Wer schrieb die Bibel, wann wurde sie geschrieben?

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11 Antworten

Das NT ab zwischen 50 und 70 unserer Zeitrechnung von 60 Leuten schriftlich verfasst, davor mündlich überliefert.

325 hat man dann davon 4 genommen, angepasst, deren alleinige Darstellung behauptet und die restlichen 56 vernichtet.

Wer noch einer der anderen nachhing, musste damit rechnen, getötet zu werden. Da wars eher klüger, die Klappe zu halten und klein bei zu geben.

Mit dem heutigen AT begann man etwa 500 Jahre vor unserer Zeitrechung.

1200 davor war das Gott, dass man heute als alleinig bestehend behauptet, noch ein Berggott im Ostjordantal, Sohn des Stiergottes El und der Göttin  Aschira. Berggott, weil da war ein Berg und da grummelte es ab und zu, da muss ein Gott wohnen.

1000 dann selbst mit Aschira verheiratet, von EL war keine Rede mehr.

500 dann eine Zusammenfassung und die Erhebnung zur Alleinreligion.

Der König kam zu dem Schluß, dass es echt blöd ist, ein Volk zu regieren, das allen möglichen Kulten huldigt. Das wird halt nichts homogenes, darum nur noch eine Religion, das ist erheblich rationeller.

Dann schrieben er und ein paar Priester des ausgewählten Kultes was aus bereits vorhandenen Quellen fluchs zusammen und das wurde verbreitet.

Das war sehr erfolgreich, zumal alle anderen Kulte vernichtet und verboten wurden und wer hernach nochmals diese erwähnte, schwupp, einen Kopf kleiner.

Etwas später, es war gerade eine Krise und der gute König hatte einen Krieg verloren, wurde dann auch Aschira getilgt (weil die Mädels sind ja immer an allem Schuld oder sowas.....), das Gott geschieden. Ab dann war er wieder Jungeselle. Aschira wurde als untreu und Bitch beschimpft und in einen Baum verwandelt (es gibt viele Ehemänner, die würden den sicherlich drum beneiden..... ok, das ist ein anderes Thema).

Die ein oder andere Zusatzschrift kam noch hinzu, jenachdem, wie man das Ding weiter ausschmücken musste, um den Massen erfolgreich einzutrichtern, ihrem jeweiligen Obermotz zu gehorchen, genauso wurde auch am NT mit der Zeit noch "gefeilt", der ein oder andere Papst hat sich hierbei besonderst als Geschichtenschreiber hervorgetan.

Wenn du weiter so gute Antworten schreibst, fang ich noch an dich auf GF zu Stalken ;) 

Erneut eine perfekte Antwort 

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Kann man das nicht irgendwo nachlesen?

Falls es in bekannten Online-Enzyklopädien zu finden ist, dann nicht einfach.

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Die Bibel besteht aus 66 Büchern von verschiedenen Autoren, die größtenteils unbekannt sind. Die Urheberschaft der meisten Texte ist ziemlich umstritten, ebenso die genaue Entstehungszeit und die älteren Texte, auf denen sie basieren.

Zur Datierung der Texte habe ich das hier gefunden:

http://de.pluspedia.org/wiki/Datierung_der_Bibel

Die Texte des Neuen Testaments sind im Ersten und Zweiten Jahrhundert unserer Zeit entstanden. Mit dem Alten Testament kenne ich mich nicht so aus.

Das neue Testament ca. 200 Jahre nach Jesus Tod von unterschiedlichen Leuten.

Das ist schon mal falsch.

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Die Bibel ist eine Sammlung von Texten, qua eine Anthologie, nicht ein Autor, gar viele.
Über die Jahrtausende (3500 Jahre) immer wieder nach Brauchbarkeit, gesiebt (QumranRollen).

Es wird gemunkelt, dass Gott dem Moses, nicht 10, sondern 15 Gebote diktierte. Nur hatte Mose nur 2 Hände, konnte also nur 2 Steintafeln tragen.
Die vermeintlich Dritte hat derTolpatsch vermutlich fallen gelassen.
Oder war schlicht zu faul zum Jonglieren?
So blieben Gottes Eingebungen bis heute unvollständig, irgendwas ist ja immer, oder.

