Wer profitiert wirklich vom Euro?

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10 Antworten

Du profitierst schon seit vielen Jahren vom EURO, du hast das nur noch gar nicht gesehen.

Durch den EURO sind viele Handelshemmnisse gefallen. Gerade für ein exportorientiertes Land wie Deutschland ist das gut. Das schafft Arbeitsplätze, Wohlstand und Steueraufkommen. Das kommt letztlich jedem Einzelnen zugute, auch wenn er es nicht direkt spürt. Was glaubst du, warum ist Deutschland so stark auf den internationalen Märkten vertreten?

Ob du jetzt ein paar Kröten in eine andere Währung umtauschen musst, ist doch eher nebensächlich. Die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge sind wichtig.

Jeder in Deutschland profitiert vom EUR. Deutschland ist ein Exportland. Der Großteil geht in die EU. Die Unternehmen haben kein Wechselkursrisiko.

Auch bei Exporten in andere Länder profitiert die deutsche Wirtschaft. Der EUR ist im Außenwert tendenziell schwächer als es die DM war. Das liegt am wirtschaftsschwachen Süden. Deutschland kann also exportieren ohne damit den Wechselkurs in die Höhe zu treiben.

Geht es der Wirtschaft gut, profitieren wir alle

  • Mehr Arbeitsplätze
  • Höhere Gehälter
  • Mehr Steuereinnahmen
  • Mehr Einnahmen bei den Sozialversicherern
  • usw.

Danke! Endlich spricht mal jemand, der ein wenig Ahnung hat. *stöhn*

Das ist ja schlimm, wie so manche hier ihren proletarier-Mist rauskotzen.

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@tommy4gsus

Klar gibt es auch Vortteile. Aber ich denke die Nachteile dürfen auch genannt werden.

Das Problem, dass ich eher sehe ist die fehlende Nachhaltigkeit.
Und der Euro ist an dem Tag gestorben, als sie die Eurostaaten vehement gegen Eurobonds ausgesprochen haben... ;-)

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Die Frage ist halt, wie lang geht die Party so weiter? Prognosen?

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Mehr Steuereinnahmen

Inklusive oder exklusive der Ausgaben für Rettungspakete?

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@Busverpasser

Deutschland hat bisher keinen Cent aus Steuermitteln nach Griechenland überwiesen. Alle Zahlungen sind durch die EZB oder den IWF erfolgt. Und das waren auch keine Nettozahlungen, sondern ausschließlich Umschuldungen.

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Das liegt am wirtschaftsschwachen Süden. Deutschland kann also exportieren ohne damit den Wechselkurs in die Höhe zu treiben.

Und genau dadurch zahlen halt viele drauf. Bemerkbar macht sich das vor allen bei den "einfacheren" Berufen. Das sind dann genau die die ihr Kreuz nächstes Jahr in Deutschland bei der Afd udn in Frankreich bei Le Pen machen werden...

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@Busverpasser

Selbstverständlich profitiert Deutschland auf Kosten des Südens. Bei denen macht sich genau der gegenteilige Effekt bemerkbar. Griechenland, Portugal und auch Spanien sind klassische Importeure, außer beim Tourismus. Dort verteuern sich die Güter und die Wirtschaft gewinnt nicht an Wettbewerbsfähigkeit, weil die starken deutschen Exporte eine massive Abwertung des EUR verhindern.

Nicht umsonst liegt dort die Jugendarbeitslosigkeit bei 50%. Alles was bei uns auf der Habenseite zu verzeichnen ist, ist für Südeuropa eine Belastung.

Insofern ist eine Aussage, dass die EU für Deutschland Mittel zum Zweck ist, nicht von der Hand zu weisen. Deutschland ist der mit Abstand größte Profiteur des EUR und der EU. Leider hat sich das in der Wahrnehmung der Deutschen noch nicht durchgesetzt. Im Gegenteil, die Reihe der EU-Kritiker in Deutschland wird immer größer. Und das sicher nicht aus Mitleid mit den Portugiesen oder Griechen, sondern aus purer Unwissenheit.

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Euro gilt in weiten Teilen Europas

---- > Transaktionskosten privat und geschäftlich sinken

----> Keine Wechselkursrisiken innerhalb dieses Gebietes

Euro = schwächere Währung als die D-Mark

--- > Exporte steigen

-- > Unternehmen verkaufen mehr, stellen mehr Jobs zur Verfügung und zahlen mehr Steuern

-- > Allgemeinwohl des Landes steigt

Keine Wechselkursrisiken innerhalb dieses Gebietes

Nun den Preis den wir dafür Zahlen kennen wir ja. Ich will nicht rumunken oder klugscheißen, aber denken Sie allen ernstes, das die Südeuropär mit ihrer Produktivität und dem von uns auferlegten Sparzwang jemals aus diesem Schlamassel rauskommt? Die Pleitegeier sind doch noch oder schon wieder oder wie auch immer am Kreisen...

