Wer kennt sich mit Mieterhöhungen aus?

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5 Antworten

Die Mieterhöhung wäre rechtens. Es handelt sich um eine Erhöhung um rund 9 %. Von 20 % also weit entfernt. Die neue Miete passt offenbar genau zum Mietspiegel.

Man sollte dem Verlangen also zustimmen und ab 1.10.2017 die höhere Miete bezahlen.

Was der Vermieter in Zukunft noch vor hat, kann man jetzt noch nicht absehen, aber er hätte ab Oktober 2017 innerhalb einer 3-Jahres-Frist nur die Möglichkeit, um weitere rund 11 % zu erhöhen. Das aber auch nur, wenn die Mieten weiter steigen und es ein Update zum Mietspiegel gibt, das eine solche Erhöhung überhaupt zuläßt. Dabei muss man aber bedenken, dass es immer möglich ist, auch ein wenig über die Obergrenze des Mietspiegels hinaus zu gehen. Das ist aber Zukunftsmusik. Abwarten, was in den nächsten Jahren noch kommt.

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Wieso macht sie denn einen neuen Mietvertrag, wenn sie in der gleichen Wohnung bleibt?

Natürlich ist die vereinbarte Miete NICHT auf ewig festgeschrieben.

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Da ein neuer Vertrag gemacht wurde, gilt doch der, richtig? 

Ja, das ist richtig.

Also sind die 20% von den 540€ zu rechnen und dies wären 108€. 

Auch das ist richtig

Wenn der VM innerhalb von 3 Jahren 20% aufschlagen darf, wäre er aber somit fast 50€ über dem Mietspiegel. Darf er das? Wieso? 

Nein, darf er nicht. Aber nach deinen eigenen Ausführung will er das ja auch gar nicht, sondern möchte die Miete "nur" um 50,00 € auf insgesamt 590,00 € erhöhen.

Wenn du dir § 558 BGB durchliest wirst du sehen, dass da steht, dass der Vermieter die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (in eurem Fall also 593,60 €) erhöhen darf. Gleichzeitig darf diese Erhöhung aber nicht mehr als 20% innerhalb von 3 Jahren betragen. Er muss diese 20% aber nicht voll ausschöpfen bzw, kann es in eurem Fall ja auch gar nicht.

Wenn nicht, wie kann sie sich wehren?

Da er die Miete nicht um 108,00 € erhöhen will, sondern nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, sehe ich erstmal keine Möglichkeit. 

Ihr könntet das Schreiben natürlich von jemandem vom Fach (Mieterverein/Anwalt für Mietrecht) überprüfen lassen. Mieterhöhungsverlangen unterliegen strengen Vorschriften. Sind die nicht eingehalten, könnte es hinfällig sein und deine Freundin würde zumindest etwas Zeit gewinnen.

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Kommentar von bwhoch2
28.06.2017, 10:16

Ihr könntet das Schreiben natürlich von jemandem vom Fach
(Mieterverein/Anwalt für Mietrecht) überprüfen lassen.
Mieterhöhungsverlangen unterliegen strengen Vorschriften. Sind die nicht eingehalten, könnte es hinfällig sein und deine Freundin würde zumindest etwas Zeit gewinnen

Mieter machen sich bei ihren Vermietern speziell dann "beliebt", wenn wegen irgend einer Kleinigkeit ein Rechtsanwalt eingeschaltet wird, denn dann muss meist gleiches auch auf seiner Seite passieren, was auch wieder zu unnötigen Kosten führt.

Unnötiges Ärgerzeugs! In diesem Fall könnte man damit zwar drei Monate raus holen, denn der Vermieter müßte sein Verlangen korrigiert nochmal stellen.

Der Vermieter wird aber auch mit seinem Rechtsanwalt prüfen, der dann das korrigierte Verlangen schreiben wird, wieviel er evtl. noch auf die Mieterhöhung drauf schlagen kann. Also bspw. bis zu 10 % über Mietspiegel oder die 20 % Obergrenze gleich mal voll ausschöpfen, sodass die neue Miete ab Januar dann nicht 590 € betragen würde, sondern 648,- €. Am Ende wäre also der Schaden viel größer, als der Nutzen, den man hat, wenn man sich an einer kleinen Formalie hochziehen würde.

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.... wer einen neuen Vertrag macht, bekommt ja keine Erhöhung, er bekommt einen neuen Vertrag.

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Kommentar von Sheireen1990
27.06.2017, 21:35

Du scheinst die Frage missverstanden zu haben. Es wurde 2015 ein neuer Vertrag gemacht und jetzt (2017) gab es eine Mieterhöhung.

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Selbst wenn die 490€ als Ausgangsbasis hergenommen werden würden, 20% davon sind 98€, damit ist die Gesamterhöhung auch nur 2€ zu hoch.

Dafür lohnt es nicht, große Aktionen zu starten.

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