Es wird gemunkelt, dass Gott dem Moses, nicht 10, sondern 15 Gebote diktierte. 

So ein Blödsinn.

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Wieso sollten es fünfzehn Gebote gewesen sein? Die bestehtnden Zehn Gebote - die iechten, nicht die vonder RKK verfälschten - decken alle möglichen Konfliktsituationen unter Menschen und zwischen Mensch und Gott ab.

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Hallo Vladusch,

am Schreiben der Bibel waren insgesamt etwa 40 Männer beteiligt. Im einzelnen waren das folgende Personen:

1. Moses, ein Gelehrter, Hirte, Prophet und Führer

2. Josua, ein Heerführer

3. Samuel ein Levit und Prophet

4. Gad, ein Prophet

5. Nathan, ein Prophet

6. David, König, Hirte und Musiker

7. Die Söhne Korahs, eines Leviten

8. Asaph, ein Sänger

9. Heman, ein Weiser

10. Ethan, ein Weiser

11. Salomo, König, Erbauer und Weiser

12. Agur

13. Lemuel, ein König

14. Jona, ein Prophet

15. Joel, ein Prophet

16. Amos, ein Viehhirt und Prophet

17. Hosea, ein Prophet

18. Jesaja, ein Prophet

19. Micha, ein Prophet

20. Zephania, ein Fürst und Prophet

21. Nahum, ein Prophet

22. Habakuk, ein Prophet

23. Obadja, ein Prophet

24. Hesekiel, ein Priester und Prophet

25. Jeremia, ein Priester und Prophet

26. Daniel, ein Fürst, Herrscher und Prophet

27. Haggai Prophet

28. Sacharia, ein Prophet

29. Mordechai, erster Minister

30. Esra Priester, Abschreiber und Verwaltungsbeamter

31. Nehemia, ein Hofbeamter, und Statthalter

32. Maleachi, ein Prophet

33. Mattthäus, Steuereinnehmer und Apostel

34. Lukas Arzt und Missionar

35. Jakobus (Bruder Jesu), ein Aufseher

36. Markus, ein Missionar

37. Petrus, ein Fischer und Apostel

38. Paulus Missionar, Apostel und Zeltmacher

39. Judas (Bruder Jesu), ein Jünger

40. Johannes, ein Fischer und Apostel

Etliche Schreiber der Bibel haben betont, dass sie beim Verfassen der Texte unter göttlicher Anleitung standen. So konnte der Apostel Paulus mit Blick auf die gesamte Bibel schreiben: " Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert" (2. Timotheus 3:16). "Inspiriert" bedeutet hier jedoch nicht, dass Gott den Text Wort für Wort diktiert habe. Er überließ es den Schreibern, einen eigenen Schreibstil zu entwickeln sowie eigene Gedanken und Empfindungen zum Ausdruck zu bringen. Dennoch überwachte er es so, dass sich beim Schreiben keine Fehler und Ungereimtheiten einschlichen. Somit kann man sagen, dass die Bibel, obwohl von Menschenhand geschrieben, dennoch Gottes Wort ist.

LG Philipp

"Gottes Wort"?

Das KANN man zwar sagen, aber es bleibt bloße Behauptung.

Du möchtest doch wohl nicht im Ernst sagen, dass deine Herleitung der "Göttlichkeit" der Inspiration in deinem letzten Absatz logisch ist?

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@earnest

". . .Das verständige Herz ist es, das nach Erkenntnis forscht, aber der Mund Unvernünftiger ist auf Torheit aus. . . ."   (Die Bibel in Sprüche 15:14) 

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Etliche Schreiber der Bibel haben betont, dass sie beim Verfassen der Texte unter göttlicher Anleitung standen

Hätte ich an deren Stelle auch gesagt...

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Das war ich. Warum wie findest du sie? Schon gelesen? ;)

Aber mal im Ernst. Ganz viele Leute schrieben die Bibel, inspiriert vom Geist Gottes, oder einfach was sie selbst erlebt haben.

Menschen die sich untereinander nicht kannten und auch an verschiedenen Orten und zu unterschiedlich Zeiten lebten, teilweise zumindest.