Was passiert, wenn das erste Euroland die Reisleine zieht (Populisten stehen ja schon in den Startlöchern).

Wie sehen sie das mit der unterschiedlichen Produktivität? Sollte Südeuropa seine steigern oder Deutschland seine senken?

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@Busverpasser

Hier gibt es an sich durchaus Ausgleichsmechanismen. Deutschland als Nettozahler andere als Nettonehmer, daran wird man sich erinnern.

Im Endeffekt hat Deutschland damals mit der oft verhassten Agenda 2010 den Grundstein gelegt, für die jetzige wirtschaftliche Situation. Hier haben andere Länder geschlafen, dies würde es nachzuholen gelten.

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@AnglerAut

Hier gibt es an sich durchaus Ausgleichsmechanismen. Deutschland als
Nettozahler andere als Nettonehmer, daran wird man sich erinnern.

Da bin ich ja nciht mal gegen. Aber warum haben die Deppen damals keine Eurobonds eingeführt. Klar wäre unpopulär beim Pöbel gewesen.

Aber dadurch nimmt den Euro eh kein internationaler Investor mehr wirklich ernst und dadurch ist uns das alles viiieeeel teurer gekommen... :-(

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@Busverpasser

Zwei Problematiken:

1. Wäre verfassungsrechtlich nicht gegangen, Schuldenunion wäre nicht rechtens.

2. Dann würde Deutschland auf seine eigenen Schulden nicht 0,05% Zinsen zahlen, sondern das selbe wie die anderen Europäer, wohlgemerkt natürlich irgendwas zwischen den Kosten von Deutschland und den Südländern. Aber dies würde Deutschland im Jahr um die 40-60 Milliarden € mehr kosten.

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@AnglerAut

Genau. Aber funktioniert es denn jetzt? Meiner Meinung nach ist der Euro verfrüht eingeführt worden und hätte erst nach einer Verfassungänderung in Bezug auf Punkt 1 eingeführt werden dürfen!

Sehen sie denn für Südeuropa noch eine realistische Chance, dass sie aus ihrem Dilemma rauskommen?

Und ja klar würde es Deutschland 60-80 Mrd. mehr kosten. Dafür würden aber auch Rettungsbürgschaften unnötig und am Ende wäre es zur derzeitgen Situation +/- 0. Mit dem Unterschied dass der Süden noch handlungsfähig wäre... ;-)

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Ich profitiere davon, besonders da ich in Grenznähe wohne und keine zwei Geldbeutel mehr benötige und Preise viel besser vergleichen kann.

Ich bin überzeugt, eine DM wäre in den letzten Jahren nicht so stabil gewesen wie es der Euro in den Jahren, seit es ihn gibt, war.

Der Fehler vom Euro ist politischer Natur. Zu hastig eingeführt, jedes Land aufgenommen ohne kritische Überprüfung und Vereinbarungen wie die Maastricht Kriterien nicht ernst genommen. Dan ändert aber nichts am Vorteil einer gemeinsamen Währung.

Wer (wie ich) jahrelang eine kiloschwere Geldbörse mit sich durch Europa schleppen musste, weil die ständige Wechselei des Kleingelds einfach zu teuer und zeitaufwändig gewesen wäre, dürfte froh darüber sein, diesen "Klüngelkram" los zu sein. Um die Münzen von geringem Wert (italienische Lire und belgische Franc) los zu werden, kaufte ich gern in den Intershops auf den Transitautobahnen durch die DDR meine Zigaretten mit diesem Münzgeld. Jeder Wechselvorgang an Grenzübergängen zu einem anderen Währungsgebiet kostete Geld und wie korrekt da WIRKLICH gerechnet wurde, konnte man als Kunde ohnehin NICHT überprüfen.....

Solche Prospekte kann sich jeder drucken lassen.

Solche "Münzen" sind keinen Cent mehr wert als der Nennwert. Wenn du mehr dafür zahlst, weißt du wer daran "verdient"

Ich kaufe diese Gedenkmünze sowieso nicht & habe den Flyer gleich entsorgt^^ wer weiß, wo dieses Zeug herkommt.

