wer lebte zu Zeiten der germanischen völkerwanderung in deutschland?

5 Antworten

Ursprünglich lebten die Germanen nur in Norddeutschland und Skandinavien. Südlich daran grenzten keltische Stämmde. Während der Völkerwanderung jedoch, eroberten die Germanen immer mehr Gebiete bis hinunter nach Italien, und siedelten bis nach Südtirol und teilweise in die Lombardei hinein.

Die Kelten wurden vertrieben oder getötet, Vermischungen gab es nicht so viele wie angenommen, da die Kelten oft zu den verhassten Römern gehörten, da sie in deren Städten und Provinzen lebten.

Aber schon vor 2000 Jahren lebten die Germanen bis zur Donau und am Rhein entlang und auch Polen und Gebiete bis zum schwarzen Meer waren vollständig germanisch, die Slawen kommen eher aus dem Gebiet Ukraine, Weißrussland.

Der allgemeine Ausdruck Germanen ist als Sammelbezeichnung der Römer entstanden. Stämme eines germanischen Kulturkreises, der eine Sprachfamilie der indogermanischen Sprache darstellte, lebten ursprünglich im südlichen Skandinavien und in Norddeutschland (nach heutigen Bezeichnungen). Sie breiteten sich nach Süden aus. Kimbern, Teutonen und Ambronen (wobei ihre Einordnung als Germanen nicht ganz einhellig ist) drangen bei einem Zug weit in keltisches und sogar in römisches Gebiet vor, bis sie vernichtend geschlagen wurden. Germanische Stämme verdrängten vielfach Kelten aus Mitteleuropa oder verschmolzen mit ihnen. Germanen lebten in Nordeuropa und Mitteleuropa.

Die Römer bezogen sich bei der Bezeichnung Germanen auf ein Gebiet etwa zwischen Rhein, Donau und Weichsel. Eine genaue Grenze (wie von Gaius Iulius Caesar als Abtrennung von einem Gebiet Gallien und einem Gebiet Germanen ausgesagt) war der Rhein tatsächlich nicht (so gab es auch einige linksrheinische Germanen).

Eine geographische Bezeichnung Deutschland gab es damals noch nicht und eine genaue Abgrenzung des bei der Frage zu betrachtenden Raumes ist schwierig. Dort lebten in der Zeit der Völkerwanderung unterschiedliche germanische Stämme bzw. Stammesgruppen/Stammesverbände/Großstämme/Völker, teilweise auch Bestandteile einer nichtgermanischen (vor allem an Kelten ist zu denken) Bevölkerung. Als Zeit der Völkerwanderung wird gewöhnlich ein Zeitabschnitt von 375/6 (Einfall der Hunnen in Europa) bis 568 (Einfall der Langobarden in Italien) verstanden, allerdings hat es auch vorher Wanderungsbewegungen gegeben.

Germanische Stämme lebten aber zu Beginn der Völkerwanderung auch schon anderswo, im Schwarzmeerraum und im Donauraum (z. B. Westgoten, Ostgoten Gepiden, Heruler, Rugier, Skiren). Während der Völkerwanderungszeit hat es weite Züge durch Europa gegeben, auf dem Balkan, in Italien, Mitteleuropa, Gallien, der iberischen Halbinsel und sogar nach Nordafrika (Vandalen). Außerdem kamen Germanen nach Britannien.

Eine genaue Auflistung der Stämme/Stammesverbände/Völker (wobei diese auch aus mehreren einzelnen Stämmen gebildet sein können, die zusammengekommen sind) ist nicht ganz einfach, da auch eine Abhängigkeit davon besteht, inwieweit Quellen alle Stämme/Völker nennen, was teilweise unsicher ist. Bei Interesse kann näher nachgeforscht werden zu:

Alamannen/Alemannen, Angeln, Baiuwaren/Bajuwaren (anscheinend in der späten Völkerwanderung in einer vielfältigen Mischung entstanden, wohl Teile der Alamannen, Donausueben, Hermunduren, Markomannen, Naristen-Varisten und Splittergruppen anderer germanischer Stämme, auch aus keltischer und romanischer Bevölkerung; vgl. zu der Frage Wilhelm Störmer, Die Baiuwaren : von der Völkerwanderung bis Tassilo III. 2., durchgesehene und überarbeitete Auflage. München : Beck, 2007 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2181), S. 13 – 37), Burgunder/Burgunden, Chatten (haben später die Bezeichnung Hessen bekommen), Franken, Friesen, Jüten (vor allem in Jütland, heutiges Dänemark), Langobarden, Sachsen, Rugier (zeitweiliges Reich in Niederösterreich um den Ort der heutigen Stadt Krems herum), Sueben/Sweben, Thüringer, Vandalen (sind durch das Gebiet gezogen, 406/7 Rheinübergang, wahrscheinlich zwischen den heutigen Städten Mainz und Worms), Warnen

Ein Blick in Geschichtslandkarten ist nützlich. Bücher in einer Bibliothek können weiterhelfen, z. B.:

Frank M. Ausbüttel, Die Germanen. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2010 (Geschichte kompakt). ISBN 978-3-534-22047-2

Bruno Bleckmann, Die Germanen : von Ariovist bis zu den Wikingern. München : Beck, 2009. ISBN 978-3-406-58476-3

Herwig Wolfram, Die Germanen. Originalausgabe. 9., überarbeitete Auflage. München : Beck, 2009 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2004). ISBN 978-3-406-59004-7

Deutschland gab es da noch nicht nicht mal das erste Römische Reich deutscher Nation, wo dass erste mal deutsch erwähnt wird. Wer lebte dort, Bäume, Hasen und Bären... und der ein oder andere Baumaffe der Art Angelinamerkula ;-). Und im ernst einige frühe Zweige der Goten auch.

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