Oder einfach, was sie sich selbst ausgedacht haben - oder an anderen Vorstellungen übernommen haben.

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das alte testament wurde nach der babylonischen gefangenschaft von den jüdischen priestern aufgeschrieben.

vorher wurde es mündlich weitergegeben


Die Bibel wurde nicht von einem Einzigen geschrieben sondern ist eine Sammlung von verschiedenen Texten welche zu ganz unterschiedlichen Zeiten geschrieben wurden. Das alte Testament entstand vor den Evangelien.

Ansonsten einen Theologen fragen..

Irgendein Märchenonkel hat das Buch vor langer Zeit geschrieben. Autor(en) unbekannt.

Von allen Märchengeschichten sind religiöse Märchen die absurdesten. Da lese ich lieber Frau Holle

Hallo Vladusch,

Du hast ja schon eine Menge Kommentare zu Deiner Frage bekommen — leider auch einander wiedersprechende.

Wie findet man eine glaubwürdige Antwort?

Lass die Bibel selbst diese Frage beantworten.

EINIGE FAKTEN ZUR BIBEL

— Sie wurde in einem Zeitraum von 1 610 Jahren von 40 Männern geschrieben ... von 1513 v. u. Z. bis 98 u. Z. Diese Angaben findest Du in fast allen Bibeln.

— Die ersten 39 Bücher wurden vorwiegend in Hebräisch verfasst, enthalten aber auch einige Passagen in Aramäisch. Sie werden als Hebräische Schriften oder Altes Testament bezeichnet. Auch das lässt sich in allen Bibeln nachprüfen.

— Die übrigen 27 Bücher wurden in Griechisch geschrieben. Sie bilden die Christlichen Griechischen Schriften oder das Neue Testament. Auch diese Aussage ist biblisch nachprüfbar.

— Die Bibel stammt nicht von Menschen, sondern von Gott. 

Einer der Schreiber erklärte: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert“, das heißt von Gott eingegeben (2. Timotheus 3:16). 

Ein anderer sagte: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2). 

Die Bibelschreiber machten also Jehova Gott, den Höchsten im ganzen Universum, als Autor der Bibel kenntlich, der sich so den Menschen mitteilen möchte.

Ein weiterer Hinweis, dass die Bibel von Gott ist: sie hat Jahrhunderte überdauert. Und das, obwohl sie angefeindet wurde, wie kein anderes Buch in der Geschichte (Bibelverbrennungen) . Ein Beleg, dass Gott sein Wort beschützt hat. Heute ist die Bibel weltweit allen Menschen zugänglich.

Bitte nicht schon wieder die bloße Behauptung, im Tatsachengewand hier verkündet:

"Die Bibel stammt nicht von Menschen, sie stammt von Gott."

Und bitte nicht schon wieder diese Zirkelschlüsse, mit denen du die Bibel mit der Bibel "beweist"...

Deine "Belege" sind bloße Behauptungen.

4
@earnest

Jaja, Earnest, diese von Dir so geliebten Zirkelschlüsse ...

Wenn Gott doch aber selbst sagt:

"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, " (2. Tim. 3:16) ...

... wer bin dann ich, der das Gegenteil behaupten sollte?

Vielleicht gehört der "Zirkelschluss" ja in DIESE Kategorie?:

"Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: „Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List.“ " (1. Korinther 3:19)

Na dann: bis zu Deinem nächsten Versuch, Earnest, Gottes Wort in Misskredit zu bringen.

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@OhNobody

Wenn ich also jetzt etwas schreibe, und behaupte es sei von Gott inspiriert, dann ist das ein BEWEIS für dich das es wirklich von Gott kommt? 

Der Hexenhammer hat übrigens auch Jahrhunderte überdauert, ganz zu schweigen von Ägyptischen Schriften

4
@OhNobody

Wenn du selbst an die Logik des von dir Geschriebenen glaubst, dann tust du mir herzlich leid.

Und nein, nicht ICH liebe Zirkelschlüsse.

Dein letzter Satz ist eine üble Unterstellung. Du verwechselst da schon wieder was.

