Wer oder was ist mit dem religiösen "heiligen Geist" in Verbindung zu setzen?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

"Heilig" bedeutet auch "nicht hinterfragbar" und "unantastbar". In der Bibel ist mit "Heiliger Geist" hauptsächlich der Geist der Wahrheit gemeint. Gleichzeitig bleibt es in der Bibel aber undefiniert, was nun eigentlich unter "Geist" zu verstehen ist.

Sinnvoll ist hier, dies im Zusammenhang mit dem Charakter zu sehen. Ein aus dem Charakter heraus erfolgender Drang zu Wahrheitsliebe, verbunden mit der Neigung, alles stets auf Plausibilität zu prüfen und auch die eigenen gewohnten Überzeugungen immer wieder neu unter die Lupe zu nehmen, kommt der Sache zumindest ganz nahe.

Doch genauer genommen gehört noch mehr dazu, z. B. Gerechtigkeitsstreben, Treue, Friedfertigkeit, Barmherzigkeit usw., weil das eine ohne alldem anderen kaum oder auch gar nicht wirklich möglich ist, und ohne Vernunft ebenfalls nichts von dem möglich ist (es sei denn, es gäbe rein instinktgesteuerte Menschen, die so etwas als Instinkt bereits in sich haben).

Alle diese Eigenschaften zusammen kann man als den Charakter des (geglaubten) Gottes sehen,

Problematisch wird die Sache aber dadurch, daß Religionen in ewiger Feindschaft zur Wahrheit und Vernunft stehen, und getrieben von der Urangst, verloren zu sein, wenn das  bisher Geglaubte nicht mehr geglaubt wird, nahezu keine Chance mehr haben, zur Einsicht zu gelangen.

Daraus hat sich im Laufe der Geschichte ergeben, daß es in allen Religionen einiges (und zunehmend immer mehr) gibt, welches das genaue Gegenteil von dem ist, was obenstehend als "Heiliger Geist" erklärt ist, was dann aber irrtümlich dennoch für "gottgefällig" gehalten wird. Es wird so geglaubt, und man ist dort unfähig geworden, etwas anderes zu glauben.

Zwar unterscheiden sich Religionen und auch religiöse Untergruppen oft sehr erheblich voneinander, doch es verhält sich ähnlich wie bei einer langen Leiter. Auch da ist es völlig egal, welche Sprossen man ansägt, und welche man unbeschädigt läßt, wer auf eine angesägte Sprosse drauftritt, der stürzt ab.

In diesem Zusammenhang ist es nützlich, auch noch die Aussagen im NT zu berücksichtigen, in denen Jesus etwas zu der Sünde gegen den Geist gesagt hat.

Bereits mit ganz wenig Logikfähigkeit kann sich ein Mensch klar machen, daß im  Prinzip jedwedes von Menschen ausgeübtes Übel vergebbar  ist, solange noch das geistige Werkzeug vorhanden ist, mit dem ein Mensch erkennen kann, daß er den falschen Weg gegangen ist, und das ihn befähigt, einen anderen besseren Weg zu gehen.

Dagegen ist es unmöglich, daß jemand aus Einsicht heraus umdenkt, wenn er aus seinem Glauben heraus bereits solches Umdenken für eine Sünde hält, die ihn in die Hölle befördern würde. Wer da Irrwege beschritten hat, wird auf diesen bleiben, weil er unabänderlich meint, daß dies der richtige Weg wäre. Und da wird dann zwangsläufig auch die Regel wirksam, daß begangene Fehler auch unvermeidbar zu den dazugehörigen Nachteilen führen.

Darin findet sich die Erklärung, warum in früheren Zeiten Frauen als Hexen verbrannt wurden und es für ein gottgefälliges Werk gehalten wurde, warum Menschen zu Toten beten und sich dabei auch noch in religiöse Verklärtheit begeben, warum Andersgläubige im Namen eines Gottes verfolgt werden, und warum Geistliche u. a. auch puren Unsinn von den Kanzeln herunterreden und gleichzeitig meinen, sich dadurch auf dem Weg in ein Reich Gottes zu bewegen.

