Wer muss die Kosten tragen -- Haus verkauft Schimmel im Keller?

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7 Antworten

Wie ärgerlich. Vielleicht könnt ihr beweisen, dass der Verkäufer bereits vorher davon gewusst hat und dies arglistig verschwiegen hat (durch Befragung weiterer Bekannte des Verkäufers). Diese könnten sodann als Zeugen bei einem evtl. Gerichtsverfahren benannt werden. Ich habe vor zehn Jahren mein Haus gekauft und alles war super in Schuss (das Haus wurde vorher vom Keller bis oben frisch gemalen). Bei Besichtigung konnte man im oberen Bereich Decke, die damals vertäfelt war, Flecken entdecken. Die Verkäuferin (ich hatte Zeugen dabei) sagte, dass diese Flecken alt wären und dass diese vor Neueindeckung des Daches (angeblich zwei Jahre alt und auch so inseriert) entstanden seien. Alles in allem habe ich drei Jahre Prozess geführt und auch wegen anderer Mängel, die nach und nach zum Vorschein kamen (erst einmal ein selbständiges Beweisverfahren und sodann einen Zivilprozess) und habe ca. 20.000,00 EUR erhalten, obwohl in meinem Kaufvertrag ebenfalls "wie besichtigt" etc. stand.

Ich würde vorerst jedoch versuchen, den Verkäufer darauf anzusprechen und ihn zu bitten, die Kosten mitzutragen, um so eine friedliche Einigung erzielen zu können. Dieser hat ja in dem Haus gewohnt. Ich merke doch, wenn sich bei mir im Keller etc. etwas bildet. Allein wahrscheinlich schon vom Geruch. Man könnte natürlich auch einen Sachverständigen beauftragen, um abschätzen zu können, wie alt der Schimmel wohl schon sein kann und ob man dies als Hausbesitzer hätte merken müssen. Erst einmal vielleicht friedlich darauf ansprechen und parallel versuchen, herauszufinden, ob andere Leute davon gewusst haben.

Ein Prozess (man muss ja erst einmal in Vorleistung der Anwalts-, Sachverständigen- und Gerichtskosten gehen) ist nicht gerade günstig und mit einem gewissen Risiko verbunden.

Viel Glück!

Ich gehe mal davon aus, dass ihr das Haus ohne sichtbare oder bekannte Mängel verkauft habt.

Wenn dem so ist, müsst ihr das natürlich auch einhalten und auch selber bezahlen.

Schimmel ist ein schwerer Mangel, daher wird sich der Käufer auch nicht an die Kosten beteiligen wollen.

Sieht der "Weißschimmel" in etwa so aus?

http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/gut/gut03.htm

Das sind Salzausblühungen. Bei kleineren bis mittleren Feuchteproblemen im Keller hilft preiswert die Temperierung (mal googeln). Das kann unter Umständen das Aufbuddeln und die Neuabdichtung ersparen, bzw. Undichtigkeiten kann man dann lokal ermitteln und gezielt mit geringen Kosten abdichten. Ohne die Temperierung verteilt sich die Feuchte schön gleichmäßig im Keller und man erkennt den Ursprung nicht.

Die Frage nach den Kosten ist schnell geklärt. Der Eigentümer trägt die Kosten, es sei denn, er wurde arglistig beim Kauf vom Verkäufer über bestehende Mängel getäuscht. Das zu beweisen wird aber schwer fallen.

Der Hauseigentümer trägt alle Kosten, notfalls kann dieser beweisen, dass bei der Besichtigung der Schimmel arglistig verschwiegen/verdeckt wurde. Aber eigentlich gekauft wie gesehen und der müßte das ja gesehen haben.

Wie lief der Verkauf ab? Normal gilt doch die Regel gekauft wie gesehen? Oder gab es eien absichtliche Verschleierung gegenüber dem Käufer?

Das Problem ist, dass der Schimmel hinter einem Bett ist und so erst durch das vorschieben sichtbar geworden ist. 

Es heißt "gekauft wie gesehen" Also, Käufer sache

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