2
@Deamonia

Deamonia:

Nein — das könnte niemand ernsthaft glauben:

"Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind. 2 Daran erkennt ihr die inspirierte Äußerung von Gott: Jede inspirierte Äußerung, die Jesus Christus als im Fleische gekommen bekennt, stammt von Gott, 3 doch jede inspirierte Äußerung, die Jesus nicht bekennt, stammt nicht von Gott. Und dies ist die [inspirierte Äußerung] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er komme, und er ist schon in der Welt." (1. Joh. 4:1-4)

Bei Dir würde ich extra vorsichtig sein, Dämonia ...:

"Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben, " (1. Zim. 4:1)

"Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen. " (2. Petrus 2:1)

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@earnest

Earnest:

Du hast recht — den letzten Satz hätte ich mir verkneifen sollen. Ich bitte Dich um Entschuldigung.

Aber Deine Art empfinde ich auch nicht immer als die feine englische ...

Naja: lass uns nett miteinander umgehen — auch wenn wir unterschiedliche Standpunkte haben. Danke ...

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@OhNobody

Also erstmal Deamonia (Dea nicht Dä) ist eine uralte Comicfigur, also keine Sorge, ich fresse keine kleinen Kinder XD

Deine Bibelzitate sagen ja im Grunde aus "Alles was in der Bibel steht kommt vom Antichristen" denn als die Testamente aufgeschrieben wurden, war Jesus schon lange Tod, daher stammen die Worte nicht von ihm ;) 

Allerdings ist es immer wieder traurig, zu lesen, das viele Christen offenbar eine Anleitung brauchen um ein guter Mensch zu sein... 

Im Grunde ist mir aber klar, das ich hier schreiben kann was ich will, du scheinst mir sehr fanatisch in deinem Glauben, zitierst brav die Bibel und hälst sie für wahr. In solchen Fällen kann man meist auch mit einer Wand reden, es hat den gleichen Effekt. 

1
@Deamonia

Deamonia:

Jesus ist nach drei Tagen auferstanden. Welches Versprechen gab er seinen Jüngern?:

"Und Jesus ... sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen ... Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge." (Mat. 28:18-20)

Er überwachte das Werk seiner Jünger — zweifellos auch das Schreiben der Bibel.

In der Tat: für mich ist die heilige Schrift Gottes eine Anleitung fürs Leben — aber das sollte sie doch für alle Christen sein?:

"Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk." (2. Tim. 3:16, 17)

Das sehen Millionen Christen so!

Ist man fanatisch, wenn man aus der heiligen Schrift zitiert? Dann war Jesus ein Fanatiker?

Als Jesus vom Satan versucht wurde, hat er nie gesagt: "ich denke, das ist so und so ...". Er hat sich 3x auf Gottes Wort berufen: "Es steht geschrieben ..." (Mat. 4)

In Mat. 4:4 hob er besonders Gottes Wort hervor, als er zu Satan sagte:

"... „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.‘ “"

Natürlich hast Du das Recht, die Bibel abzulehnen. Du darfst auch Menschen ablehnen, die sich von der Bibel leiten lassen. Das macht die Bibel aber nicht unglaubwürdiger.

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P. S.: ich habe nach Deinem Namen "Deamonia" gegoogelt — habe leider nichts gefunden ...

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@OhNobody

Deine Einsicht ehrt dich, OhNobody.

Akzeptiert.

Wenn du jetzt noch einsehen könntest, dass Behauptungen und Tatsachen zwei verschiedene Dinge sind...

2
@earnest

Earnest:

ich danke Dir für Dein Verständnis.

Dass "die ganze Schrift von Gott inspiriert" ist, das ist eine Tatsache, die durch verschiedene Fakten belegt werden kann:

— Erfüllte detaillierte Prophezeiungen;

— Die innere Harmonie, obwohl die Schreiber sich über den Zeitraum von 1600 Jahren z. T. nicht kannten;

— Wenn die Bibel Angaben über die Natur macht, ist sie wissenschaftlich korrekt;

— Die Lehren sind zeitlos und noch heute weltweit anwendbar;

— Die Bibel hat wie kein anderes Buch weltweite Vernichtungsfeldzüge überlebt;

— Menschen gehen für die Lehren in den Tod. Das macht man nicht für ein Märchenbuch.

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@OhNobody

Das ist - fast von vorn bis hinten - Quatsch, OhNobody.

