Wer legt den Abstinenznachweiszeitraum fest?

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4 Antworten

Hallo LXH187,

leider läuft hier bei den Antworten und Begriffen wieder einiges durcheinander... :-(

Zunächst: Wenn du zuerst deinen FS neu beantragst und dann erst mit den Abstinenznachweisen beginnst, wird die Zeit nicht ausreichen um die Nachweise zusammen zu bekommen. Also vergiss diesen Vorschlag schnell wieder.

Der Antrag ist erst zu stellen wenn du kurz vor dem Ende der Nachweisanalyse bist.

Zum zweiten:  Wie lange der Nachweis sein muss, entscheidet NICHT der VP, sondern der Gutachter bei der MPU (dieser muss nicht unbedingt VP sein, ein Dipl. Psych. kann das ebenfalls).

Beim TÜV gibt es unter dem "Deckmäntelchen" einer externen Fa. wie Nordkurs o.ä. noch als einziges Institut die Möglichkeit sich vorab ein kostenpflichtiges Beratungsgespräch zu holen. Allerdings sind die Empfehlungen dort NUR von Belang wenn man die MPU dann auch tatsächlich beim TÜV machen lässt.

Der TÜV ist allerdings auch dafür bekannt, dass er gerne unnötige und sehr teure Kurse verkauft und den Kunden einredet das sie ohne diese Kurse keine Chance auf ein pos. Gutachten haben :-(

Wenn du zu einem anderen MPI (Bsp. Avus) gehst, musst du dir einen freien VP suchen, wenn du eine genaue und realistische Einschätzung darüber haben möchtest, wie lange dein Nachweis gehen sollte.

Wichtig für diese Einschätzung sind deine Blutwerte. Wie hoch war der aktive THC-Wert, wie hoch die passiven Werte. Geht es bei dir um regelmäßigen Konsum oder gelegentlichen? Wie tief war die Drogenproblematik?

Ging es (aus gutachterlicher Sicht) bereits um Missbrauch oder "nur" um eine Drogengefährdung? Mit diesen Hinweisen kann dann die Empfehlung über den Abstinenzzeitraum gegeben werden.

Haaranalysen können max. über 6 Monate in nachhinein gemacht werden; eindeutiger Nachteil: Man kann erst lange Zeit NACH dem Konsumstopp mit diesen Nachweisen beginnen, da das THC noch lange in die Haarwurzeln einwächst. Bei Urinscreenings kannst du sofort mit dem Nachweis beginnen, sobald dein Cut-off unter 20 pg/mg gefallen ist.

Gruß Nancy

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Die Führerscheinstelle legt das fest.

Ein Jahr ist ein üblicher Zeitraum für Abstinenznachweise.

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Kommentar von nancycotten
21.01.2016, 23:58

Nein, die FSSt. hat auf den Abstinenzzeitraum keinen Einfluss. Und ein Jahr ist auch kein "üblicher Zeitraum" für die Nachweise....

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Der Abstineznachweis ist kein Gesetz, aber ohne diesen wird es schwer die MPU zu bestehen.

Es gibt Kurse bei der Caritas hierzu.

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Kommentar von LXH187
21.01.2016, 13:17

Ja ich weiß, dass ich einen Abstinenznachweis brauche, aber ich frage mich ob 6 Monate reichen oder ob ich 12 Monate machen sollte?

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Das ist schon ein Brett mit der MPU.

Zuerst einmal musst du den Führerschein neu beantragen,

kostet knapp 150 €.

Das ist der erste Schritt, mit diesen Unterlagen dann zum "freiwilligen" Beratungsgespräch beim Verkehrspsychologen (ist der selbe der dann auch die MPU durchführt). Die findest du bei dem Tüv, der Dekra oder ASUS

Kostet knapp 80 €.

Der wird dir sagen, was du für Nachweise erbringen musst, wenn du alles beisammen hast, kannst du einen Termin zur MPU beantragen.

Ich geb dir noch nen Tip, mach Haarkontrollen, ist um einiges billiger als die Urinkontrollen.

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Kommentar von LXH187
21.01.2016, 13:19

Entscheidet dann quasi der Verkehrspsychologe wie lange ein Abstinenznachweis dauern soll?

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Kommentar von nancycotten
21.01.2016, 23:37

Beratungsgespräch beim Verkehrspsychologen (ist der selbe der dann auch die MPU durchführt).

Das ist er mit Sicherheit nicht! Die Gutachter die vorab eine individuelle Beratung durchführen, dürfen NICHT beim gleichen Kunden begutachten. Im übrigen gibt es diese Beraungsgespräche nur noch beim TÜV, da sie offiziell verboten sind.

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