Wer muss Blitzer bezahlen?

8 Antworten

Es wird nur der Fahrer rechtlich belangt.

Also erst einmal sollte der Freund sich zu der Sache nicht äußern. Also nur Einspruch einlegen, dass man nicht der Fahrer war und erst einmal nicht den wirklichen Fahrer nennen.

Ich würde dem Fahrer dringend empfehlen zu einen Anwalt zu gehen. Es liegt ja in seinem Interesse, dass er seinen Führerschein behalten darf.

Bestimmt kann er beiden Tipps geben, wie der Fahrer dort möglichst glimpflich davon kommt. Wenn sich das Verfahren sehr lange hinzieht kann es sogar verjähren und er würde straffrei bleiben.

Die Verjährungsfrist gegen den Fahrer beträgt drei Monate. Solange die Bußgeldstelle nicht weiß, wer gefahren ist, läuft die weiter. Wenn der Mieter des Fahrzeugs sich während dieser Frist überhaupt nicht rührt, läuft diese Frist einfach ab. Sollte gegen den Mieter ein Bußgeldbescheid ergehen, einfach Einspruch einlegen und nach Ablauf der drei Monate den wahren Fahrer als Zeugen angeben ( dem kann ja jetzt nichts mehr passieren ). Es droht allenfalls eine zweijährige Fahrtenbuchauflage, aber das ist völlig harmlos. Die Kosten für den Bescheid könnte der Fahrer ja aus Dankbarkeit übernehmen.

Die Richtung dachte ich auch schon, weil eigentlich ist das ja einfach :-) Aber er hat weder Bock auf ein Fahrtenbuch und er hat Angst dass weiter ermittelt wird. Denn eingetragen war der Fahrer als Zweitfahrer auch nicht. Heißt, er hat auch kein Bock auf Ärger mit dem Vermieter falls das rauskommt... 

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@Kleinhose

Den Mietwagenunternehmer interessiert das überhaupt nicht. Der hat mit der Angabe des Mieters seine Pflicht erfüllt. Fahrtenbuch ist lästig. Seit dem 1.5.2014 sind Verstöße nicht mehr punktebewährt.

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Die Eintragung als Zweitfahrer bei der Versicherung ist in diesem Fall auch völlig irrelevant, es ist ja kein Versicherungsfall eingetreten. Und selbst wenn er als nicht eigetragener Fahrer einen Unfall gebaut hätte, hätte die Versicherung maximal den höhren Beitrag für den zusätzlichen Fahrer verlangt, aber gezahlt worden wäre trotzdem.

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Immer der Fahrer muss bezahlen. 

Mit 58 km/h zu viel, das ist schon eine Hausnummer, gibt 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte und 240 € Strafe zzgl. Gebühren. 

Letztlich wird die Sache vor Gericht gehen. Dort hat dein Freund kein Aussageverweigerungsrecht und muss Farbe bekennen. 

Den Stress kann er sich sparen und den Fahrer gleich heute angeben, denn der kommt um seine Strafe nicht herum. Dein Freund sollte sich auch überlegen, ob er einen solchen Raser wirklich decken will, denn hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis was passiert.

Einen solchen Raser.. Komm man... Wenn es bei Baustellen auf 100 geht, dann auf 80, da bin ich bei jeder Baustelle meist noch 30-40 drüber. Bin ich auch ein Raser? :-) jeder fährt zu schnell :-) 

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@Kleinhose

In der Baustelle, in der 80 erlaubt sind, mit 138, das ist einfach viel zu schnell. 

Wenn du tatsächlich regelmäßig so schnell unterwegs bist, wirst du den Lappen recht schnell wieder abgeben können. 

Und sei froh, wenn du ihn nur abgeben darfst und nicht noch Andere totfährst, denn Geschwindigkeitsbeschränkungen haben grundsätzlich einen Sinn, auch wenn sich dieser dir noch nicht erschlossen hat. 

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@Kleinhose

Wenn man in Baustellen 30 Sachen zu schnell unterwegs ist, und das auch noch normal findet, ist man psychologisch nicht zum Führen eines  Fahrzeugs geeignet.  Es fehlt die geistige Reife und der Verstand.  Aber könnt das ja mal so schreiben als Erklärung  bei der Polizei.  Made my  Day 

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@Kleinhose

Ja, dann bist du ein Raser. Wird dringend Zeit, dass du geblitz wirst und dann aus dem verkehr gezogen wirst.

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wenn Sie dem Fahrer Vorsatz unterstellen, wird die Strafe verdoppelt; na Mahlzeit; 480 + Geb.

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Wie soll die Sache denn vor Gericht gehen, falls der Fahrer nicht ermittelt werden kann?

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@Havenari

wenn es nicht vor Gericht geht, so wird dem Halter ein Fahrtenbuch für eine bestimmte Zeit auferlegt. 

Gericht - kein Aussageverweigerungsrecht; da kein verwandschaftliches Verhältnis.

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