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@earnest

Earnest:

ich vergebe Dir — "denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Luk. 23:34)

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Ein weiterer Hinweis, dass die Bibel von Gott ist: sie hat Jahrhunderte überdauert. 

Das Gilgamesch-Epos hat auch überdauert...

...und es ist sogar älter!

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@nax11

Nax11:

Das, was man über das Gilgamesch-Epos weiß, stützt sich hauptsächlich auf einen Keilschrifttext aus der Bibliothek Assurbanipals (Regierungszeit 668-627 v. u. Z.) im alten Ninive.

Das Buch Mose wurde viel früher geschrieben. Der darin enthaltene Flutbericht ist realistischer, als das von Gilgamesch.

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@OhNobody

Das ist eine Abschrift, stimmt! - Dazu eine Frage: hast du irgendwo die hebräische Originalschrift der Thora gefunden?

Das Gilgamesh-Epos wurde vermutlich zeitgleich mit dem Etana-Mytos verfaßt. Beides ist sumerisch und wird datiert auf etwa 24. Jahrhundert v. Chr.!

Wohl gemerkt, schriftlich verfaßt, denn die Überlieferung behandelt die ersten sumerischen Könige, also wenigstens 600 Jahre früher!

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@nax11

Originalschriften existieren nicht mehr. Das Material von damals ist längst verdorben.

Die Hebräischen Schriften wurden aufgezeichnet um 1513 bis um 443 v. u. Z.

Sie — darunter der Pentateuch — wurden immer wieder abgeschrieben. Dazu waren die israelitischen Könige verpflichtet (2. Könige 22:8-13; Sprüche 1:1-4).

Wenn Du mehr Hintergründe zu Moses / Pentateuch brauchst, empfehle ich dir das hier:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102004242?q=bücher+mose&p=par

Hier eine weitere interessante Quelle:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2011410?q=bücher+mose&p=par

In der werden u. a. folgende Fragen beantwortet:

▪ Gab es vor 3 500 Jahren, also zu der Zeit, in der laut der Bibel Moses und Josua lebten, im Vorderen Orient geschriebene Texte?

▪ Stützten sich die Bibelschreiber auf frühere Quellen? 

▪ Warum wurden keine biblischen Schriften gefunden, die älter sind als die Schriftrollen vom Toten Meer? 

▪ Wie wurden die Texte der Bibel überliefert?

▪ Wann wurde die Bibel geschrieben?

Ich will die Antworten hier nicht reinkopieren, da sie zu umfangreich sind.

Ich hoffe, diese Infos helfen Dir ...

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@OhNobody

Gab es vor 3 500 Jahren, also zu der Zeit, in der laut der Bibel Moses und Josua lebten, im Vorderen Orient geschriebene Texte

Ich verstehe nicht worauf du damit hinaus willst?

Du hattest bezweifelt, daß das Gilgamesch-Epos älter als die Bibel sei und jetzt kommst du mit 3500 Jahren (1500 v. Chr)?

Die Sumerer waren vermutlich die erste Kultur, die Städte gründeten (vor über 5000 Jahren). Die Schrift haben sie wahrscheinlich zuerst nur für Listen verwendet. Es paßt in den Kontex, daß die sie ihre Königsepen erst ab ca. 2400 v.Chr. (vor 4400 Jahren) niedergeschrieben haben. Homer hat ja auch nicht die griechische Schrift erfunden und gleich einen Roman geschrieben!

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@nax11

Du gehst beim Gilgamesch-Epos von ca. 5000 Jahren aus. Ist das beweisbar? Assurbanipal lebte ca. 600 v.u.Z. Das Epos fand man in seiner Bibliothek.

Befasst Du Dich mit Einzelheiten dieses Epos (Sintflutgeschichte), wird Dir schnell klar, welche Erzählung die realistischere ist — die des Mose.

Die Schlussfolgerung: Gilgamesch hat sich der Schrift des Mose bedient und eine eigene Version kreiert. Wenn Du willst, schicke ich Dir Einzelheiten zum Vergleich.

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@OhNobody

Hallo, OhNobody!