Es gibt aber keinen nachvollziehbaren Grund, die Sache mit dem "Heiligen Geist" streng religiös zu sehen und es zu mystifizieren. Auch einfache Dinge des Alltags sind betroffen. Wer Unsinn glaubt, hat den Schaden, und wer das Richtige glaubt, hat den Nutzen. Da ist es ziemlich egal, ob es um etwas geht, was man einem Nachbarn unterstellt, oder ob man mit der Mathematik auf dem Kriegsfuß steht oder ob es sich um eine politische Ansicht handelt.

Bei allem geht es um die Benutzung des Verstandes, und darum, die Dinge richtig zu sehen und Irrtümer zu korrigieren. Wer sich dieses geistige Werkzeug selbst zerstört, der hat keine Möglichkeit mehr zur Umkehr. "Heilig" ist somit vor allem auch, sich stets die Fähigkeit und Bereitschaft zum Erkennen und im Bedarfsfall zum Umdenken zu bewahren, und das hat nichts mit Religion zu tun, sondern ist in Teilen eher das genaue Gegenteil von Religion.

Was ist der Heilige Geist?

Nach christlicher Lehre ist der Heilige Geist die dritte Seinsweise Gottes: Gott ist "der Vater", der Ursprung von allem, was da ist. Gott ist "der Sohn" oder "das Wort", wie sich in Jesus zu erkennen gegeben hat. Gott ist die Geistkraft welche im gesamten Kosmos gegenwärtig ist. Mal kurz zusammengefasst.

Was wird damit in Verbindung gesetzt?

Der Heilige Geist wird in poetischen Texten der Bibel und der christlichen Tradition häufig als Lebenskraft oder Schöpfergeist bezeichnet.

Nach alttestamentlicher Vorstellung hat der der Geist Gottes besonders durch die Prophetinnen und Propheten gewirkt.Die Evangelien nach Matthäus und Lukas erzählen, dass die Jungfrau Maria durch den Heiligen Geist schwanger geworden wäre.

Das Johannesevangelium und die Apostelgeschichte des Lukas (Neues Testament) tradieren die Vorstellung, dass die Jüngerinnen und Jünger Jesu nach dem Tod und der Auferstehung Jesu den Heiligen Geist empfangen haben. Der Heilige Geist hat den Jüngerinnen und Jüngern Jesu dann geholfen, die Worte Jesu und seinen gewaltsamen Tod richtig zu interpretieren. Nach katholischer Lehre wirkte der Heilige Geist dann vor allem in der Kirche weiter und setzte so die "öffentliche Offenbarungsgeschichte" vor allem in der frühen Kirche der ersten Jahrhunderte fort. Oft wird angenommen, dass der Heilige Geist, die Menschen, die die biblischen Schriften geschrieben haben, "inspiriert" hat, so dass man hinter dem wörtlichen Sinn der Texte auch oft einen tieferen, geistlichen Sinn finden kann. Seit der Neuzeit wird diese Inspirationslehre im von Teilen des protestantsichen Christentums benutzt, um dem wörtlichen Sinn der Bibel Unfehlbarkeit zuzuschreiben. Das wird dann vor allem dann in Stellung gebracht, wo die Bibel in Widerspruch zu historischen oder naturwissenschaftlichen Erkenntnissen steht.

Im Neuen Testament heißt es an verschiedenen Stellen, dass der Heilige Geist den Glauben bewirkt und den Gläubigen in schwierigen Situationen übernatürlichen Trost spendet. Außerdem soll der Heilige Geist helfen Neigungen, wie Selbstsucht, Hochmut und Begierden zu überwinden und stattdessen verschiedene Tugenden, wie Liebe und Barmherzigkeit zu erlangen.

Einen Eindruck könnte die deutsche Übersetzung des folgenden Pfingsthymnus aus dem 9. Jh. verschaffen (ursprünglich lateinisch):

Komm, Heilger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk deinen Frieden allezeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn verstehn
Und dir vertraun, der uns durchdringt
Und uns das Leben Gottes bringt

Den Vater auf dem ewgen Thron
und seinen auferstandnen Sohn
dich, Odem Gottes, Heilger Geist,
auf ewig Erd und Himmel preist.

