Wer legt eigentlich die Richtwerte für "Bio-Produkte" fest?

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3 Antworten

Einerseits wird dies in der EG-Öko-Verordnung geregelt; diese Richtlinien besagen u.a., dass keine Gentechnik zum Einsatz kommen darf, auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet werden muss, die Tiere artgerecht gehalten und mit ökologisch produziertem Futter gefüttert werden müssen, soziale Mindeststandards eingehalten werden müssen.

Daneben haben aber viele Bio-Anbauverbände ihre eigenen Richtlinien, die viel strenger sind (und in meinen Augen diese Verbände dadurch auch vertrauenswürdiger machen). Bei Demeter z.B. finden mehrere Kontrollen statt (EG: nur eine jährlich), es ist nicht gestattet, nur einen Teil des Betriebes umzustellen, also z.B. Biogtreide anzubauen, die Viehzucht aber weiterhin konventionell zu betreiben (EG erlaubt dies), die Tiere dürfen nur mit selbst produziertem Futter gefüttert werden, usw.

Mein größtes Vertrauen genießen Demeter und Bioland, auch weil es sie schon seit Jahrzehnten gibt und sie somit nicht nur auf der Bio-Modewelle mitschwimmen.

die angeführte zdf-umwelt-seite hat ausführliche informationen. vor allem ist ja wichtig zu sehen, dass die "privaten" organisationen wie demeter usw zuerst da waren, als die konventionellen bauernverbände und die regierungen überhaupt noch nicht daran dachten, normen für naturgemäße landwirtschaftsprodukte festzulegen. da mußte doch erst druck gemacht werden, von unten, vom verbraucher.

auch ich habe das volle vertrauen nur zu solchen bio-siegeln wie demeter und bioland, alle anderen sind doch zumeist abschwächungen, und was neuerdings bei den discountern in der bio-ecke liegt, da wird doch hauptsächlich versucht, vom immer größer werdenden kuchen der verbraucher-gewünschten nachfrage etwas für sich abzuzweigen.

Bedeutung der Bio-Siegel

http://www.umwelt.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,4362701,00.html

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