Beweisbarkeit ist in der Archäologie immer das Problem der Datierung. Z.B. kann man bei Pharaonen zwar sagen, der lebte vor dem, aber die Ägypter haben die Regierungsjahre ihrer Könige nicht immer exakt angegeben. Die Umrechnung in unsere Zeitrechnung ist erst etwa seit der römischen Datierung exakt.

Wann das Gilgamesh-Epos erstmalig niedergeschrieben wurde kann letztlich nicht exakt festgestellt werden. Aber wie im Etana-Mytos handelt es von den ersten sumerischen Königen, also eine Überlieferung aus der Zeit vor zirka 5000 Jahren.

Zu der Zeit haben die Sumerer auch die Keilschrift entwickelt und vermutlich anfangs nur zur Verwaltung genutzt. Eine 600 Jahre spätere Niederschrift paßt für eine Datierung in den Zeitrahmen - ich verlasse mich diesbezüglich natürlich auf Experten.

Interessant finde ich z.B. die Schilderung einer großen Flut, was offenbar ein epochales Ereignis aus vorsumerischer Zeit war. Daß dieses Ereignis auch in der Bibel beschrieben wird ist logisch, wenn man es als größte Katastrophe der Früh- oder Vorantike sieht. Abgeschrieben hat das keiner von dem anderen - es ist eine Überlieferung, die in beide Quellen einging.

Gruß

Nachtrag:

Schriftliche Zeugnisse der Frühantike muß man wohl auch unter dem Aspekt der Mühen sehen, die es machte sie zu verfassen. Das ist nicht damit zu vergleichen mal was auf ein Papier zu kritzen.

Selbst bei Papier und Pergament gab es früher eine extreme Knappheit. Ich habe mal ein Buch gelesen, das von der Entdeckung diverser Schriften von Archimedes handelte. Sichtbar waren nur Bibelkommentare von Mönchen. Die hatten das ursprüngliche Papier ausgebleicht und wiederverwendet, in einigen Fällen sogar mehrfach.

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@OhNobody

Gilgamesch war einer der ersten sumerischen Könige, Moses ist deutlich jünger!

Aber schick mir mal die Links, OhNobody!

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@nax11

Danke, Nax, für Deine umfangreichen Ausführungen. 

Einen Link kann ich nicht schicken. Das ist in meiner privaten Bibliothek. Ich mach es morgen — hier reinkopieren ... vielleicht erst gegen Abend.

Vielen Dank und Grüsse ...

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@OhNobody

Du hast übrigens recht: das Gilgamesch-Epos wird in das 2. Jahrtausend vor unserer Zeit datiert — also etwa 500 Jahre früher, als Moses Aufzeichnungen. Also KEINE "Abschrift" von Moses ...

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@OhNobody

So, Nax, jetzt habe ich Zeit, das Gewünschte nachzuliefern.

Nochmal der Zusammenhang:

Ich schrieb, warum die Bibel von Gott ist: u. a. hat sie Jahrhunderte — eigentlich Jahrtausende —  überdauert. Und das, obwohl sie angefeindet wurde, wie kein anderes Buch in der Geschichte (Bibelverbrennungen).

Darauf schriebst Du, dass auch das Gilgamesch-Epos überdauert hat — sogar noch älter ist, als die Bibel, was ich inzwischen bestätige.

Zwischen beiden — Bibel u. G.-Epos gibt es jedoch inhaltlich gravierende Unterschiede, die für mich bedeuten, dass weiterhin die Bibel als Wort Gottes in Frage kommt.

Hier Einzelheiten des G.-Epos, was meiner Meinung nach diese Behauptung stützt:

>iDe Sintflut und der Gottmensch Gilgamesch

Dreht man das Rad der Geschichte um etwa 4 000 Jahre zurück, stößt man auf einen berühmten akkadischen Mythos, das Gilgamesch-Epos. 

Das, was man darüber weiß, stützt sich hauptsächlich auf einen Keilschrifttext aus der Bibliothek Assurbanipals (Regierungszeit 668-627 v. u. Z.) im alten Ninive.

Das Epos beschreibt die Heldentaten Gilgameschs, der zu zwei Drittel Gott und einem Drittel Mensch oder ein Halbgott gewesen sein soll. In einer Version des Epos heißt es: 

"Die Mauer des umfriedeten Uruk ließ er bauen, vom heiligen Eanna, dem reinen Tempel, für Anu, den Gott des Firmaments, und für Ischtar, die Göttin der Liebe . . ., unsere Herrin der Liebe und des Krieges." ... 