Amen.

Im 19. Jahrhundert gab es im protestantischen Christentum große Erweckungsbewegungen, aus denen unter anderem die weltweite Pfingstbewegung hervorgegangen ist. Anhängerinnen und Anhänger der Pfingstbewegung glauben, dass sie den Heiligen Geist in besonderer Weise spüren können und dass dieser sich sichtbar in übernatürlichen Phänomenen manifestiert (Sprechen oder Lallen in unverständlichen Sprachen, übernatürliche Heilungen, Dämonenaustreibungen, Zukunftsvorhersagen). Die Pfingstbewegung ist zur Zeit die am stärksten Wachsende Bewegung im Christentum.

Weder die Religion noch die klassische Physik konnten erklären, wie Geist und Seele mit der Materie zusammenhängen. Daher gabs in den letzten Jahrhunderten auch in der Philosophie eine ausgiebige Diskussion zum sogenannten Körper-Geist-Dualismus bzw. zum Körper-Seele-Dualismus.

Da weder Geist noch Seele mit einer materiellen Substanz in Verbindung gebracht werden konnten, nahm man an, dass beide irgendwie selbständig für sich existieren müssen.

Genauso unerklärlich war, wie Geist und Seele in den Körper hineinkommen. Die Religion erklärte dieses Phänomen damit, dass Gott bereits im Mutterleib dem werdenden Menschen Geist und Seele durch dessen Nase einhaucht und ihn dadurch zum Leben erweckt. So konnte Gott auch Erwachsenen ein zweites Mal den heiligen Geist einhauchen, wodurch diese Menschen dann besonders heilig wurden.

Physik und Philosophie sind heute ein  ganzes Stück weiter. In seiner Theorie Dissipativer Strukturen, für die Ilya Prigogine 1977 den Nobelpreis erhielt, wurde nämlich gezeigt, dass Geist und damit wohl auch Seele, was immer man darunter verstehen mag, durch das Gehirn erzeugt werden. Geist, Seele und Bewusstsein emergieren aus der Gehirntätigkeit.

In der katholischen Theologie auf akademischem Niveau wird dieses Thema heftig diskutiert. Die Behauptung, Geist käme nicht von Gott sondern sei eine natürlich zu erklärende Erscheinung der Hirntätigkeit, hat dort eingeschlagen wie eine Bombe. Die Erkenntnis an sich konnte aber bislang nicht widerlegt werden und wird mehr oder weniger grummelnd akzeptiert und im Moment geht die Diskussion mehr in die Richtung, wie man den Geist doch noch irgendwie Gott in die Schuhe schieben könnte.


Gruenkohl28 04.08.2017, 15:30

Sehr gute Antwort. Ich habe das trotzdem nochmal um eine religionsgeschichtliche Perspektive ergänzt.

Ein paar Worte würde ich aufgrund meiner Neigung zur Embodied Theory of Mind anders setzen... Aber der Diskurs wird ja anderswo ausgefochten... Hehe.

2

Hallo Naturgirly,

einfach gesprochen: Der Heilige Geist ist Gottes wirksame Kraft.

So wie der Strom in der Leitung verschiedenes bewirken kann (Heizen, Licht, Töne, Bewegung) kann der Geist Gottes ebenfalls verschiedenes Bewirken.

Ein Bibellexicon beschreibt das wie folgt:

*** it-1 S. 842-843 Geist ***
Das griechische pneuma (Geist) stammt von pnéō, was „atmen“ oder „wehen“ bedeutet. Das hebräische rúach (Geist) leitet sich vermutlich von einer Wurzel her, die die gleiche Bedeutung hat. rúach und pneuma haben somit die Grundbedeutung von „Atem“, haben darüber hinaus aber noch erweiterte Bedeutungen. (Vgl. Hab 2:19; Off 13:15.) Sie können auch den Wind bezeichnen, die Lebenskraft in lebenden Geschöpfen, den Geist des Menschen, Geistpersonen, einschließlich Gottes und seiner Engelgeschöpfe, und Gottes wirksame Kraft oder seinen heiligen Geist. (Vgl. L. Koehler, W. Baumgartner, Lexicon in Veteris Testamenti Libros, 2. Auflage, Leiden 1958, S. 877—879; W. Gesenius, Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 17. Auflage, unveränderter Nachdruck 1962, S. 683, 684; Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von G. Friedrich, Bd. VI, 1959, S. 330—450.) All diese Bedeutungen haben etwas gemeinsam: Sie beziehen sich auf etwas für den Menschen Unsichtbares, auf eine in Bewegung befindliche Kraft. Diese unsichtbare Kraft kann sichtbare Auswirkungen hervorrufen.
Ein anderes hebräisches Wort, neschamáh (1Mo 2:7), bedeutet ebenfalls „Atem“ oder „Odem“, hat aber nicht so einen weiten Bedeutungsbereich wie rúach. Das griechische Wort pnoḗ hat eine ähnliche eingegrenzte Bedeutung (Apg 17:25) und wurde von den Übersetzern der Septuaginta benutzt, um neschamáh wiederzugeben.

*** it-1 S. 842-843 Geist ***
Das griechische pneuma (Geist) stammt von pnéō, was „atmen“ oder „wehen“ bedeutet. Das hebräische rúach (Geist) leitet sich vermutlich von einer Wurzel her, die die gleiche Bedeutung hat. rúach und pneuma haben somit die Grundbedeutung von „Atem“, haben darüber hinaus aber noch erweiterte Bedeutungen. (Vgl. Hab 2:19; Off 13:15.) Sie können auch den Wind bezeichnen, die Lebenskraft in lebenden Geschöpfen, den Geist des Menschen, Geistpersonen, einschließlich Gottes und seiner Engelgeschöpfe, und Gottes wirksame Kraft oder seinen heiligen Geist. (Vgl. L. Koehler, W. Baumgartner, Lexicon in Veteris Testamenti Libros, 2. Auflage, Leiden 1958, S. 877—879; W. Gesenius, Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 17. Auflage, unveränderter Nachdruck 1962, S. 683, 684; Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von G. Friedrich, Bd. VI, 1959, S. 330—450.) All diese Bedeutungen haben etwas gemeinsam: Sie beziehen sich auf etwas für den Menschen Unsichtbares, auf eine in Bewegung befindliche Kraft. Diese unsichtbare Kraft kann sichtbare Auswirkungen hervorrufen.
Ein anderes hebräisches Wort, neschamáh (1Mo 2:7), bedeutet ebenfalls „Atem“ oder „Odem“, hat aber nicht so einen weiten Bedeutungsbereich wie rúach. Das griechische Wort pnoḗ hat eine ähnliche eingegrenzte Bedeutung (Apg 17:25) und wurde von den Übersetzern der Septuaginta benutzt, um neschamáh wiederzugeben.

Durch Christus kann ein Mensch etwas von der Kraft Gottes erhalten - beispielsweise um komplexe theokratische Zusammenhänge zu verstehen, Christus sprach davon:

Johannes 14:26 Der Helfer aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, dieser wird euch alle Dinge lehren und euch an alle Dinge erinnern, die ich euch gesagt habe. 27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. . . .

2. Korinther 4:7 . . .Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Kraft, die über das Normale hinausgeht, Gottes sei und nicht die aus uns selbst.

Ja, das kann man persönlich genau so erfahren!

Zuletzt folgendes - in Bezug auf die Bibel:

2. Timotheus 3:16, 17 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

*** it-1 S. 1094-1095 Hebräische Schriften ***
Einige Bibelschreiber waren Augenzeugen der Begebenheiten, die sie aufzeichneten; Moses schrieb über seine Erlebnisse vor Pharao (2Mo 5:1 bis 12:32). Durch sorgfältige Nachforschungen in früheren Urkunden sammelten sie gewisse geschichtliche Angaben, die ihnen beispielsweise beim Zusammenstellen von Geschlechtsregistern dienten (1Ch 1 bis 9). Doch vieles — z. B., was die Versammlung der Engel im Himmel oder die Enthüllung von Prophezeiungen betraf — lag außerhalb des menschlichen Kenntnisbereichs und konnte nur durch göttliche Inspiration übermittelt werden. Diese Tatsache und die vollkommene Harmonie des Ganzen trotz der Beteiligung vieler Schreiber, ihrer unterschiedlichen Herkunft und des langen Zeitraums sind eine Bestätigung und ein offenkundiger Beweis dafür, daß die Bibelschreiber tatsächlich ‘von Gott aus redeten, wie sie von heiligem Geist getragen wurden’ (2Pe 1:21).