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Es ging um den Euro als Währung und nicht um die Gedenkmünzen... ;-)

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Als mächtige Exportnation in erster Linie Deutschland. Hinzu kommen dann noch Länder wie Luxemburg, die Niederlande, Dänemark und Schweden. Auch Österreich dürfte davon mehr oder minder profitieren. 

Wenn nun Länder profitieren, heißt das aber noch lange nicht, dass die sogenannte breite Masse auch davon einen Nutzen hätte. Das ist ehewr nicht der Fall. Als wir noch die DM hatten, ging es der Mehrheit der Bevölkerung besser als danach. 

Als wir noch die DM hatten, ging es der Mehrheit der Bevölkerung besser als danach.

...und was bitte hat das mit dem Euro zu tun?!

Und wenn es unserer Wirtschaft gut geht, haben eben doch alle etwas davon! Ist doch sonnenklar, mann.

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@tommy4gsus

Und wenn es unserer Wirtschaft gut geht, haben eben doch alle etwas davon! Ist doch sonnenklar, mann.

Ist es das? Erkläre das mal bitte denen an der unteren Stufe Einkommenspyramide. Deren Löhne sind in den letzten Jahren stagniert, wärend der Euro denoch an Wert verliert. Hier fehlt z.B. der Inflationsauslgleich.

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Ach nee, Deutschland profitiert aber seine Bürger nicht?

Wer profitiert denn von den Exporten? Werden dazu keine Arbeitskräfte benötigt? Also profitieren die Arbeitnehmer.

Wird dadurch kein zusätzliches Steueraufkommen generiert? Also profitiert der Staat und damit indirekt der Steuerzahlen sowie alle Projekte, die über Steuergelder finanziert werden.

Es wäre einfach schön, wenn du ein klein wenig weiter denken würdest, als nur bis zur eigenen Nasenspitze. 

Und bitte. Der EURO wurde 2002 eingeführt. Ich mag doch sehr bezweifeln, dass es den Leuten in Deutschland mit rund 5 Mio Arbeitslosen und gigantischem Haushaltsdefizit deutlich besser ging als heute.

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@Interesierter

@Interessierter: du schreibst da so einigen Unsinn. Du solltest zumindest wissen, sdass wedwer die Niedriglohnempfänger, noch die Arbeitslosen sowie Armutsrenter vom Euro profitieren.

Natürlich ging es den Arbeitslosen zu DMarks Zeiten besser als jetzt, schließlich gab eas ja kein H-4. 

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@voayager

Natürlich ging es den Arbeitslosen zu DMarks Zeiten besser als jetzt, schließlich gab eas ja kein H-4. 

Was hat das jetzt mit dem Euro zu tun?

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Inwiefern ging es der Mehrheit da besser und warum lag das dann an der DM?

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@AalFred2

Viele Menschen konnten damals auch mit übersichtlichen Gehältern gut leben. Deren Gehälter sind jedoch in den letzten Jahren relativ stagniert - während wie Lebenshaltungskosten explodiert sind!

Ob nur der Euro schuld ist - das ist auch wieder zu einfach...aber er hat sicher seinen Anteil dran.

Die Hauptschuld liegt aber in unserem System, dass Geld arbeiten lässt und wo sich alles vermehren muss. Mit der Zeit entsteht in diesem System eine Singularität, die nur noch durch Reset beendet werden kann. Und zwar dass sie immer mehr Geld bei immer weniger Leuten sammelt... ;-)

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@Busverpasser

So sehe ich das auch. Hoffe doch sehr, dass niemand mich mißversteht und annimmt, ich würde alles auf den Euro abwälzen, denn das wiederum stimmt ja auch nicht. Er ist lediglich ein "Baustein" unter etlichen anderen.

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@voayager

Warum beantwortest du dann die Frage nicht, wie konkret der Euro zu den von dir beklagten Zuständen beigetragen hat?

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Wir hätten evtl. alle vom Euro profitieren können, wenn die EU geschlossen hinter ihm gestanden hätte...

...nun ist die Suppe einmal eingebrockt und wir sind gerade am auslöffeln. Ein zurück (zumindest ohne krasse Effekte) ist nun nicht mehr wirklich möglich.

Wer wirklich dran verdient...ich sage mal die Banken...die sind zwar chronisch Pleite - das liegt aber eher am 2% Mindestreservesystem.

Wem es noch nützt? Der der Euro hat und sie dem andreht, der denkt dass diese was wert sind...

...Privatpersonen, da denke ich kommt es sehr drauf an. Der der einen Job durch EU-Gelder hat dem nützt es mehr als der Frisöse, die noch ihren Steuereuro in die Eurorettung buttern muss...