Gilgamesch hatte aber nicht gerade eine angenehme Art. Die Einwohner Uruks beklagten sich bei den Göttern und sagten: "Nicht läßt Gilgamesch die Jungfrau zum Geliebten, die Tochter des Helden, die Gemahlin des Mannen."

Was unternahmen die Götter daraufhin? Die Göttin Aruru erschuf Enkidu, der der irdische Rivale Gilgameschs sein sollte. Sie waren aber keine Feinde, sondern wurden gute Freunde. 

Nach einiger Zeit starb Enkidu. Der bestürzte Gilgamesch schrie: "Werd ich nicht, sterbe ich, sein wie auch Enkidu? Harm hielt Einzug in meinem Gemüte, Todesfurcht überkam mich, nun lauf ich hin in die Steppe." 

Er wollte das Geheimnis der Unsterblichkeit lüften und begab sich auf die Suche nach Utnapischtim, dem Überlebenden der Flut, dem zusammen mit den Göttern Unsterblichkeit verliehen worden war.

Schließlich fand Gilgamesch Utnapischtim, und dieser erzählte ihm die Geschichte von der Sintflut. 

Auf der elften Tafel des Keilschrifttextes, die als die Sintfluttafel bekannt ist, berichtet Utnapischtim von den Anweisungen, die ihm hinsichtlich der Sintflut gegeben wurden. Sie lauteten: 

"Reiß nieder das Haus, baue ein Schiff, laß fahren Reichtum, suche Leben! . . . Führe allerlei Lebenssamen in das Schiff hinauf!"

Erinnert das nicht an den Bibelbericht über Noah und die Sintflut?

Utnapischtim konnte Gilgamesch aber keine Unsterblichkeit geben. Der enttäuschte Gilgamesch kehrte nach Uruk zurück. 

Der Bericht endet mit seinem Tod. 

Die traurige Tatsache, daß der Tod und der Eingang ins Jenseits unabwendbar sind, ist der Hauptgedanke, den das Epos vermittelt. 

Diese Leute des Altertums fanden nicht den Gott der Wahrheit und der Hoffnung. 

Es ist aber ganz offensichtlich, daß zwischen dem Epos und dem einfachen Bibelbericht über die vorsintflutliche Zeit eine Verbindung besteht.< (Buch "Die Suche der Menschheit nach Gott", S. 48, 49)

Es folgt eine weitere Quelle:

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@OhNobody

>Beginnen wir mit den Sumerern, einem Volk, das im Altertum in Mesopotamien siedelte. 

Ihre Version von der Sintflut fand man auf einer Tontafel, die in den Ruinen von Nippur ausgegraben wurde. Darauf heißt es, die sumerischen Götter Anu und Enlil hätten beschlossen, die Menschheit durch eine gewaltige Flut zu vernichten. 

Aufgrund einer Warnung durch den Gott Enki sei es Ziusudra und seiner Familie gelungen, in einem riesigen Boot zu überleben.

Das babylonische Gilgamesch-Epos enthält viele Einzelheiten. Wie es darin heißt, suchte Gilgamesch seinen Vorfahren Utnapischtim auf, dem ewiges Leben geschenkt worden war, nachdem er die Flut überlebt hatte. Utnapischtim erklärt in der darauffolgenden Unterhaltung, ihm sei geboten worden, ein Schiff zu bauen und seine Familie sowie Rinder und wilde Tiere mit hineinzunehmen. 

Er habe das Schiff als riesigen, an jeder Seite 60 Meter langen Würfel mit sechs Stockwerken gebaut. Er erzählt Gilgamesch, der Sturm habe sechs Tage und sechs Nächte gedauert, und sagt dann: 

"Am siebenten Tag ließ die Sturmflut nach; es war eine Stille wie nach der Schlacht. Alsbald ward still das Meer, es legte sich der Wettersturm, die Sintflut war zu Ende. Ich blickte aus nach dem Wetter, da war es gar stille geworden. Und alle Menschheit war zu Lehm geworden."

