-Spezialität. Ich mag frische Lebensmittel und diese so wenig wie möglich verarbeitet. Bei Fleisch will ich wissen, woher es kommt. Da ist mir der Bauer im Ort lieber als die Großfleischerei.

Daran aber festzumachen, ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch ist, halte ich für vermessen und falsch.

Nur ne Anmerkung: Erstens mal isst nicht jeder Veganer Sojaprodukte und nicht jeder, der Sojaprodukte isst, ist Veganer. Das Soja, das für den menschlichen Verzehr angebaut wird, stammt überwiegend aus Europa. Das Soja, welches umweltschädlich in Südamerika angebaut wird, landet als Sojaschrot in den Mägen der Tiere, die die Mischköstler essen! Deine Aussage ist hier also definitiv nicht korrekt.

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@ApfelTea

Das Sojaschrot für dein Tofu landet genauso im Futtertrog! Wann begreifst du endlich, dass das ein Koppelprodukt ist?

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@Omnivore13

das sojaschrot kann man auch essen - es wird zum teil zu texturierem soja TVP. esst mehr soja, dann brauchen wir das schrot nicht an tiere verfüttern :D

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