Wer profitiert am meisten von der EU?

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5 Antworten

Guten Tag,

meiner Meinung nach ist das ein sehr gute Frage, welche nicht pauschal beantwortet werden kann, da bei einem Unfangen, also einer supranationalen Staatenvereinigung, wie der Europäischen Union (EU), ein längerfristiger Zeithorizont zu beachten ist.

Betrachtet man die grundsätzliche Ausrichtung der EU, so stellt man fest, dass alle Mitgliedstaaten (MS) und auch bereits die Staaten mit denen ein
Assoziierungsabkommen mit der EU schließen durch Fördergelder Maßen profitierten. 

Grundsätzlich profitieren also alle MS gleichermaßen.

Aktuell (also die letzten fünf Jahre) profitieren Länder die Griechenland, Italien, Portugal und Spanien als Mitglieder der Eurozone stark von der europäischen Idee, da ihre Target-Salden von der Gemeinschaft der MS der Eurozone gestützt werden. Vergleichbar hierzu könnte auf Bundesebene der Länderfinanzausgleich genannt werden, bei dem Länder wie Berlin, Brandenburg oder Bremen profitieren.

Zuvor haben Staaten wie die Niederlande, Frankreich, Österreich, Deutschland und Dänemark von Agrarsubventionen profitiert.

Zudem werden künftig MS von Freihandelsabkommen wie CETA profitieren, wenn sie hierdurch einen Exportüberschuss erreichen, Detuschland, Frankreich und Italien wären hier möglicherweise zu nennen.

Wiederum andere profitieren durch die engere Zusammenarbeit im Forschungssektor (beispiel Ungarn).

Die EU ist also ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Es ist schwer zu sagen, welches Land am meisten von der EU profitiert, da kein Vergleichsmaßstab geeignet ist. Wenn ein MS beispielsweise durch engere Zusammenarbeit in der Forschung eine immense Entwicklung erreicht, so ist dies nur schwer finanziell zu bemessen, allerdings wird besagter Staat zu einem späteren Zeitpunkt für seinen Fortschritt wiederum finanzielle Vorteile erhalten.

Insofern tendiere ich stark dazu, dass alle MS der EU von ihr profitieren.

Meines Erachtens diejenigen Eurozonen-Länder, deren Target-Salden am stärksten auf der "Nehmerseite" stehen. Denn das sind die Länder, in deren Staatssysteme effektiv die meisten Gelder aus anderen Eurozonen-Ländern reingeflossen sind.

Diese Betrachtungsweise lässt zwar die Nicht-Eurozonenländer erstmal außen vor. Aber ich würde erstmal unterstellen, dass diejenigen Länder, die nicht nur in der EU, sondern auch in der Eurozone sind, letztlich die "bedeutensten" Länder bzgl. Wirtschaftskraft usw. sind.

Bei obiger ganz nüchterner Betrachtung auf Ebene der Target-Salden steht dann in Absolutzahlen Italien ziemlich weit oben als Empfängerland. Bei einer pro-Kopf-Betrachtung stehen Länder wie Griechenland oben.

Oder ganz praktisch formuliert: durch die Finanzflüsse, wie sie sind, haben sich gerade die Eurozonen-Südstaaten es erlauben können, jahrelang über ihre Verhältnisse zu wirtschaften. Und auch wenn z. Zt. die Target-Salden noch reine Buchgewinne oder -verluste darstellen, wird es irgendwann dazu kommen, dass diesen Buchungen auch realwirtschaftliche Auswirkungen folgen. So steht z. B. Italien rechnerisch allein bei Deutschland mit ungefähr 280 Mrd. Euro in der Kreide, die bei einem etwaigen Austritt Italiens aus der Eurozone abzuschreiben wären.

Ich hätte gesagt Deutschland und viele osteuropäische Länder, aber ich könnte auch falsch liegen, ist nur meine wahrnehmung

Deutschland profitiert am meisten. Deshalb ist deutscgland auch eines der Wirtschaftsstärksten Länder der Welt

ach du bist ja süß

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Danke:) aber wie kommst du jetzt so drauf

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Deutschland und die osteuropäischen Länder

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