Nachdem das Wasserfahrzeug auf dem Berg Nisir aufgelaufen war, ließ Utnapischtim eine Taube frei, die jedoch zurückkam, weil sie keine Ruhestätte finden konnte. 

Als nächstes folgte eine Schwalbe, die ebenfalls zurückkam. Schließlich ließ er einen Raben frei, und als dieser nicht zurückkehrte, wußte Utnapischtim, daß sich die Wasser verlaufen hatten. Daraufhin ließ er die Tiere frei und brachte eine Opfergabe dar.

Diese sehr alte Sage hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Bibelbericht über die Flut. 

Allerdings fehlen ihr die lebendige Schilderung und die Einfachheit des Bibelberichts, und sie gibt weder vernünftige Maße für die Arche an noch die in der Bibel erwähnte Zeitspanne. 

Beispielsweise heißt es im Gilgamesch-Epos, der Sturm habe sechs Tage und sechs Nächte gedauert, die Bibel hingegen berichtet, daß sich der Regen "vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde" ergoß — anhaltende schwere Regenfälle, durch die schließlich die ganze Erde mit Wasser bedeckt wurde (1. Mose 7:12).

Die Bibel spricht von acht Überlebenden der Flut, gemäß der griechischen Sage überlebten aber nur Deukalion und seine Frau Pyrrha (2. Petrus 2:5). 

Vor der Flut, so die Sage, hätten auf der Erde Gewalttäter gelebt, das sogenannte eherne Geschlecht. 

Der Gott Zeus beschloß, sie mittels einer großen Flut zu vernichten, und Deukalion erhielt den Befehl, einen großen Kasten zu bauen und sich hineinzubegeben. 

Als die Flutwasser zurückgingen, landete der Kasten auf dem Parnaß. Deukalion und Pyrrha stiegen von diesem Berg herab und gründeten die Menschheitsfamilie von neuem.< (Wachtturm 92, 15.01., S. 6)

Zusammenfassung von mir: der Bibelbericht ist für mich eine realistische Beschreibung früher Ereignisse. Mythen und Legenden anderer Völker — auch das Gilgamesch-Epos — bestätigen, das es eine weltweite Flut gab, trotzdem ihre Aussagen vom Bibelbericht abweichen. Für mich sind diese Schriften Bestätigungen dafür, dass die Bibel von Gott inspiriert ist.

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@OhNobody

Hallo OhNobody!

Mein ursprünglicher Einwand bezog sich nur darauf, daß du das Alter von Texten als Beleg für ihre Wahrhaftigkeit angeführt hast, deshalb mein Gilgamesch-Einwand: Text älter, aber daß sich darin Dichtung und Realität vermischen bezweifelt heute keiner mehr!

Die Kritik bezog sich nicht grundsätzlich auf die Bibel - ob das Buch jemand für realistisch hält oder nicht ist seine individuelle Entscheidung, die mich oder andere nichts angeht!

Zu deinen zitierten sumerischen Geschichten:

Im wesentlichen kenne ich die - die Zeus-Geschichte aber nicht. Daß ich diesbezüglich (Sumer) vor einiger Zeit etwas intensiver recherchiert habe hatte einen anderen Grund. Übrigens finde ich persönlich die Ischtar-Mythen am erstaunlichsten - wirklich interessant zu lesen.

Zur Sintflut gibt es inzwischen archäologische Hinweise - nagel mich jetzt nicht auf die exakte Zeit fest, aber vor etwa 10.000 Jahren soll der Bosporus noch eine Landbrücke gewesen sein und das Schwarze Meer hatte einen deutlich niedrigeren Wasserspiegel als das Mittelmeer. Beim Bruch der Landbrücke muß sich eine gewaltige Flutwelle durch das Schwarze Meer gewälzt haben. Für die dort lebenden Menschen war das mit Sicherheit apokalyptisch! Wenn das die Sintflut war erklärt das auch verschiedene Überlieferungen (im kleinen sieht man das bei heutigen Tsunamis): wer höher lebte litt weniger unter den Folgen als die Küstenbewohner!

Gruß N.

1

Hör dir die ersten ein paar Minuten an. Kannst es ja danach alles selbst prüfen...

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