Wer kommt für die Kosten einer Wohnungsräumung auf, wenn der Mieter verstorben ist?

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7 Antworten

.... grundsätzlich übernehmen ja die Erben diese Angelegenheit und ob es welche gibt, weiß nur das Nachlaßgericht/der Notar. Viel Glück und bedenke, meist geht ja noch etwas ein von Girokonto. Nicht das dies alles der Nachlaßpfleger einsackt!.

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Kommentar von schleudermaxe
01.11.2015, 13:31

...wieso gibt es denn jetzt plötzlich doch Angehörige????

... siehe ggf.:

Eine Nachlasspflegschaft ist notwendig, weil im Fall des Todes des Mieters eine öffentliche Zustellung der Kündigung nicht möglich ist. Durch die Nachlasspflegschaft verschafft sich der Vermieter einen Adressaten, der die Kündigung wirksam entgegennehmen oder selbst aussprechen kann. Parallel zu diesen Maßnahmen sollte auch dem Landesfiskus gegenüber eine Kündigung ausgesprochen werden. Denn wenn sich keine Erben des Verstorbenen finden, wird der Landesfiskus gesetzlicher Erbe. Letztlich haftet der Fiskus jedoch nur für den Nachlass des verstorbenen Mieters, nicht für dessen Verbindlichkeiten. Es besteht für den Vermieter somit ein großes Risiko, dass er auf seinen offenen Forderungen sitzen bleibt.Hat der Vermieter nach Ausschlagung der Erbschaft (oder wenn sich kein Erbe finden lässt) einen sofortigen Zugriff auf die Wohnung? Darf er sie betreten? Diese Frage lässt sich eindeutig beantworten: nein. Der Vermieter würde in diesem Fall verbotene Eigenmacht ausüben (§ 858 BGB), denn die Erben – auch wenn sie noch ermittelt werden können – haben laut Gesetz Besitz an der Wohnung und sind Erben des Inventars. Aus diesem Grund darf auch das Schloss nicht ausgetauscht werden. Der Vermieter ist also nicht befugt, das Inventar eigenmächtig wegzuschaffen. Auch diese Probleme lassen sich rechtlich am besten durch eine Nachlasspflegschaft vermeiden.

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im Normalfall die Erben oder Angehörige. Ohne Erben, setz dich mit dem Amtsgericht/Erbschaft auseinander, Der Nachlasspfleger sollte das in die Hand nehmen.

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Selbst wenn es keine Verwandten gibt - es gibt noch immer gesetzliche Erben! Und das kann im Zweifel auch das Sozialamt sein!

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Kommentar von JohnnyJJ
31.10.2015, 19:27

Die Erben müssen nur dann bezahlen, wenn sie das Erbe annehmen.

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Kommentar von peterobm
31.10.2015, 19:33

eher der "Vater" Staat

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Die Erben oder falls das Erbe ausgeschlagen wird, die Stadt/Gemeinde.

Wende Dich an das Nachlassgericht.

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Kommentar von imager761
01.11.2015, 07:50

Rechtsgrund? Was haben "die Stadt/Gemeinde" mit den Nachlassverbindlichkeiten bzw. -forderungen ihrer Bürger zu tun?

Vielmehr fällt der Nachlass nach allseitiger Ausschlagung dem Landesfiskus an, der bekanntermaßen für über dessen Werthaltigkeit hinausgehende Nachlassverbindlichkeiten keinerlei Haftung trägt :-O

Tatsächlich darf der VM vor Abschluss einer von ihm selbst zu beantragenden Nachlassverwaltung überhaupt keine Räumung veranlassen noch Nachmietvertrag schliessen, solange nur die vage Möglichkeit besteht, dass irgendein Erbe n. § 564 BGB in den MV eintritt und Herausgabe der ererbten Gegenstände beanspruchen könnte. Dem VM wären also nicht nur für die Dauer der Verwaltung monatelang die Hände gebunden (Mietausfälle), auch die Kosten der Herrichtung für ordnungsgemäße Übergabe an den Nachmieter fallen ihm aus unternehmerischem Risiko selbst an, so er sich denn nicht an einer Kaution des verstorbenen M schadlos halten könnte.

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Das kommt drauf an, ob der Verstorbene Geld hinterlassen hat und ob es Erben gibt

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Kommentar von quarkmarc
31.10.2015, 19:31

Leider beides nicht.

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Kommentar von SaVer79
31.10.2015, 19:32

Sicher, dass alle gesetzlichen Erben das Erbe ausgeschlagen haben?

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Kommentar von SaVer79
31.10.2015, 19:37

Tja, dann ist dein erster Ansprechpartner das nachlassgericht! Dort wird man dir erklären, wie es weiter geht! Grundsätzlich müsste ein Nachlasspfleger eingesetzt werden, aber du wirst letztlich auf den Kosten sitzen bleiben

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Bleibe ich als Vermiter auf den Kosten der Räumung sitzen?

Denkbar: Mietvertragsverbindlichkeiten wie Mieten während der ordentlichen Kündigungsfrist, Räumungs-, Rückbau-, Schadensbehebungs- und fällige Renovierungskosten können selbstverständlich mit der Mietsicherheitsleistung (Kaution) verrechnet werden.

Reicht die nicht aus oder wäre sie gar nicht verlangt worden, fallen sie den Erben als Nachlassverbindlichkeit an.

Gäbe es keine Erben oder schlagen alle aus, geht der (überschuldete) Nachlass an den Landesfiskus, der dafür jedoch nicht haftet.

In dem Fall bleiben die Kosten an dir hängen :-(

G imager761


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Kommentar von johnnymcmuff
01.11.2015, 10:11

In dem Fall bleiben die Kosten an dir hängen :-(

Da gibt es noch das Vermieterpfandrecht; aber wer will schon alte Möbel.  :-)

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