So gesehen ist die Bibel "in Buchstabgen gegossener heiliger Geist".

Beste Grüße

JensPeter

Gott gibt es in verschiedenen "Erscheinungsformen". Gott ist Geist oder in Jesus ("Wer mich sieht, sieht den Vater") oder Gott - Vater (Schöpfer).

Der Geist Gottes vertritt Gott auf dieser Welt bei den Menschen, daher wird das Ankommen des Geistes am Pfingstfest in der Christenheit gefeiert. Jesus hat den Geist auch "Tröster" genannt.

Der heilige Geist soll Maria geschwängert haben. Es war denen die sich die Bibel ausdachten, wohl zu "unkeusch" wenn Gott selbst mit Maria geschlafen hätte. Also erfand man einen heiligen Geist, der Maria auf wundersame Weise mit Jesus schwanger gemacht hat, so das sie als Jungfrau ein Kind bekam ;)

Hinterher muss man dann natürlich, weil Jesus ja Gottes Sohn und nicht der Sohn des heiligen Geistes sein soll, Gott und den Geist irgendwie wieder zusammenschustern.

So entstand dann die Dreieinigkeit.

Die heilige Geist ist quasi die Form von Gott, die auf der Erde, meist durch andere Menschen, handelt und wirkt.

Der Heilige Geist ist Gott selbst. Und zwar nicht in Form einer abstrakten Idee, einer Welt(schöpfungs)formel oder als eines fernen, naserüpfenden Beobachters des Weltgeschehens, sondern als eine Kraft, die in Menschen und durch Menschen wirksam ist.

https://glaubenstexturen.wordpress.com/2012/04/23/dreieinigkeit-was-ist-das-versuch-einer-klarung/

Deamonia 04.08.2017, 14:34

Also laut dem von dir verlinkten Text ist der Heilige Geist eigenständig, so wie Jesus, und das "Gott, Jesus und Heiliger Geist" eine "Einheit" wären, wie die Teile einer Maschine.

0
Aleqasina 04.08.2017, 14:40
@Deamonia

Diese Vorstellung von "Teilen einer Maschine" kommt wohl nur dadurch zustande, dass die Theologen zu viel herumanalysieren.

0

Der heilige Geist kann Menschen beseelen! Das ist eine Art göttliche Energie!

Der Heilige Geist, oft Geist Gottes genannt, ist Gott, keine eigenständige Gottheit oder Substanz. An Pfingsten feiert die Christenheit das Kommen des Heiligen Geistes. Bereits im Alten Testament ist vom Geist Gottes die Rede.

Kann man ganz leicht googlen, innerhalb von 2 Sekunden.

Deamonia 04.08.2017, 14:35

Je nachdem welche Quelle man nimmt, ist der heilige Geist was anderes als "Gott", von daher: Nix mit 2 Sekunden!

0

Der "Heilige Geist" ist die Kraft Gottes (Apg.19,6), mit der auch Gebete übermittelt werden (Mt.22,29).

Gott hat es gefallen, sich uns als ein dreieiniger Gott zu offenbaren (Gott der Vater, der Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist) - "drei Personen und doch eins".

Die Bibel lehrt, dass Menschen, die sich bekehren und an Gott glauben, den Heiligen Geist erhalten: "Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8,8-9).

In dieser Bibelstelle sieht man die Dreieinigkeit Gottes sehr schön, da Gottes Geist mit dem Geist Christi gleichgesetzt wird.

Mehr über den Heiligen Geist findet sich hier im Bibellexikon von Bibelkommentare: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=98

Was möchtest Du wissen?