Prinzipiell profitiert davon jeder in Deutschland, der nicht arbeitslos ist. Deutschland profitiert massiv vom Euro, schau mal wie die Wirtschaft in anderen Euroländern sich entwickelt hat und dann guck nach Deutschland. In Deutschland sähe es ohne den Euro heute ganz anders aus.

In wiedern ist die DM für Arbeitslose von Vorteil?

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Oh da hat die Gehirnwäsche aber blenden funktioniert. Ich z.B. seh das kritischer.

1) Deutschland hat ein Außenhandelsüberschuss und lässt sich damit mit Spielgeld bezahlen, dessen Wert letztendlich fragwürdig ist.

2) Klar auf dem Papier steht Deutschland super da. Und es gibt sicher auch viele, die provitieren. Aber letzendlich wird Deutschalnd daher immer mehr zu einem Billiglohnland. Viele Arbeitnehmer ohne akademischen Abschluss müssen Einschränkungen hinnehmen, damit Dutschalnd wirtschaftlich bleibt und so gut dasteht - und dann wundern sich alle ,warum eben diese Leute ihr Kreuz bei der Afd machen... -.-

Deutschland profitiert massiv vom Euro, schau mal wie die Wirtschaft in
anderen Euroländern sich entwickelt hat und dann guck nach Deutschland.

Und das soll jetzt ein Positivpunkt sein? Dass unser Wohlstand auf einer Währung aufbaut, die uns jederzeit um die Ohren fliegen könnte?

Für Deutschland wäre meiner Ansicht nach eine D-Mark und ein gestärkter Binnenmarkt gesünder.

Und für Südeuropa eine Währung die abgewertet werden kann, wenn die Produktivität hinterherhinkt...

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Der Euro ist dann notwendig, wenn Europa zusammen wachsen soll. Das kann jeder für sich entscheiden, ob das nun gut oder schlecht ist.

Ich finde es gut. Da ich so ganz nebenbei ein Unternehmer bin, ist der Euro natürlich auch eine gewisse Erleichterung im Handel.

Problem beim Euro ist, dass er nicht die unterschiedlichen Level an Produktivität ausgleichen kann. Was dadurch geschieht sieht man ja an Beispielen.

Leider sind die Europär aber auch nicht in der Lage das auszugleichen - wegen der Sprachbarrieren!

Eigentlich bin ich auch für ein gemeintschaftliches Europa aber der Euro an sich ist ne Todgeburt...das muss man so sagen...alles andere ist romantische Verklärung... :-(

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@Busverpasser

"wegen der Sprachbarrieren!?" Wie bitte? Erklär mir mal, was Sprachbarrieren mit Produktivität zu tun haben?

Und wieso sprichst Du beim Euro von einer "Totgeburt"?! Was bitte ist tot?

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@tommy4gsus

Ganz einfach. Wenn sich in den USA (mit dem die EU ja gern vergleichen wird) eine Strukturschwache Region ausbildet, dann ziehen die Leute dort weg - über Staatsgrenzen, z.B. von Florida nach Washington.

Hier ist es für die griechischen, arbeitlosen Jugendlichen nicht so einfach - schlicht weil sie der Deutschen Sprache nicht mächtig sind.

Sonst hätten sie ja das Recht auf FFreizügigkeit und könnten ihr Glück auf dem hiesigen Arbeitsmarkt versuchen... ;-)

Totgeburt bedeutet ,dass er auf dem letzten Loch pfeift. Das Konzept Tod muss ich dir sicher nicht erleutern...

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@Busverpasser

Ich weiß schon, was der Tod ist. Ha, ha. Aber was am Euro tot sein soll, ist mir trotzdem noch nicht klar.

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@tommy4gsus

Die riesige Überschuldung vieler Länder. Das nicht vorhandene Einstehen aller Eurostaaten für den Euro (zum Beispiel die Ablehnung der Eurobonds). Das nicht vorhandene Vertrauen internationaler Investoren. Bankenkriesen...

...ich glaube es wäre einfacher aufzuzählen gewesen, was daran nicht tot ist!

Also ich wünschte mir nichts mehr als einen funktionierenden Euro...aber es ist nun mal leider nicht die Realität...

...was würde denn deiner Meinung nach z.B. geschehen, wenn ein Land aus der Eurozone austriff. Populisten und Wutbürger die dafür sind gibts ja in jeder Euronation - und leider nicht wenige.

Das wäre der Genickbruch für unsere Währung, da kein internationaler Investor sowas gern in seinem Porfolio liegen hat...

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